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News: Verkaufszahlen verdoppelt

Rückkehr der Langspielplatten

Redaktion / 52 Antworten / Baumansicht Nickles

Mit dem Siegeszug der Audio-CDs gerieten die alten LPs (Langspielplatten) zunehmend in Vergessenheit. Und die Audio-CDs werden inzwischen immer mehr durch MP3-Dateien verdrängt. Audio-Freaks kritisieren schon lange, dass die Qualität der "digitalen Musik", es mit den alten analogen Platten nicht aufnehmen kann.

Und diese "Audio-Freaks" scheinen immer mehr zu werden. Gemäß einem Bericht von Computerworld (siehe Back to the future: Vinyl record sales double in '08, CDs down), haben sich die Verkaufszahlen "alter" Vinyl-Scheiben im Jahr 2008 verdoppelt, während die Stückzahlen bei Audio-CDs geschrumpft sind.

Laut dem Bericht wurden 2008 1,88 Millionen Schallplatten verkauft. Im Vergleich zu den Verkaufszahlen der digitalen Musik-Datenträger (360 Millionen Audio-CDs, 65 Millionen MP3s) ist das wenig, aber die Rückkehr der Beliebtheit von LPs ist unverkennbar. Im Vergleich zu den früheren LPs - so Audio-Experten - sind heutige LPs sogar noch besser geworden, weil die Aufnahme- und "Press-Technik" optimiert wurde.

Auch neue Alben sind nach wie vor als LP zu kriegen - beispielsweise die neue AC DC Platte "Black Ice". Die kostet als Audio CD rund 15 Euro, für die Vinyl-Scheibe sind 23 Euro zu zahlen.

Xdata Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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Hallo, erstmal allen ein Frohes neues jahr.

Hmm, das Haptische Erlebnis beim Auflegen des Tonarmes vermißt man manchmal schon..

Und er Klang einer neuen LP, mit einem guten Tonabnehmer muß sich hinter so einigen CD Playern nicht zwingend verstecken.

Obwohl in einem Thread so ein Digitalheini das Gegenteil behauptet hat und das Digitale per se als absolut überlegen bezeichnet hat.

Das man dem Analogen am Ende nicht wirklich entkommen kann,
in jedem CD Player ist ein Digital-Analog Wandler ist hat er dabei vergessen!

Kein CD Player hat bisher die tiefe und druckvolle Baßwidergabe meines PD-8500 von
Pioneer je wieder erreicht.
Und für ein mechanisches System mit seiner begrenzten Lebensdauer, will ich nicht so viel ausgben wie die High End Boliden mit gutem Tiefbaß und räumlichkeit kosten.

rolfblank Xdata

„Hallo, erstmal allen ein Frohes neues jahr. Hmm, das Haptische Erlebnis beim...“

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Stimmt, etwas für Genießer.

Auch das technische Drumherum mit Gegengewichten, Anti- Skating, Drehzahlregler, Staubbesen etc.

Dann noch die feindlichen Lager der Anhänger jeweils des Riemen- oder des Direktantriebes (für heutige Generationen: "Beltdrive" und "Directdrive", klar ?)

Feierlich und vorsichtig wird die Schallplatte aus der Hülle genommen, am Rande gefasst und aufgelegt.

Fehlt dazu nur noch der handzubereitete Melitta- Filterkaffee.

Ich gebe zu, daß ich im Alltag meist eine CD starte und Kaffe aus dem Automaten trinke...

weka1 rolfblank

„Stimmt, etwas für Genießer. Auch das technische Drumherum mit Gegengewichten,...“

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es ist entscheidend, mit welcher Anlage ein Vergleich vorgenommen wird. So gibt es Unterschiede zwischen Bose , Denon, Marantz. Eben so sind auch hochpreisige CD-Player unterschiedlich. Gleiches bei den Vinyl-Playern.
Gute Kombination sind leistungsfähige Röhrenverstärker mit erwachsenen Mehhrweg- Kompaktboxen. Dabei driften die Meinungen weit auseinander.
Mein Vinyl-Player hat Direktantrieb und einen Tangentialarm - ein gutgehendes Ostprodukt.

Gruss weka

benjaminXVI weka1

„es ist entscheidend, mit welcher Anlage ein Vergleich vorgenommen wird. So gibt...“

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Hallo Weka,

erst mal ein gesundes Neues.

Meinst Du den für die S3000?
Schade, das sowas heute nicht mehr gebaut wird, ~oder zu Preisen die jenseits von gut und böse sind.
Dual/Schneider waren leider nix.

Glücklicherweise habe ich noch 2 alte aufgehoben, einen mit Kristall und einen "Magneten", beide leider mit Riemen, die Ersatzteilbeschaffung ist ein "Traum".

Aber der Vinyl-Klang ... unersetzbar.

Röhrenverstärker?, wo bekommt man die zu einem erträglichen Preis?




Nu aber einfach mal eine prä-elektronische Frage, so in den Raum gestellt. Mein Opa hat in den 1930ern einen Radioladen gehabt, hat die, wie üblich, selber gebaut, nebenher auch Grammophone! Allerdings Schalltrichter unten in einem Gehäuse Plattenteller mit Abdeckung oben (wie bei heutigen Systemen), ok die Maße sind etwas anders 50 x 50 x 110 cm, Klang bei, logischerweise mono, Spitze (so. erwachsene Box). Leider hat jetzt der Abtastkopf (1931 - 2008 !!!!) endgültig aufgegeben, gibt's da vielleicht noch irgendwas?

Und mit den Diamant-Tastern will ich nicht an die uralten Schellackplatten 'ran, gibbet da ne Idee?

Den letzten Teil sollte ich wohl lieber im Adio-Forum nochmal stellen.

benjamin

Ventox benjaminXVI

„Hallo Weka, erst mal ein gesundes Neues. Meinst Du den für die S3000? Schade,...“

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Ich hatte mal meinen Siemens Plattenspieler für Schellackplatten umgerüstet, um eine Schallplatte aus den 40er Jahren zu digitalisieren.
Die Platte hatte es unbeschadet überstanden.

benjaminXVI Ventox

„Ich hatte mal meinen Siemens Plattenspieler für Schellackplatten umgerüstet,...“

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Hallo Ventox,

Wie umgerüstet, welcher Siemens?

weil nur allein die Abtastwinkel stimmen schon nicht, Hauptastung senkrecht, Seiten für Zusatzhöhen, wenns denn der Tastkopf hergibt, scharfe Nadeln aus Messing mit (mikroskopischer Rundung) für Grammophon.

benjamin

Ventox benjaminXVI

„Hallo Ventox, Wie umgerüstet, welcher Siemens? weil nur allein die Abtastwinkel...“

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Wie umgerüstet, welcher Siemens?

