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fakiauso Michael Nickles

„Wer bekommt wie viel für die Corona-Warn-App?“

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Zudem sind für Werbemaßnahmen zunächst 3,5 Millionen Euro eingeplant. Die Penetrationstests, mit denen die Android- und die iOS-App sowie vermutlich auch das Backend auf Sicherheit vor Angriffen überprüft werden, kosten 107.000 Euro.


Finde den Fisch - ääääh den Fehler;-)

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Michael Nickles

Nachtrag zu: „Wer bekommt wie viel für die Corona-Warn-App?“

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Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen. Und ich bin sicher, dass diese Daten missbraucht werden, sobald irgendwer an sie rankommt. Lobenswerterweise ist der Quellcode der App Open Source und auch ordentlich dokumentiert (siehe hier). Ein direkter Missbrauch der Daten ist wahrscheinlich nicht möglich, ein indirekter aber denkbar. Eventuell werden andere "bösartige" Apps die Corona App missbrauchen und deren Datenverkehr im Gerät beobachten und abfangen.

Dennoch halte ich die App für sinnvoll und werde sie installieren. 

Bei den Kosten von 68 Millionen Euro (bis Ende 2021) darf aber ordentlich geschluckt werden. Die Entwicklung der App dürfte kaum mehr als ein paar Wochen gedauert haben und auch die Zahl der damit beschäftigten Menschen dürfte überschaubar sein. Eine besondere technische Meisterleistung sehe ich in dieser App auch nicht gerade. Jede Wette, dass ein paar "Kids" dieses Open Source Ding an einem Wochenende zu einem Bruchteil der Kosten gebastelt hätten. Kräftig schlucken ist auch bei den geplanten Wartungs/Betriebskosten dieser App angesagt.

Vielleicht bin ich auch zu geizig und wir sollten glücklich sein, dass die App nicht ein paar Milliarden gekostet hat.

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fakiauso Michael Nickles

„Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen. Und ich bin ...“

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Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen. Und ich bin sicher, dass diese Daten missbraucht werden, sobald irgendwer an sie rankommt.


Die standen und stehen doch im Raum, seit darüber diskutiert wird. Es ist nun einmal kein völliger Ausschluss darüber möglich, dass irgendwie erhobene Daten auch abgegriffen und zweckentfremdet werden können. Insofern liegt mir der Ausdruck Datensparsamkeit mehr, weil damit ausgedrückt wird, nach Möglichkeit nur notwendige Daten zu hinterlassen.

Die im Verhältnis die grössten Macken betrafen nicht einmal die App selbst, sondern das BT-Protokoll mit seinen potentiellen Schwächen und die Schnittstellen von Android und MacOS.

Hauptprobleme sehe ich eher in einer zu geringen Akzeptanz beispielsweise wegen des dauerhaft aktiven BT und dem damit verbundenen Stromverbrauch. Weiterer Punkt dabei ist die Annahme meinerseits, dass sich die App früher oder später nicht auf Corona beschränkt, durch Nudging o.ä. doch zum "Zwang" wird und/oder Bedingungen dran hängen wie bei Krankenkassen und Versicherungen, wenn man seine Daten "spendet".

Geil finde ich dabei, dass es dafür diese App gar nicht braucht, weil sich das über die Smartphones selber und andere Schmankerln auf selbigen viel einfacher bewerkstelligen lässt. Ein Hack der Server, auf denen die durch gemeldete Infektionen aktivierten Zahlencodes abgelegt und verteilt werden, erlaubt auch erst einmal höchstens das Zuordnen des Endgerätes. Da sind andere Apps nebst Zugriffsrechten und Datenspuren wesentlich "kontaktfreudiger".

Noch geiler ist dann, wenn sich dazu Medien wie FB u.ä. ausgesucht werden, um dort über die App und deren "Datenmissbrauch" zu ranten - einself!

Bei den Kosten von 68 Millionen Euro (bis Ende 2021) darf aber ordentlich geschluckt werden. Die Entwicklung der App dürfte kaum mehr als ein paar Wochen gedauert haben und auch die Zahl der damit beschäftigten Menschen dürfte überschaubar sein.


