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primitives Mischpult selber bauen

martin lex / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Hi,

möchte mir ein primitives Mischpult selber bauen. Man sollte Die Höhen, Mitten und tiefen selber steuern können (mit Ponti)! Soll eigendlich nur ein Verteiler von einem Ausgang auf mehrere Geräte bzw. einem 2. von mehreren Eingängen in den Pc eingang sein, aber warum sowas nicht auch noch dazu bauen! Weis jemand wie man sowas realisieren kann?

Danke!
mfg Martin

Onkel_Alois martin lex

„primitives Mischpult selber bauen“

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Hallo Martin,
hast Du den Laptop vom vorletzten Winter schon wieder vergessen? Was genau Du da jetzt bauen willst, habe ich nicht ganz geschnallt. Ich gehe aber mal davon aus, daß Du von Elektronik Null Ahnung hast, noch nie eine Leiterplatte entworfen, geätzt und gebohrt hast. Wenn Du mit Löten bereits Erfahrung gesammelt hast, Mischpultbausätze gibt es nach wie vor bei den großen Elektronikversendern. Wie andere Leute das gelöst haben, kann Dir sicher eine Suchmaschine wie z. B. Google sagen, wenn Du nach 'eigenbau mischpult' oder ähnlichem fragst. Auch http://www.elektronik-kompendium.de ist für Anfänger sehr hilfreich. Wenn Dich diese Materie näher interessiert, wünsche ich Dir schon jetzt viel Spass dabei. Es lohnt sich, sich damit zu befassen.

Gruß Alois

martin lex Onkel_Alois

„Hallo Martin, hast Du den Laptop vom vorletzten Winter schon wieder vergessen?...“

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also, ich will mir aus einem ausgang 2 machen wobei ich die höhen,mitten,tiefen mithilfe von pontis ändern kann!
habe 2 Jahre Mn gehabt (und nur schaltungen etc. gemacht), also "Etwas ahnung" hab ich, aber auch net mehr (jaja, schule is schwer über längere Zeit zu merken!)
und, den Laptop hab ich noch nicht vergessen, deshalb frag ich diesmal auch vorher^^. bei google hab ich nix brauchbares gefunden, kann aber noch werden!

Onkel_Alois martin lex

„also, ich will mir aus einem ausgang 2 machen wobei ich die höhen,mitten,tiefen...“

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Wer oder was ist 2 Jahre Mn?

Nur so als Beispiele

http://www.kemo-electronic.com/de/bausaetze/b110/index.htm
http://www.loetstelle.net/index.php
Klangregler bei Google

Nörgler Onkel_Alois

„Wer oder was ist 2 Jahre Mn? Nur so als Beispiele...“

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2 Jahre Mn könnten zwei Jahre Mike Nickles sein.
Aber was für zwei Jahre, hmm?

GarfTermy martin lex

„primitives Mischpult selber bauen“

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...ein guter rat?

nimm etwas geld in die hand und kauf dir was fertiges - zb bei conrad.de oder reichelt.de

alternativ bekommst du bei conrad vielleicht auch noch einen bausatz für sowas.

"... (mit Ponti..."

POTI / potentiometer

rill martin lex

„primitives Mischpult selber bauen“

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Was Du suchst, ist kein Mischpult, sondern (das Gegenteil) ein Audio-Splitter oder NF-Verteiler. Wozu soll so ein Teil eine Klangregelung haben?? Klang wird i. d. R. am Endgerät (Wiedergabe) eingestellt.

Wenn Du eine Audioquelle (gleichzeitig) auf mehrere Wiedergabegeräte verteilen willst, fallen mir mehrere Möglichkeiten ein:

  • mechanischer Umschalter

  • am Ausgang einfach die Eingänge der nachfolgenden Geräte parallel schalten (z. B. mit Kabel verteilen):


    ... dies funktioniert aber nur vernünftig (ohne Höhenverlust und ohne Verzerrungen), wenn der treibende Ausgang sehr niederohmig ist und die parallel geschalteten Eingänge einigermaßen hochohmig oder wenigstens mittlelohmig sind. Um gegenseitige Beeinflussung zu unterbinden, könnte man in die Abgänge über Widerstände oder Spannungteiler führen und damit entkoppeln

  • aktive Verteilung mit Transistoren oder ICs (OPVs) ... eine genau passende Schaltung kann ich Dir nicht bieten, aber jeder, der ein wenig von Elektronik bzw. Audioschaltungstechnik versteht, kann entspechende Schaltungen abwandeln/anpassen. Für die Ausgänge könntest Du mehrere OPVs in Spannungsfolgerschaltung (Buffer) parallel schalten. Im Bild unten ordnest Du einfach den oberen OPV-Zweig in gleicher Beschaltung (+Out) mehrmals an - je nachdem, wieviele Ausgänge Du haben willst.

