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News: Kampf gegen Abzocker

Unerlaubte Telefonwerbung: 194.000 Euro Bußgelder

Michael Nickles / 15 Antworten / Baumansicht Nickles

Obgleich im August 2009 verschärfte Gesetze zum Kampf gegen Telefon-Spammer in Kraft traten, scheinen die bislang nur spärlich zu wirken: die telefonischen "Glückwunsch, Sie haben gewonnen"-Belästigungen lassen sich einfach nicht ausradieren.

Im Februar 2010 hat die Verbraucherzentrale eine Beschwerdeaktion gestartet, die ein härteres Durchgreifen statt nur "Taschengeldstrafen" fordert (siehe Kampf gegen Telefonterror). Im Mai ist schließlich wirklich mal was passiert.

Die Bundesnetzagentur ließ die Rufnummern eines 0900er Abzockers sperren (siehe Telefonabzocker-Rufnummern wurden gesperrt). Heute wurde ein neuer kleiner Etappensieg gegen die Abzocker gemeldet.

In zwei Fällen wurden Bußgelder wegen unerlaubter Telefonwerbung verhägt: insgesamt 194.000 Euro. Die Strafsumme entstand aufgrund mehrerer durch Verbraucher gemeldete Vorfälle. Die Abzocker versuchten sich mit angeblichen Einwilligungserklärungen von Verbrauchern in telefonische Werbung rauszureden.

Vorgelegt wurden Erklärungen, die allgemein vorformulierte Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele im Internet und auch Einwilligungen in Telefonwerbung z. B. von Partnern, Sponsoren und sonstigen Unternehmen umfassten. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, stellte klar, dass diese Teilnahmebedingungen die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllen, nicht als wirksame Einwilligungen der Angerufenen gelten.

Auch künftig will man konsequent gegen Unternehmen vorgehen, die das Verbot unerlaubter Telefonwerbung missachten. Das ist allerdings stets mit aufwändigen Ermittlungsverfahren verbunden. Bei Bußgeldverfahren muss die Bundesnetzagentur konkrete Beweise liefern, dass die Anrufe ohne Einwilligung erfolgt sind.

Derlei Nachweise lassen sich meist nur durch umfangreiche Zeugenbefragungen erbringen. Konkret ist die Agentur also auch weiterhin auf die Hilfe der Verbraucher angewiesen. Von August 2009 bis April 2010 seien über 57.000 schriftliche Beschwerden allein wegen unerlaubter Telefonwerbung eingegangen.

Bislang wurden insgesamt elf Ordnungswidrigkeitenverfahren mit dem Erlass von Bußgeldbescheiden wegen unerlaubter Telefonwerbung abgeschlossen und Bußgelder in einer Gesamthöhe von rund 694.000 Euro verhängt. Zahlreiche Ermittlungen laufen noch.

Olaf19 Michael Nickles

„Unerlaubte Telefonwerbung: 194.000 Euro Bußgelder“

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Bei der Gelegenheit fällt mir gerade richtig auf, dass ich solche Anrufe schon länger nicht mehr bekommen habe... und wenn ich das hier lese:

Vorgelegt wurden Erklärungen, die allgemein vorformulierte Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele im Internet und auch Einwilligungen in Telefonwerbung z. B. von Partnern, Sponsoren und sonstigen Unternehmen umfassten.

Damit wird klar, dass die Angerufenen durchaus irgendeine Form der Einwilligung abgenickt haben, auch wenn diese nicht den strengen Richtlinien des Verbraucherschutzes entsprochen haben mögen.

Ich nehme nie an Gewinnspielen oder vergleichbarem Mumpitz teil, laufe somit auch nicht Gefahr, zu irgendetwas meine Einwilligung zu geben. Folglich habe ich himmlische Ruhe.

Es geht mir keineswegs darum, unseren Freunden von der Telefonterrorzentrale auch noch das Wort zu reden, aber ein kleines bisschen aufpassen, was man herausgibt, sollte man als Endverbraucher schon.

CU
Olaf

Ma_neva Olaf19

„Bei der Gelegenheit fällt mir gerade richtig auf, dass ich solche Anrufe schon...“

