Kam mir gerade so in den Sinn.
Oder gibt es mathematisch oder physikalische Gesetze, die das wirklich vollkommen ausschließen?
Wäre doch nett, irgendwie...
Man sieht es oft in Sci-Fi-Filmen und ich frag mich jedesmal ob wir das wirklich einmal machen können.
Klar auf den ersten Blick wirkt es sicher unmöglich aber haben die Menschen im Mittelalter jemals geglaubt man könne Fotos schießen oder gar bewegte Bilder einfangen?
Freu mich über Komentare ;-)
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Hi,
das ist eine wirklich gute Frage.
Ich behaupte, im Prinzip ja. Aber nicht auf Grundlage der bis heute bekannten Physik.
Vielerorts wird hier ein gewaltiger Denkfehler gemacht, wenn versucht wird die Prozedur des beamens in die heute vorhandene Technologie hinein zu interpretieren. Man stellt Überlegungen an, die auf heutiger Technik, - allerdings immens weiterentwickelt -, basieren.
Und genau hier liegt der Fehler. Denn damit ist sowas nicht machbar.
Vielleicht sollte ich hier etwas weiter ausholen um die Problematik zu verdeutlichen.
Soll ein akustisches Signal über eine große Entfernung übermittelt werden, so wird es mittels eines Mikrofones in elektrische Schwingungen umgewandelt. Diese werden auf eine hochfrequente Trägerwelle aufmoduliert und dann über den "Äther" verschickt.
Am Empfangsort geschieht dann der umgekehrte Vorgang. Demodulation des Informationssignales und Reproduktion mittels eines Lautsprechers. Soweit der sehr vereinfacht dargestellte Vorgang.
Tatsache ist aber, daß das Originalsignal am Ursprungsort zurückbleibt. Denn dieses besteht aus Schwingungen (Verdichtungen und Verdünnungen) der Luftmoleküle. Am Empfangsort hörbar gemacht ist nur eine Reproduktion.
Dasselbe geschieht bei der Bildübertragung. Landläufig Fernsehen genannt. Nur daß es sich hier dann eben um Licht handelt, dessen Informationsgehalt verschickt wird. Das tatsächliche Ereignis verbleibt aber an Ort und Stelle.
Nun beginnt der große Denkfehler mancher Sci-Fi-Interpretatoren. Es werden Überlegungen angestellt, wie man nun dasselbe mit Materie machen könnte. Was hier dann verzapt wird, ist haarsträubend und spottet wirklich jeglicher Beschreibung. Angefangen bei der Zerstrahlung der zu tranportierenden Materie, bis hin zu dreidimensionaler Abtastung bis ins Subatomare. Für den letzteren Fall sollen dann Mammutrechner wie im Beitrag von 'Wasp' beschrieben herangezogen werden. Die Informationsfülle dieser Abtastung soll dann am Empfangsort mittels eines Materiereplikators wieder in das Ausgangsobjekt umgesetzt werden.
Wenn ich sowas höre oder lese, dann sträuben sich mir die Haare! Diese Leute haben nichts, - aber wirklich absolut nichts begriffen!!!
Beim teleportieren von Materie muß diese Materie tatsächlich verschickt werden, und nicht ein Informationsabbild von ihr !!!!
Die Betonung liegt auf tatsächlich !!!!
Und gerade eben dies funktioniert mit unserer vorhandenen Technologie natürlich nicht. Und da nützen auch alle Forschungen und Weiterentwicklungen nichts. Voraussetzung wäre eine völlig neue Technologie, - basierend auf einer völlig neuen Physik. Einer Physik, die zweifellos bereits vorhanden ist, - die aber noch nicht einmal in ihren allerersten Grundlagen erkannt worden ist.
So weit meine Meinung zum Thema "beamen".
Hier noch einige Statements von mir zu den bereits angeschnittenen und verlinkten Themen.
Herr Reinhold Ewald antwortet:
Dies ist Gegenstand der quantenmechanischen Forschung und meines Wissens derzeit leider nicht machbar.
Hier hat Herr Ewald vollkommen Recht. Es ist derzeit nicht machbar. Meiner Meinung nach allerdings auch nicht in näherer Zukunft. Außerdem behaupte ich, daß die angesprochene quantenmechanische Forschung da nicht sehr weit kommen wird. Es ist der falsche Weg, - wie ich schon sagte. (Und komm' mir jetzt keiner mit den Photonen !!)
Zu der Beamerei bei Star Trek meine ich, daß die dargestellte Beamtechnik der übrigen Raumschiffstechnik um mindestens tausend Jahre voraus ist.
Beweis: Gebeamt wird (in den alten Folgen) grundsätzlich mit nur 1 Beamstation.
Entweder wird aus dem Transporterraum weggebeamt und die Personen rematerialisieren dann irgendwo ohne Gegenstation, - oder aber eine Personengruppe wird auf freiem Feld weggebeamt, und erscheint dann im Transporterraum.
Es gibt aber noch eine Steigerung! In den neueren Folgen (TNG, DS9, VOY) wird sogar der Ort zu Ort Transfer beherrscht. Das heißt, Ausgangsort, Zielort und Standort des Beamgerätes sind drei verschiedene Orte.
Wer sich in Science Fiction (Perry Rhodan, Ren Dhark) auskennt, der weiß daß bereits die erstgenannte Methode (Situationstransmitter, zweipolare Transmitter bei PR) eine technische Herausforderung von unvorstellbar hohem Schwierigkeitsgrad darstellt. Während die zweite Methode (Dreipolare Transmitter) von nur ganz, ganz wenigen Superintelligenzen beherrscht wird.
http://www.perrypedia.proc.org/Transmitter
Klar, - alles Science Fiction. Es sollte aber meinerseits auch nur aufgezeigt werden, daß bei Star Trek die übrige Schiffstechnik, - insbesondere die Antriebstechnik -, der Technologie der Beamtechnik um Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende hinterher hinkt.
Dr. Hook