Es ist der Siemens RW 150.
Gekauft hatte ich die Austauschnadel für Schellackplatten bei der Nadelkiste.
Da es für mein Gerät keine passende Nadel gibt, habe ich die empfohlene ATN 95/78 für Audio Technica System AT 95 E genommen.
Außerdem kann der RW 150 nur 33 und 45, kein 78.
Also hatte ich das noch am Rechner korrigiert.
Ich weiß auf Anhieb nicht mehr, welches Programm ich dafür genommen habe.
Mit Audacity soll es aber auch gehen.
Da das Digitalisieren dieser Schellackplatte, ich besitze nur diese eine, eine einmalige Angelegenheit war, habe ich es mir einfach nicht gemerkt, was ich im Einzelnen gemacht habe.
Ich füge aber spaßeshalber mal ein Foto meiner Schellackplatte bei:
[URL=http://imageshack.us][IMG]http://img168.imageshack.us/img168/5057/karayalabelul4.jpg[/IMG][/URL]

rill Ventox

„ Es ist der Siemens RW 150. Gekauft hatte ich die Austauschnadel für...“

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Mimi Thoma ist die Nichte des Schriftstellers Ludwig Thoma. Sie hatte während des 2. WK u. a. eine Konkurrenzaufnahme des berühmten "Lili Marleen" Liedes veröffentlicht, konnte sich aber nicht gegen Lale Andersen durchsetzen. Das hatte ich gerade kürzlich auf einem CD-Cover gelesen ...

rill
benjaminXVI Ventox

„ Es ist der Siemens RW 150. Gekauft hatte ich die Austauschnadel für...“

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Hallo Ventox,
schönes Foto, und danke für die Tipps, ich google 'mal ob's für meinen ION-USB so eine Anpassung gibt, der kann 33, 45, 78.

Audacity funzt mit anderen Platten bei mir.

Ich habe allerdings, zwei Plattenkoffer voll so schöner alten Schellack's.

Danke
benjamin

weka1 benjaminXVI

„Hallo Weka, erst mal ein gesundes Neues. Meinst Du den für die S3000? Schade,...“

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Hallo benjamin,
soweit mir bekannt ist, ist das Nadelprofil für die 78er Platten ,was den Radius und den Flankenwinkel betrifft, abweichend von der Stereo - Spur. Da würde es graues Pulver geben.Früher gab es zum Zeitalter der Kristall-Tonabnehmer Systeme mit 2 Saphiren, die ein Umschalten ermöglichten. Sicherlich wird es irgend wo auch Diamantsysteme für diesen Zweck geben.Richtig ist der Besuch einschlägiger Foren.
Viel Erfolg dabei!

Gruss weka

weka1

Nachtrag zu: „Hallo benjamin, soweit mir bekannt ist, ist das Nadelprofil für die 78er...“

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Nachtrag für benjamin
Röhrenverstärker bietet ELV aus Leer als Bausatz und Komplettgerät an. Die technischen Daten sind achtbar.
Ich selbst betreibe einen Eigenbauverstärker mit 2X 35 Watt an 4 Ohm.
Knackpunkt sind die Endstufen, besonders die Ausgangsübertrager.
Diese sollten einen hochwertigen Kern und eine geschachtelte Wicklung haben.
Mein Verstärker lässt ein 50 Khz Rechtecksignal bei Vollaussteuerung im Linear-Modus unverfälscht durch. Klirrfaktor mit meinen Mitteln nicht messbar.

Gruss weka

benjaminXVI weka1

„Nachtrag für benjamin Röhrenverstärker bietet ELV aus Leer als Bausatz und...“

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Hallo Weka,

bei den Ausgangsübertragern,
Shit (zb. auch norddeutsch), die Rechtschreibng hat sich leider etwas geändert, dafür darf man als Erwachsener (!?!) fast wieder schreiben wies's aus dem Maul kommt (Luther/Grimm), schätze ich mal, dass Du die Ausgangstrafos meinst.

Ich habe welche mit gefalteten W-Kernblechen und doppelter Rechteckdraht-Kupferwicklung, sind allerdings auch BJ '40 und vermutlich ein Stück größer, Ruhewiderstand der Primärseite liegt um 3,2 Ohm, Sekundär nahe null (sollte ja auch so sein). Das Wicklungsverhältnis lässt sich leider nicht mehr ablesen, und diese Seriennummer ist nicht auffindbar, Peenemünde vor/Zeitgleich V1.

Könntest Du mir bitte die Url zu Dem ELV-Bausatz mitteilen, weil der, mit dem erträglichem Preis, leider an mir vorbeigegangen sein muss, habe seit 2006 aber auch nicht mehr nachgesehen.

35W Röhre, lechtz, geifer, lecker, da kann keiner mit 1000W mithalten (außer Live Plasma).

Danke erst mal
benjamin

weka1 benjaminXVI

„Hallo Weka, bei den Ausgangsübertragern, Shit zb. auch norddeutsch , die...“

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Hallo Benjamin,
ELV hat einen Röhrenverstärker vom Typ ELV-RV-100 mit 2x50 W Sinus angeboten.
Bestell-Nr.: 70-346-24, Preis 306,73 €.
Bestellung unter www.shop.elv.de erreichbar.

Hab mal gelernt, dass Trafos im Netzfrequenzbereich verwendet werden. Trafos die der Impedanzwandlung dienen, sind Übertrager. Deswegen auch Ausgangsübertrager.
Der Eisenquerschnitt sollte im Interesse einer niedrigen unteren Grenzfrequenz mindestens 1cm/W betragen. Außerdem muß die Wicklung in Kammern unterteilt sein. Das nennt man dann geschachtelte Wicklung.Dadurch werden die Wicklungskapazitäten in Reihe geschaltet. Wichtig für die obere Frequenzgrenze. Von einer Anzapfung der Primärwicklung wird die g2-Spannung bei der sog. Ultralinear-Schaltung entnommen. Es ist eine gewisse Erfahrung im Trafobau notwendig, um einen solchen Übertrager herzustellen.


