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News: Von Gerichtsurteil bestätigt

GEZ - Blechen für Autoaufkleber

Borlander / 40 Antworten / Baumansicht Nickles

Die GEZ und die Rundfunkanstalten sind bekanntermaßen recht kreativ wenn es um die Suche nach neuen Einnahmequellen geht.

Weil ein Mann "großflächige Werbung" für die Firma seiner Frau an seinem privat genutzten Auto angebracht hatte bekam er Post: Der SWR forderte für diese "geschäftliche Nutzung" zusätzliche Gebühren ein.

Damit war der Auto-Besitzer natürlich nicht einverstanden und zog vor Gericht. Die Richter vom Verwaltungsgericht Mainz schlossen sich in ihrem Urteil (Aktenzeichen 4 K 461/08.MZ) jedoch den Vorstellungen des SWR an.

Borlander meint: Der Fall zeigt mal wieder wie überfällig eine Reform der Rundfunkfinanzierung ist. Niemand kann zwei Radios sinnvoll gleichzeitig hören. Für zwei Radios gleichzeitig Rundfunkgebühren zu bezahlen ist in Deutschland dagegen keine Seltenheit.


Quelle: Urteil: Gebühren dank Autowerbung

Hinweis: Vielen Dank an Borlander für das Verfassen der News. Diese News stammt von einem Nickles.de-Teilnehmer. Die Nickles.de Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt und die Richtigkeit dieser News.

Bei Nickles.de kann übrigens jeder mitmachen und News schreiben. Dazu wird einfach in einem Forum ein neues Thema begonnen und im Editor die Option "News" gewählt.

moin moin1 Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Kneift mich mal, damit ich weiß, ob ich wach bin oder das nur träume. Es gibt Sachen, die dürfte es gar nicht geben.
Ich hatte früher mal JPS-Werbung an meinem Käferchen. Ist aber lange her und müßte mittlerweile verjährt sein.

Ganoven Ede Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Diese Richter, die solch ein Urteil verzapfen, gehören ihres Sessels enthoben und wegen Unfähigkeit raus geworfen.

Dieses Urteil zeigt, ähnlich wie vor ein paar Jahren in Hessen, dass die Richter entweder geschmiert, oder einfach nur begnadet blöd sind.
So stell ich mir Wirklichkeitsferne vor. Siehe Unrechtssprechung Deutschland.

Nun verstehe ich auch, wie 165 Millionen Euro Ausgaben im Jahr durch die GEZ zustande kommen. Tendenz steigend.

http://de.wikipedia.org/wiki/GEZ

|dukat| Ganoven Ede

„Ganoven Ede meint“

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Danke Borlander für den Hinweis, dass ich ein Radio nicht an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig hören kann. Dein Wort in Gottes Ohr. Oder ggf. in das der Politiker.

Olaf19 Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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> Niemand kann zwei Radios sinnvoll gleichzeitig hören.

Nee, sinnvoll sicher nicht - sinnlos aber ohne weiteres. Und es in unserem Rundfunkrecht keine Unterteilung nach sinnvoll oder -los geben tut...

Ach, wenn ich es recht bedenke: Selbst ein einziges Radio kann man nicht sinnvoll hören!

Deswegen besitze ich seit ca. 13 Jahren keins mehr. Und wenn ich das Geplärre jeden Tag höre, das in unseren Großraumbüros tagtäglich aus den dort aufgestellten Empfängern dödelt, dann weiß ich auch warum.

Übrigens: Theoretisch müssten diese Kollegen ihre Radios als Zweitgerät im Büro zusätzlich anmelden.

Praktisch scheitert das daran, dass die GEZ-Fuzzis, unauthorisiert wie sie sind, gar keinen Zugang zu unserem bestens abgeriegelten Werksgelände erhalten würden. Tja, scheiße gelaufen, liebe öffentlich-rechtliche... nänänänänää-nää :-D

Cheers
Olaf
Borlander Olaf19

„ Niemand kann zwei Radios sinnvoll gleichzeitig hören. Nee, sinnvoll sicher...“

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Und wenn ich das Geplärre jeden Tag höre, das in unseren Großraumbüros tagtäglich aus den dort aufgestellten Empfängern dödelt, dann weiß ich auch warum.
Dann bist Du ein ganz gemeiner Schwarzhöhrer äh Gebührenhinterzieher. Du hörst einfach das Radioprogramm mit ohne dafür zu bezahlen. Hast Du gar kein schlechtes Gewissen? ;-)

Radios als Zweitgerät im Büro zusätzlich anmelden.
Ich habe noch nie von jemandem Gehört der sein Zweitgerät bei der Arbeit extra angemeldet hat. Obwohl mir spontan auch niemand einfällt der sein Radio mit zur Arbeit trägt.

Ganz ehrlich. Ich denke daß eine Abrechnung pro Kopf sinnvoller wäre. Natürlich ist das für Menschen ohne eigene Empfangsgeräte sicher nicht wünschenswert. Wobei es schon durch die GEZ-Pflicht von Computern oder auch Handys mit "Internetzugang" mehr oder weniger niemanden mehr gibt der kein Rundfunkgerät bereithält. Andererseits zahlen wir auch alle für die Subvention von Theaterstücken bei denen nackte Schauspieler auf die Bühne pinkeln (wie kürzlich von Dir gepostet). Da ist das Geld IMO deutlich besser in der Tagesschau angelegt...


