Linux 14.920 Themen, 105.508 Beiträge

Linux: Das Frickelsystem?

VC1541 / 19 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,

ich benutze im ganzen Haushalt ausschließlich Debian 9.

Ganz allgemein wird Linux ja gerne als Frickelsystem bezeichnet.

Ich möchte aber mal folgende (ernstgemeinte) Diskussion anstoßen:
Wenn ich hier so mitlese, kommt mir Windows mittlerweile als richtiges Frickelsystem vor.

  • Irgenwas muss irgendwo in die Registry geschrieben werden
  • Ein anderer bekommt keine Updates für Windows X und weiß nicht warum
  • Beim nächsten wird ein Midi-Interface nicht erkannt
  • Wieder ein anderer hat plötzlich Software aufm Rechner, ohne zu wissen wo sie herkommt
  • ...

Ist Windows gar am Ende genau so frickelig und wir merken es nur nicht (mehr).

Klar geht vieles unter Linux nicht auf Anhieb aber da gibts fast immer eine Logdatei oder eine Fehlermeldung. Und damit meine ich nicht "Es ist ein Fehler aufgetreteten. Versuchen Sie es später erneut".

Gruß
VC1541

bei Antwort benachrichtigen
Max Payne VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

Du darfst nicht vergessen, dass die Nutzerstruktur bei Linux und Windows völlig unterschiedlich ist. Viele Windows-Nutzer wissen von ihrem PC gerade mal soviel, wo sie ihn einschalten müssen. Das Windows war halt schon drauf, als man den PC beim Discounter gekauft hat.

Manchen ist nicht mal bekannt, dass es verschiedene Betriebssysteme gibt. Und natürlich surft man die ganze Zeit als root im Internet.

Bei vielen der von Dir genannten Probleme gilt: PEBKAC

Logdateien gibt es auch unter Windows eine Menge. Aber was kann Otto Normalanwender mit diesen Informationen anfangen?

The trouble with computers is that they do what you told them – not necessarily what you wanted them to do.
bei Antwort benachrichtigen
Soulmann63 VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

Hallo,

da bin ich mal gespannt, wie das hier ausgeht.

Ich denke es ist einfach das Bemühen um ein System es verstehen zu wollen und es schlussendlich auch zu Verstehen. Da ist es egal ob es Unix Linux Windows usw. ist.

Das ist eine Persönliche Sache ob man sich die Zeit dafür nimmt oder halt nicht.

Gruß

Soulmann

*_Du bist nicht Vergessen G P_*
bei Antwort benachrichtigen
mi~we VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

Die Windows-Foren sind voll mit Leuten, die Probleme mit Windows haben.

Die Linux-Foren sind voll mit Leuten, die Probleme mit Linux haben.

Lächelnd

"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
bei Antwort benachrichtigen
VC1541 mi~we

„Die Windows-Foren sind voll mit Leuten, die Probleme mit Windows haben. Die Linux-Foren sind voll mit Leuten, die Probleme ...“

Optionen

Was ja meine These eigentlich stützt, dass Windows (wenn es Probleme gibt) genauso frickelig ist. Wenn Linux problemlos läuft, muss ich auch nicht frickeln.

bei Antwort benachrichtigen
gelöscht_325804 VC1541

„Was ja meine These eigentlich stützt, dass Windows wenn es Probleme gibt genauso frickelig ist. Wenn Linux problemlos ...“

Optionen

Dann musst du deine Aufzählung im Startposting ändern- 3x PEBKAC und 1x defekte Hardware, das kannst du keinem BS anlasten, oder?

bei Antwort benachrichtigen
mi~we VC1541

„Was ja meine These eigentlich stützt, dass Windows wenn es Probleme gibt genauso frickelig ist. Wenn Linux problemlos ...“

Optionen
wenn es Probleme gibt

Klar, dann muss man bei jedem BS "frickeln". Man muss rausfinden, was das Problem verursacht und wie man das (hoffentlich) reparieren kann. Da gibt es dann keine einfachen 0815-Lösungen mehr.