Viel Erfolg
Gruss weka

benjaminXVI weka1

„ELV -RV-100“

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Danke Weka

benjamin

Ventox Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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In diesem Zusammenhang, was ist denn nun mit der Superaudio-CD?
Da braucht man zwar einen extra Player, aber die Wiedergabequalität soll besser sein als die der Audio-CD.
Wenn diese Blue Ray-Brenner auch Superaudio-CD brennen könnten, wäre das für mich ein Anreiz, schon jetzt so ein Gerät zu kaufen.
Vinyl Schallplatten will ich nicht mehr haben, CDs sind eben viel praktischer.
Mein erstes CD Album ist aus dem Jahre 1984, und die Qualität ist heute noch wie damals.
Bei Vinyl würde ich das auch bei vorsichtigstem Benutzen sowie Nassabspielen (Lenco)
und einem guten Plattenspieler nach so langer Zeit nicht mehr unbedingt erwarten.
Vielleicht wäre aber auch die Blue Ray Disk an sich eine Verbesserung gegenüber der CD.
Man könnte doch weiterhin ein Album pro Scheibe (25 GB) nehmen, und dafür die Datenreduzierung deutlich zurück nehmen.
Würde das was bringen?

weka1 Ventox

„In diesem Zusammenhang, was ist denn nun mit der Superaudio-CD? Da braucht man...“

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eine Vinyl-Platte sollte nicht mit einer alltagstauglichen CD verglichen werden. Der besondere Anlass sollte gegeben sein.

MfG-weka

nettineu Ventox

„In diesem Zusammenhang, was ist denn nun mit der Superaudio-CD? Da braucht man...“

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Welche Speicherart für Musik gewünscht und benutzt, bzw. auch gekauft wird, hängt am Angebot und der Nachfrage. Niemand hätte zu Zeiten des Tefifons > http://de.wikipedia.org/wiki/Tefifon
Vielleicht trennt sich "Kunst" von wirtschaftlichen Zwängen und wird Jederfrau/mann frei und kostenlos zur Verfügung stehen? Es würde der Musik besonders heute gut tun, sich wieder "frei" zu entfalten. Kompositionen, Arrangements usw, frei von wirtschaftlichen Druck. Seinerzeit haben die Beatles und Stones auch so begonnen, mit Musik Menschen zu anderen Verhaltensweisen/Lebenssituationen zu unterstützen >>> Botschaft ist klar, oder? Das man seinerzeit damit auch seinen Lebensunterhalt verdienen mußte, ging ja nicht anders.

Heutzutage ist mir im Bohlen-Zeitalter die Botschaft nicht klar, oder ich habe dazu keinen Zugang. Einlullen von Teenys um jedem einen Euro aus der Tasche zu ziehen. Welche Botschaft hat Tokio Hotel? Das des Managements?

Die Rückkehr der Schallplatte scheint die Sehnsucht nach vermeindlich besseren Zeiten zu sein? Eine technische, bzw. akustische Diskussion zu verschiedenen Speicherarten ist für die Botschaft der Musik unerheblich.

Schon mal eine Schul-Rock-Band live erlebt, oder ein Klavierkonzert einer 12 Jährigen mit eigenen Kompositionen? Oder Rock im Park Live ??? Jeder wird diese Erlebnisse nicht mit Konserven vergleichen können.

Eigentlich ist es wurscht, worauf "Deine" Musik gespeichert ist, solang Du damit positive Erlebnisse und Wohlgefühl verbindest. Auch die verschmähte CompactCassette ist nicht tot zu kriegen. Ich habe auch noch 78er Erbstücke und wundere mich, was so für Musik gepresst wurde, ohne Live-Feeling, aber mit Patina-Feeling.

Meine Meinung zur Technik: heute ist rein physikalisch die Reproduktion von Musik genauer, aber auch trockener, wenn man eine Single-Sound mit CD vergleicht. Man merkt das besonders bei neu remastered Sounds aus den 60ern und 70ern. Der für die damalige Zeit typische (gewünschte)Sound durch Verzerrungen und Mangel an Technik ist nur mit Original-Geräten erzielbar. Z.B. NAD 200 Amplifier, übler Klirrfaktor, aber Sound zum hineinkriechen. Einfach Geil. Das fehlt heutigen Geräten. Die MP3 Stöpsel, auch ganz teure sind gegen den damaligen Sound ungespülte Konservendosen. Zugegeben, um sich ständig mit Masse an Musik zu duschen, dafür ok.

Musik zählt, nicht die Konserve.

Andreas42 Ventox

„In diesem Zusammenhang, was ist denn nun mit der Superaudio-CD? Da braucht man...“

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Hi!

Die SACD dürfte technisch nur wenig mit BluRay zu tun haben, ich denke heir wird in der Basis eher mit der DVD verwandte Technik eingesetzt (bin mir hier aber nicht sicher).

Aktuell gibt es AFAIK keinen Brenner der SACD erstellen kann, was aber auch mit dem Wunsch der Industrie zusammenhängt, dieses Medium "kopiersicher" zu halten.

Bei der SACD-Konkurrenz der DVD-Audio scheint es ja zumindest möglich zu sein, diese als Image zu brennen, wobei ich nicht weiss, ob man DVD-Audios normal kopieren kann (ich habe das nie ausprobiert).

Ich meine aber auch schonmal einen Artikel über mögliche Audio-Varianten gelesen zu haben, die auf BluRay basieren.

Hmm, mit Google habe ich einen Hinweis bei Wikipedia gefunden: es gibt offenbar im aktuellen BD-Standard 3.0 ein BD-Audio format:

http://en.wikipedia.org/wiki/Blu-ray_Disc

"Profile 3.0 is a separate audio only player profile. As of 2008-06-26, only one known Blu-ray album has been released and it has been confirmed to work on the PS3."

Bis dann
Andreas

buechner08 Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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Hallo,

ich selbst habe zu diesem "Siegeszug" beigetragen!

Seit etwa 1991 habe ich keine LPs mehr gekauft, sondern nur noch CDs.

SuperAudioCDs und Audio-DVDs habe ich als Formate abgelehnt wegen der eigentlichen Intention der MI, nämlich das Kopieren zu verhindern.

In den Jahren 2007 und 2008 habe ich wieder (in geringem Maße) auch LPs gekauft, wobei der Neukauf von CDs ziemlich stark abnahm. mp3-Krüppel-downloads vermeide ich weitestgehend - auch illegale!

In den letzten 12 Monaten habe ich nun 2 seltene/neue LPs von Pink Floyd erstanden, 2 weitere LPs und die teuren Sets von radiohead und portishead. Diese enthalten ja sowohl LPs als auch CDs bzw. mp3-Musik in besserer Auflösung.

Eine Wiederauferstehung der analogen Musik würde ich daraus aber nicht ableiten.

Gruß
Frank

PS.: Ich vergaß zu erwähnen, dass ich natürlich in einem Musikzimmer noch alte und gute Komponenten laufen habe, darunter auch einen Plattenspieler (oder muss ich inzwischen neudeutsch "turntable" sagen ?)

