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Sweet little 15... das MP3-Format feiert Geburtstag!

Olaf19 / 10 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo zusammen!

Wusstet ihr, dass "Tom's Diner" von DNA feat. Suzanne Vega 1995 die erste MP3-Musikdatei der Welt war...? Weiteres Wissenswerte über das beliebteste Dateiformat der Welt gibt es in diesem Video von n-tv: http://www.n-tv.de/mediathek/videos/wirtschaft/MP3-feiert-15-Geburtstag-article1053531.html

Ob MP3-Player in Zukunft komplett aussterben, zugunsten von Handy / Smartphone / Netbook, bleibt abzuwarten - für mich ist die Gerätegattung aus einem ganz anderen Grund weniger interessant: Ich brauche ein Gerät, das auch in höchster Qualität Aufnahmen machen kann. Also genau so, wie eine richtig gute Digitalkamera auch der Foto-Funktion aus dem Handy überlegen ist.

Aber ich schweife schon wieder ab! MP3 hat einen halbrunden Geburtstag, stoßen wir also darauf an... wer möchte noch? Hab die Sektflasche gerade in der Hand :-D

CU
Olaf

Prosseco Olaf19

„Sweet little 15... das MP3-Format feiert Geburtstag!“

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Fuer dich Olaf und in Englisch:

http://www.hydrogenaudio.org/forums/index.php?showtopic=36465

Gruss
Sascha

Olaf19 Prosseco

„Fuer dich Olaf und in Englisch:...“

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Vielen Dank für diesen nützlichen Link, Sascha - die ganze Seite kannte ich noch nicht.

Diese Qualitätsvergleiche finde ich auf jeden Fall interessant. Ich höre ja auch viel klassische Musik und habe immer, um ganz sicher zu gehen, mit 320 kbps encodiert.

In letzter Zeit habe ich komplett auf 128 umgestellt, einfach um einmal einen direkten Vergleich zu haben. Ich bin doch ziemlich erstaunt, wie gut das immer noch klingt - man mag es gar nicht laut sagen, aber ich höre eigentlich keinen Unterschied.

Letztlich ist das wohl auch eine Frage der Prioritäten - schließlich zählt die Musik und nicht nur irgendwelche Hertzen und Dezibels. In den 70er/80er Jahren war ich auch mit CrO²-Kassetten zufrieden, selbst die Ferro-Bänder klangen nicht soo schlecht.

THX
Olaf

the_mic Olaf19

„Sweet little 15... das MP3-Format feiert Geburtstag!“

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Wirklich interessant wird erst der 20. Geburtstag, wenn die Patente ablaufen :-)

andy11 the_mic

„Wirklich interessant wird erst der 20. Geburtstag, wenn die Patente ablaufen :- “

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the_mic wieder LOL.
Ich sehe heute noch die Fernsehsendung vor Augen als man im Frauenhofer-Institut
diese kleine Leiterplatte mit dem Chip drauf präsentierte und die Bastelarbeit da irgentwas
abspielte. Ich finde drotz der Vorteile, geringer Speicherplatzbedarf usw., das diese Art der
komprimierung ein Verbrechen an der Musik ist. In sofern gebe ich Olaf recht. Ich lehne
mich mal aus dem Fenster und behaupte das man das "Richtig Hören" mit MP3's nicht
erlernen kann und Kinder und Jugendliche mit einem Defizit aufwachsen. Es wird einfach
zuviel herauskomprimiert.

Gruß Andy

Olaf19 the_mic

„Wirklich interessant wird erst der 20. Geburtstag, wenn die Patente ablaufen :- “

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Können die Patente denn nicht einfach verlängert werden?

Ansonsten gilt ja gerade in Linux-Kreisen das Ogg-Vorbis-Format als mehr als nur ein Geheimtipp.