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Nabend schön,

Sonne scheint zwar noch doch die Uhrzeit gebietet es eben "Abend" zu sagen :-).
Ich nehme nie an Gewinnspielen oder vergleichbarem Mumpitz teil, laufe somit auch nicht Gefahr, zu irgendetwas meine Einwilligung zu geben. Folglich habe ich himmlische Ruhe.
Das braucht man auch gar nicht, da laufen in vielen Einkaufsmärkten schon die Kassierer mit Fragebogen (bzw. sitzen sie :-)) und beim Bezahlen wird man nach PLZ gefragt, dann konkreter auch die DB, da kommen dann Mitarbeiter und führen Umfragen durch, welches Ziel , welche Fahrkarte, warum man fährt, warum dieser Tag, wo man wohnt und auch den Namen möchte man gerne haben. So gibt es zig Umfragen von sehr vielen Institutionen und sehr viele Menschen sind da einfach überrumpelt und sagen so dann einiges ohne alle Folgen (Eventualitäten) zu bedenken.aber ein kleines bisschen aufpassen, was man herausgibt, sollte man als Endverbraucher schon. Damit hast Du natürlich auch Recht, doch um es erst gar nicht dazu kommen zu lassen dürften auch solche "Bauernfänger" nicht ihr Unwesen treiben. Es ist zuviel geschützt und liegt im Graubereich was sich so dubiose "Geschäftsleute" nutzbar machen. Viele Menschen sind damit überfordert und einfach nur genervt.

Gruß
Manfred

Borlander Ma_neva

„Nabend schön, Sonne scheint zwar noch doch die Uhrzeit gebietet es eben Abend...“

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beim Bezahlen wird man nach PLZ gefragt
Antwort: Das geht Sie einen Scheissdreck an!

Also von der DB wurde ich bislang noch nie nach näheren Angaben zu meiner Person befragt. Nur nach Art des Tickets und privater/geschäftlicher Reise.


Gruß
bor
Olaf19 Borlander

„ Antwort: Das geht Sie einen Scheissdreck an! Also von der DB wurde ich bislang...“

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Die Frage nach der PLZ habe ich bisher noch jedes Mal beantwortet, und immer wahrheitsgemäß.

Ich weiß mit dem besten Willen nicht, was daran auszusetzen sein soll. Nachname plus PLZ - das wäre schon ganz etwas anderes.

Die wollen eben wissen, von wie weit her die Leute im Schnitt so kommen. Sollen sie doch - wenn ich ihnen damit einen Gefallen erweisen kann, warum nicht.

CU
Olaf

Ma_neva Olaf19

„Die Frage nach der PLZ habe ich bisher noch jedes Mal beantwortet, und immer...“

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Hallo,

ich könnte es mir damit das sehr viele Leute "Kartenzahler" sind, da sind dann auch wohl die restlichen Dinge herauszubekommen :-). Wenige sollen ja noch "bar" zahlen, glaube aber dem alten Schlagwort:" nur Bares ist Wahres":-).

Gruß
Manfred

Olaf19 Ma_neva

„Hallo, ich könnte es mir damit das sehr viele Leute Kartenzahler sind, da sind...“

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Genau das halte ich für Unsinn.

Die Daten auf der Karte werden von einem Lesegerät ausgelesen. Die PLZ wird von der Kassierin irgendwo anders eingetippt. Wo ist da der Zusammenhang?

Ganz ehrlich, man kann es auch übertreiben mit der Paranoia. Wenn das Kaufhaus eh schon meine Bankdaten hat, dann kommt es auf eine PLZ mehr oder weniger auch nicht mehr an.

Irgendjemand schrieb hier kürzlich sinngemäß so etwas wie: "Seit das Thema Datenschutz im Mainstream angekommen ist, wird jede Menge lächerlicher Unsinn dazu verzapft" - oder so ähnlich. Ist wirklich was dran.

CU
Olaf

P.S. Ja, ich zahle allerdings in bar. Ich sehe nicht ein, dass die Bank meine Konsumgewohnheiten mitprotokollieren können soll. Das interessiert mich 10x mehr als so eine alberne Postleitzahl.

Crazy Eye Ma_neva

„Hallo, ich könnte es mir damit das sehr viele Leute Kartenzahler sind, da sind...“

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naja, sie bekommen damit aber nur die Postleitzahl raus, und diese Information wird auch von barzahlern verlangt und in eine exteren Datenbank gepackt.

Hier geht es in der regel darum wieviel Werbung sie in deinen Wohnbezirk verteilen, wenn ein Geschäft merkt das aus der Ecke viele Kunden kommen lohnt die sich halt mehr(ein Grund warum ich in der Regel verweiger oder mal lüge, aber die Info ansich ist anonym genug)

Borlander Ma_neva

„Hallo, ich könnte es mir damit das sehr viele Leute Kartenzahler sind, da sind...“

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Wenige sollen ja noch "bar" zahlen
Ich zahle ausschließlich mit Bargeld und damit bin ich kein Einzelfall.
Ten_Eniunlsl Olaf19

„Die Frage nach der PLZ habe ich bisher noch jedes Mal beantwortet, und immer...“

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Hi
Ich Lüg da grundsätzlich
Weniger weil ich denk das es sich bei der plz ohne zusätzliche daten um was wichtiges handelt.