Ventox buechner08

„Hallo, ich selbst habe zu diesem Siegeszug beigetragen! Seit etwa 1991 habe ich...“

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(oder muss ich inzwischen neudeutsch "turntable" sagen ?)

Für mich auf gar keinen Fall!
Scotty7 Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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Schlecht gemischte CDs (Death Magnetic, Californication) mögen den LPs unterlegen sein. Dennoch glaube ich nicht das LPs " sowieso besser" sind. Aber wollen wir nicht streiten. Hoffentlich werden wir 2009 nicht wieder mit so viel Schund überhäuft.*

*im Mainstream versteht sich ;)

luttyy Scotty7

„Schlecht gemischte CDs Death Magnetic, Californication mögen den LPs unterlegen...“

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Habe ich doch tatsächliche meine ganze Sammlung LP,s aufbewahrt und sie nicht entsorgt...:)

Gruß
luttyy

softdiskjockey luttyy

„Habe ich doch tatsächliche meine ganze Sammlung LP,s aufbewahrt und sie nicht...“

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Hallöchen, ihr Analog- und Digitalritter. Frohes Neues, sagt der Darmstädter.

Nun, wenn ihr die Medien studiert hättet, wäre euch aufgefallen, dass die Musikindustrie tatsächlich laut darüber nachdenkt, ihre Sounderzeugnisse wieder als analoge Schallplatte herauszubringen.

Warum denn das, lieber Herr-Schmitt, sagt an.

Nun, meine Lieben, eine Schallplatte kann man nicht so ohne weiteres in den CD-Brenner stecken und daraus eine
Kopie oder MP3-Datei erstellen. Dazu braucht es schon einiges an technischer Ausrüstung. Womit wir wieder beim guten alten Kassettenrekorder wären.
Und alles wäre fast so wie früher.

Danke, Herr-Schmitt.

GarfTermy Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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"...Audio-Freaks kritisieren schon lange, dass die Qualität der "digitalen Musik", es mit den alten analogen Platten nicht aufnehmen kann...:"

freaks?

was für ein blödsinn - sorry. nichts auf der welt ist subjektiver als die meinung von freaks.

ich verlasse mich auf meine ohren und meine anlage und auf fakten.

beispiel?

- der signal rauschabstand einer platte ist geringer als bei einer cd
- der dynamicumfang ist geringer
- das eigenrauschen ist bei schallplatten wesentlich höher
- die abnutzung der schallplatte durch das abspielen verändert gerade bei hohen tönen die detailtreue

audio experten? ihr meint sicher die mit dem knopf in beiden ohren...

für mich klingt das eher nach einer netten promotion.... um nicht bösere worte zu benutzen.

;-)

Olaf19 GarfTermy

„ ...Audio-Freaks kritisieren schon lange, dass die Qualität der digitalen Musik...“

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100% ACK - da brauche ich ja fast gar nichts mehr zu schreiben *g*...

Ja, eine CD schneidet ab 44,1 kHz aufwärts "gnadenlos" alles ab, eine Vinyl-LP tut dies nicht - was nicht heißt, dass ihr Frequenzgang gegen unendlich geht! - doch was nützt das alles, wenn die wunderschönen Kombinations- und Summationstöne aus dem Ultraschallbereich von dem Geprassel, Geknacke und Geknister niedergemäht werden?

Das mag bei einer ladenneuen Vinylplatte auf einer Highend-Anlage mit einem makellosen Abtast-System ja noch anders sein - aber sonst?

Wenn ich dann noch diese Lobeshymnen auf den lästigen Fummelkram drumherum lese, Platte mühsam entstauben, Diamant saubermachen, Auflagegewicht richtig einstellen etc. pp., kann ich mir - mit Verlaub gesagt - nur noch an den Kopf fassen. Wer das allen Ernstes schätzt, verschmäht wahrscheinlich auch die Wasserhähne in seiner Wohnung, läuft lieber 5 Etagen tiefer in den Hof und pumpt sich dort einen Eimer voll. Ja klar, schmeckt ja auch 10x besser als die Plörre von den Wasserwerken...

CU
Olaf

rill Olaf19

„Danke Garf :-))“

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Da ich beides (LP und CD) in sehr guter Qualität habe ... komisch ist aber, daß sich der Gänsehauteffekt (gerade bei Gesangsstimmen) nun mal bei der Vinylabspiele und 100% reiner Analogwiedergabe sehr viel eher und öfter einstellt als bei CD! Aus technisch eigentlich nicht erklärbaren Gründen ist auch das Räumlichkeitswiedergabevermögen der LP i. A. sehr viel besser und oft unglaublich beeindruckend ... obwohl ja die Kanaltrennung eines Abtasters von den technischen Werten fürchterlich schlecht ist - jedenfalls im Vergleich zur den Möglichkeiten des Audio-CD-Formats (ich habe da meine eigene Theorie ...).

Der einst bitter ausgetragene Krieg "LP gegen CD" ist eigentlich ausgestanden ... der wahre Musikliebhaber hat beides. Zukünftig wird wohl noch der Download von hochauflösenden Formaten ("Studiomaster") hinzukommen - ist jetzt schon möglich.

Wer den ach so scheußlich "eingeegten" Dynamikumfang einer LP (im Vergleich zur CD) bemängelt, sollte sich mal die LP Gregorio Paniagua - La Folia (Harmonia Mundi France HM 1050) anhören ... sollte eigentlichj jedes High End Studio als Vorführplatte haben. Zahlen/technische Werte sind schön und gut auf dem Papier - von den Realitäten in der Praxis sollten man sich mit eigenen Ohren überzeugen ...


rill

Olaf19 rill

„LP vs. CD ...“

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Hi rill,

ich widerspreche dir sehr ungern, speziell bei Fragen aus dem audiophilen Bereich - was nun einmal unbestritten dein Spezialgebiet ist - aber bei Aussagen wie...

komisch ist aber, daß sich der Gänsehauteffekt (gerade bei Gesangsstimmen) nun mal bei der Vinylabspiele und 100% reiner Analogwiedergabe sehr viel eher und öfter einstellt als bei CD!

...frage ich mich, ob da nicht grundsätzlich etwas ganz verkehrt läuft. Ob Musik bei einem Menschen eine Gänsehaut oder andere starke Gemütsregungen auslöst, sollte sich doch nicht nach der Art ihrer Konservierung und den für ihre Wiedergabe notwendigen technischen Einrichtungen richten - sondern nach der Ausdruckskraft der Musik selbst!

Klar, Billig-Boxen mit leblosem, knöchernen Klang können ein Musikerlebnis dezimieren - das gilt aber mindestens ebenso für knisternde Platten...

