Hallo TL,
das gibt es - leider. Das Christentum predigt Toleranz, ist aber selten tolerant. Wenn der Papst das gemeins
ame Abendmahl selbst mit anderen Christen (!), nämlich Protestanten, untersagt, spricht das Bände. Wenn ein Katholik noch nicht vor allzu langer Zeit keinen Protestanten heiraten durfte, ebenfalls.
Es ist schon seltsam. Das Christentum hat in Mittelamerika Millionen mit dem Schwert ermordet, Kreuzzüge gegen die 'Ungläubigen' geführt und in der Nazizeit beide Augen zugedrückt.
Es ist wohl so, daß sich dieses militante Christentum am alten Testament orientiert, im Neuen findet man derartige "Handlungsanweisungen" nicht.
Zur Begriffsdefinition: Ein "Atheist" ist schon ein bekennender "Anti" - bei Nietzsche findet man entsprechendes. Du bist, nehme ich an, kein Atheist, sondern eben ein nicht-Gläubiger.
Wenn Dein Mädel auf einen BEKENNENDEN Glauben Wert legt, kann ich das grundsätzlich schon vestehen. Es gibt, und das ist gut so, eben "bekennende". Eine überzeugte Vegetarierin wird es schwer haben, Dir ein Steak zu braten oder auch nur zu riechen, wenn Du es isst.
Wohl gemerkt: Ich PERSÖNLICH (Christ) sehe das etwas anders, aber ich will versuchen, die Haltung Deines Mädels zu verstehen.
Du kannst ja versuchen, Dich mit ihrem Glauben zu beschäftigen - vielleicht ist es Dir das ja wert. Vielleicht lernst Du etas daraus. Man kann nur etwas ablehnen, das man kennt, worüber man informiert ist. Und dann könnt ihr ja weiter sehen.
- Wurde etwas lang und soll Dich natürlich weder belehren noch bekehren, sondern meine Sicht der Dinge erläutern.
sapere aude
A4.