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News: Trick 17

Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View

Michael Nickles / 8 Antworten / Baumansicht Nickles

Das Street View Bildmaterial zwanzig deutscher Städte steht kurz vor der Veröffentlichung. Ein konkretes Datum nennt Google zwar noch nicht, teilt im deutschsprachigen Blog allerdings mit, dass es "bald" passieren wird.

Einen Feldversuch hat Google bereits Anfang November durchgeführt. Bei dem wurde das Bildmaterial von Oberstaufen im Allgäu veröffentlicht (siehe Erstes Bildmaterial von Deutschland in Google Street View). Und bereits der ging in die Hose.

Kurz darauf hagelte es Kritik, dass Google bei der Verpixelung geschlampt hat (siehe Google Street View: Rohdaten-Faktor sorgt für Ärger). An der Bearbeitung des restlichen Bildmaterials waren laut Google "speziell dafür ausgebildete Kollegen" beschäftigt, die "hart dran gearbeitet haben", die betroffenen Häuser unkenntlich zu machen.

Google informiert auch, dass der Prozess der Unkenntlichmachung vom TÜV Rheinland überprüft wurde und dessen "Zertifikat" gekriegt hat. Schließlich erklärt Google, dass bei jedem großen manuellen Prozess wie diesem Fehler auftreten. Es ist damit zu rechnen, dass im kommenden Bildmaterial "einige Häuser" in den 20 Städten zu sehen sein werden, die eigentlich unkenntlich gemacht sein sollten.

Dafür entschuldigt sich Google schon mal im Voraus und gibt auch gleich eine Erklärung ab. So hätten sich beispielsweise einige Häuser nicht eindeutig mit den Informationen bestimmen lassen, die per Brief oder mit Hilfe des Online-Tools mitgeteilt wurden. Probleme gab es wohl auch bei der "Entschlüsselung" der teils per Handschrift eingereichten Briefe, was zu Tippfehlern beim Erfassen der korrekten Adresse geführt haben könne.

Betroffenen bleibt es dann nur, sich nach Einführung von Street View in Deutschland bei Google zu melden und die Verpixelung (nochmals) zu beauftragen. Google meint dazu: "Es geht also ganz einfach".

Michael Nickles meint: Die Widerspruchsfrist zu Street View endete am 15. Oktober 2010. Im aktuellen Blog-Beitrag erwähnt Google, dass nur 2,89 Prozent der Haushalte vom Widerspruch Gebrauch gemacht haben, die "größere Zahl" nennt Google diesmal allerdings nicht.

Und zwar, dass es sich bei diesen 2,89 Prozent um 244.237 Ablehnungen gehandelt hat (siehe Streetview: 244.237 haben Widerspruch eingelegt).

244.237 Ablehnungen. Das bedeutet also rund 244.237 Bilder die verpixelt werden müssen. Beziehungsweise noch mehr, da Gebäude ja teils auf mehreren Aufnahmen drauf sein können. Googles "speziell ausgebildete Kollegen" wollen es also geschafft haben, diesen Retuschierungs-Aufwand in knapp vier Wochen zu stemmen.

Wie viele "Spezialisten" für diesen Job eingesetzt wurden, teilt Google nicht mit. Oder hat es sich Google vielleicht "ganz einfach" gemacht?

mawe2 Michael Nickles

„Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View“

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Die Widerspruchsfrist zu Street View endete am 15. Oktober 2010.

Natürlich haben viele Leute schon lange vor dem 15.10. Widerspruch eingelegt. Somit hatten die speziellen Kollegen deutlich mehr Zeit zur Verfügung für das Verpixeln. Und fertig sind sie ja auch noch nicht - deshalb wird ja bislang kein Veröffentlichungstermin bekanntgegeben.

Somit dürfte der "Verpixelungszeitraum" vielleicht 3 / 4 / 5 Monate umfasst haben.

250.000 Fälle in 5 Monaten sind 50.000 Fälle im Monat, also ca. 2.400 Fälle je Arbeitstag.

Das sind 300 Fälle je Stunde (bei 8 Stunden).

Wenn ein Fall ungefähr 6 min erfordert, schafft ein Spezialist ca. 10 Fälle je Stunde.

Man braucht also 30 Spezialisten. Das ist doch überschaubar!
reader mawe2

„ Natürlich haben viele Leute schon lange vor dem 15.10. Widerspruch eingelegt....“

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50 azubis oder praktikanten meinst du^^?

andy11 Michael Nickles

„Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View“

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Das sind 300 Fälle je Stunde (bei 8 Stunden).

Nach zwei Wochen brauchst du dann ein Ersatzhirn oder einen guten P ychologen. Mir scheint
du hast sowas oder ähnliches noch nicht gemacht. Gruß Andy
mawe2 andy11

„ Nach zwei Wochen brauchst du dann ein Ersatzhirn oder einen guten P ychologen....“

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Doch, ich habe sowas ähnliches schon gemacht, wenn auch nicht in diesem Umfang.

Es kommt halt drauf an, wie gut Google das bezahlt.

Bei zehn Bildern pro Stunde einen Verpixelungsfilter drüberlegen und dann OK anklicken, ist machbar. Es gibt Jobs, die wesentlich anstrengender, anspruchsvoller und unangenehmer sind und die von manchen Leuten jahrelang, jahrzehntelang ausgeführt werden.

Und vermutlich ist das Verfahren noch viel mehr automatisiert, als wir uns das jetzt alle vorstellen.

Wenn ich also mal für ein halbes Jahr diese Arbeit machen müsste, würde ich nicht dran zugrunde gehen.

Gruß, mawe2

Nils14 Michael Nickles

„Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View“

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Aus persönlichen Quellen habe ich gehört das es in Indien gemacht wird...
Wie die Überprüfung Tausender 3D Modelle für Google Earth.

Synthetic_codes Michael Nickles

„Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View“

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Die Aufnahmen werden anhand ihrer GPS-Koordinaten vorgemerkt, und anschliessend automatisch retuschiert. Die kollegen gehen danach das ganze nur noch mal durch.

ChrE Michael Nickles

„Google entschuldigt sich für drohende Pannen bei Street View“

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Hallo,

Toll, es gibt auch Häuser, da wurde das Erdgeschoss nicht verpixelt.
Wohl aber der Rest des Hauses. Sieht schon komisch aus :-)

Ich wette mal, dass die überwiegende Zahl der Antragsteller selbst StreetView nie nutzt.
Generell das Internet. Den Antrag haben dann Verwande/Bekannte i.A. gestellt.

Gruss

ChrE

Synthetic_codes ChrE

„Hallo, Toll, es gibt auch Häuser, da wurde das Erdgeschoss nicht verpixelt....“

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ach iwo...

Als damals google maps eingeführt wurde, gabs doch fast die gleiche diskussion, nur damals eben noch nicht so heftig, weil Internet und Internetnutzung noch nicht so verbreitet waren. Die Leute haben sich damals schon darüber aufgeregt dass man sie bei Google maps identifizieren könnte. Und was ist heute? Genau, jedermann benutzt es, keiner regt sich mehr auf.