Es mag ja sein, dass eine Vinylplatte theoretisch besser klingt, weil sie keine Frequenzen abschneidet, aber was nützt mir das, wenn die erhalten gebliebenen Frequenzen durch Nebengeräusche untergebuttert werden?

Was habe ich mich in den 80er Jahren die Platze geärgert mit meinem Plattenspieler. Allein schon, dass man bei einer Operngesamtaufnahme - bei Wagner gern über mehrere Stunden! - alle ca. 25 Minuten unterbrechen muss, um die Platte umzudrehen bzw. die nächste einzulegen. Und dann jedes Mal dieses elende Herumgefummel mit dem Entstauben... furchtbar.

Seit Ostern 1989 habe ich einen CD-Player und bin selig damit. Allein schon dass diese lusttötende Hantiererei mit den Platten entfällt ist ein Fortschritt! Dass irgendeine von meinen CDs jemals schlechter geklungen hätte als irgendeine Schallplatte, kann ich mit dem besten Willen nicht finden.

CU
Olaf

rill Olaf19

„LP vs. CD ...“

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So richtig verstehe ich nicht diese "Probleme" mit Knistern und Rauschen bei Vinylabspiele nicht ... wenn man eine ordentliche und gepflegte LP-Sammlung hat, ist das kein Thema bzw. gelegentliches leichtes Knistern und Knackser nimmt eben in Kauf und stören (wenn überhaupt) nur bei Pausen bzw. sehr leisen Stellen.

Staubwischen bei LPs ... ich weiß nicht, wie andere es machen, ich wische praktisch nie auf LPs Staub, setze aber immer einen Mitlaufbesen auf. Nadelreinigung ist auch schnell erledigt ... ich habe spezielle Nadelreiniger - kleine Bürstchen im Schraubdeckel in kleinen Plastikflaschen mit Reinigungsflüssigkeit. Ich habe davon einen großen Vorrat, der bis an mein Lebensende reicht.

Natürlich ist LP-Abspielung insgesamt aufwendiger und aus Bequemlichkeit und Verfügbarkeit höre ich auch oft CDs. Viele Leute bevorzugen LPs nicht nur aus haptischen Gründen, sondern gerade, weil es immer etwas zu basteln und zu optimieren gibt. Die technischen Möglichkeiten sind heute ungleich besser als früher - Beispiel Justierung des Abtasters ... wenn man sich entsprechende Schallplatten mit Testsignalen besorgt (ich habe davon über 30 Verschiedene!), kann man mittels Soundkarte und Wave-Editor wunderbar den Azimut einstellen, daß also der Abtaster so justiert wird, daß beide Kanäle optimal und pegelgleich abgetastet werden.

Transport von Emotionen in der Musik abhängig von der Wiedergabe LP vs. CD ... selbst innerhalb der gleichen Technik CD (verschiedene CD-Player) oder Plattenspieler (verschiedene Abtaster, Tonarme, Laufwerke, Entzerrervorverstärker) gibt es große klangliche Unterschiede, was sich nicht zuletzt auch im Preis niederschlägt. Sicherlich ist die Musik an sich und deren Interpretation durch alle Beteiligten das Wichtigste. Wichtig ist aber auch, daß Produzent, Ton- und Masteringingenieure erstklassige Arbeit abgeliefert haben und daß eben die gesamte Wiedergabekette einen gewissen Mindestqualitätsstandard hat.

Und bei LP passiert nun mal dieser Gänsehauteffekt eben viel öfter, Gesangsstimmen klingen viel intimer und berühren einen noch mehr, Streicher klingen "schöner". Für eine natürliche Wiedergabe gehören auch Atemgeräusche und Griff- und Klappengeräusche bei Instrumenten dazu.

Wenn die CD so gut klingen und ebenso diese Emotionen rüberbringen könnte, wie LP und eine 100% Analogwiedergabe ... warum halten denn viele an der (angeblich) knisternden LP fest oder finden den Weg erstmalig oder zurück zu Vinyl? Warum steigt nach einem Tiefpunkt Anfang 90er Jahre das Interesse an Vinyl bis heute kontinuierlich an?


rill

Olaf19 rill

„Probleme, wo keine sind ...“

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Wenn die CD so gut klingen und ebenso diese Emotionen rüberbringen könnte, wie LP und eine 100% Analogwiedergabe ... warum halten denn viele an der (angeblich) knisternden LP fest oder finden den Weg erstmalig oder zurück zu Vinyl?

Es gibt auch Menschen, die eine Warze bei Vollmond mit Schlangenöl einreiben... aber ernsthaft: Da fragst du den falschen Mann - ich habe beide Techniken gehabt, erst die eine, dann die andere und war heilfroh, als ich die letzte Platte los war.

Deutlich hörbare Nebengeräusche hatte ich auf meinem guten alten Plattenspieler von Dual auch mit fabrikneuen Diamanten und ebenso neuen Platten - mit zunehmender Nutzung wurde es mehr. CDs klingen absolut sauber und sind viel unkomplizierter im Handling, vor allem muss man sie nicht ständig umdrehen und wechseln, d.h. man kann über eine Stunde Musik am Stück hören, was speziell für Opern ein großer Vorteil ist.

Atem-, Griff- und Klappengeräusche werden von der Aufnahme eingefangen, nicht vom Medium der Wiedergabe! Im Gegenteil, gerade durch den sauberen, störungsfreien und glasklaren Klang der CD kommen diese Details viel besser zur Geltung.

Aber nun gut! Meine Erfahrungen mit Vinyl datieren aus den 80er Jahren. Möglich, dass heutzutage vieles besser ist, das kann ich nicht beurteilen. Nur, wenn ich so etwas lese:

kann man mittels Soundkarte und Wave-Editor wunderbar den Azimut einstellen, daß also der Abtaster so justiert wird, daß beide Kanäle optimal und pegelgleich abgetastet werden.

Tut mir leid - aber zu solchem Fummelkram hätte ich keine Lust. Bei einer CD braucht man all das nicht, und sie klingt trotzdem wunderbar. Du schreibst ja auch selbst, dass viele Vinyl-Freunde besondere Freude am Haptischen haben und gerne Basteln und Optimieren.

Das alles kann ich gut verstehen und will es beileibe niemandem madig machen. Das sind dann aber schon wieder ganz andere Aspekte, die nichts mit der Frage zu tun haben, ob die Klangqualität messbar oder fühlbar besser ist.

CU
Olaf
buechner08 Olaf19

„ Es gibt auch Menschen, die eine Warze bei Vollmond mit Schlangenöl...“

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Lasst bitte Leidenschaft da, wo sie hingehört!!!!

