Stoiber-Sprecher korrigiert
Kein Unions-Versprechen zur Arbeitslosenquote
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4536612_REF1,00.html
der (aktuelle) RSS-kurztext dazu:
Mit Äußerungen zur Arbeitsmarktpolitik hat CSU-Chef Stoiber für Verwirrung gesorgt. Diese waren als Verprechen verstanden worden, die Union werde die Arbeitslosenquote unter vier Prozent drücken. Nun hieß es, Stoiber habe lediglich sagen wollen, die Union werde es besser machen als Rot-Grün.
vorher hieß bei dem selben meldungs url(!) der RSS kurztext noch
CSU-Chef Stoiber hat für den Fall eines Wahlsiegs angekündigt, eine unionsgeführte Bundesregierung wolle die Arbeitslosenquote auf vier Prozent senken. Deutliche Einsparungen sind offenbar bei der Bundesagentur für Arbeit geplant, eine entsprechende Streichliste soll laut "Focus" bereits vorliegen.
Ob da wohl jemand Angst hat er könnte an konkreten Zahlen die er jetzt nennt später ggfs festgenagelt werden? *nachdenklich schau*
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Die letzte Bundestagswahl hat die SPD noch gewonnen - ja, aber...
- nur mit einem mikroskopischen Vorsprung, Stoiber sah noch am Wahlabend selbst wie der sichere Sieger aus
- nur weil Schröder sich bei der Flutkatastrophe 2002 als Krisenmanager ins rechte Licht rücken konnte, ohne diese unerwartete Schützenhilfe hätte er die Wahl klar verloren
- die Situation am Arbeitsmarkt war noch lange nicht so dramatisch wie heute, bis ca. 1 Jahr vor der Wahl sah es sogar noch ganz gut aus
- nach der Bundestagswahl 2002 ging es rapide bergab: mit der Arbeit, mit der Stimmung, mit den Wahlergebnissen, heute regiert die SPD nur noch in Rheinland-Pfalz, und auch nicht mit den Grünen, sondern mit der FDP
Daher meine ich schon, dass die Wähler Schröder die ebenso plakativen wie leeren Versprechungen von 1998 verübelt haben. Einige haben sich von der Flutkatastrophe beeindrucken lassen, andere vom Zwischenhoch am Arbeitsmarkt Mitte der Legislaturperiode, also hat es noch einmal ganz hauchdünn gereicht.
Nebenbei: Auch ich gehöre zu denen, die 2002 Rot-Grün wieder gewählt haben. Nicht weil ich der Meinung gewesen wäre, dass die Schröder-Truppe ihre Sache gut gemacht habe, sondern weil ich der Überzeugung bin, dass auch ein Herr Stoiber nichts besser gemacht hätte. Und viel wichtiger, weil mir dessen politische Richtung, genau wie Merkels, überhaupt nicht zusagt.
Inzwischen sehe ich die Dinge insofern anders, weil ich auch mit der politischen Richtung von Rot-Grün nicht mehr einverstanden sind. Die sind mir viel zu sehr eine "Lite-Version" von Liberal-Konservativ, da kann man gleich das Original wählen.
Kein Wunder dass es zu einer Abspaltung kam - und diese Abspaltung gewinnt mehr und mehr an Farbe und Kontur.
CU
Olaf
