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News: Nachhaltiger Energieansatz

Windows 8 Nutzer sollen durch Internet Explorer 10 Geld sparen

Michael Nickles / 5 Antworten / Baumansicht Nickles

Browser werden sich optisch und funktional immer ähnlicher, die beliebten Plugins gibt es für Internet Explore, Firefox und Chrome gleichermaßen. Alle Weile wird rumgebenchmarkt  (oder geschönbenchmarkt) welcher Browser schneller ist oder rumprobiert, wer am wenigsten Speicher verbrät oder am (vielleicht) sichersten ist.

Es wird unermüdlich schwerer für die Browser-Macher, Leute zum Wechsel ihres bevorzugten Surfinstruments zu bewegen. Laut Netmarketshare hat der Internet Explorer aktuell noch rund 56 Prozent (Tendenz fallend), Chrome ist mit rund 16 Prozent unverändert auf Platz 3 (Tendenz steigend). Und in der Mitte befindet sich (seit einer gefühlten Ewigkeit) Firefox nahezu unbeweglich bei um die 20 Prozent.

Chrome rückt unermüdlich näher und frisst Microsoft und Mozilla Marktanteile weg, es scheint nicht zu gelingen diesen Trend aufzuhalten. Microsoft versucht zur Abwechslung mal mit etwas Neuem, zum Internet Explorer 10 zu locken: Energieeffizienz.

Microsoft hat jetzt das Ergebnis einer Untersuchung mitgeteilt, die vom US-amerikanischen Fraunhofer Center for Sustainable Energy Systems (CSE) durchgeführt wurde. Daraus geht hervor, dass der Internet Explorer auf Windows 8 der sparsamste Browser ist, bis zu 18 Prozent weniger Energie brauchen soll.

Verglichen wurde nur mit den unmittelbaren Konkurrenten Chrome und Firefox, die "sonstigen" Browser (also im Prinzip Safari und Opera) wurden nicht berücksichtigt (das hätte die Untersuchung vielleicht zu aufwändig und teuer gemacht).

Zum Energieverbrauchstest trat der Internet Explorer 10 also gegen Chrome 26 und Firefox 21 an. Die Anwendungsszenarien waren laut Microsoft repräsentativ, die Forscher haben die Browser auf unterschiedlich leistungsstarken IT-Systemen aus dem Desktop- und Notebook-Bereich rangenommen. Und so sieht das detaillierte Ergebnis der Untersuchung aus:

Es wurden also ganz offensichtlich 3 (in Worten DREI) Szenarien getestet: Surfen, Flash-  und HTML 5 Videowiedergabe.

Die beste ermittelte Ersparnis von rund 18 Prozent ergibt sich, wenn der Internet Explorer bezüglich Flash Videowiedergabe mit dem Chrome Browser verglichen wird.

Auch bei der HTML 5 Wiedergabe gewinnt der Internet Explorer (im wenn auch mickrigen) 2stelligen Prozentbereich. (Foto: Microsoft)

Beim Surfen verweist der Internet Explorer den Google-Browser um satte 5,5 Prozent in die Schranken, den Firefox schlägt er mit 3,7 Prozent "mehr Sparsamkeit". Zur Ermittlung wurden laut Microsoft "beliebte Websites" geöffnet.

Microsoft sieht durch das Ergebnis die Anstrengungen des Internet Explorer Teams bestätigt, einen "nachhaltigen Energieansatz" zu verfolgen. Im Bericht wird auch auf einen Test der TÜV Rheinland Energie und Umwelt GmbH verwiesen. Der hat im vergangenen Jahr ermittelt, dass der Internet Explorer 9 bis zu rund ein Viertel weniger Energie auf Windows 7 verbraucht als seine Konkurrenten.

Weitere Details gibt es im Internet Explorer Blog.

Michael Nickles meint:

Also gut, von mir aus: Herzlichen Glückwunsch Microsoft. Interessant zu wissen wäre jetzt gewiss, wie viel "Stromkosten" - also konkret Geld - man im Jahr durchschnittlich so spart, wenn man nur noch mit dem Internet Explorer auf Windows 8 surf. Ich war zu faul das auszurechnen.

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mi~we Michael Nickles

„Windows 8 Nutzer sollen durch Internet Explorer 10 Geld sparen“

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reader Michael Nickles

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Ehm - wie kommt es zum Unterscheid bei Flash-wiedergabe, wo doch FF und IE gleichermaßen auf die Adobe-software/bibliotheken greifen? ebenso wie chrome? ob das fest drin oder plugin ist - soltle bei der ausführung beinahe egal sein?

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Michael Nickles reader

„Ehm - wie kommt es zum Unterscheid bei Flash-wiedergabe, wo ...“

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Eventuell kriegt des der Internet Explorer besser hin, weil er Beschleunigung durch Grafikkarten effektiver nutzt.

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Borlander Michael Nickles

„Eventuell kriegt des der Internet Explorer besser hin, weil ...“

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Gerade beim Thema GPU-Beschleunigung wäre ich skeptisch im Hinblick aufs Energiesparen. Zumindest bei Erweiterungskarten gehe ich davon aus, dass die hierdurch nicht mehr im optimalen Energiesparmodus laufen werden.

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Borlander Michael Nickles

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Wenn man sich die Studie  so anschaut dann bewegt sich der Unterschied so im Bereich von etwa 0,5W. Wenn man nun ein Jahr ohne jede Pause im Internet surft so kann man also etwa 1 Euro sparen.

Grundsätzlich finde ich es aber gut den Energiebedarf von Software zu ermitteln und dafür ein bewusstsein zu schaffen. Global betrachtet macht das nämlich schon was aus. Ich befürchte allerdings, dass die Portabilität im Konflikt zum minimalen Energiebedarf steht. Bei Chrome weiß ich es nicht, aber bei Mozilla hat man mit XUL noch eine relativ aufwändige Abstraktionsschicht für die GUI auf Basis von XML und Javascript. Der IE profitiert hier dann natürlich von einer nativen GUI…

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