Meine Güte, schon wieder die unerquickliche Drescherei - diesmal analog versus digital! Völlig überflüssig.
Wie ich oben schon schrieb, nutze ich beides, CDs natürlich deutlich mehr. Aber eine "religiöse" Auseinandersetzung muss ich daraus nicht machen. Zum Bereich Musik gibt es da Wichtigeres wie z.B. Qualität der gehypten "music" sowohl technisch als auch *räusper* musikalisch.
Btw.: Live-Auftritte sind mir da absolut wichtiger - egal mit welcher Musik. Hier wird natürlich alles analog übertragen ;-)
Meinen Jugendlichen, die meist nur den ipod-Stöpsel und die dort entfleuchenden Geräusche kennen - empfehle ich dies dringend.

Vielleicht auch hier im Forum: Lasst Euch mal die Ohren durchblasen und das Zwerchfell durchschütteln!

Gruß
Frank

Olaf19 buechner08

„Lasst bitte Leidenschaft da, wo sie hingehört!!!! Meine Güte, schon wieder die...“

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Ich kann nicht finden, dass der Dialog zwischen rill und mir irgendetwas mit Leidenschaft oder unerquicklicher Drescherei zu tun hat - uns geht es um Fakten.

Fakt ist: Den Wechsel von der LP zur CD habe ich in jeder Beziehung als Fortschritt empfunden, vom Handling her sowieso, aber auch vom Klang.

Fakt ist auch, dass rill findet, dass LPs besser klingen und stört sich nicht am komplizierteren Handling - das ist sein gutes Recht.

Darüber hinaus gibt es Vinyl-Liebhaber, die dem Herumgefummel rund um die Plattenwiedergabe sogar etwas kultig Liebenswürdiges abgewinnen können - nun ja. Das hat aber nichts mehr mit Klang zu tun.

CU
Olaf

rill Olaf19

„Ich kann nicht finden, dass der Dialog zwischen rill und mir irgendetwas mit...“

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Eine Schallplatte auflegen ist ein Ritual ... schön auch der Anblick einer sich drehenden Schallplatte bei dezenter Beleuchtung!

Ähnlich schön fand ich immer auch den Anblick von stehenden R2R-Tonbandgeräten, wenn die großen Spulen sich drehten ...

Zum o. g. Ritual gehört für mich auch ein Blick auf das Rillenbild ... schon das sagt dem geübten Blick, ob die Platte viel Dynamik und viel Tief(st)bass hat oder nicht. Ich könnte das noch auf die Infos der Auslaufrille ausweiten, belasse es aber dabei.

Vielleicht kann ich Olaf doch noch dazu bringen, wenigstens einmal einem High End Studio mit Schallplattenvorführungen einen Besuch abzustatten (Hamburg hat viele gute Adressen) - vielleicht hat er ja auch das ultimative Schlüsselerlebnis ...


rill

Olaf19 rill

„Kompliziertes Handling?“

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Werde ich gerne machen, rill!

Dafür bin ich ein viel zu neugieriger Mensch... und wenn es um Klangwelten geht, bin ich doppelt neugierig.

Noch eine Klangfrage, weil es gerade so schön passt - lassen wir einmal die Pro-&-Contra-Vinyl-Frage beiseite: Würdest du dir zutrauen, einen Unterschied zu hören zwischen einer CD und MP3s mit 320 kbps?

Ich habe auf meiner letzten Urlaubsreise unterwegs viel klassische Musik mit dem MP3-Player gehört, alles auf 320 und fand, dass das genau so gut wie eine CD klingt.

CU
Olaf

GarfTermy Olaf19

„Werde ich gerne machen, rill! Dafür bin ich ein viel zu neugieriger Mensch......“

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"...Ich habe auf meiner letzten Urlaubsreise unterwegs viel klassische Musik mit dem MP3-Player gehört, alles auf 320 und fand, dass das genau so gut wie eine CD klingt...."

hören ist subjektiv.

klassik mit 320k.... grrrrrrrrr

ich spiel dir gerne mal die toccata über eine bose vor, gänsehaut garantiert - und dann das ganze als mp3.

du schmeisst deine mp3 dann weg.

320k reichen für den alltag. für den geniesser ist das spielzeug.

;-)

GarfTermy Olaf19

„Danke Garf :-))“

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"...44,1 kHz ..."

vorsicht: nicht samplingrate mit frequenzgang verwechseln!

44,1 kHz hört kein menschliches ohr, da ist jenseits der 16 kHz bereits ende.

;-)

Olaf19 GarfTermy

„ ...44,1 kHz ... vorsicht: nicht samplingrate mit frequenzgang verwechseln! 44,1...“

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Nee - so war das auch nicht gemeint.

Ein 20jähriger hört noch bis ca. 20 kHz, danach altert das Gehör. Die Samplingrate muss mindestens doppelt so groß sein wie die höchste darzustellende Frequenz, sonst kommt es zu hörbaren Klangeinbußen - deshalb hat man sich auf > 40 kHz geeinigt.

Die 44,1 kHz = 44.100 Hz sind nichts anderes als das Quadrat des Produktes der 4 kleinsten Primzahlen, also (2 x 3 x 5 x 7)^2. Das hat man deswegen so festgelegt, um die Umrechnung auf andere Abtastraten einfacher zu machen, d.h. damit die Zahlen gemeinsame Teiler haben (was sich in der Praxis allerdings als ziemlicher Unsinn herausgestellt hat - jedenfalls gibt es bis heute keine einzige andere durch 7 teilbare Abtastrate, außer 88,2 kHz).

CU
Olaf

Uli72 Olaf19

„Nyquist-Theorem“

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Interessant, den Ursprung der 44.1kHz kannte ich bisher noch nicht.

Aber: 44.1kHz Abtastraste sind nur theoretisch ausreichend. Wozu sonst das ganze "Oversampling", "Upsampling","Noise shaping" etc ?

Früher einmal war die möglichst saubere Übertragung von Rechtecksignalen ein Qualitätsmerkmal von Audiokomponenten.
Man sehe sich heute einmal das verschwungene Rechtecksignal eines CDP an.

Die Digitaltechnik mag ihre Vorteile haben, mit der CD war diese meiner Meinung nach aber noch nicht ausgereift.
Leider gilt im Allgemeinen immer auch: Digital = perfekt. Nun ja.

Olaf19 Uli72

„Interessant, den Ursprung der 44.1kHz kannte ich bisher noch nicht. Aber:...“

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44.1kHz Abtastraste sind nur theoretisch ausreichend. Wozu sonst das ganze "Oversampling", "Upsampling","Noise shaping" etc?

