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GA-6BXE Rev. 1.9 - FSB 133 - AGP???????

Wäbbel / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo!

Mein GA-6BXE, Rev. 1.9, bietet laut Manual, Main Clock Table, zwei unterschiedliche Möglichkeiten an, den FSB auf 133 MHz zu stellen: Bei der einen werden die PCI-Slots mit 44, 3 MHz getaktet, bei der anderen laufen die PCI-Slots aber mit 33,3 MHz. Mich würde nun mal interessieren, wie bei dieser zweiten Möglichkeit der AGP-Port getaktet ist? Hintergrund der ganzen Gerschichte ist natürlich, dass ich am Überlegen bin, einen 133er Prozzi einzubauen. Bisher habe ich aber immer gelesen, dass beim BX-Chipsatz zwar der FSB auf 133 eingestellt werden kann und der Chipsatz selbst auch stabil läuft, die Probleme aber daraus resultieren, dass der PCI-Bus und vor allem der AGP-Bus übertaktet sind.
Bin - wie immer - auf Eure Antworten gespannt...
MfG

Wäbbel

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Bavarius Wäbbel „GA-6BXE Rev. 1.9 - FSB 133 - AGP???????“
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Hi Wäbbel !

Ich kenne das GA-BXE zwar nicht aus eigener Erfahrung, aber der BX-Chipsatz hat auf so ziemlich allen Boards die gleichen Eigenheiten...
Von den Spezifikationen her ist der BX-Chip eigentlich nur auf 66 und 100 MHZ FSB ausgelegt, beim 133er Takt kann man u.U. den PCI-Bus auch wieder normgerecht auf 33 MHZ einstellen [und DAS würde ich Dir auch dringendst empfehlen !!], aber die AGP-Schnittstelle wird dabei immer mit 89 MHZ [anstatt wie üblich 66 MHZ] angefahren, und diese Belastung hält nicht jede Graphikkarte aus !!! Schau doch mal bei Toms Hardware vorbei und diese Artikel etwas genauer an :

http://www.tomshardware.de/mainboard/00q3/000702/440bx-03.html#checkliste_fuumlr_den_betrieb_bei_133_mhz_fsb

http://www.tomshardware.de/graphic/00q1/000321/index.html

Ich weiß zwar nicht, was Du jetzt für eine Graphik verbaut hast, aber mit einem Gerät aus der GeForce2-GTS oder MX-Serie dürftest Du in dieser Beziehung auf der sicheren Seite sein... BTW, ältere Gigabyte-Boards haben öfters ein Problem mit stromfressenden Graphikkarten, daher vereinbare beim Händler vorsichtshalber ein Umtauschrecht, falls die Gra-Karte nicht mit Deinem Board funktionieren will... Hintergründe zu diesem Problem findest Du hier :
http://www.nickles.de/artikel/html/11.htm
Eine Übersicht über den Stromverbrauch aktueller Gra-Karten gibts hier:
http://www.tecchannel.de/hardware/577/0.html
http://www.tecchannel.de/hardware/326/0.html

Aber ich sehe da noch ein anderes Problem auf Dich zukommen: Du hast die Boardrevision 1.9, und laut Gigabyte ist das BXE erst ab Rev. 2.0B coppermine-tauglich !! Das mit der Coppermine-Unterstützung hat folgenden Hintergrund : Die älteren Revisionen der BX-Boards können nicht die niedrigeren Spannungen von 1,65 V liefern, die die Coppermine-Prozessoren benötigen. Stopfst Du einen derartigen Prozessor auf ein altes Board, dann bleibt der Rechner scheinbar tot.
Aber wenn Du Dir den Prozessor als FC-PGA-Variante und einen gescheiten Slot1-Adapter [ ich empfehle Dir dafür den MSI 6905 Ver.2 Master oder den Tekram Rev.2, den es z.B. bei Atelco gibt ] benutzt, gehts trotzdem. Du mußt dazu nur den Adapter auf 1,8 V einjumpern !! Dadurch wird dem Board vorgegaukelt, der Prozzi würde 1,8V benötigen, und diese Spannung kann das Board liefern, daher fährt der Rechner dann auch hoch. Bei diesem Trick wird zwar die CPU mit erhöhter Spannung angefahren, aber bei guter Kühlung hält das der Prozzi locker aus. Ach ja, auf jeden Fall brauchst Du ein aktuelles Bios, daher schau zuallererst bei www.gigabyte.com.tw/support/bios.htm vorbei und mach das neueste Biosupdate drauf !!

Es gab hier auch schon einige Berichte anderer User, die besagten, daß bei ihrem BXE Rev. 1.9 der Coppermine auch ohne Spannungstricks einwandfrei laufen würde. Es kann also sein, daß Gigabyte einige Boards der 1.9er Serie bereits mit coppermine-tauglichen Spannungsreglern ausgerüstet hat, daher kannst Du ja mal probieren, ob der neue Prozzi auch schon bei CPU-Default-Spannung hochfährt. Klappt das, dann brauchst Du keine Spannungsjumpereien vornehmen, wenn nicht, dann jumpere den Adapter einfach auf 1,8 V, und die Kiste läuft wieder...

Am Board mußt Du nur den Bustakt und den PCI-Teiler [ und eventuell beim 100er und 133er FSB den AGP-Teiler auf 2/3 einstellen ] richtig einstellen, die Multiplikator-Einstellungen kannst Du getrost vernachlässigen. Alle Intel-CPUs ab August 98 haben den Multi fest im Kern verdrahtet, die Vorgaben des Boards werden einfach ignoriert, stimmt der FSB, dann taktet sich der Prozzi schon richtig...

Auch wenn nach der aktuellen Preissenkung von Intel die Prozzis deutlich günstiger geworden sind, würde ich persönlich erstmal einen billigen Celeron-2 mit 600 oder 633 MHZ hernehmen und diese Dinger @ 900 oder 950 MHZ übertakten. Damit erreichst Du in etwa das Leistungsniveau eines PIII-750, und die Spezifikationen all Deiner Komponenten bewegen sich noch im grünen Bereich... Einen fetten 133er FSB-PIII würde ich mir erst als finale Ausbaustufe und nur dann zulegen, wenn mir die Leistung des geclockten Cellis nicht mehr ausreicht... es gibt noch einen anderen Grund, warum ich noch etwas warten würde : Das allerneueste PIII-Stepping [ cD0-Stepping, wurde erst kürzlich vorgestellt, ist noch nicht im Handel ] braucht ganz offiziell 1,75 V, da ist es nicht mehr weit bis zu den 1,8 V, die die älteren BX-Boards bereitstellen können.. d.h. der Prozzi wird dann nur mit minimaler Überspannung betrieben, also DAS sollte dann wirklich keine Probleme mehr geben...

Alles klar Herr Komissar ?? :-)))

cu Bavarius

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