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Jesus Christ!

Turbo Lover / 24 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen,

ich hätte da mal eine Frage an die Christen unter euch: Wie ernst nehmt ihr die Sache? Würdet ihr mit jemandem zusammen sein wollen, der Atheist ist? Wenn nein, was genau wäre denn der Grund es nicht zu sein? Atheist zu sein heißt doch nicht, dass man gegen jegliche Art von Glauben ist, nur dass man selbst nicht daran partizipiert.

Hintergrund der Frage ist, dass ein Mädel, DAS Mädel mit dem ich zusammen sein wollte, mir jetzt verklickert hat dass es nichts wird, weil ich kein Christ bin. Das verstehe ich nicht, wir haben da nie drüber geredet, mir war das zwar von Anfang an klar, aber dass das solche Ausmaße annimmt!?

Dazu fällt mir gar nichts mehr ein

TL


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Jesus Christ! gelöscht_15325
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Konstantin Turbo Lover „Jesus Christ!“
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Hi,

zunächst einmal zum Christ-Sein: Es gibt nur einen Christ, und der ist am
Kreuz gestorben.
Du sagst, du bist Atheist. Bist du Atheist oder Ignorant?
Ein Atheist ist jemand, der etwas bestimmtes nicht glaubt, und sich damit
auch auseinandergesetzt hat. Er ist ein Glaubender: Er glaubt, dass er an
etwas bestimmtes nicht glaubt.
Ein Ignorant weiß über den Glauben fast nichts. Es interessiert ihn einfach
nicht. So. Aus.
Wie ernst ich die Sache nehme? Genauso wie du. Sonst hättest du dir
keine Gedanken darüber gemacht.
Zum Mädel: Schaue dir die Familie an! Ist sie „gläubig“? In irgendwelchen
Gemeinden engagiert? Dann vergiss sie. Das ist nicht „Christ-sein“.
Das wäre ein ideologischer Protestanismus oder Katholizismus.
Das ist nur Erziehung und kein Glaube. Schau auf dich:
Wahrscheinlich bist du ohne „Glauben“ aufgewachsen.
Du hast dein Spiegelbild in der Erziehung vor dir.
Meine Antwort auf deine Frage: „wie ernst nehmt ihr die Sache?“
„Sehr ernst“ – jedoch ! In unserem Bereich, in dem wir geboren wurden,
hat das sog. „Christentum“ den Vorrang. In Afrika ist es der Islam.
Und die Juden! Die stehen dazwischen: Christen, Juden und Muslime
haben in ihrem Gottverstehen den gleichen Ursprung. Hier die Brücke:
Was ist Gott? Der protestantische Theologe Dietrich Bonhoeffer schrieb:
„Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht!“ – er ist unvorstellbar, sage ich. –
Jeder Mensch fühlt in seinem Inneren, dass von Nichts – Nichts kommt.
Alles ist nicht „einfach so“ passiert. Nun, nenne es Gott, Natur, wie du willst.
Manitu? Paradies? Ewige Jagdgründe? Kanaan? Hat nichts zu sagen.
Aber du weißt das. In den drei vorher genannten Religionen kann man beten.
Halt!
Da ist dieses „was auch immer“ persönlich geworden, und wir können mit ihm
„sprechen“. (Sind dir „Geister“ lieber? Oder lieber gar nichts?)
Darüber solltest du mit dem Mädel sprechen. Wenn es ideologisch, etwa
„religiös“ ist, vergiss es! Das wird dann nie was.
Also, du kannst der Lehre des Christentums nachfolgen, auch dem Lehrer,
aber „Christ“ kannst du nicht werden. Vielleicht doch:
„Wir sind alle Söhne unseres Vaters“ ! Das gilt symbolisch für alle Menschen.
Nachfolgen. Und beten lernen. Viel mehr ist es nicht.

CU

Konstantin

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