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Mehrwertsteuer und Vermögenssteuer

Tilo Nachdenklich / 21 Antworten / Flachansicht Nickles

Ich nehme mal an, dass viele Leute hier durch exorbitante Mehrwertsteuer betroffen sind, nämlich durch Konkurenz die tricksen kann oder eben "nur" durch hohe Kosten.
Die Dinge entwickeln sich so

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Fetzen Tilo Nachdenklich „Mehrwertsteuer und Vermögenssteuer“
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Der Lohnkostenanteil unserer Firma liegt bei etwa 12%, bei seit etwa 16 Jahren kontinuierlich steigenden Gewinnen. Dazu kommt eine Rationalisierung, die pro Abteilung bei 10% liegt, zusätzlich zu geringeren Produktionszeiten neuer Modelle. Das hat mittlerweile zu einem Personalüberhang von ungefähr 2000 Mitarbeitern geführt, weil mittlerweile in 9 Monaten eine höhere Produktionsleistung erziehlt wird, als vorher in 12. Dies liegt aber nur zu einem sehr geringen Teil an mangelnder Produktivität der Arbeitnehmer, sondern hauptsächlich an moderneren Maschinen, Materialien und staatlich gefördertem Arbeitsplatzabbau durch Verlagerung ins Ausland, wie auch durch die Lieferung vorgefertigter Teile. Ab nächstem Jahr wird die Zahl der Arbeitsplätze in unserer Abteilung auf unter 50% der jetzigen Anzahl gesunken sein, bei weit mehr als 100% höherer Produktionsleistung. Wobei die jetzige Zahl der Mitarbeiter schon 30% unter der ursprünglichen liegt.
Das führt dann zu solch lustigen Tatsachen, wie der dass man für eine geleistete halbe Stunde Mehrarbeit nicht nur nicht bezahlt wird, sondern sogar dafür zahlt, damit sie als Freizeit gut geschrieben wird!
Da fragt man sich natürlich, welcher gute Grund zum Jammern seitens des Unternehmens besteht. Dazu kommt noch, dass viele ausländische Firmen gerade durch die vollkommen überzogene Nebenkostendiskussion von Investitionen absehen, während die, die trotzdem hier einsteigen gute Gewinne machen. Wobei hier in der Region amerikanische Firmen hauptsächlich durch Abwicklung vormals gut gehender Unternehmen auffallen. Die Arbeitsplätze werden auf das heftigste zusammengestrichen, die Gewinne landen zu 100% in USA und wenn der Laden mangels Investitionsmöglichkeiten durch überaltete Produktionsmethoden nicht mehr konkurenzfähig ist, dann wird eben dicht gemacht.
Ein anderes Beispiel wäre ein gewisser deutscher Textilproduzent für Wintersportbekleidung, der mit staatlichen, wie auch gemeindlichen Fördermitteln seine Textilproduktion in Niederbayern aufbaute, dann nach einigen Jahren die Hütte zumachte. Durch die Verarmung der Region zu einem Erpressungsversuch ermutigt zog er dieses Spielchen ein 2tes Mal ab. Alles subventioniert und ohne das geringste unternehmerische Risiko, das ja immer gerne auf die vorderste Fahne geschrieben wird, dies natürlich gepaart mit satten Gewinnen für sich selbst.
So lange es aber genügend Leute gibt, die ihre Köpfe bis zur Schulter in den Hintern ihrer Chefs, oder Lobbyisten und Finanziers stecken haben und die solche Dinge mit einer dermassenen Ignoranz verleugnen, dass man es schon als Volksverdummung auffassen muss, so lange wird die Wirtschaft wirklich leichtes Spiel haben. Der Wunschtraum sind nun einmal japanische, oder koreanische Arbeitsleistungen und Einstellungen (Firma ist alles, ich nichts), chinesische Verhältnisse (Sprechverbot am Arbeitsplatz, Schichtwohnen in Containern, und noch verpflichtend vorgeschriebenes und zu bezahlendes Essen) gepaart mit 0 Sozialleistungen und Steuern.

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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