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Jetzt sind sie komplett durchgeknallt.

xafford / 28 Antworten / Flachansicht Nickles

Laut Spiegel hat sich die Konferenz der Hochschulrektoren mehrheitlich für Studiengebühren ausgesprochen. Das Modell der "hochintelligenten" Herren sieht so aus, daß in den ersten 4 Semestern pro Semester 500 € fällig werden, ab dann entscheidet die Hochschule selbst und es sollen zwischen 1000 und 6000 € pro Semester kassiert werden.
Laut Aussage der HRK sind diese Summen absolut vertretbar für Studenten, wenn man betrachtet, wieviel Geld Studenten pro Monat allein für Wohnung, Auto und Handy ausgeben würden, angesichts dessen seien die Gebühren ein Klacks.
Tja, wer eine C3 Professur sein eigen nennt und wessen "Leistungen" sich jeglicher Bewertungskriterien entzieht, der kann schon einmal den Sinn für die Realität verlieren. Oder kenne ich nur die falschen Studenten? Klar, wenn jeder Student kein Auto mehr besitzt, kein Handy mehr und obdachlos ist, zusätzlich nicht mehr isst und sich 2 Nebenjobs organisiert, der kann viel besser studieren. Und schließlich studieren ja alle auf Kosten des Staates und der Allgemeinheit und geben dieser nichts mehr zurück. Sie zahlen später keine Steuern mehr, bekommen alle hochbezahlte Jobs in der Wirtschaft und leisten ab dann nichts mehr. Schließlich wurde Deutschland ja nicht von einem faulen Langzeitstudenten wie Einstein, Planck, Heisenberg, Goethe, Bohr, Siemens oder sonstigen Studentenschmarotzern groß gemacht.
Was war und ist denn das Kapital Deutschlands? Billige Arbeitskräfte? Ungelernte Hilfsarbeiter? Hausfrauen und Mütter?
Deutschland sieht sich gerne als Hochtechnologiestandort. Wenn es so weiter geht, kann es in Erinnerungen schwelgen und darf für indische und chinesische Hochtechnologiefirmen die Produktion übernehmen, natürlich zu günstigen Löhnen. Hochbegabtenförderung, Forschung und Lehre sind ja schließlich rausgeschmissenes Geld und nur wohlsituierte Familien bringen geeignete Ingenieure und Entscheider von Morgen hervor.
Auch wenn ich eigentlich weniger zu den dumpfen Lamentierern gehöre, angesichts solcher Nachrichten würde ich gerne in einige wohlgenährte Ärsche etwas Verstand hineintreten...

Sorry, aber das war heut ein bescheidener Tag...

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Hochtechnologie-Standort Emily22
Hochtechnologie-Standort xafford
weissnix xafford „Jetzt sind sie komplett durchgeknallt.“
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Als ich 1955 zum Gymnasium kam, mussten meine Eltern monatlich 20.- DM Schulgeld für mich bezahlen (was meinem Vater mit drei Kindern und 360.- DM Monatsgehalt damals bestimmt nicht leicht gefallen ist, und jedes Jahr waren obendrein noch rund 70.- DM für neue Schulbücher fällig. Ergebnis: ich war stolz und froh, dass ich zum Gymnasium gehen durfte und habe entsprechend gebüffelt. Und als ich dann später studierte, gab es weder BaFöG noch sonstigen Zuwendungen; ich habe mein Studium mit täglich sechs bis acht Stunden Arbeit (Arbeit!!!) unter Tage und als Kellner selbst finanziert. Ergebnis: ich war innerhalb der Regelstudienzeit fertig, weil ich endlich Geld verdienen wollte, und geschadet hat es mir auch nichts - im Gegenteil, ich habe gelernt, wie schwer es ist, seinen Lebensunterhalt mit seiner Hände Arbeit zu verdienen (und wie leicht es ist, als Schreibtischtäter an anderer Leute's Geld zu kommen).

Fazit: wenn der Student kein Auto, kein Handy und auch sonst nichts hat und obendrein noch selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen muss, dann studiert er auch! Wem jedoch von Klein auf Zucker in den Allerwertesten geblasen wird, aus dem wird nix!

.........und tschüssss!!!!!!!!!!!!
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Wo liegt das Problem? xafford
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@weissnix Don Haeberle