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News: Nokia wertet Lumias auf

Nokia Refocus macht Lumia zur Lichtfeldkamera

xafford / 5 Antworten / Baumansicht Nickles

Nokia beschert seinen aktuellen Lumia Smartphones mit Windows Phone und Pureview-Kameras wieder eine neue Funktion. Dies ist nicht das erste Mal, dass Nokia die Geräte mit neuen Funktionen aufwertet, bereits in der Vergangenheit wurden immer wieder neue Funktionen nachgereicht.

Aktuell hat das Unternehmen eine neue App in den Store eingestellt namens "Nokia Refocus". Diese App ermöglicht es mit den Geräten Fotos zu schießen, deren Fokus sich nachträglich im Bild verändern lässt. Als kleines Beispiel hänge ich hier einmal drei Vergleichsbilder an.

 

Quelle: Nokia Refocus Webeite
Alles scharf (Quelle: Nokia Refocus Webeite)

 

Hintergrund scharf (Quelle: Nokia Refocus Webseite)

 

Vordergrund scharf (Quelle: Nokia Refocus Webseite)

 

Diese Bilder stammen von der Nokia-Seite, auf welcher sich diese Technik ausprobieren lässt, auch wenn man kein Lumia mit Pureview-Kamera besitzt. Wie man sieht, wird das gleiche Bild unterschiedlich fokusiert. Diese Technik kennt man bereits, z.B. durch die Lichtfeldkamera der Firma Lytro. Allerdings funktionieren beide Techniken unterschiedlich. Während Lytro eine echte Lichtfeldkamera anbietet arbeitet Nokia mit mehreren Aufnahmen des gleichen Motivs, welche je nach Fokusebene neu verrechnet werden.

Neben der Refokusierung ist es auf Lumias auch möglich nachträglich Fokus-Bereiche festzulegen, die farbig angezeigt werden, während der Rest des Bildes in Schwarz-Weiß umgewandelt wird.

Die Bilder lassen sich anschließend online teilen und bei einem Upload auf Facebook ist es auch nach dem Upload noch möglich, das Bild neu zu fokusieren - offensichtlich muss hier Facebook eine entsprechende Funktion von Nokia eingebaut haben.

Die Anwendung ist für alle Lumia-Geräte mit Pureview-Kamera (grob gesagt alle mit einer Modellnummer größer 920) verfügbar, welche das Amber-Update von Nokia installiert haben (das letzte aktuelle Update durch Nokia vor Nokia Black, welches Ende des Jahres erwartet wird).

xafford meint:

Eine nette Spielerei und es ist auch schön, wenn ein Hersteller auch nachträglich ein Gerät pflegt und mit neuen Funktionen beschenkt - das ist heute keineswegs selbstverständlich. Allerdings gibt es in meinen Augen bei dieser neuen App doch ein paar Wermutstropfen:

Zuallererst hat sie sich auf meinem Lumia 920 direkt einmal verabschiedet - sprich sie stürzte ab. Nach einem Neustart des Gerätes war es mir dann möglich ein paar Testbilder zu schießen. Diese waren aber mehr als enttäuschend - eigentlich wollte ich hier ein selbst geschossenes Bild einstellen, dies scheiterte aber an zwei Problemen.

Die Qualität der Fotos war, wohl wegen der schon etwas schwachen Lichtverhältnisse, ziemlich bescheiden. Dies ist umso verwunderlicher, da die Kamera in dem Gerät üblicherweise auch bei schlechtem Licht noch einigermaßen brauchbare Bilder aufnimmt. Hier scheint wohl etwas noch nicht optimal zu funktionieren.

Das zweite Problem war, dass ich schlicht daran scheiterte, ein refokussiertes Bild aus dem Telefon heraus zu bekommen. Zwar gibt es eine Option zum Speichern und man hat danach auf dem Handy-Speicher auch das neu fokusierte Bild, jedoch wird bei jedem neu fokussieren der selbe Dateiname benutzt. Das ist an sich noch nicht weiter tragisch und macht das erstellen mehrerer Ausgabebilder nur etwas unpraktischer, als es sein müsste - nach dem dritten neuen Fokus aber entstand eine Datei, die nicht mehr gelesen werden konnte. Ich habe es mehrfach versucht und jedes Mal lies sich das resultierende Bild nicht mehr vom Handy kopieren oder öffnen.

Hier scheint Nokia wohl noch nachbessern zu müssen.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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Borlander xafford

„Nokia Refocus macht Lumia zur Lichtfeldkamera“

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arbeitet Nokia mit mehreren Aufnahmen des gleichen Motivs, welche je nach Fokusebene neu verrechnet werden.

Machen die das wirklich?

Ich habe bei den Drei Bildern den Eindruck, dass hier lediglich eine Illusion von "Schärfe" erzeugt wird indem die Schärfe des Restbildes reduziert wird.

Und wenn man nun mal das Originalbild direkt mit dem Bild mit scharfem Vordergrund vergleicht so muss man feststellen, dass das Originalbild auch im Vordergrund deutlich schärfer ist (man achte einfach mal auf die Hautstruktur).

