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Böser Atomstrom und die Sintflut

Wanja / 7 Antworten / Flachansicht Nickles

Siehe posting "Wieviel Strom verbraucht ein PC im 24/7-Betrieb ?"

>Wanja:
Atomstrom sollte übrigens auch funktionieren, ist frei von CO2-Emission und NOX, erhält viele Arbeitplätze bei Bund und Ländern, gibt der Industrie etwas zum Spielen für die ganzen übrigen Investitionsgelder und sorgt zudem für den raschen Verbrauch der weltweiten Uran235-Vorräte, so dass in ca. 50 Jahren entgültig nach neuen Energiequellen geforscht werden muss.
Da gabs noch andere Meinungen zu, die sollten hier Platz finden.

MfG
Wanja

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Wanja Nachtrag zu: „Böser Atomstrom und die Sintflut“
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Das Problem des Rückbaus der KKWs sehe ich auch.

Nur ist es mir dennoch lieber in Deutschland mit dem vorhandenen Knowhow, den bisher erreichten und durchgesetzten Sicherheitsstandards (auch wenn dann der Abriss aufwediger wird) und dem sehr kritischen Bewusstsein der Öffentlichkeit ein Kernkraftwerk zu betreiben als einen störanfälligen und sicherheitstechnisch absolut indiskutablen Reaktor in Temelin 50km von der Grenze entfernt stehen zu haben.

Die Stromkonzerne bedienen sich aus einem großen europäischen Pool und wenn in Deutschland die Kraftwerksleistung zurückgefahren werden muss, dann wird eben billiger Strom aus machmal sogar eigenen KKWs im Ausland importiert. Viele haben anscheinend aus Tschernobyl 1986 immer noch nicht gelernt, dass radioaktive Verseuchung keine Ländergrenzen kennt.

Kaum wird in Österreich von der Bevölkerung der Bau eines KKWs gekippt, knallen über der Grenze in Frankreich schon die Korken für den ersten Spatenstich. Die Problematik wird aus meiner Sicht von vielen zu kurzsichtig diskutiert. Ein ach so vorbildhafter nationaler Alleingang ist eben keine Lösung und das ist allen bekannt die in den entscheidenden Positionen sitzen, aber es ist publikumswirksam und die Hoffnung liegt offensichtlich im Spiel auf Zeit und mit Sicherheit werden die ersten Versorgungsengpässe erst lange nach der eigenen Amtszeit auftreten.


MfG
Wanja

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