Andy: Ich würde das Qualitätsthema nicht zu sehr dramatisieren - siehe auch Antwort auf Sascha. Ich bin in den 70er Jahren auch mit knisternden Schallplatten und Cassettenrecorder-Qualität groß geworden.

Geschadet hat es meiner musikalischen Entwicklung nicht ;-)

Ansonsten ist unbedingt zu unterscheiden zwischen Komprimierung im *daten*technischen Sinn (mp3) und im *ton*technischen Sinn ("Loudness War").

Letzterer ist wirklich schädlich für die Entwicklung von Musikgeschmack und Hörgewohnheiten. Das sind aber zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

CU
Olaf

the_mic Olaf19

„Können die Patente denn nicht einfach verlängert werden? Ansonsten gilt ja...“

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Zur Patentverlängerung meint Wikipedia:
Die maximale Laufzeit eines Patents beträgt laut § 16 PatG[21], Art. 63(1) EPÜ 20 Jahre ab dem Tag nach der Anmeldung. Gemäß § 16a PatG[22], Art. 63(2) b) EPÜ i. V. m. VO (EWG) Nr. 1768/92 kann allerdings für Erfindungen, die erst nach aufwändigen Zulassungsverfahren (vor allem klinische Studien bei Arzneimitteln) wirtschaftlich verwertet werden können, ein ergänzendes Schutzzertifikat erteilt werden, das die Patentlaufzeit dann um maximal fünf Jahre verlängert.
Daher ist davon auszugehen, dass die Verlängerung nicht möglich sein wird.

Ogg/Vorbis ist bei mir das Standardformat, jede neu gekaufte CD wird in diesem Format konvertiert. In der breiten Masse konnte es sich jedoch genau wegen der mp3-Patente nicht durchsetzen: Laut Aussagen der Patentinhaber sei darüberhinaus der gesamte Bereich der verlustbehafteten Audio-Kompression von den Patenten erfaßt. Dies würde auch Ogg/Vorbis mit einschließen. Eine Gerichtsentscheidung darüber steht noch aus.
Hier hat die "gemeinnützige" Fraunhofer-Gesellschaft also perfekte FUD-Arbeit geleistet. Wer auch immer Ogg/Vorbis in grossem Stil kommerziell verwenden will, muss ständig mit dem herabfallen des Damokles-Schwerts "Patentklage" rechnen.

In deinem letzten Abschnitt meinst du wohl die Dynamikkompression? Ich hab ein paar gute, alte Scheiben, die im Allgemeinen extrem leise sind... aber sie enthalten vereinzelte hohe Peaks. Heutige Scheiben sind einfach nur laut, aber ohne Dynamik. Das ist leider vollkommen richtig und schade :-(

Olaf19 the_mic

„Zur Patentverlängerung meint Wikipedia: Daher ist davon auszugehen, dass die...“

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Du hast recht - ich hatte das mit dem Markenrecht verwechselt, das ja auch von den Patentämtern behandelt wird. Eine Schutzmarke ist zunächst nur für 10 Jahre patentiert, dafür aber kann man den Schutz danach beliebig häufig um jeweils wiederum 10 Jahre verlängern.

In deinem letzten Abschnitt meinst du wohl die Dynamikkompression? Ich hab ein paar gute, alte Scheiben, die im Allgemeinen extrem leise sind... aber sie enthalten vereinzelte hohe Peaks. Heutige Scheiben sind einfach nur laut, aber ohne Dynamik. Das ist leider vollkommen richtig und schade :-(

Ganz genau. Die Krux an der Sache ist - Erhebungen haben gezeigt, dass die Hörerschaft immer den Radiosender bevorzugt, der vermeintlich "am lautesten" ist. In Zeiten des werbewirtschaftsgesteuerten Privatfunks sind hohe Einschaltquoten wichtiger denn je zuvor, also wird das zu sendende Material totkomprimiert bis zum Geht-nicht-mehr.