Ist m.E. auch wieder relativ und subjektiv scheint mir das inklusive Werbung, Betriebskosten und angesichts der beteiligten Branchengrössen recht moderat zu sein. Es gilt zu bedenken, dass die App sicher auch eine Zertifizierung durchlaufen musste, so vermeintlich primitiv sie auch sein mag. Das kann ich mangels Ahnung über dieses Geschäft schlecht beurteilen. Mit ein paar Amateuren und einem Freizeitprojekt wird es jedenfalls schwierig, so ein Ding "offiziell" durch zu bekommen.

Um das mal in ein Verhältnis zu rücken: München hat anno dunnemals für den Wechsel zu Linux etwas über 19 Mio € bezahlt und dabei rechnerisch immer noch 10 Mio € weniger als für vergleichbare Infrastruktur mit Windows. Die Rolle rückwärts kostet München über die Zeit ebenfalls ca. 86 Mio €. Und für ein SAP-Projekt plättet die Stadt mal eben 157 Mio € hin. Da erscheint die Summe der App für die Gesundheitsvorsorge vieler Bürger durchaus akzeptabel.

OT.

Bevor mir irgendwelche Bedenken zur von mir mangels Endgerät ohnehin nicht genutzten Corona-App kommen, wird mir beim Querlesen über das Dunkelfeld der Firma AI, über deren Verquickungen gerade ein gewisser installierter Gegenkandidat einer konservativen Partei zum Youtuber Rezo stolpert, ganz anders komisch!

Das Ding stinkt aber so etwas von Meilen gegen den Wind und der arme Herr Amthor ist vermutlich das Bauernopfer, damit nicht zu tief in dieser Scheisse gewühlt wird. Ich will auch gar nicht wissen, wieviel Kohle dieser Laden kostet, dessen "Geschäft" nicht einen Cent erlöst und dessen Beschäftigte nur in der Phantasie existieren. Wäre auch interessant zu wissen, welche "Daten" da z.B. eine Firma Berger beisteuern könnte so als Unternehmensberatung. KI, Gesichts-, Objekt- und Spracherkennung - alles ganz heisse Eisen, die von den Sicherheitsfanatikern aller Länder in Regierungen forciert werden bis zum Exzess.

In manchen Sachen sprengt die Wirklichkeit jede Phantasie.

Achtung Verschwörungsmythos:

Wenn das nicht eine Geheimdienstklitsche vom Feinsten ist als Tarnorganisation, mit der sich auch noch Geld waschen und verstecken lässt, dann fällt mir auch nichts mehr ein;-)

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The Wasp fakiauso

„Die standen und stehen doch im Raum, seit darüber diskutiert wird. Es ist nun einmal kein völliger Ausschluss darüber ...“

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und der arme Herr Amthor ist vermutlich das Bauernopfer

Amthor ist Täter und nicht Opfer. Er ist als Abgeordneter bestens bezahlt und informiert über das, was er  darf und was nicht. Aber die kriegen den Hals nicht voll und wie jeder dieser durch Immunität geschützten Ertappten miemt er das unwissende Opfer, das "einen Fehler" gemacht hätte. Das, was Amthor gemacht hat, ist politische Korruption. Dieser Typ ist so glaubwürdig wie ein gewisser Merz, auch so ein Unschuldsfrüchtchen, Millionen als Berater für die schwarze Hydra namens Black Rock und dann plötzlich zurück im politischen Rampenlicht als angeblicher Mann des Volkes. Wäre es nicht real, ich würde es für eine politische Satire aus Hollywood halten.

Ende
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fakiauso The Wasp

„Amthor ist Täter und nicht Opfer. Er ist als Abgeordneter bestens bezahlt und informiert über das, was er darf und was ...“

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Amthor ist Täter und nicht Opfer.


Na klar - nur stelle Dir vor, die fangen tatsächlich an, diesen dubiosen Laden aufzuräumen, dem er "vorstand". Da würden noch viel mehr Köpfe rollen und Gelichter ist in dieser illustren Reihe schon genug dabei.

Noch eine kleine Satire zu dieser Geschichte.

Möglicherweise ging es in der Demokratie irgendwann einmal um Werte und Integrität. Möglicherweise ist das aber auch nur eine Legende und es ging um den Machttransfer vom Adel zum Bürgertum. Keine Ahnung. Was ich weiß: Wir leben im Kapitalismus und Politiker benehmen sich kapitalistisch. Scheuer, Klöckner, Amthor. Sie machen alles richtig. Sie sind so wie unser Land ist. Geld regiert die Welt. Die zehn Gebote sind für Schwachköpfe wie die Zeugen Jehovas, Moral ist ein Schlagwort für Verlierer. Wer jetzt empört ist, weil Politiker bestechlich sind oder sich persönliche Vorteile verschaffen, hat unsere Welt nicht verstanden.


