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WLan unter Linux für alltäglichen Einsatz...

mr_drehmoment / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallo,
seit ein paar Tagen beschäftige ich mich wieder mit Linux.

Zur Zeit benutze ich Opensuse Linux 10.1 (hatte bereits Erfahrungen mit Suse 7.1 gemacht).

Ich hab jetzt eine WLan-Karte mit Atheros Chipsatz mit dem madwifi-Treiber zum laufen bekommen - die läuft auch soweit ganz prima.
Leider habe ich nur ein kleines Problem:
Ich möchte auch bei meiner Freundin das WLan nutzen - doch sie hat eine andere ESSID und ein anderes WPA-Passwort. Aber die umständliche Umstellung über Yast nervt mich gewaltig - mir fehlt da ein WLan-Karten Tool wie unter Windows.

Gibt es ein Programm, mit dem ich schnell von einem WLan-Profil zum anderen umschalten kann? (Unter Windows geht das mit dem Tool zur WLan-Karte)

Gibt es ein Programm, mit dem ich nach erreichbaren WLan-Netzwerken in meiner Umgebung scannen kann (Unter Windows geht das auch mit dem Tool zur WLan-Karte)

Kann ich

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mr_drehmoment

Nachtrag zu: „WLan unter Linux für alltäglichen Einsatz...“

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Ich bin fündig geworden, was einen WLan scanner/sniffer betrifft - kismet...

Da werde ich mich wohl in den nächsten Tagen mit beschäftigen...

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KarstenW mr_drehmoment

„WLan unter Linux für alltäglichen Einsatz...“

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Probier mal Kwlan:

http://home.arcor.de/tom.michel/

Ich will es mal selbst testen, wenn ich meinen neuen Rechner habe.

Ich kenne kein Programm welches zwischen verschiedenen WLAN Netzen umschaltet, aber dafür ist die Shellprogrammierung sehr gut geeignet.

Du könnest zwei verschiedene Konfigurationsdateien für WLAN anlegen . Die Dateien im /etc Verzeichnis sind normale Textdateien.

Dann machst du mit einem Shellscript einen symbolischen Link (oder auch Hardlink) auf die jeweils aktuelle Konfigurationsdatei.
Symbolische Links sind typisch für Unix/Linux und stellen einen zweiten Dateinamen für eine Datei oder Verzeichnis dar.
Dabei wird der absolute Pfad mit abgespeichert. Deshalb kann sich die richtige Datei auch auf einer anderen Partition befinden.

Lies mal die manpage vom Befehl ln durch "man ln" und lerne ein wenig Shellprogrammierung. Die Bash läßt sich sehr gut programmieren, besser als die Scrpite von Windows XP. Windows XP kannst du da vergessen.

http://www.tldp.org/LDP/abs/html/

Oder kauf dir ein Buch um Shellprogrammierung zu lernen.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW

Nachtrag zu: „Probier mal Kwlan: http://home.arcor.de/tom.michel/ Ich will es mal selbst...“

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PS:

Debian testing :

Wireless 802.11b monitoring tool
Kismet is a 802.11b wireless network sniffer. It is capable of sniffing
using almost any supported wireless card using the Airo, HostAP, Wlan-NG,
and Orinoco (with a kernel patch) drivers.

Can make use of sox and festival to play audio alarms for network events
and speak out network summary on discovery. Optionally works with gpsd
to map scanning.

Ich glaube nicht das es mit Atheros Chipsätzen zusammenarbeitet :-(.


KWLAN:

wpasupplicant frontend for KDE
Kwlan is a wireless lan manager for KDE. It uses wpasupplicant to connect
to wireless networks. It allows to configure different network profiles using
all encryptions wpasupplicant provides (wep, wpa, wpa2 etc). Systray icon
shows connection status.

Features:
* Scan for available networks
* Configure WPA Supplicant network profiles
* Systray icon displays connection status
* Dynamic or static IP address configuration

It is based on wpa_gui by Jouni Malinen

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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KarstenW

Nachtrag zu: „PS: Debian testing : Wireless 802.11b monitoring tool Kismet is a 802.11b...“

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PPS: Windows XP stellt auch eine Scriptprogrammierung zur Verfügung und wahrscheinlich werden solche Sachen wie das Umschalten zwischen verschiedenen Konfigurationen für WLAN Netze auch mit solchen Scripten unter Windows XP gemacht.
Ich habe mich damit noch nicht auseinandergesetzt.
Die BASH ist mit die beste Shell die es gibt und Shellprogrammierung bietet mehr Möglichkeiten als die alte Batch-Programmierung von MS-DOS und Windows.
Es lohnt sich auf jeden Fall Shellprogrammierung richtig zu erlernen. Mit Shellprogrammierung wird sehr viel unter Unix und Linux automatisiert.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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mr_drehmoment KarstenW

„PPS: Windows XP stellt auch eine Scriptprogrammierung zur Verfügung und...“

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OK, Danke für die Tipps.