"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
bei Antwort benachrichtigen
Xdata VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

hi VC1541

Ist nur Standard nötig, geht Linux mittlerweile zum Teil mit weniger Frickeln als Windows ..
-- aber-- Linux ist immer noch ein  (lokales) Netzwerksystem mit Netzwerkfähiger Fenstertechnik.

Soll bedeuten, die Grafik ist nur aufgesetzt und verliert bei Fehlern recht schnell das Gesicht.
Es kommt immer noch vor, wenn ein Update das Paketsystem killt die Grafik unreparierbar mitnimmt.

Auch wenn ein DVD Laufwerk mal nicht lesen kann ist es ohne Neustart gebLOCKt
da es als Netzwerkdateisystem betrachtet wird.

bei Antwort benachrichtigen
violetta7388 VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

Hallo VC1541,

wer ein Commodore-Laufwerk als Alias führt, der muß es ja wissen!

Ansonsten Opensuse Leap 42.2 nehmen und loslegen. Wobei ich auch gern mit Debian arbeite, aber da muß man(n) eben etwas mehr frickeln!

Habe dieser Tage WinXP und Win7 upzudaten versucht und wieder gesehen wie komplizert doch Windows ist und wieviel Zeit es in Anspruch nimmt. Das nenne ich frickeln. Kommentiere es aber jetzt nicht weiter.

Wer sich in ein BS vernünftig einarbeitet, kommt überall zu recht.

MfG.

violetta

bei Antwort benachrichtigen
VC1541 violetta7388

„Hallo VC1541, wer ein Commodore-Laufwerk als Alias führt, der muß es ja wissen! Ansonsten Opensuse Leap 42.2 nehmen und ...“

Optionen

Hallo Violetta,

wer ein Commodore-Laufwerk als Alias führt, der muß es ja wissen!

Danke. Schön, dass das noch jemand kennt. Habe hier noch ein C64-Setup in Betrieb. Lediglich die 1541 habe ich durch das da ersetzt.

Habe dieser Tage WinXP und Win7 upzudaten versucht und wieder gesehen wie komplizert doch Windows ist und wieviel Zeit es in Anspruch nimmt. Das nenne ich frickeln.

Und jedesmal diese nervigen Neustarts. Debian muss ich nur neu starten, wenn ich den Kernel update. Aber auch nicht gezwungenermaßen: Bis zum nächsten Neustart wird halt der gerade aktive Kernel verwendet.

bei Antwort benachrichtigen
violetta7388 VC1541

„Hallo Violetta, Danke. Schön, dass das noch jemand kennt. Habe hier noch ein C64-Setup in Betrieb. Lediglich die 1541 habe ...“

Optionen

Hallo VC1541,

danke sehr für den Link, sehr interessant.

Musste allerdings auch erst eine ganze Weile grübeln, woher ich die Herstellerbezeichnung kannte.

Habe mein Commodoreequipment (mehrere Rechner) erst auf dem Dachboden eingelagert und dann irgendwann doch entsorgt. Dummerweise zu früh. Heute gäbe es noch eine Menge Euros dafür.

Windows läuft hier nur im Dualboot und wird seit Jahren nur noch gelegentlich genutzt.

MfG.

violetta

bei Antwort benachrichtigen
VC1541 violetta7388

„Hallo VC1541, danke sehr für den Link, sehr interessant. Musste allerdings auch erst eine ganze Weile grübeln, woher ich ...“

Optionen
Habe mein Commodoreequipment (mehrere Rechner) erst auf dem Dachboden eingelagert und dann irgendwann doch entsorgt.

Überrascht

Dummerweise zu früh. Heute gäbe es noch eine Menge Euros dafür.

Geld

Windows läuft hier nur im Dualboot und wird seit Jahren nur noch gelegentlich genutzt.