Der nächste Schritt ist längst vollzogen: Inzwischen kommen die fertigen Musikproduktionen schon so komprimiert aus dem Mastering-Studio, dass man den Rundfunkkompressor beinahe schon wieder abschalten kann :-(

Jetzt soll mir keiner mit dem Totschlagargument kommen, Musik sei eh nur Geschmackssache. Wie alles andere auf der Welt, sind unsere Hörgewohnheiten und daraus resultierend der Musikgeschmack genau so manipulierbar wie alles andere auch.

Babynahrung ist auch oft viel zu süß - damit der Geschmacksnerv der jungen Erdenbürger schon möglichst frühzeitig auf "süß ist gut" getrimmt wird. Süße Sachen sind in der Herstellung billiger als etwas Herzhaftes - schön, wenn der Mensch bereits in der prägenden Phase seiner ersten Lebensjahre so eingenordet wird. Dementsprechend verhält er sich dann auch als Erwachsener.

Musik ist Ernährung für die Ohren. Ich finde das Thema genau so wichtig wie Essen und Trinken.

CU
Olaf

P.S. Falls rill hier mitliest... er könnte zum Thema Loudness War noch detaillierte Infos beisteuern.

the_mic Olaf19

„Musik ist Ernährung für die Ohren...“

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Musik mag Geschmackssache sein! Aber genau wie man sich drum streiten kann, ob man nun Schokolade oder Marzipan lieber hat, ist es mit entsprechenden Analysen leicht zu bestimmen, welche Schokolade und welche Marzipan von hoher Qualität sind. Genau dasselbe lässt sich auch bei Musikproduktionen feststellen. Hohe Produktionsqualität äussert sich u.a. durch ansprechende Dynamik.

Wer's gerne laut und stumpf mag, kann die Dynamik immer noch individuell rauskomprimieren. Dafür sollte man aber den Musikliebhabern bitteschön die Möglichkeit geben, ihre Musik auch unkomprimiert zu hören. Weil fehlende Dynamik lässt sich nicht einfach wieder hineinrechnen.

Kommerzielle Standardradiosender können mir sowieso gestohlen bleiben. Dank meines IP-Radioempfängers hör ich nur noch qualitativ hochwertige Sender aus aller Welt.

Musik ist Ernährung für die Ohren.
Ich hoff du hast auf dem Spruch kein Patent, der gefällt mir nämlich :-)

A propos, hast du dieen Artikel gelesen? Töne können anscheinend durchaus eine berauschende Droge sein ;-)

Olaf19 the_mic

„Musik mag Geschmackssache sein! Aber genau wie man sich drum streiten kann, ob...“

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>>> Musik ist Ernährung für die Ohren.
Ich hoff du hast auf dem Spruch kein Patent, der gefällt mir nämlich :-)


Mir hat er so gut gefallen, dass ich ihn spontan zur Überschrift meines Beitrags erkoren habe... ja, ich habe ein Patent darauf, aber erstens läuft das in 20 Jahren ab, und zweitens steht es mir ja frei, dir eine unbegrenzte und kostenlose Lizenz darauf zu geben :-D

Den Artikel habe ich noch nicht gelesen - und das, obwohl er bei Golem erschienen ist...! Schande über mein Haupt :-o

Ansonsten ACK zu allen deinen Überlegungen bezüglich Loudness War, Musikgeschmack und -Genuss.

Greetz to Baselbeatz
Olaf
Prosseco the_mic

„Musik mag Geschmackssache sein! Aber genau wie man sich drum streiten kann, ob...“

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A propos, hast du dieen Artikel gelesen? Töne können anscheinend durchaus eine berauschende Droge sein ;-)

Ja es ist ein Alter Hut. Frag mal dann die Ecstasy anhaenger, das die sogar aus Trommeln ein Lied tanzen koennen. LOL.

In Grundgenommen hast du Recht. Ich bin der Typ ich will nicht das feinste hoeren. Sondern das Leid oder Musickstueck.

Gruss
Sascha