Ich werde mich in den nächsten Wochen damit beschäftigen...

Zuerst werde ich aber mal Kismet ausprobieren, da ich Gnome als Desktop benutze und ich nicht weiss, wie KDE-Programme unter Gnome laufen...

Zuerst ist aber jetzt Wochenende angesagt - sonst wird meine Freundin total sauer...

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KarstenW mr_drehmoment

„OK, Danke für die Tipps. Ich werde mich in den nächsten Wochen damit...“

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Man kann immer KDE-Programme unter Gnome und auch umgekehrt starten weil Linux wie Unix modular aufgebaut ist. Man kann also den Desktop und auch den XServer (Grafiktreiber) austauschen.
Die meisten Programme sind dynamisch gelinkt. Das bedeutet, das ein Teil des Programmes in solchen Bibliotheken lib???.so ist.
KDE und Gnome sind nur Desktops, die für die komfortabel Konfiguration des Arbeitsplatzes zuständig sind.
Wenn man die passenden Bibliotheken für das jeweilge Programm mitinstalliert, kann man auch ein KDE Programm unter Gnome starten und auch ausführen.
Die Abhängigkeiten werden von solchen Paketmanager wie apt unter Debian und auch Ubuntu automatisch nachinstalliert. Bei SUSE ist das meist ein Problem wenn man fremde Programme installiert, weil es bei SUSE momentan noch keinen Paketmanager gibt, der auch bei der Installation fremder Programme, die erforderlichen Bibliotheken von SUSE nachinstalliert. Ich wüßte jeweils kein solchen Paketmanager.

Die programme werden mit rpm unter SUSE installiert (dpkg unter Debian und Ubuntu).
Du mußt mal hinterher mit dem befehl "ldd programm" überprüfen , ob alle benötigen Biblitheken bei SUSE schon installiert sind. apt und synaptic machen das automatisch.

Beispiel Brennprogramm nero:

/usr/bin# ldd nero
libpthread.so.0 => /lib/tls/libpthread.so.0 (0x40021000)
libgtk-1.2.so.0 => /usr/lib/libgtk-1.2.so.0 (0x40030000)
libgdk-1.2.so.0 => /usr/lib/libgdk-1.2.so.0 (0x40179000)
libgmodule-1.2.so.0 => /usr/lib/libgmodule-1.2.so.0 (0x401b1000)
libgthread-1.2.so.0 => /usr/lib/libgthread-1.2.so.0 (0x401b4000)
libglib-1.2.so.0 => /usr/lib/libglib-1.2.so.0 (0x401b7000)
libdl.so.2 => /lib/tls/libdl.so.2 (0x401d8000)
libXi.so.6 => /usr/X11R6/lib/libXi.so.6 (0x401db000)
libXext.so.6 => /usr/X11R6/lib/libXext.so.6 (0x401e4000)
libX11.so.6 => /usr/X11R6/lib/libX11.so.6 (0x401f2000)
libm.so.6 => /lib/tls/libm.so.6 (0x402b9000)
libNeroAPI.so => /usr/lib/libNeroAPI.so (0x402db000)
libNeroSCSI.so => /usr/lib/libNeroSCSI.so (0x407df000)
libNeroErr.so => /usr/lib/libNeroErr.so (0x40816000)
libNeroCDR.so => /usr/lib/libNeroCDR.so (0x40900000)
libNewTrf.so => /usr/lib/libNewTrf.so (0x40a37000)
libc.so.6 => /lib/tls/libc.so.6 (0x40b8e000)
/lib/ld-linux.so.2 => /lib/ld-linux.so.2 (0x40000000)
libCDCopy.so => /usr/lib/libCDCopy.so (0x40cc3000)

Links stehen die Bibliotheken die das jeweilige Programm benötigt und rechts vom Pfeil wo sie gefunden werden (oder auch nicht).,
Wenn da ein paar Bibliotheken fehlen, mußt du sie von SUSE manuell nachinstallieren.
Wichtig ist auch, das die jeweilige Distribution möglichst kompatibel ist zur Linux Standard-Base. Dadurch wird garantiert, das der Programmcode der Bibliotheken gleich ist (Die Programme werden meist unter einer anderen Distribution programmiert und laufen hinterher auf einer anderen Distribution. Das ist auch der größte Vorteil von Linux gegenüber Unixvarianten wie FreeBSD oder Solaris).

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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