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2 PCs in einem Gehäuse

SirTazel / 2 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo!
Ich hab mir da so was ausgedacht.
Also ich hatte vor, mir ein Bigtower-Gehäuse so umzubauen, daß dort zwei Mainboards betrieben werden können. Zweites Netzteil hab ich schon, zweites Mainboard, Graka, CPU, Kühler. Dieses Zweite Mainboard soll dann ausgerüstet werden mit einem SCSI-Controller und daran sollen dann mehrere Festplatten, so ab 50 GB. Auf diesem Fesplatten-Computer soll dann irgend ein Windows oder ein Linux laufen, daß die kompletten Festplatten freigibt, so daß der eigentliche PC die Fesplatten nur noch mounten muß. Mit einer entsprechend schnellen Vernetzung sollte dann eigentlich keine Geschwindigkeitseinbuße merkbar sein. Nur is die Frage, wie ich das vernetzen soll. Mit 100\'er Netzwerk, mit 1000\'er Netzwerk, mit USB 2.0 oder mit FireWire? Was würdet ihr empfehlen?

Der Vorteil, den ich mir erhoffe, ist mehr Speicherplatz zu haben, ohne daß im eigentlichen PC Ressourcen für mehrere Festplatten aufgebraucht werden müssen. Außerdem wären dann meine Daten sicherer, wenn der eigentliche PC mal abschmiert bzw. dessen Festplatte, da sich alle Arbeitsdaten und Spiele auf den großen Platten befänden, und die würden dauernd von dem Festplatten-PC auf Fehler gescannt und ab und zu defragt. Da die Fesplattensysteme dann voneinander getrennt sind, dürfte außer etwas längerer Ladezeiten der eigentliche PC nicht langsamer werden.

Für Ratschläge und Tipps bin ich immer zu haben!

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coni2800 SirTazel

„2 PCs in einem Gehäuse“

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Hallo
ich habe folgenden Vorschlag:
Schaffe dir ein echtes Raid- System an.
Es gibt verschiedene Raid Level.
Du sparst 1 Netzteil, 1 Board, das ganze Netzwerk usw.
Durch das Raidsystem kannst du mehrere identische Platten zu einer großen Platte zusammenschalten. Deine Platte wird gespiegelt oder die Zugriffszeit senkt sich.

Raidsystem 0
Stripessystem: Die Datenblöcke werden entsprechend der eingestellten Größe (z.B. 16KB) und der vorhandenen Festplatten in Streifen aufgeteilt, wobei jeder Streifen eines Datenblockes auf eine Festplatte gespeichert wird. Dadurch wird vor allem beim sequentiellen Schreiben und Lesen von großen Dateien ein deutlich höherer Datendurchsatz erreicht.
RAID 0 bietet keinerlei Redundanz. Beim Ausfall einer Festplatte sind die Daten des gesamten RAID 0 Verbandes verloren.

Raidsystem 1: Daten werden jeweils auf zwei Festplatten gespeichert. Beim Ausfall einer Platte sind die Daten identisch auf der zweiten Festplatte vorhanden. Beim Spiegeln von Festplatten an einem Kanal spricht man von Disk Mirroring, beim Spiegeln an unabhängigen Kanälen von Disk Duplexing (zusätzliche Sicherheit). Raid 1 ist eine einfache und schnelle Lösung zur Datensicherheit und Datenverfügbarkeit und besonders geeignet für kleinere Nutzkapazitäten. Lediglich die Hälfte der Gesamtkapazität steht als nutzbarer Bereich zur Verfügung.

Raidsystem 4 :
Daten werden wie bei Raid 0 auf die Festplatte verteilt. Auf einem Sicherheitslaufwerk werden Paritätsdaten abgelegt. Durch diese Parität stehen selbst bei einem Ausfall einer Festplatte alle Daten weiterhin zur Verfügung. Lediglich die Kapazität einer Festplatte geht für die Redundanz verloren. Bei einem RAID 4 Verband mit 5 Festplatten stehen 80 Prozent der Gesamtkapazität als Nutzkapazität zur Verfügung. Beim Schreiben kleiner Datenblöcke wird das Parity-Laufwerk sehr stark belastet, was die Performance deutlich negativ beeinflußt. RAID 4 bringt vor allem beim Schreiben und Lesen großer Dateien eine optimale Performance.

