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News: Erfolgreiche Klage

Schlappe für Opendownload.de

Michael Nickles / 9 Antworten / Baumansicht Nickles

Beim Stichwort "Abo-Abzocke" landet die Webseite Opendownload.de schon seit geraumer Zeit ganz oben auf der Liste. Die Seite wird von der bekannten "Content Services LTD" betrieben, längst warnen Verbraucherschutzzentralen vor deren Machenschaften (siehe beispielsweise Abzock-Alarm: opendownload.de).

Die Masche des Unternehmens ist dreckig wie billig zugleich. Da wird beispielsweise kostenloses Zeugs wie der Adobe Flash Player zum Download angeboten. Wer bei Opendownload.de runterlädt, kriegt dafür aber eine Rechnung von 192 Euro für ein "2 Jahres Abo" serviert (siehe Gratis Kinofilme für 192 Euro). Verbraucherzentralen raten permanent dazu, derlei Rechnungen nicht zu zahlen und sich zur Wehr zu setzen.

Und dass sich das lohnt, zeigt jetzt wieder mal ein aktuelles Gerichtsurteil vom Amtgericht Mannheim. Laut Bericht von Anwalt.de hat ein Betroffener eine negative Feststellungsklage gegen die Content Services LTD eingereicht und kam damit durch.

Die Forderung der Abzocker wurde als ungültig erklärt, die Kosten des Verfahrens trägt die Content Services LTD. Entscheidend beim Urteil: auch die Anwaltskosten des Klägers müssen übernommen werden. Wer von Opendownload.de eine Rechnung kriegt, braucht im Prinzip also keine Angst zu haben, auf entstehenden Anwaltskosten sitzen zu bleiben.

Michael Nickles meint: Es scheint wohl immer noch eine ausreichende große Zahl an Leuten zu geben, die Rechnungen solcher Abzocker bezahlen - andernfalls würde es diese Masche längst nicht mehr geben.

Was für mich nach wie vor unbegreiflich ist: Warum werden solche Abzock-Unternehmen gerichtlich nicht einfach restlos platt gemacht und der Gewinn restlos abgeschöpft? Die aktuelle Lahmarschigkeit der Gesetzeshüter ist schlichtweg ein Freibrief für Abzock-Unternehmen und ein Motivieren zum hemmungslos Weitermachen.

MagicRabbit Michael Nickles

„Schlappe für Opendownload.de“

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Hmm im Sinne der Aufklärung sage ich mal:
Würden die Leute ihren eigenen Verstand benutzen und sich alle wehren, würde es für solche Unternehmen nunr noch rote Zahlen geben.
So lange es aber noch Leute gibt, die die Blöd kaufen und alles was drinn steht für bare Münze nehmen, werden Betrüger mit solchen Maschen erfolg haben :(

reader Michael Nickles

„Schlappe für Opendownload.de“

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ist einer unter 60 bei den gerichtsentwürfen tätig?
wie sehr technisch versiert sind jurastudenten?
was macht 10^-10 im quadrat?

razielkanos Michael Nickles

„Schlappe für Opendownload.de“

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Was für mich nach wie vor unbegreiflich ist: Warum werden solche Abzock-Unternehmen gerichtlich nicht einfach restlos platt gemacht

Steuereinnahmen?
Crazy Eye razielkanos

„ Steuereinnahmen?“

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Was für mich nach wie vor unbegreiflich ist: Warum werden solche Abzock-Unternehmen gerichtlich nicht einfach restlos platt gemacht

Steuereinnahmen?


Sehr simpel, wenn fehlerhafte verträge unter Betrug fallen, steigt das risiko ins unermäßliche für leute die verträge amchen und viele vertragsfehler haben keine betrügerische absicht sondern sind einfach nur schlecht/falsch informiert/formuliert.

Also wenn die Grauzone weggewischt wird, entsteht viel Schaden in anderen bereichen - und vorsatz wird man ihnen kaum unterstellen können den sobald gerichtlich feststeht das es nicht mehr reicht erröfnnen sie 1-2 neue Seiten und ändern das alte leicht ab und "behaaren" darauf das es jetzt gültig ist.

Dadurch das die Verträge dadurch ungültig sind, ist deren geschäftmodell eigl. eh hinfällig und es gab schone rfolgreiche Klage(N) auf rückerstattung des geldes, wobei die Überweisung lange als anerkennung des vetrags galt.
Voyager532 Michael Nickles

„Schlappe für Opendownload.de“

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Was für mich nach wie vor unbegreiflich ist: Warum werden solche Abzock-Unternehmen gerichtlich nicht einfach restlos platt gemacht


Weil das nicht so einfach ist. Wenn man einfach so angfängt irgendwelche Unternehmen zu verbieten entsteht gleich wieder eine Diskussion über freie Berufswahl und freies wirtschaftliches Handeln und so.
ritrei Michael Nickles

„Schlappe für Opendownload.de“

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wenn die BDR ein "Rechtsstaat" wäre und dazu noch Politiker hätte, die da wo das Hirn ist auch Masse haben, wäre dieses Problem schon längst per Gesetz gelöst,
z.B. man kann einen Vergtrag per Internet abschließen erhält anschließend per Post e.t.c. diesen Vertrag unterschrieben zurücksenden, schon ist der Fall geklärt, alle betrügerische Unternehmen platt machen dragonische Strafen für die Betreiber, dann würde sich einiges ändern, wie gesagt wenn man ein Rechststaat wäre,
dazu benötigt man aber fähige Politiker die sich wirklich dem Volk verpflichtet fühlen.

Crazy Eye ritrei

„wenn die BDR ein Rechtsstaat wäre und dazu noch Politiker hätte, die da wo das...“

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und das ende des internet handels ;)

Max Payne ritrei

„wenn die BDR ein Rechtsstaat wäre und dazu noch Politiker hätte, die da wo das...“

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die da wo das Hirn ist auch Masse haben
Genau wie viele Nickles-User es haben tun...
Tuxus Michael Nickles

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[ ] Ich akzeptiere die AGB und die Datenschutzerklärung und habe die Widerrufsbelehrung zur Kenntnis genommen."

Ebenso muss die vollständige Adresse eingegeben werden.

Die Leistung des Unternehmens besteht in der Beschreibung und Zusammenstellung der Ware und im Anzeigen des Download-Links.

Betrug ist absichtliche Kundentäuschung über das Angebot, z.B. wissentlich einen gebrauchten Wagen als neu zu verkaufen, um einen höheren Preis zu erzielen. §263 StGB "...Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen ...".

Abzocke, Beschiss, geringer Wert der Dienstleistung von mir aus, aber Betrug?
Der Preis ist keineswegs geheim, die Leistung auch nicht und selbst die Lizenzen der Waren sind aufgeführt.

Für mich ist das gesetzlich nicht gut genug geregelt und die Politik sollte das Gesetz so ändern, dass der Verkauf geringwertiger Waren und Dienstleistungen zu hohen Preisen in einem Abonnement verboten ist. Verträge im Internet sollten generell der Schriftform bedürfen.

Die Abzock-Probleme gibt es nur bei Abos. Alles andere regelt das Wiederrufsrecht.