    Die übrigen Schaltungen bzw. Stufen mit/ohne Klangregelung kannst Du Dir z. B. hier zusammensuchen ... eine gute Ausgangsbasis findest Du speziell in diesen Links:
    Simple High Quality Preamp For Hi-Fi
    Hi-Fi Preamplifier



rill
Tilo Nachdenklich martin lex

„primitives Mischpult selber bauen“

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Es gehört schon etwas dazu ein Mischpult brummfrei zu bekommen, ne rauschfreie Schaltung zu entwickeln und die Impedanzen so zu wählen, dass möglichst keine Hochtondämpfung entsteht.

Bastellösungen reichen zumeist nicht ans Niveau des Line-Eingangs preiswerter Soundkarten heran.

Selber bauen ist übrigens sehr teuer. Qualitätspotis sind teuer, es muss ein brummfreies Netzteil her, üblicher Weise eine stabilisierte Plus-Minus-Versorgung für Operationsverstärker.
Qualitätsbuchsen sind oft gar nicht billig, Gehäuse werden zu Apothekenpreisen gehandelt und müssen trotzdem noch bearbeitet werden.
Es macht nur Sinn hochwertige OAmps einzusetzen.
Es kommt auch sehr auf die Einkaufquelle an, aber letztlich zahlt man auch für Verpackung, Versand, Nachnahmegebühr.

Technisch ist es natürlich ein Nachteil die Eingangskanäle zusammenzuführen bevor sie in den PC gelangen. Du kannst die Kanäle dann nicht mehr einzeln per Software bearbeiten, etwa einen Dynamikkompresser benutzen.
Es wäre also günstig eine kombinierte Hardware-Softwarelösung für PCs einzusetzen. Olfaf19 (und andere Leute hier) werden vermutlich wissen, was es da so gibt.

martin lex Tilo Nachdenklich

„Es gehört schon etwas dazu ein Mischpult brummfrei zu bekommen, ne rauschfreie...“

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hm. also heißt dass, dass man bestenfallst sich mehrere Ausgänge zu einem Line-Out an der Soundkarte basteln kann!
wie ist das mit dem line in? Vom Prinzip müssten sich mehrere zusammengeschaltete Eingänge stören

Tilo Nachdenklich martin lex

„hm. also heißt dass, dass man bestenfallst sich mehrere Ausgänge zu einem...“

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In der Regel entkoppelt man über Operationsverstärker mit dem Verstärkungsfaktor 1 (Gegenkopplungswiderstände richtig dimensionieren).

Wie Du mit Operationsverstärkern umgehst, erfährst Du am einfachsten in:
Adrian Schommers: Elektronik gar nicht schwer. Bd.2 Franzis. Allerdings wird dort alles am 741 gezeigt und der ist für Audio/HiFi nicht sonderlich geeignet. Brauchbare Operationsverstärker kosten ein paar Euro und Du brauchst dann mehrere davon.

Primitivlösung mit Widerständen.
Die Sache ist die, wenn Du einen Ausgang parallel mehrfach abgreifst, dann wird der am Ausgang angeschlossene Widerstand zu gering, es fließt zuviel Strom, der Klang wird schlechter und ev. brennt die Ausgangstufe durch. D.h. Du müsstest in jeden abgehenden Draht (nicht in die Masseleitung) einen Widerstand einlöten. Damit entsteht jedes Mal eine Spannungsteilerschaltung aus Ausgangswiderstand und Eingangswiderstand des nachfolgenden Verstärkers. Ev. ist der Pegel dann nicht mehr normgemäß.

Und dann musst Du erst Mal die geeigneten Widerstandwerte herausfinden, dass mag auch davon abhängen, wieviele nachfolgende Eingänge am Line-Out hängen.

rill martin lex

„hm. also heißt dass, dass man bestenfallst sich mehrere Ausgänge zu einem...“

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> ... also heißt dass, dass man bestenfallst sich mehrere Ausgänge zu einem Line-Out an der Soundkarte basteln kann!

Das war doch Deine Ausgangsfragestellung oder nicht? Eine Quelle auf mehrere Abgänge verteilen/aufsplitten (möglichst rückwirkungsfrei)? In diesem Sinne war meine Antwort oben.

> ... wie ist das mit dem line in? Vom Prinzip müssten sich mehrere zusammengeschaltete Eingänge stören.

Es kommt darauf an, wie die Eingänge zusammgeschaltet werden (sollen)! Ein Mischpult schaltet verschiedenste Eingänge zusammen, sie können gemischt werden oder nicht - dafür ist ein Mischpult ja da!

Mir scheint, Du weist selbst nicht so genau, was Du eigentlich willst. Wenn Du beliebig eine größere Anzahl Eingänge auf mehrere Ausgänge routen willst, brauchst du eine Art Rangierfeld. Da bekommt jeder Anschluß (egal ob Ein- oder Ausgang) eine Stereobuchse und mir Rangierkabel kannst Du jede beliebige Verbindung herstellen. Mit robusten 6,3mm Klinkensteckern ließe sich das recht gut realisieren. Solche Rangierfelder gibt es auch virtuell (software-basiert), siehe Bild:




rill