InCD 2.0x mit WinNT 4.0 einsetzen:
Mit etwas Handarbeit kann man InCD 2.0x (zu Nero5.x) auch mit WinNt 4 einsetzen:
== Vorkehrungen ==
Nero sollte in der neuesten Verstion bereits installiert sein und funktionieren. Ausserdem folgende Dateien überprüfen:
[winnt]\\\\System32\\\\Drivers\\\\nerocdnt.sys:
Nicht jede Version ist unter NT startbar (die neueren sind für Win2k). Bei mir lief die Version 3.0.0.4 vom 01.10.97; Ob der Treiber startet, sieht man wenn in der Systemsteuerung/Geräteübersicht "NeroCdNt gestartet [..]" steht.
[winnt]\\\\System32\\\\wnaspi32.dll:
Das ASPI(SCSI) Interface - auch für ATAPI. Scheinbar ein Sorgenkind bei Windows - es gibt \'zig Versionen von \'zig Herstellern. Auch Ahead Software liefert eine eigene Version: V2.0.1.12/V2.0.1.16 (149 kb >=29.09.2000; aus ftp.nero.com/NeroAspiDt.exe oder neueres Nero Update - vgl. Liesmich.txt !).
Ahead empfiehlt, die wnaspi32.dll in das Nero-Verzeichnis zu kopieren (also nur für Nero zu verwenden). Falls man sie doch in das System-Verzeichnis kopiert (was ich empfehle; [winnt]\\\\system32), die alte besser sichern!
Gute Dienste bieten oft auch die Versionen der SCSI-Karten Hersteller, z.B. Adaptec Ver. 4.60(Build 1021).
DMA sollte man, falls benutzt, während des Testens für den Brenner sicherheitshalber abstellen.
== Dateien kopieren ==
Die erforderlichen Datein findet man im aktuellen InCD-Update 2.x (ftp.nero.com/incd210up.exe):
Startet man das Update und lässt es bis zur Fehlermeldung durchlaufen (~"InCD kann nur unter Win9x/NT5 ..."), befinden sich die Installationsdateien in im Temp-Verzeichnis (z.B. C:\\\\Temp\\\\pft1234~TMP\\\\VsnNt\\\\, zur Not einfach nach VsnNT oder InCD.Exe suchen). Mit einem geeignetem Packer wie WinRar2.8 lassen sich die Dateien auch direkt entpacken (CAB-Archiv).
Die Dateien VsnNT\\\\InCD.Exe + VsnNT\\\\InCDEx.Dll + InCD.Hlp müssen ins Nero-Verzeichnis kopiert werden, die Datei drivers\\\\WinNT\\\\BsUDF.sys nach [WinNT]\\\\System32\\\\Drivers\\\\.
Bevor man zur Tat schreitet an der Registry etwas zu ändern, ist es sinnvoll sich die aktuelle Konfiguration als Harwareprofil zu sichern, um bei Fehlern die Einstellungen rückgängig machen zu können (evtl. später löschen):
Systemsteuerung / System / Hardwareprofile: Originalkonfiguration / Kopieren ... .
== UDF-Treiber einrichten ==
Folgende Regdatei richtet das nötige UDF-Dateisystem ein (z.B. in eine Datei bs-udf.reg kopieren und ausführen, bzw. "Zusammenführen" wählen; evtl. Admin-Rechte erforderlich):
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REGEDIT4
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SYSTEM\\\\CurrentControlSet\\\\Services\\\\BsUDF]
"Start"=dword:00000003
"Type"=dword:00000002
"Group"="File system"
"ErrorControl"=dword:00000001
-------------
Nach einem Neustart erscheint nun der Treiber "BsUDF" in der Geräteliste (Systemsteuerung / Geräte), zunächst mit der Startart "Manuell".
Diesen kann man jetzt manuell Starten (Button) und bei Erfolg auf die Startart auf "Automatisch" setzen. Die wichtigste Hürde ist damit genommen!
