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News: Australische Forscher melden Durchbruch

Neue DVD soll bis zu 10 Terabyte fassen

Redaktion / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Zum Speichern großer Datenmengen werden DVDs zunehmend witzloser. Festplatten mit Terabyte-Kapazität gibt es ab rund 70 Euro, eine 50er Spindel DVD-Rohlinge (insgesamt ca 200 GByte) kostet im normalen Handel rund 25 Euro.

Auch Bluray wird hier wenig ändern. Die Brenner sind zwar längst bezahlbar, die Rohlinge aber noch recht teuer und bezüglich ihrer Kapazität eigentlich längst überholt. Forscher der Swinburne University of Technology in Melbourne Australien haben jetzt eine neue DVD-ähnliche "Scheibe" entwickelt, die bis zu 10 Terabyte Daten fassen soll.

Im Laborversuch konnte die Scheibe inzwischen bereits mit 1,6 Terabyte Daten gefüllt werden. Das Speicherwunder wird durch Nanostrukturen erreicht, bei denen Daten "fünfdimensional" in mehreren Schichten gespeichert werden.

Weitere Infos zur Sache gibt es in der Pressemitteilung der Swinburne-Universität: Researchers to create next gen discs

Infos-Lanzarote Redaktion

„Neue DVD soll bis zu 10 Terabyte fassen“

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Und wieviele Jahre soll ich dann vorm Compi sitzen bis meine Daten gesichert sind?

Chaos3 Redaktion

„Neue DVD soll bis zu 10 Terabyte fassen“

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Starten wir dann demnächst unser OS nur noch von der DVD? Wozu noch Festplatten?

nettineu Redaktion

„Neue DVD soll bis zu 10 Terabyte fassen“

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Haltbarkeit? Dafür sollte forschen! Na Ja, 10 TB habe ich bereits jetzt schon zusammen... aus finanziellen und Sicherheitsgründen werden Daten den Kunden zur Sicherung aufgebürdet. Was soll's. Neuerungen sind dazu da wieder Kohle zu machen. Marktwirtschaftliches Prinzip.

Olaf19 nettineu

„Haltbarkeit? Dafür sollte forschen! Na Ja, 10 TB habe ich bereits jetzt schon...“

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Haltbarkeit - genau, da sehe ich ebenfalls das Hauptproblem bei all diesen optischen Medien.

Mein Aha-Erlebnis sind immer noch die ernüchternden Erfahrungen mit CD-Rohlingen aus den Neunziger Jahren. Gleich nach dem Brennen CD durchgehört, alles top in Ordnung. Fachgerecht gelagert im Jewel Case. Ein halbes Jahr später: Die ersten ca. 60 Minuten noch in Ordnung, danach beginnt ein rhythmisches Knistern und Knacken, das zum Ende der CD hin immer stärker wird. Die letzten 5-10 Minuten sind nicht mehr zum Aushalten.

Von diesem Ausschuss war ca. 1/3 meiner selbstgebrannten CDs betroffen, eher mehr. Noname-Billig-Ramsch-Fabrikate hat es häufiger erwischt als teure Markenrohlinge - viel sicherer waren die aber auch nicht. Besonders schlimm: BASF/Emtec und Intenso.

Inzwischen ist die Qualität erheblich besser geworden, nehme allerdings auch nur noch Philips, Verbatim und Sony, wenn ich überhaupt noch CDs brenne.

DVDs traue ich nicht von hier bis zur nächsten Ecke. Selbst bei nigelnagelneu gekauften Filmen erhalte ich oft die Meldung "beschädigten Bereich überspringen" - und das, obwohl nicht die geringste Beschädigung auf der Oberfläche zu sehen ist! Einmal kurz am Ärmel abwischen, dann geht es meistens wieder.

Wenn DVDs schon derart mimosenhaft reagieren, wie schlimm muss es dann erst mit Blu-Rays werden, wo noch viel mehr Daten noch viel dichter zusammen gequetscht auf einer gleich großen Fläche liegen wie bei den DVDs oder CDs.

CU
Olaf

Xdata Olaf19

„Haltbarkeit - genau, da sehe ich ebenfalls das Hauptproblem bei all diesen...“

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"DVDs traue ich nicht von hier bis zur nächsten Ecke"

Volle Zustimmung.. dagegen sind zumindest Jetzige CDs ein Genuß.
Von der Lahmarschigkeit (sorry) mal ganz abgesehen.


Alle Windows 7 iso Dateien sind bei mir noch auf Festplatten zusätzlich gesichert.
Linux paßt ja zum Glück noch auf CD :-)

nettineu Xdata

„ DVDs traue ich nicht von hier bis zur nächsten Ecke Volle Zustimmung.. dagegen...“

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10 TB ist schon was, aber irgendwann werden neuartige Flashspeicher alle anderen Medien übertrumpfen. Am 21.06.06 sind im Spiegel Artikel 1TB Festplatten versprochen worden http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,422458,00.html . Was ist heute Realität? Das geht immer flott weiter. Optische Speicher-Medien sind ja nicht dazu da, ewig zu halten, sondern für kurze Zeit ein billigstes Datentransportmedium bereitstellen. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich schichte gerade mein CD-Archiv um, viele CD's weit über 10 Jahre alt. Trotz allerfeinster Lagerung ist da nicht mehr viel zu lesen. Manche sehen aus wie vom Hund angebissen. Neue 10TB Datendiscs werden konstruktiv sich nicht anders verhalten. Aber wer es braucht, der soll's bezahlen. Wenn es Kunden gibt, dann wird es auch produziert. Sinnfrage überflüssig.

Die größte Schote habe ich mit CD im Mietwagen erlebt. Navisystem ohne CD geht nicht. CD kaputt, Navi geht nicht. CD-Laufwerk ist direkt über der Heizung. Auto 1 Tag in paller Sonne, CD kaputt. Kommentar Verleihstation: wir haben das Auto nicht hergestellt.

Optische Medien sind für solche Einsätze einfach nicht geeignet. Sicherlich auch die 10TB-Dinger nicht.

Synthetic_codes nettineu

„10 TB ist schon was, aber irgendwann werden neuartige Flashspeicher alle anderen...“

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mmh, ich denke langfristig sind sowohl Flash-speicher, Optische Medien nach herkömmlicher Bauweise als auch auf dem GMR Effekt basierende speicher alte hüte.

Flashspeicher sind zwar billig herzustellen, haben aber nur eine begrenzte schreib-lebensdauer, abgesehen davon, dass man davon ausgeht, dass die Ladungen in den Flashbausteinen nur etwa 15-20 Jahre haltbar sind.
Optische speicher haben das problem der begrenzten kapazität, hoher zugrisszeiten und eines sehr begrenzten lebensdauer
auf GMR basierende Speicher(Festplatte, Disketten etc) haben zwar eine hohe lebensdauer(festplatten halten ihren magnetismus afaik ca 100 Jahre ohne refresh), sind aber nicht mehr viel weiter zu optimieren, da die speicherdichte so langsam an ihre physikalischen grenzen stösst.

und hier kommen die Optisch-lithografischen Medien ins spiel. Aufgrund ihrer natur sind sie mehrere 100 Jahre haltbar. Nachteilig ist, dass diese DAtenträger nur einmal beschreibbar sind, allerdings können bestehende techniken aus der GMR Sparte verwendet werden, und ein mit meheren layern bestücktes system hat nach heutigen fertigungen mehrere Petabyte Speicherpotential, weswegen es denkbar wäre, die daten per append auf das medium zu schreiben und einfach ein log über aktuelle inhalte zu führen...

aber wir werden sehen was die zukunft bringt