Hi Uli,

je höher die Abtatstrate, desto mehr hohe Frequenzen - je mehr Höhen, desto mehr Rauschen! D.h. Verfahren wie Dithering oder Noise Shaping sind nötig, gerade weil die Abtastrate so hoch ist und nicht "trotzdem".

Ansonsten: Hohe Abtastrate ist nicht alles im digitalen Leben. Es wird immer nach Mitteln und Wegen gesucht werden, den Klang weiter zu verbessern, und sei es, dass man einen Röhrenverstärker benutzt, um ihm "mehr analoge Wärme" zu geben.

Zum Oversampling gibt es in der Wikipedia einen eigenen Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberabtastung, Upsampling ist afaik das Gleiche.

CU
Olaf
GarfTermy Uli72

„Interessant, den Ursprung der 44.1kHz kannte ich bisher noch nicht. Aber:...“

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"...Früher einmal war die möglichst saubere Übertragung von Rechtecksignalen ein Qualitätsmerkmal von Audiokomponenten...."

da irrst du. rechtecke in der analogwelt - du meinst sicher die klassische sinuswelle.

;-)

buechner08 GarfTermy

„ ...Früher einmal war die möglichst saubere Übertragung von Rechtecksignalen...“

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Hallo technische Musikhörer ;-)

könnt ihr eigentlich auch Musik genießen - laut zu Hause über hoffentlich gute Komponenten oder auf Live-gigs?

"Is this trip really necessary?", so Steven Wilson von Porcupine Tree vor einigen Jahren. Meinte er damit Musikdiskussionen wie diese hier? ;-)

*Bin ja schon weg*

Trotzdem noch Zeit für Grüße
Frank

GarfTermy buechner08

„Hallo technische Musikhörer - könnt ihr eigentlich auch Musik genießen - laut...“

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@buechner08

...das hier ist ein diskussionsforum, mit diskussionen. und die werden nicht immer den verlauf nehmen, den du dir vorstellt, sondern eine grosse eigendynamic entwickeln.

bunt wie das leben. und ebenso leidenschaftlich.

wenn dir das in einem forum wie diesem nicht gefällt - es gibt noch andere. die werden aber kaum weniger leidenschaftlich sein...

;-)

buechner08 GarfTermy

„@buechner08 ...das hier ist ein diskussionsforum, mit diskussionen. und die...“

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Hallo,

wenn dir das in einem forum wie diesem nicht gefällt

Hat mit Gefallen nichts zu tun, eigentlich goutiere ich ja die Kloppereien zwischen "analog-digital", "Windows-Mac-Linux", "Canon-Kamera versus Nikon" etc. und mach mir dabei ein Bier auf.

Nur muss man natürlich wissen, dass es hierbei keine Ergebnisse geben kann, auch mit noch so viel Leidenschaft in der Diskussion.

Interessant ist für mich, dass der ursprüngliche Anlass (MUSIK!!!!) dabei ziemlich untergeht.

Gruß
Frank

rill GarfTermy

„ ...Früher einmal war die möglichst saubere Übertragung von Rechtecksignalen...“

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Er meint schon korrekt Rechtecksignale ... der ideale Verstärker mit einem Übertragungsbereich von 0 Hz bis Unendlich würde ein ideales Rechtecksignal 100% getreu verstärken. Rechtecksignale deshalb, weil das ideale Rechtecksignal Oberfrequenzen theoretisch bis Unendlich enthält.

Ein Rechtecksignal ist also bestens zum Test eines Verstärkers oder eines CD-/DVD-Spielers geeignet (Test-CD mit Rechtecksignalen), da die Schwächen mittels entsprechender Meßtechnik sichtbar gemacht bezw. ausgewertet werden können - im einfachsten Falle mit einem Zweistrahloszilloskopen, wobei ein Kanal das Eingangstestsignal und der andere Kanal das Ausgangssignal des Verstärkers ist (Vergleich vor/nach Verstärker).

Hochwertige Messtechnik und ein nahezu ideales Rechtecktestsignal vorausgesetzt, kann man anhand der Verfälschungen des Ausgangssignals (Verrundungen, Überschwinger, Steilheit der auf- und absteigenden Flanke, eingebettette Störsignale/Nadelimpulse) auf die Qualitäten und Mängel des getesteten Gerätes schließen. Auch das Verhalten bzw. der Vergleich der beiden Stereokanäle erlaubt wichtige Rückschlüsse.

In der Praxis gibt es natürlich keine Ideale beim Testsignal, bei der Messtechnik und bei den getesteten Komponenten selbst ...


rill

weka1 GarfTermy

„ ...Früher einmal war die möglichst saubere Übertragung von Rechtecksignalen...“

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Hallo GarfTermy,
Rechtecksignale sind doch in der Analogtechnik zur Prüfung auf einen linearen Frequenzgang eingesetzt worden. Alle Fehler bewirken in einen Oszillogramm typische Verrundungen der Bildkanten. Phasenfehler verändern die Dachschräge.
Sinussignale mit dem Oszilloscop dargestellt, sind geignet, Verzerrungen > Klirrfaktor zu erkennen.
Höchstens die Amplitudenhöhe (y) bei unterschiedlichen Frequenzen sagen etwas über den Frequenzgang eines analogen Verstärkers aus.

MfG-weka

libertè GarfTermy

„ ...Audio-Freaks kritisieren schon lange, dass die Qualität der digitalen Musik...“

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stimmt garf, wenn man fähig ist deinen Beitrag zu lesen...

frohes neues
Liberté
;~)

P.S. in einem befreundeten Tonstudio mischt man halt nach Stil und Konsumer ab..

rill Redaktion

„Rückkehr der Langspielplatten“

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Ich hielt und halte ja auch immer noch die Analog- und Vinyl-Fahne sehr hoch! Vinyl untreu zu werden wäre ja dumm in Anbetracht meiner sehr großen, über Jahrzehnte zusammengetragenen Schallplattensammlung mit vielen Raritäten!

Anders als viele andere Leute einschließlich "Otto Normalverbraucher" sah ich die LP zwar in eine Nische gedrängt ... mir war aber immer klar, daß die LP nicht aussterben wird! Als wacher Beobachter dessen, was sich über die etwa letzten knapp 20 Jahre auf Flohmärkten und Schallplattenbörsen abspielte, wie sich diverse Hersteller aus dem Gerätemarkt für Plattenspieler und Zubehör zurückzogen und teilweise wieder zurückkehrten ... von alten und neuen Herstellern gibt es wieder zunehmend neue Laufwerke, Tonarme, Abtaster usw. Wer sucht, findet auch Verstärker mit guten Phonoeingängen. Das alles spiegelt sich auch in der HiFi-Presse wieder (einschließlich einiger Magazine mit Schwerpunkt Vinyl- und Analogtechnik) und mehr noch im Internet (einschließlich eBay)!