Sondern eher ausprinzip
Meistens sag ich zwölf drei fünfundvierzig

Sers

Ten

Borlander Ten_Eniunlsl

„Hi Ich Lüg da grundsätzlich Weniger weil ich denk das es sich bei der plz ohne...“

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Sondern eher ausprinzip
Falschangaben bringen da dann aber nix. Die werden dann einfach als Ausreißer aus den Daten aussortiert. Wenn es Dir widerstrebt die PLZ-Frager darauf hin zu weisen was es sie angeht, dann solltest Du 00000 nennen um damit Missfallen dauerhaft sichtbar zum Ausdruck zu bringen.

Gruß
Borlander
mthr1 Olaf19

„Bei der Gelegenheit fällt mir gerade richtig auf, dass ich solche Anrufe schon...“

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Hallo Olaf, bei mir läuft es in etwa genauso, ich habe auch keine Blöd-payd-Karten von Supermärkten u.ä.

Gruss mthr1

Olaf19 mthr1

„Hallo Olaf, bei mir läuft es in etwa genauso, ich habe auch keine...“

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ich habe auch keine Blöd-payd-Karten von Supermärkten u.ä.

Dito - das geht schon mal überhaupt nicht.

Früher habe ich des öfteren mit ec-, gelegentlich auch mit Kreditkarte gezahlt. Das ist noch ein bisschen anders als Payback und Konsorten, jedenfalls gibt man damit keine Einwilligung an jemand anders, nach Herzenslust mit den Daten herumzuhuren, so wie bei diesen Treuerabatt-Anbietern.

Trotzdem: Auch mit ec-Kartenzahlung installiert man sich einen ungewollten "Bewegungsmelder". Wann ich in welchen Geschäften oder Restaurants gewesen bin und welche Geldbeträge ich dort gelassen habe, das muss nirgendwo mitprotokolliert werden.

CU
Olaf
Kabelschrat Olaf19

„Bei der Gelegenheit fällt mir gerade richtig auf, dass ich solche Anrufe schon...“

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Hallo Olaf,

ich nehme an keinem Gewinnspiel teil, bekomme ca 2x Jährlich einen Anruf. 1x hab ich eine Mail bekommen.

Seit ich weiß welche Behörde für diesen Müll zuständig ist, beschwere ich mich bei der Bundesnetzagentur. Beim Zeitunglesen hat sich ein Antivirenprogramm installiert. Ich habe bei der Polizei eine Anzeige erstattet.

Wenn sich genug Menschen beschweren, gibt es saftigere Strafen.

Gruß Kabelschrat

Olaf19 Kabelschrat

„Hallo Olaf, ich nehme an keinem Gewinnspiel teil, bekomme ca 2x Jährlich einen...“

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bekomme ca 2x Jährlich einen Anruf. 1x hab ich eine Mail bekommen.

Dito - genau so ist es bei mir auch. Wobei das Anrufaufkommen eine zeitlang deutlich höher war.

Spam-Emails haben bei mir - und dem Vernehmen nach bei vielen anderen - in den letzten ein, zwei Jahren signifikant abgenommen, nachdem in den Jahren zuvor bereits geunkt worden war, der Spam wäre auf längere Sicht der Tod des Mediums E-Mail.

Übrigens, eine Gemeinsamkeit zwischen Telefon- und E-Mail-Spam: Sowohl Telefonnummern als auch E-Mail-Adressen werden vielfach per Zufallsgenerator "zusammengewürfelt". Im Falle von "kein Anschluss unter dieser Nummer" generiert die Maschine einfach eine andere Nummer. E-Mail-Adressen lassen sich leicht erraten durch Konstrukte wie häufigervorname.häufigerfamilienname @ beliebterprovider.com/.de/.net etc.

CU
Olaf
gelöscht_268748 Michael Nickles

„Unerlaubte Telefonwerbung: 194.000 Euro Bußgelder“

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neues Beispiel gestern,
Simyo schickt eine Mail, und bittet um Erlaubnis meine Daten verwerten zu dürfen.
man versichert mir diese Daten werden nicht mißbräuchlich verwendet, ich brauche auch keine Angst deshalb vor zusätzlichem Spam zu haben. Blablabla
Meine Daten haben sie ja , wozu extra eine Einverständniserklärung ??
Und Anrufe allgemein, dies ist keine Werbung, wir machen nur eine Umfrage, beantworte ich mit " das ist schön für sie, interessiert mich nicht.
Trifft halt möglicherweise auch solche Firmen etc. die es ehrlich meinen.
Der Markt versaut sich halt damit selbst. Nur stehen halt jeden Morgen neue Dumme auf, die darauf hereinfallen.