Zum Glück haben die nicht die App entwickelt;-)

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Michael Nickles The Wasp

„Amthor ist Täter und nicht Opfer. Er ist als Abgeordneter bestens bezahlt und informiert über das, was er darf und was ...“

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Ich habe zum Thema Phillip Amthor und Augustus Intelligence hier eine eigene Diskussionsrunde eröffnet: https://www.nickles.de/forum/off-topic/2020/lobby-affaere-um-amthor-der-shootingstar-wankt-539269863.html

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mawe2 Michael Nickles

„Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen. Und ich bin ...“

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Bei den Kosten von 68 Millionen Euro

Mal angenommen, die App wird von ca. 17 Mio Leuten genutzt (20 % der Bevölkerung), dann kostet sie den Staat pro Nutzer 4 EUR. (Angestrebt ist eine deutlich höhere Nutzerzahl, die App wäre dann also pro Nutzer noch billiger.)

Da gibt es im Playstore jede Menge nutzlosere Apps, die deutlich teurer sind!

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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RW1 Michael Nickles

„Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen. Und ich bin ...“

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Ich bin gespannt, wann die ersten Meldungen über Verdacht zu Datenmissbrauch bei der Corona-Warn-App kommen.

Nur, welche Daten willst du denn misbrauchen? Es werden keine Daten übermittelt. Lediglich ein Code einmal am Tag, der am Zentralserver abgeglichen wird.Und der Code sagt nur ich habe diese Codes heute eingesammelt. Und wenn einer der gesammelten Codes aussagt ich hab Corona, wird dies dem Absende bekannt gegeben. Nun kann er, oder sie, mit dem Ergebnis zu einem Hausarzt gehen und ist berechtigt einen kostenlosen Corona Test zu machen.

Linus Neumann vom CCC hat das hier recht gut beantwortet, finde ich. Und jeder von uns weiß dass der CCC nicht sehr regierungsfreundlich ist. (P.S: In der Chatleiste rechts im Video gibts jede Menge "super" Kommentare von "hochinteligenten" Menschen....

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Olaf19 RW1

„Nur, welche Daten willst du denn misbrauchen? Es werden keine Daten übermittelt. Lediglich ein Code einmal am Tag, der am ...“

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Linus Neumann vom CCC hat das recht gut beantwortet, finde ich. Und jeder von uns weiß dass der CCC nicht sehr regierungsfreundlich ist.

Das war für mich übrigens mit ein Hauptkriterium für die Corona-Warn-App: was sagen Organisationen wie der CCC dazu? Raten die ab oder läuten gar die Alarmglocken? Oder geben die eher grünliches Licht?

Nachdem die Tendenz für mich klar in die letztere Richtung ging, habe ich mir gleich am Dienstagvormittag die App heruntergeladen. Die Bedienung ist übrigens sehr simpel und intuitiv.

CU
Olaf

"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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mawe2 Olaf19

„Das war für mich übrigens mit ein Hauptkriterium für die Corona-Warn-App: was sagen Organisationen wie der CCC dazu? ...“

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Die Bedienung ist übrigens sehr simpel und intuitiv.

Da fragt man sich natürlich, warum so viele Leute dafür Support brauchen und diesen dann - weil die Telefonnummer zu kompliziert ist ?!? - fälschlicherweise bei ihren lokalen Gesundheitsämtern einfordern, die sie damit komplett überfordern?

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Olaf19 mawe2

„Da fragt man sich natürlich, warum so viele Leute dafür Support brauchen und diesen dann - weil die Telefonnummer zu ...“

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Da fragt man sich natürlich, warum so viele Leute dafür Support brauchen

Vielleicht Menschen mit nur rudimentären Deutsch-Kenntnissen? Das wäre für mich der einzige Grund. Die App hat insgesamt genau zwei Einstellungen:

  • Risiko-Ermittlung An/Aus
  • Mitteilungen zum Risiko-Status An/Aus

Mehr ist da nicht. Außerdem gibt es noch Links auf die FAQ. Das ist alles schon sehr nutzerfreundlich gemacht, viel besser geht es kaum.

CU
Olaf

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