== Registry-Einstellungen für InCD ==
Die übrigen Registry-Einstellungen für InCD entsprechen denen unter Win9x
Am besten ist, man kann die Einstellungen von einer früheren Win9x-Installation übernehmen, vor allem wegen der Lizenzdaten, die bei OEM-Versionen evtl. automatisch erzeugt werden. Ein Installationsprotokoll eines Deinstallers kann dabei hilfreich sein:
(Lizenzdaten unter ..\\\\ahead\\\\InCD\\\\.. eintragen; Pfade ggf. ersetzen!):
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REGEDIT4
[HKEY_CURRENT_USER\\\\Software\\\\ahead\\\\InCD]
"CompanyName"="MyBigCompany"
"UserName"="MyVipName"
"License"="0000-0000-0000-0000-0000-0000"
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Ahead\\\\InCD]
"DriverMessage"=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Ahead\\\\InCD\\\\Common]
"RWVerify"=dword:00000000
"BUFEnable"=dword:00000001
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Microsoft\\\\Windows\\\\Help]
"InCD.hlp"="C:\\\\\\\\Programme\\\\\\\\Nero"
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Microsoft\\\\Windows\\\\CurrentVersion\\\\App Paths\\\\InCD.EXE]
@="C:\\\\\\\\Programme\\\\\\\\Nero\\\\\\\\InCD.exe"
"Path"="C:\\\\\\\\Programme\\\\\\\\Nero"
;; ==== Kommentar: dies entfernen, wenn InCD nicht automatisch starten soll: ====
[HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Microsoft\\\\Windows\\\\CurrentVersion\\\\Run]
"InCD"="C:\\\\\\\\Programme\\\\\\\\Nero\\\\\\\\InCD.exe"
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Nicht enthalten sind hier die Einstellungen für den erweiterten Eigenschaftsdialog im Explorer. Jedoch erscheinen damit nur eine weitere Seite bei den Eigenschaften des Laufwerks mit den gleichen Einstellungen wie über INCD-[Tray-Icon]->Properties (bis auf einen Beschriftungsfehler). Ausserdem wird das Öffnen der Eigenschaften an anderen Stellen (Festplatte, ..) recht langsam.
Wer darauf Wert legt, kann hierfür noch entsprechende Einstellungen von Win9x übernehmehmen. Es müssten alle Einträge mit "INCDEX.DLL" oder dessen verknüpfter ClassID (HKEY_LOCAL_MACHINE\\\\SOFTWARE\\\\Classes\\\\CLSID\\\\[...]\\\\) übernommen werden (spare ich mir jetzt).
Das wars!
Bei der Bedienung sind mir keine Besonderheiten aufgefallen. Auswerfen muss man die CD über den Explorer (Kontextmenü/Auswerfen) oder das Tray-Icon. Das Laufwerk bleibt sonst blockiert, auch wenn man InCD über den Taskmanager beendet oder sich als Benutzer ausloggt.
== Erfahrungen, Performance ==
Die Treiber für InCD sind offenbar Varianten von dem japanischen "B\'s Clip" (zu "B\'s Recorder" von BHA), das quasi dem InCD von ahead entspricht. BHA und Ahead arbeiten ja angeblich in einigen Projekten zusammen. Für B\'s Clip sind NT-Treiber schon eine zeitlang verfügbar (www.bha.co.jp [/english]). Für InCD mit NT sollte es daher keine wesentlichen Probleme geben.
Warum Ahead die Installation unter NT verweigert ist mir unklar (vielleicht ein ein Agreement mit anderen Softwareherstellern?). Sachliche Gründe sehe ich dafür kaum, zumal NT4 und Win2000(NT5) auch ein weitgehend gleiches Kernel-Grundgerüst haben.
Habe noch keine grossen Erfahrungen mit UDF/InCD. Gelegentlich gab es Schwierigkeiten nach dem Wechsel vom CDs/CD-RWs, z.B. um eine CD zu brennen. Eine andere UDF-CDRW wird dann manchmal nicht mehr erkannt (Fehler: "ungültige Funktion .." ?!). Abhilfe schaffte meistens zwischendurch eine normale CD einzulegen oder die CD-RW von Nero mit CD-Info erkennen zu lassen. Seit dem Update auf V2.10 und der Deaktivierung von DMA gab es diese Probleme nicht mehr.
InCD-selbst läuft sonst normal - es gab nur einmal einen Schreib-oder Lesefehler, was auch am Rohling liegen kann.
Etwas nervig ist schon die lange Login-Zeit von selten unter 20s. Während irgendwelcher Operationen von InCD steht der Rechner fast, mehr noch als beim Kopieren mit Diskette. Bei Aktivierung von Verify sinkt die Schreibrate auf etwa 35 - 40 % den Nennwertes die sonst bei ca. 80% liegt (z.B. ~500/1200 kb mit Teac cdw-512 / 10x RW).
Als NT-ServicePack halte ich das 4er für das stabilste, das auch den neuen atapi-Treiber mit DMA-Mode schon enthält (für SP3 separat erhältlich; setzen z.B. mit Dmacheck.exe von MS). Probleme könnte es auch mit einigen Soundblaster-Treibern geben, die DMA benutzen. Einfach mal nach Updates schauen. Ein guter Kompatibilitätstest ist auch Feurio! mit dem man auch den DMA-Modus unter NT setzen könnte.
Ciao
Watson
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PS:
>
Suche noch USB - Treiber für NT (Scanner,Modem), vielleicht hat ja jemand \'ne Idee
(ich denke dass das mit - änlichen Tricks - grundsätzlich möglich ist).
Win2K ist für mich derzeit noch kein Thema (vielleicht mal XP; über Linux denke ich allerdings auch nach).
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Nachtrag: Der Backslash ist leider immer doppelt (kleiner Konvertierungsfehler fürs Upload; wurde in der Vorschau anders angezeigt) - für die Registry-Settings einfach je 2 Backslash durch 1 ersetzen ("\\" -> "\"; mit Notepad oder so).
Sorry.
Watson
