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News: 100.000 werden eingeladen

Googles Email-Revolution geht voran

Michael Nickles / 6 Antworten / Baumansicht Nickles

Gerade zwei Monate ist es her, dass Google sein neues Internet-Kommunikations-System "Wave" vorgestellt hat (siehe Google Wave will Internet-Kommunikation modernisieren. Wave will Dinge wie Email, Messenger, Blogs und Foren zu einem Live-System verknüpfen, bei dem jegliche Änderungen und Ergänzungen sofort mitverfolgt werden können.

Googles Ziel mit Wave ist es, quasi das Email-System der Zukunft zu schaffen. Im Maximalfall holt man Mails nicht mehr ab wenn sie fertig sind, sondern kann direkt mitverfolgen, wenn und wie der Verfasser sie schreibt (so der dieses Zugucken zulässt). Um Wave bei Entwicklern schmackhaft zu machen, wurde es als Open Source freigegeben.

Jetzt wird die Testphase von Wave laut Google Blog massiv ausgebaut. Google verschickt aktuell 100.000 Einladungen an Entwickler. Die sollen an potentielle Nutzer weitergeleitet werden, die aktuelle Wave-Projekte ausprobieren wollen. Wer mag kann auch selbst darum bitten, zum Ausprobieren von Wave eingeladen zu werden: Request an invitation to Google Wave.

Im Antragsformular will Google wissen, wie sehr man bereit ist, Feedback zu Wave zu liefern und für welchen Zweck man es ausprobieren mag (privat, geschäftlich und dergleichen). Eventuell erhöht sich die Aussicht auf eine Einladung auch, wenn man vom Textfeld gebraucht macht, in dem man dem Google Wave Team eine eigene Nachricht zukommen lassen kann.

Michael Nickles meint: Ich verfolge dieses Wave-Zeugs bereits eine Weile und finde es recht spannend. Die klassische Email wird es wohl kaum ablösen. Aber für Dinge wie Live-Kommunikation im Internet ist es extrem spannend. Man kann sich das beispielsweise auch im Fall eines Diskussionsforums vorstellen.

Da kann es passieren, dass jemand eine Frage stellt und zwei Personen gleichzeitig eine Antwort verfassen - also doppelte "Arbeit". Im Fall eines Wave-basierten Forums würde jeder sofort live sehen können, dass jemand gerade eine Antwort schreibt und kann sogar zugucken wie er sie gerade tippt (wenn er das erlaubt).

Oder: Jemand sieht, dass gerade ein neuer Beitrag entsteht und wartet den dann erstmal ab, bevor er selbst was schreibt. Momentan läuft Wave nur auf Googles Servern, was Datenschützer natürlich aufschreien lässt. Dank Open Source wird jeder allerdings auch einen eigenen Wave-Server aufsetzen können.

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Prosseco Michael Nickles

„Googles Email-Revolution geht voran“

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Sicherlich toll.

Nur E.T. alias Google, kann dann Phone Home noch kosten guenstiger Telefonieren, nach Seattle. Mit mehr Infos. Mehr und noch mehr.

Gruss
Sascha

Das ist keine Signatur. Sondern ich putz hier nur
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PaoloP Michael Nickles

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Ich werd immer nervös wenn mir einer beim tippen zusieht.
Nein danke.

Jedes mal wenn jemand "Cloud" sagt, verliert ein Engel seine Flügel.
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dirk42799 Michael Nickles

„Googles Email-Revolution geht voran“

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...mmmh, welch Revolution.
Vor Jahren schon gab es dieses Feature bei ICQ. So sah ich die einzelnen Buchstaben, die der Gesprächspartner gerade tippte, auf meinem Monitor erscheinen, sah, wenn er zögerte oder gar löschte.

Was hier als Pro verkauft wird, ist für mich eher ein Con:
denn wenn zwei Antworter gerade sehen, daß da jemand anderes außer mir auch noch tippt, und sich beide zurücklehnen... kommt keine Antwort.

Anders als bei Sprache, wo es durchaus Sinn macht, daß immer nur einer was von sich gibt, sehe ich das bei geschriebenem Text anders. Und unübersichtlich ist es dabei nie geworden...

Außerdem gibt es ein ganz einfaches Totschlagsargument, weshalb ich außer Google (als Suchmaschine) und Maps keine Dienste von denen in Anspruch nehme: Stichwort "Datenkrake".

D.

ja, ich schreibe absichtlich nach den alten Rechtschreibregeln!
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SoulMaster Michael Nickles

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Das ist tatsächlich keine neue Erfindung.

Schon in den Anfängen von Unix gab's den "talk" Dämon, der mehrere Clients über ein eigenes Protokoll, gesteuert hat.
In einer geteilten Bildschirm Maske konnte man Text senden und empfangen. Auch eine Konferenz mit 3 und mehr Benutzern war möglich.
Der Text wurd m. W. in "full duplex" übertragen. Lang, lang ist's her,
deshalb ist meine Erinnerung nicht mehr so aktuell.

SoulMaster

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Alekom SoulMaster

„Das ist tatsächlich keine neue Erfindung. Schon in den Anfängen von Unix gab s...“

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sorry, ich versteh den sinn nicht..live kommunikation..es gibt eh schon dienste dafür

ich bin in einem chat unterwegs..also das IST live...

und manchmal im messi...auch das IST live...

wozu soll das gut sein, wenn ich wem beim tippen zusehen kann?

was soll das bitte für eine moderne internet-kommunikation sein?

sorry, mir ist das wurscht, wie mein gegenüber tippt...mir ist nur das wichtig was ich im endeffekt lesen kann...

aber ok, ich bin ja ein feind der innovation *fg*

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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SoulMaster Michael Nickles

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mir ist das wurscht, wie mein gegenüber tippt

Na schau dir noch mal Mikes Argumente unter M. meint an.

Ich habe nur erwähnt das solche Konferenzschaltungen nicht neu sind.

Ich selbst benötige sie wahrscheinlich auch niemals im Browser. Erst recht nicht mit anderen Diensten zusammen gefasst.

Gruß SoulMaster
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