Ich habe für meinen Canon Pixma die Linux Turboprint Treiber installiert. Der Drucker hängt am USB. Der Alias ist tp0 das Gerät wird mitT /dev/lp0 angezeigt. Der Testdruck startet bis 1,8% und dann bricht er ab und wird erneut aufgerufen. Kennt jemand das Problem und weiss wo ich dran drehen muss?
Oder gibt es einen besseren Treiber für den Pixma? Canon hat keinen.
fbe
Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge
Ist dieser Canon Pixma Drucker ein GDI oder hostbased Drucker ?
Wenn ja, dann funktionieren diese Drucker unter Linux leider nicht.
Hostbased Drucker haben keine eingebaute Standarddruckersprache wie PCL. Der Druckkopf wird von einem Treiber direkt gesteuert.
Wenn unter Windows so ein Drucker an einem Printserver (Fritzbox beispielsweise) angeschlossen wird, funktioneren sie auch nicht.
Da muß immer eine direkte Steuerleitung zum Drucker online sein, um den Druckkopf richtig anzusteuern.
Richtige Drucker können ihre Druckdaten praktisch selbst ausdrucken.
Da muß der Druckkopf nicht von einem Treiber gesteuert werden.
Ich würde dir einen HP Drucker empfehlen, da HP gute Druckertreiber programmiert:
http://hplip.sourceforge.net/
PS: Normalerweise braucht man unter Linux/Unix einen Postscriptdrucker (kann emuliert sein), da alle Linux/Unixprogramme ihre Druckdaten im Postscriptformat erzeugen.
Wenn man einen normalen Drucker hat (keinen GDI oder hostbased Drucker), dann muß Ghostscript mit Hilfe der Linuxtreiber (oder -filter) die Druckdaten in ein anderes Format umwandeln, damit der Drucker sie verarbeiten kann .
PPS: Laut Druckerchannel ist das ein GDI Drucker:
http://www.druckerchannel.de/testdetail.php?tabelle=tinte_office&auswahl%5B%5D=60
GDI Drucker funktionieren nur ganz schlecht unter Linux, wenn überhaupt. Wenn man so einen Drucker unter Windows an einem Printserver wie der Fritzbox anschließt, funktioniert er auch nicht.
Vergiss Cannon und kauf dir einen HP.
So schnell gebe ich nicht auf;-). Was ich nicht verstehe, wenn das so ist wie KarstenW beschrieben hat, wieso wird dann der ip4000 bei http://turboprint.de/ explizit aufgeführt.
fbe
Das frage ich mich auch.
Ich würde diese GDI Drucker auch nicht als Windowsanwender kaufen, jedenfalls nicht wenn ich den Drucker an einem Printserver wie der Fritzbox anschließen möchte.
Ich weiß nicht genau wie die GDI Drucker funktionieren.
Die richtigen Drucker steuern den Druckkopf selbst um die Daten auszudrucken.
Ein Programm muß nur die Daten im richtigen Druckformat erzeugen. Das ist bei HP Drucker PCL 3 bei Tintenstrahldrucker und PCL 6 bei Laserdrucker.
Unixprogramme erzeugen ihre Druckdaten im Postscriptformat.
Deshalb muß unter Linux oder Unix der Ghostscript mit Hilfe dieser Treiber ( werden auch als Filter bezeichnet) die Druckdaten erst noch in dieses PCL Format (bei HP Drucker) umwandeln, bevor die Daten an den Drucker gesendet werden.
Dann kommen die Daten im Speicher des Druckers an und der Drucker druckt die Daten selbst aus (der Drucker steuert auch selbst den Druckkopf).
Bei GDI Drucker ist das anders.
Ein GDI Drucker hat keine Druckersprache wie PCL oder Postscript.
Da muß ein Programm (ein spezieller Treiber) auf dem Hauptrechner den Druckkopf steuern um die Daten auszudrucken.
Dazu muß wahrscheinlich eine durchgehende Steuerleitung vom Rechner zum Drucker vorhanden sein, damit der Treiber den Druckkopf steuern kann.
Wenn die Verbindung durch einen Printserver unterbrochen ist, funktionieren diese GDI Drucker nicht mal unter Windows richtig.
Da Cannon keine Linuxtreiber programmiert, machen das manchmal Freizeitprogrammierer die aber teilweise keine genauen Informationen über die Steuerbefehle des Drucker haben.
Deshalb funktionieren solche Treiber eben nicht richtig.
Solange Cannon nicht selbst Druckertreiber für Linux programmiert , kaufe ich keine Cannondrucker.
Aber selbst unter Windows gibt es mit solchen billigen GDI Drucker Probleme , wenn sie an einem Printserver angeschlossen werden.
Ich bin da auch kein Experte.
Mit HP Druckern und dem HPLIP Projekt habe ich immer gute Erfahrungen gemacht, kann ich empfehlen.
PS: Frage doch mal bei Turboprint nach ob diese Treiber fehlerfrei funktionieren.
PPS: Hier ist auch noch so ein Freiwilligen-Projekt:
http://www.linux-foundation.org/en/OpenPrinting
Das Hauptproblem ist, das die Firmen keine Informationen über ihre Drucker liefern.
Am besten funktionieren Drucker die als Druckersprache Postscript Level 3 könnnen. Da braucht man nur noch die passende ppd Datei (Postscript-Beschreibungsdateien) zum Konfigurieren der Druckerwarteschlange.