Raidsystem 5: Bei RAID 5 werden die Paritätsdaten auf allen Festplatten im Verband gleichmäßig verteilt. Dies garantiert bei allen Zugriffen eine optimale Auslastung der Laufwerke. Selbst bei kleinen Random-Zugriffen, wie sie für ein Multitasking Multiuser Betriebsystem typisch sind, kann somit eine optimale Performance erreicht werden. RAID 5 ist für große und mittlere Nutzkapazität geeignet. Bei 4 x 10GB Platten sind 30GB Kapazität nutzbar.

Raidsystem 10 : RAID 10 ist eine Kombination zwischen RAID 0 (Performance) und RAID 1 (Datensicherheit). RAID 10 Verbände bieten optimale Performance bei optimaler Ausfallsicherheit. Wie bei RAID 0 wird die optimale Geschwindigkeit allerdings nur bei sequentiellen Zugriffen erreicht und wie bei RAID 1 gehen 50 Prozent der Gesamtkapazität für die Redundanz verloren. RAID 10 ist für kleine Nutzkapazität geeignet, bei denen optimaler Datendurchsatz mit optimaler Datensicherheit verknüpft werden soll.

viel spaß

vhs-bw-asl1@t-online.de
coni

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DarkForce SirTazel

„2 PCs in einem Gehäuse“

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Auf was für Ideen die Leute heutzutage kommen, tztztz....

Wie willst Du das alles in einem Gehäuse unterbringen ?? Ein normaler Big-Tower ist für sowas viel zu klein, Du bräuchtest erstmal ein ganz fettes und damit sauteures Gehäuse, und damit fangen die Probleme an. Wie willst Du das Konstrukt stromtechnisch versorgen, und hast Du Dir schon mal Gedanken über den entstehenden Lärm und die anfallende Abwärme gemacht ?? Wenn Du entsprechend Ahnung vom Casemodden und den dann anfallenden Blecharbeiten hast, könntest Du irgendwie schon zwei Rechner in einer Umhüllung unterbringen, aber das Endergebnis wird dann auf jeden Fall ziemlich geisteskrank aussehen... ;-))

Wenn schon, dann nimm zwei normale Big-Towers und stell sie nebeneinander. Jeder Rechner hat sein eigenes Netzteil und sonstige Komponenten und kann auch völlig problemlos ganz alleine betrieben werden. Die anfallende Vernetzung sollte dann auf jeden Fall über Gigabit-Ethernet erfolgen, denn nur da ist auch in der Praxis ein den Anforderungen entsprechender DatenDurchsatz zu erwarten, 100-Mbit Ethernet ist dafür viel zu lahm, USB und Firewire ist auch nicht das wahre und für sowas gedacht.

Trotz alledem kann ich die Grundidee, die hinter Deinem geplantem Vorhaben steckt, nicht so ganz nachvollziehen. Was für PC-Ressourcen sollen denn durch den Einsatz mehrere HDDs in einem Rechner verschwendet werden ?? Bei einem reinen SCSI-System brauchst Du nur einen IRQ für den SCSI-Controller und je nach Ausbaustufe ein fettes Netzteil, bei IDE sieht die Sache zwar etwas anders aus, aber mit 2 IRQs lassen sich immerhin 4 IDE-Geräte betreiben, und für einen Normal-Anwender reicht das ebenfalls... Selbst wenn Du Deine ursprüngliche Idee umsetzen willst, so benötigst Du immerhin noch eine HDD für das OS, und andere Atapi-Geräte wie CD oder DVD sollten ja auch noch am Hauptrechner angeschlossen und benutzbar bleiben, oder ??


Eine durchdachte Daten-Integritäts [ wie die unten beschriebenen RAID-Levels ] - und Backup- [ per CD-R, MO-LW, Streamer, etc... ] - Strategie kann so ein Festplatten-PC nicht ersetzen, sinnvolle Arbeiten- und Spiele gehören sich auch nicht auf ein- und demselbe HDD oder demselben PC, das sollten möglichst zwei getrennte Welten bleiben. Wenn Du schon zwei Rechner haben willst, dann setze in jeden Tower eine Gigabit-NIC rein, verbinde die per Cross-Kabel, konfiguriere Deinen "Auslagerungs-PC" als FTP-Server mit ein paar Platten im Raid-Verbund, hänge das alles an eine USV dran und mach Dir ein paar Gedanken zum Thema Backup, dann dürfetst Du zu einer funktionierenden und nicht allzuteuren Lösung kommen, die in etwa Deinen erhofften Vorstellungen in Sachen Datensicherheit entspricht...

MfG
DarkForce

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