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xafford Borlander

„Machen die das wirklich? Ich habe bei den Drei Bildern den ...“

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Und wenn man nun mal das Originalbild direkt mit dem Bild mit scharfem Vordergrund vergleicht

Nun, wenn die Angaben zur Technik, die ich gelesen habe, stimmen, dann gibt es kein "Originalbild" (und von den drei Bildern oben ist auch keines das Originalbild), denn es werden in kurzer Folge mehrere Aufnahmen mit reduzierter Auflösung aufgenommen. Das passt auch zu verschiedenen Dingen, die man beim Fotografieren beobachten kann. Zum einen dauert eine Aufnahme recht lange - wesentlich länger als die Aufnahme eines Einzelbildes bei entsprechenden Lichtverhältnissen. Zudem kann man bei Verwacklern während der Aufnahme auch sehen, dass verschiedene Fokusebenen geringfügig unterschiedlich unscharf sind (falls das keine optische Täuschung ist). Zudem hat das resultierende JPEG beim Speichern eine geringere Auflösung, als die Kamera letztendlich wirklich bereit stellt was zu der Angabe passt, dass die aufgenommenen Bilder mit variabler Auflösung aufgenommen werden.

Zudem kann das mit der Illusion auch nicht sein, da bei der Aufnahme von Bildern, bei denen ein Objekt extrem nah an der Linse ist immer noch Objekte weit entfernt scharf gestellt werden können. So eine Schärfetiefe kann mit der Optik ziemlich sicher nicht erzielt werden (also dass Objekte von x Zentimeter bis unendlich entfernt scharf abgebildet werden). Als letzter Punkt der auf die verwendete Technik hindeutet ist die Funktion für die "Bewegtbilder" zu sehen, die mit der Vorstellung des Lumia 925 kam, denn hier wird auch eine ähnliche Technik verwendet mit mehreren Aufnahmen pro Foto, welche verrechnet werden. Ich denke dass Refocus auf die gleiche Basis setzt, nur eine andere Verrechnung benutzt.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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gelöscht_238890 xafford

„Nun, wenn die Angaben zur Technik, die ich gelesen habe, ...“

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(und von den drei Bildern oben ist auch keines das Originalbild),

Ich denke doch, das obere Bild scheint mir ein "Verschnitt" der beiden unteren Bilder zu sein.

So ähnlich funktioniert auch meine HDR-App, auf meinem Samsung.
1. Bild, Vordergrund scharf
2. Bild, Hintergrund scharf3.  Bild, das Resultat beider Fotos. (hier das Obere)

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Borlander xafford

„Nun, wenn die Angaben zur Technik, die ich gelesen habe, ...“

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Dann ist womöglich einfach nur das Beispielbild unglücklich gewählt. Hätte man vielleicht besser ein Bild mit mehr als zwei deutlich voneinander unterscheidbaren Ebenen gewählt.

Hab es nun noch mal online ausprobiert, da kann man den Effekt ein bisschen besser sehen.

in kurzer Folge mehrere Aufnahmen mit reduzierter Auflösung aufgenommen.

Würde man mit reduzierter Auflösung nicht Informationen verschenken? Auch wenn man am Ende das Bild mit geringerer Auflösung ausgibt.

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Fetzen Borlander

„Dann ist womöglich einfach nur das Beispielbild ...“

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http://de.wikipedia.org/wiki/Fixfokus-Objektiv

Vom Nahbereich bis Unendlich funktioniert das nat. nicht. Schau dir mal die Auflösung einer Lichtfeldkamera an, die ist induskutabel und trotzdem funktioiniert es. Ich habe allerdings auch keine Erklärung gesehen, wie das bei Nokia funktioniert.

Wahrscheinlich ist Hexerei im Spiel und wir sollten einen Mob mit Teer, Mistgabeln und brennenden Fackeln bilden!

Hätten wir mal gleich Edith gefragt:

http://www.netzwelt.de/news/106291-nokia-refocus-kamera-app-macht-lumia-smartphones-lytro-kamera.html

Bei Nokia läuft das wohl mit 2-8 Bildern, die zusammengefasst werden. Da musst du schon ein ruhiges Händchen haben! Von daher lässt sich auch erklären, warum das nicht mit allen Bildern und für jede Ebene gleich gut funktioniert. Scheinbar hat der Nutzer keinen Einfluss auf die Einstellungen und muss nehmen, was die App bereit stellt. Man soll auch laut Nokia möglichst nah fokussieren.

Na, man wird sehen, wie sich das weiter entwickelt. Jedenfalls zeigt sich, dass Können und Wissen in der Fotografie weiter den Bach runter gehen, wiewohl jemand mit Ahnung sicher interessante Techniken entwickeln könnte. Die Möglichkeit, dass Fremde die Bilder nach ihrem Geschmack verändern können hat auch einen gewissen Reiz, könnte aber auch Gefahren bergen.

Hier für die Anbeter des Angebissenen:

https://itunes.apple.com/de/app/focustwist/id597654594?mt=8&affId=917366

Für die Roboterfetischisten gibt es anscheinend nichts. Geschieht ihnen recht! Billigheimer, Habenichtse und Absahner, mit ihrem minderwertigen Schrott! (einer für Lutz! Gute Besserung! Zwinkernd)

 

Das wahre Leben ist nicht der Kampf zwischen Gut und Böse, sondern zwischen Böse und noch Schlimmeren!(Joseph Brodsky)
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