Läuft hier unter VirtualBox. Brauche es leider zum Webseiten testen unter IE 11 und Edge sowie die Programmierung meiner Harmony Fernbedienungen.

bei Antwort benachrichtigen
Wolff11 VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen
Wieder ein anderer hat plötzlich Software aufm Rechner, ohne zu wissen wo sie herkommt

Die Datei muss nicht ausgeführt werden.

https://www.heise.de/security/meldung/Webseite-aufgerufen-Linux-gehackt-3489774.html

http://winfuture.de/news,91156.html

Wenn Linux problemlos läuft, muss ich auch nicht frickeln.

Wenn Windows problemlos läuft muss man auch nicht frickeln.

bei Antwort benachrichtigen
VC1541 Wolff11

„Die Datei muss nicht ausgeführt werden. ...“

Optionen
Die Datei muss nicht ausgeführt werden.

Das ist in der Tat ein fataler Bug.

Wenn Windows problemlos läuft muss man auch nicht frickeln.

Da stimme ich dir zu. Meine Frage war aber eigentlich: Ist Windows nicht genauso mit Problemen behaftet wie Linux? Es sind natürlich andere Probleme aber nehmen die sich beide was, was den Umgang mit Problemen bzw. deren Auftreten angeht?

bei Antwort benachrichtigen
mawe2 VC1541

„Das ist in der Tat ein fataler Bug. Da stimme ich dir zu. Meine Frage war aber eigentlich: Ist Windows nicht genauso mit ...“

Optionen
Ist Windows nicht genauso mit Problemen behaftet wie Linux?

Probleme kann es überall geben. Ob es dann unter Linux oder unter Windows einfacher ist, das Problem zu lösen, hängt sicher auch vom jeweiligen Problem ab.

Was aber sicher unbestritten ist: Wer sich für einen aktuellen Rechner eine aktuelle Hardwarekomponente zulegt, bekommt mit fast 100%iger Sicherheit einen aktuellen Windows-Treiber vom Hersteller der Hardwarekomponente und kann das Teil sofort in Betrieb nehmen.

Unter Linux ist die Wahrscheinlichkeit für die Verfügbarkeit des Treibers eher unter 100%...

Und das führt dann schnell zur Frickelei...

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
bei Antwort benachrichtigen
VC1541 mawe2

„Probleme kann es überall geben. Ob es dann unter Linux oder unter Windows einfacher ist, das Problem zu lösen, hängt ...“

Optionen
Unter Linux ist die Wahrscheinlichkeit für die Verfügbarkeit des Treibers eher unter 100%...

Das ist unbestreitbar. Dafür ist die Qualität der Linuxtreiber gleichbleibend hoch.

Unter Windows kann ich bei Billighardware auch mal einen Treiber erwischen, der eine grottige Qualität hat. So gibt es z.B. Webcamtreiber, die jedesmal neu installiert werden wollen, wenn die Webcam in einen anderen USB-Port gesteckt wird und dergl. mehr.

Dass Treiber vom Betriebssystemhersteller kommen war übrigens ganz früher normal.

Erst Microsoft hat mit Windows die Treiberprogrammierung auf die Hersteller abgewälzt.

bei Antwort benachrichtigen
mawe2 VC1541

„Das ist unbestreitbar. Dafür ist die Qualität der Linuxtreiber gleichbleibend hoch. Unter Windows kann ich bei ...“

Optionen
Dass Treiber vom Betriebssystemhersteller kommen war übrigens ganz früher normal.
Erst Microsoft hat mit Windows die Treiberprogrammierung auf die Hersteller abgewälzt.

Wie soll das aber bei der Masse an Hardware, die täglich neu verfügbar wird, auch anders gehen?

Wie soll ich die Betriebssystemhersteller (alle Betriebssystemhersteller??) dazu bringen, heute den Treiber zu programmieren für den Drucker, den ich übermorgen auf den Markt bringen will?

Es ist doch irgendwie zwangsläufig so, dass das Sache der Hardwarehersteller ist. Egal, ob Microsoft sich das ausgedacht hat oder irgendwer anders.

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
bei Antwort benachrichtigen
Xdata Wolff11

„Die Datei muss nicht ausgeführt werden. ...“

Optionen

Default muss weder bei Windows noch bei Linux gefrickelt werden.

