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Bootpartition Größe / Einschränkungen ?

heriL / 5 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo, ich will mir eine eigene Bootpartition einrichten und dafür von einer vorhandenen extended partition 100MB abzweigen. Damit dürfte die Partition die Bezeichnung hda12 erhalten. Zweck der Übung ist es, daß ich nach der Installation eines Linux (zuletzt BeatrIX) möglichst nur die Parameterdatei von Grub anpasse und nicht immer wieder komplett neu aufsetzen bzw. reparieren muß.
Neben SUSE9.0 habe ich 2 weitere Linux-Systeme und WIN98.
Kann mir jemand Tips dazu geben ?
danke
heriL

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KarstenW heriL „ok, aber wenn ich ein zweites Linux testweise installiere erstellt dieses seine...“
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Dein allererstes Linux installiert den Bootmanager grub oder lilo in den MBR. Dadurch kannst du Windows oder Linux abwechselnd booten. Die swappartition kannst du auch gleich noch für andere Linuxdistributionen mitbenutzen. Das nächste Linux wird wieder auf einer logischen Partition installiert und du mußt dir unbedingt merken welche Bezeichnug diese neue root-Partition hat und wie der zu bootende Kernel heißt (und die passende System.map). Es kommt auf die Installationsroutine der Distribution an. Du darfts eben nicht den Bootmanager der nächsten Distribution wieder in den MBR installieren lassen, weil dann der MBR von der ersten Installation wieder überschrieben wird. Nach der Installation der letzten Distribution bootest du das erste Linux und editierst die /menu.lst Datei von grub einfach mit einem Editor.
Ich glaube du mußt unbedingt den grub-Bootmanager verwenden, weil der lilo - Bootmanager nicht auf Dateisysteme zugreifen kann (weiß ich aber nicht so genau, da ich den grub in letzer Zeit verwendet habe).

grub greift über das Dateisystem auf den Kernel zu und lilo bootet den kern mit Hilfe der Sektoren der Festplatte. Deshalb muß man lilo immer wieder installieren, nachdem man den Kern kopiert oder verschoben hat.

Ich habe beispielsweise zwei verschiedene Debian-versionen auf zwei verschiednen root-Partitionen installiert, weil ich nicht gewußt habe ob Sarge schon stabil genug läuft.
Du mußt eben die /boot/grub/menu.lst-Datei der ersten Linuxdistribution einfach mit einem Editor anpassen und die anderen Distributionen mit grub der ersten Linuxversion booten lassen. Das funktioniert auf jeden Fall (habe ich schon ausprobiert).
Die Syntax der /menu.lst-Datei ist nicht schwierig :-).

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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