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UDMA-100 Festplatte an UDMA-33 Festplattenkontroller betreiben

(Anonym) / 3 Antworten / Baumansicht Nickles

Ich möchte mir eine UDMA-100 Festplatte kaufen. Mein Mainboard unterstützt jedoch nur UDMA-33.
Sind mit Leistungseinbußen zu rechnen und wenn ja um wieviel Prozent.

DANKE!!!!

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hiddenpeak (Anonym)

„UDMA-100 Festplatte an UDMA-33 Festplattenkontroller betreiben“

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Hallo,

das hängt davon ab, welche Device du noch am selben Kanal betreibst. Pro Kanal, also pro 2 Geräte stehen max. 33 MB/sec. Übertragungsleistung zur Verfügung. Wenn die Festplatte alleine läuft, reicht das immer. Die Leistungseinbuße liegt, weil das abarbeiten des Cache nur mit 33 MB/Sec. geschieht, bei wenigen %.

Läuft eine zweite, schnelle Device am selben Kanal, müssen sich die beiden die Bandbreite teilen (wenn beide gleichzeitig arbeiten, du also z.B. von einem CD-Laufwerk auf die Festplatte überspielst). Dann kann die Leistungseinbuße bei etwa 20% liegen.

Falls du eine Festplatte >32 GB kaufen willst, brauchst du wahrscheinlich ein BIOS-update oder einen neuen Controller. Einen Diskmanager als Billiglösung würde ich eher nicht verwenden.

cu hp.
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(Anonym)

Nachtrag zu: „UDMA-100 Festplatte an UDMA-33 Festplattenkontroller betreiben“

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Mit einer alten UMDA 33 Schnittstelle läuft natürlich auch Deine neue ATA100 Platte nur auf dem Niveau von UDMA 33. Die Datenübertragung von und zur Schnittstelle wird sich also durch das ATA100 der Platte nicht erhöhen. Aber in Hinblick auf einen neuen Rechner oder ein neues Mainboard, das sowieso irgendwann fällig ist, macht es Sinn, heute eine ATA100 Platte zu kaufen, zumal kein wesentlicher Preisunterschied zu einer UDMA33/66 Platte besteht.

Das mit dem Bios Update könnte sehr wahrscheinlich sein. Wenn Dein Mainboard noch mit einer so alten Schnittstelle ausgerüstet ist, überleg Dir sowieso die Anschaffung eines neuen Mainboards oder eines neuen PCs.

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Pfützner (Anonym)

„UDMA-100 Festplatte an UDMA-33 Festplattenkontroller betreiben“

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Einen schönen Gruß an Hiddenpeak: IDE-Geräte teilen sich grundsätzlich nie die vorhandene Bandbreite, jedes Gerät bekommt beim Zugriff die gesamte Bandbreite. Und genau das ist auch das Problem:
UDMA 66 und UDMA 100 sind nutzloser Unfug, solange keine Platten schneller als 33MB/s sind. Die schnellsten IDE-Platten erreichen grade mal so diese Grenze (maximale Dauertransferrate). Im regulärem Betrieb: zufälliger Zugriff über die gesamte Datenträgeroberfläche bei durchschnittlich 64kB Datentransfer pro Zugriff (Windows-typisch) schaffen IDE-Platten mit 5400 Umdrehungen grade mal noch so 4 - 5 MB/s, Platten mit 7200 Umdrehungen liegen so bei 5 - 6 MB/s. Mehr ists im Alltagsbetrieb nicht, die minimalen und maximalen Dauertransferraten sind selbst bei Videoschnitt rein theoretische Werte, die im Alltag nie erreicht werden. Es ist also vorerst nicht möglich, eine UDMA 100 Platte auszubremsen.
Zukunftssicher ist eine UDMA 100 Platte aber auch nicht, weil bereits in diesem Jahr ein neues, nun serielles, IDE-Protokoll auf den Markt kommen soll. Mit Einführung dieser Schnittstelle sind alle jetzigen IDE-Geräte Schrottreif!
Das serielle IDE-Protokoll allerdings ebenfalls, da es maximal nur 125MB/s übertragen kann. Ist jetzt schon indiskutabel!
SCSI ist jetzt bei 160MB/s, und erhöht ebenfalls dieses Jahr auf 320MB/s, bei weitgehender Abwärtskompatibilität. SCSI ist im Moment das einzig zukunftssichere System!!!

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