-- Aber ein Linux ist nicht mal einfach so von einem verseuchten USB-Stick komprmittierbar!

Jedes Windows schon ..

Ein Bekannter hat nicht selten solche Sticks
und
mit einem schon mal das lokale Netzwerksystem einer Ausbildungstätte lahmgelegt.

Nur die Windows waren betroffen!
Keins der wenigen ebenfalls da existierenden Linux Systeme.

P.S.:

Diese Horror Securitymeldungen von "Experten" über gehackte Linux gibt es nicht selten.
Die gleiche "Klasse von Experten" geben auch gleich das Werturteil
und
fast immer auch so es - natürlich ohne etwas seitens des Users zu tun - Linux rootet .......

Einige die ich kenne und Linux nutzen haben und wollen auch Chrome oder Chromium.
Nach der Logik sind die jetzt alle gerootet Unschuldig zumindest potenziellCool

bei Antwort benachrichtigen
fakiauso VC1541

„Linux: Das Frickelsystem?“

Optionen

Der Esel nennt sich selbst zuerst und mit dieser Einleitung jetzt nicht mehr!

Ich denke, dass die Komplikationen oftmals den berühmten Meter vor dem Schirm sitzen und oft auch subjektiv bedingt sind. Mir liegt seit geraumer Zeit Linux mehr und ein voll lauffähiges Linux habe ich definitiv mit allen benötigten Programmen schneller von Null auf Platte als Windows.

Bei Problemen ist es sowohl beim Pinguin als auch bei den bunten Butzenscheiben ziemlich oft entweder einfach Wissen oder wissen, wo es steht. Wer sich da nicht etwas selbst helfen kann, steht so oder so im Wald. Hat man dann das berühmte Brett vor dem Kopf oder versucht womöglich, am PC mit der Philosophie des einen Systems am anderen oder gar noch mit Logik zu arbeiten, kann das eigentlich nur schiefgehen;-)

Allgemein gilt doch, dass ein Einstieg in Linux meist erfolgt, nachdem man vorher bereits anderweitig PC-Erfahrung gesammelt hat und daher tut man sich bei generellen Hardwareproblemen doch nicht ganz so schwierig.
Die meisten machen sich um das dahinter sowieso keine Birne, bis halt mal etwas nicht funktioniert - Patent da steht On/Off druff, soll isch da mal druffdrüggen?

Witzigerweise habe ich allerdings mittlerweile auch den Eindruck, dass völlig unbedarfte Nutzer mit einem sauber installierten Linux von der Stange im Alltag besser zurechtkommen als Windows.
Hat man da die grundlegenden Sachen wie Browser, Mail und Updates bzw. wie Programme installiert werden über die Paketverwaltung erklärt, dann kommen seltener Rückfragen wegen Problemen als unter Windows, wenn da mal wieder ominöse Meldungen auftauchen.

Ist man auf bestimmte Software angewiesen, sieht es natürlich anders aus. Nebenbei bemerkt gibt es nach wie vor noch kein Programm für den Lohnsteuerausgleich unter Linux, welches als solches erwähnenswert wäre und Elster kann mir gelinde gesagt gestohlen bleiben, solange man noch die bedrückten Bögen selbst beim Finanzamt abgeben kann.

Uuuuuuund jetzt kann ich endlich noch den Kalauer aus der Zeit des Karbon hier einwerfen:

Selbst ein Huhn kann Debian installieren, wenn nur genug Körner auf der Enter-Taste liegen!

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
bei Antwort benachrichtigen
vorhernachher fakiauso

„Der Esel nennt sich selbst zuerst und mit dieser Einleitung jetzt nicht mehr! Ich denke, dass die Komplikationen oftmals ...“

Optionen

Und nimmst du Knoppix Live DVD oder Live USB Stick braucht man nicht mal mehr die 

Enter Taste.....Lachend

Und eine Registry sucht man bei Linuxsystemen wirklich vergeblich....

Vielleicht sollte mal eine Art Hybridbetriebssystem aus Windows und Linux entwickelt werden. 

bei Antwort benachrichtigen