Spätestens seit Großmärkte wie Mediamarkt und Saturn wieder LPs anbieten, sollte eigentlich für jeden Interessierten ersichtlich sein, daß die LP nicht tot zu kriegen ist und sehr wahrscheinlich CD, SACD und DVD-Audio überleben wird!

Alles in allem also eine sehr positive Entwicklung ...


rill

Wicky79 rill

„Die Langspielplatte war nie ganz weg!“

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Ich mag einfach den LP Sound, mit knistern und rauschen. Für mich gibt es eigentlich nur LP oder MP3(wenn es bequem sein soll). Ist aber echt geschmacksache, ich finde z.b. Cds überflüssig. wenn ich Musik hören will dann von der Platte, wenn es bequem sein soll dann MP3. Muss aber jeder selbst wissen. Viele Stücke die ich gerne höre gibt es aber auch gar nicht auf CD.

GarfTermy Wicky79

„Ich mag einfach den LP Sound, mit knistern und rauschen. Für mich gibt es...“

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"...mit knistern und rauschen..."

da fällt mir nur ein ein: mix es drunter.

Olaf19 GarfTermy

„ ...mit knistern und rauschen... da fällt mir nur ein ein: mix es drunter.“

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Ja, im Hip-Hop- und z.T. Dance-Bereich hat man in zahlreichen Produktionen Vinylknistern untergemischt, vor allem in den (frühen) 90er Jahren. Ich würde das übrigens nicht machen - es gibt viel interessantere und spannendere Geräusche. Z.B. das Knirschen, wenn man mit dem Fahrrad über einen Sandweg fährt - klingt ähnlich, aber viel kerniger.

Wenn man jedoch das unfreiwillige(!) Knistern und Rauschen als unentbehrlichen Bestandteil der Musik betrachtet, dann frage ich mich - was machen diese Menschen, wenn sie ins Konzert gehen? Haben die dann eine Bonbontüte dabei? Sonst knistert da ja nichts...

CU
Olaf

Xdata Olaf19

„Ja, im Hip-Hop- und z.T. Dance-Bereich hat man in zahlreichen Produktionen...“

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Eine Rückkehr der Lp wird es wohl nicht geben.
-- Zu Umständlich beim - sauberhalten.
Schon wegen der genannten Probleme mit der Lebensdauer.
Nicht etwa schnelle Alterung (Abnutzung) sondern scnelles nachlassen der Qualität Rauschen und Knistern.

Die Qualität der Wandler im Digitalbereich nimmt ja auch zu,
gemerkt hab ich das bei einigen DVD Playern für um die 30 Euro die eigentlich zum Abspielen für Videos gedacht sind.

Linn, ein Plattenspieler - und High End Hersteller hatte mal den Spruch:
Man beginne am Anfang.
Das ist aber die Aufnahme bzw. Einspielung und nicht das Laufwerk wie Linn meinte.

Eine gute Aufnahme hört sich auch bei einer guten preiswerten Anlage
vernünftig an.
Ist die Aufnahme aber schlecht - hört sie sich mit einer sehr guten Anlage "richtig schlecht" an, den die gibt das ja ehrlich wieder.
Also ohne zu mogeln, zu verschönern.

Völlig sinnfrei sind Boxen oder Überspielkabel zum Preis eines Kleinwagens.
Ein guter Kondensator im Hoch oder Mitteltöner bringt da mehr.

Es soll teure Boxen geben die nur einen billigen Elko an enscheidenden Stellen haben.

Im Pc Bereich kann en sich lohnen die Brüller durch einen Selstbau zu ersetzen.

Andi7K3 Xdata

„Eine Rückkehr der Lp wird es wohl nicht geben. -- Zu Umständlich beim -...“

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Es gibt immer und überall irgendwelche Trends zurück. In der Mode gibts immer mal wieder Schlaghosen und bei Autos und Anderen den Retrostyle. Für die "breite Masse" sind LPs einfach nur zu umständlich und empfindlich.

Entscheidend ist was "Xdata" geschrieben hat. Die Aufnahme sollte schon gut sein.

nettineu Andi7K3

„Es gibt immer und überall irgendwelche Trends zurück. In der Mode gibts immer...“

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Nur wenige sind im Forum auf die "Rückkehr der Schallplatte" eingegengen.
Vielleicht darf ich mal an meinen anders gearteten Beitrag erinnern, auf den keine so richtig eingegangen ist:

Musik zählt, nicht die Konserve !
Von: nettineu Am: 02.01.2009, 19:37 Ist Euch "Musik" egal?

Dreht es sich nur um Speicher- Übertragungs-Technik? Superfreaks präferieren sogar Kunstkopfaufnahmen, nur hörbar und erlebbar mit sehr guten Kopfhörern. Mit MP3 probiert, egal welche Samplingrate? Geht einfach nicht, der echte 3-Raum ist weg, einfach weg. Wer mal ein Hörspiel erlebt hat, in dem man selbst (nur der Kunstkopf) in einen Sarg beerdigt wird. Ich sag euch, im Bett ohne Licht liegend höhren, man fühlt, man wird beerdigt. Jeglicher Störspannungsabstand, Knistern der LP, wird durch Dein Hirn ausgebelendet. Wer das noch nicht erlebt hat, der hört unbewußt auch nur "tote" Musik. Auch eigene einfache Aufnahmen von der Musikschul-Jazzband klingen echt live.

Ein weiteres gutes Bespiel ist die Beatles-Platte "Revolution". Kann mir doch keiner erzählen, das der Song sich als MP3 oder auf CD besser anhört als durch eine Jukebox, wo die Platte schon 1000x gelaufen ist. Genau diesen Sound haben die Beatles mit Ihrer Platte gewünscht. Hallo, zu der Zeit gab es auch noch viele Mittelwellen und Röhrenradios. Warum nimmt Paul McCartney wieder sein altes Analog-Studio in Betrieb?

Meine Meinung: CD's sind sehr oft wie Sekt ohne Perlen, Bier ohne Alc, Essen ohne Gewürze, Männer ohne ... (au vorsichtig). Einfach wie Kunstblumen, halt nicht lebendig. Aber Saupraktisch in die Schublade zu tun, oder bei Mp3 auf die Stöpsel zum quäken zu kriegen.

Musik zählt, nicht die Konserve!