Für Postscriptdrucker (kann emuliert sein) braucht man gar keine Treiber unter Linux, da alle Programme ihre Druckdaten im Postscriptformat erzeugen.
Wenn die Treiber unter Linux gar nicht funktioneren, dann mußt du eben den Emulator VMware unter Linux installieren.
Die Workstationversion ist aber sehr teuer.
Du könntest dann Windows unter Linux starten und mit Hilfe von Windowsprogrammen die Linuxdaten ausdrucken.
VMware Workstation kann Hostonly-Networking, Bridged-Networking und NAT-Networking.
Datenaustausch zwischen dem Linux Host und dem Windowsclient ist auch möglich.
Du könntest die Testversion von VMware-Workstation aus dem Internet herunterladen und dir dann nachträglich eine Seriennummer besorgen.
O Wunder!
Ich hab die Ubuntu Live CD gebootet, den Drucker installiert und die Testseite gedruckt! Wenn das mit der Live CD klappt muss das doch auch unter Wubi möglich sein. Nur wie bekomme ich das hin?
fbe
Kann es sein dass ich Ghostscript installieren muss? Auf dem Testausdruck steht ESP Ghostscript Version 3010 Revision 81504
fbe
Ach so, dann hast du wahrscheinlich die Druckerwarteschlange noch gar nicht konfiguriert :-(.
Ja klar, Ghostscript ist ein Postscriptinterpreter, der die Druckdaten vom Postscriptformat umwandelt, in das Format was der Drucker verarbeiten kann.
Wenn die Druckdaten konvertiert wurden, dann sendet sie cups an den Drucker.
Bei mir ist dieser Ghostcript installiert:
gs -v
ESP Ghostscript 8.15.3 (2006-08-25)
Copyright (C) 2004 artofcode LLC, Benicia, CA. All rights reserved.
Dann muß cups im Hintergrund laufen:
ps ax | grep cups
2450 ? Ss 0:00 /usr/sbin/cupsd
Du kannst das Kommadozeilenprogramm lpadmin von cups nutzen um die Druckerwarteschalnge zu konfigurieren, oder das Webinterfaces von cups:
"localhost:631" im Adressfeld eines www Browsers eingeben.
Oder bringt der Treiber von Turboprint schon ein Konfigurationsprogramm mit, welches mit cups zusammenarbeitet ?
Ausgedruckt wird mit dem Kommado "lpr -PDrucker Datei.ps"
Drucker ist der Name der Druckerwarteschlange.
lpr ist bei den meisten Programmen fest kodiert, also diese Programme starten lpr automatisch um eine Datei auszudrucken.
Manchmal muß man einem Programm aber auch das Druckkommando explizit mitteilen.
Mit "lpq -PDrucker" kann man Anfragen an die Druckerwarteschlange stellen:
lpq -PLaserjet
Laserjet ist bereit
keine Einträge
lpq -PDeskjet
Deskjet ist bereit
keine Einträge
Mit lprm kann man auch Druckaufträge löschen. Zuerst muß noch mit lpq die Nummer des Druckauftrages ermittelt werden.
PS: Konnte ich nun wirklich nicht wissen, das du die Druckerwarteschlange nicht konfiguriert hast :-(.
Muß man aber auch unter Windows machen.
Trotzdem wird es mit diesem Drucker Probleme geben, wenn du ihn an einem Printserver (Fritzbox) anschließen willst.
Ich habe jetzt den Drucker entfernt, die Aktualisierung durchgeführt und neu gebootet und wollte das was ich mit der Live CD gemacht hatte ausführen. Jetzt findet ubuntu den Drucker nicht mehr.
Morgen mach ich weiter.
fbe
kT
fbe
Hallo Karsten !
........nachträglich eine Seriennummer besorgen ??? Du meinst sicherlich er kann die Workstation 4 Wochen testen und dann kaufen.
Alles andere funktioniert bei VMW nicht so richtig . Du weißt ja was ich meine.
MFG Acader
Kaufen kann man die Seriennummer auch ;-).
VMware Workstation ist nur ein Emulator, welcher einen kompletten Rechner nachbildet, mit Ausnahme der CPU.
Manchmal passt die Version von VMware nicht mit der Distribution zusammen.
Das habe ich schon bei Debian gemerkt.
Das ist eben alles Software, da kann es manchmal Probleme geben mit der Kompatibiltät.
Wenn die neuen CPUs von AMD (Pacifica) und Intel (Vanderpool) produziert werden, dann kann man eventuell mal über Xen 3 nachdenken.
Momentan (AMD Athlon , Opteron) muß man aber bei Xen noch den Programmcode des Betriebsystems anpassen damit die Virtualisierung funktioniert.
http://www.golem.de/0512/42016.html
Ja klar kann man auch nur die Seriennummer kaufen !
Was Xen anbelangt ein interessantes Thema.
Ist nur die Frage wie Hoch die Kosten dafür sind.
Mit VMware Workstation soll es u.a. bei Ubuntu auch gewisse Probleme mit der Installation geben.
Es geht nicht von alleine wie bei der Freewareversion. Es müssen da gewisse Vorbereitungen getroffen werden.
Das sind so Sachen die man durch Zufall erfährt.
Eigentlich dachte ich das diese Software überall unter Linux läuft; so ist dem nicht.