Gruß
bor
Olaf19 Borlander

„ Dann bist Du ein ganz gemeiner Schwarzhöhrer äh Gebührenhinterzieher. Du...“

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> Du hörst einfach das Radioprogramm mit ohne dafür zu bezahlen.
> Hast Du gar kein schlechtes Gewissen? ;-)


Mein Gewissen ist ungefähr so schlecht wie das eines Passivrauchers, der keine Tabaksteuer zahlt :-D

Oder, etwas humorloser... zahlen müssten die, die das Radio mitbringen. Es ist schon oft vorgekommen, dass GEZ-Fuzzies in Firmen herumlaufen und nicht angemeldete Radios dort aufspüren. Nur bei uns würden sie auf Granit beißen, weil sie kaum eine Chance hätten, auf unser Werksgelände zu kommen.

> Ganz ehrlich. Ich denke daß eine Abrechnung pro Kopf sinnvoller wäre.

Da bin ich sogar ein Stück weit bei dir. Denn wenn alle zahlen müssten, wäre es wenigstens eine konsequente Lösung, denn die feinsinnige Unterscheidung zwischen Rundfunk-Nicht-Teilnehmern, die nicht zahlen müssen, und Rundfunk-Nicht-Teilnehmern, die trotzdem zahlen müssen, wäre damit endlich aufgehoben. Und diese unselige "Institution" von GEZ könnte man endlich auflösen!

Von der Idee, Theater-Subventionen gegen Fernsehkosten auszuspielen, halte ich nicht so viel. Auch wenn mir vieles von dem Blödsinn, der im modernen sog. "Regie-Theater" verzapft wird nicht gefällt, ist mir immer noch lieber, man subventioniert die Kultur anstelle der unsäglichen Passiv-Dauerberieselung durch unsere Rundfunkanstalten.

CU
Olaf
Borlander Olaf19

„ Du hörst einfach das Radioprogramm mit ohne dafür zu bezahlen. Hast Du gar...“

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Rundfunk-Nicht-Teilnehmer
Die die doppelt zahlen müssen hast Du noch vergessen...

Und diese unselige "Institution" von GEZ könnte man endlich auflösen!
Jepp. Ich sehe da prinzipiell kein Problem die Rundfunkgebühren ähnlich wie Kirchensteuer vom Staat einziehen zu lassen. Auch wenn dafür erst eine entsprechende Rechtliche Grundlage geschaffen werden müsste.

Was den Kulturvergleich angeht: Darüber kann man sicher diskutieren. Gäbe es nur noch Nachrichten auf dem Niwo der RTL2-News dann hätten wir zumindest ein ersthaftes Problem. In Beiden Fällen haben wir allerdings Zahler die die bezahlte Leistung nicht in Anspruch nehmen.

Gruß
bor
Olaf19 Borlander

„ Die die doppelt zahlen müssen hast Du noch vergessen... Jepp. Ich sehe da...“

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Was den kulturellen Anspruch angeht, sind die ÖR natürlich um Längen besser. Auch heute noch, obwohl sie natürlich, bedingt durch den großen kommerziellen Erfolg der Privaten, einem gewissen "Anpassungsdruck nach unten" unterliegen :-/

Eine Spezialisierung der ÖR auf anspruchsvollere Inhalte ist leider auch nicht machbar - zum einen sind auch die ÖR auf Werbeeinnahmen angewiesen, zum anderen erhebt man den Anspruch, ein Programm "für alle" zu machen. Letztlich fußt auch auf diesem Prinzip die Finanzierung über das Gebührensystem.

Du hast recht, rundfunkrechtlich wäre eine Umstellung der Finanzierung, etwa nach dem Modell Kirchensteuer, derzeit nicht machbar. Wäre aber eine verlockende Alternative, die Vorteile überwiegen IMHO ganz klar.

CU
Olaf

Vagabund Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Willkomnmen in Deutschland ^^

The Wasp Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Wenn die Frau kostenlos Werbung für ein Geschäft macht, für wen auch immer, muss die GEZ dem nicht folgen. Das Gericht folgte dem auch nicht, was wohl eher für die GEZ spricht als gegen sie.

Eine seriöse News beginnt nicht mit einer negativen Unterstellung (bekanntermaßen recht kreativ), dann ist es nämlich keine News mehr sondern Meinung.

Crazy Eye Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Ist das nicht schon länger gängige Praxis?

Ich wußt schon seit jahren das ein aufkleber auf einen Privatwagen für die Firma aus der familie die GEZ dazu verleitet das als Geschäftsauto zu deklarieren auch wenn man es nicht von der steuer absetzen kann.

Chaos3 Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Verstehe ich nicht. Ich kann auf meinem Auto doch aufkleben was ich will - solange es nicht gegen Gesetz verstösst. Und die GEZ produziert doch keine Autos.

PaoloP Chaos3

„Verstehe ich nicht. Ich kann auf meinem Auto doch aufkleben was ich will -...“

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Schliesse ich mich an .. ich verstehs auch nicht.

Fehlt da ein wichtiges Detail in dem Beitrag ?

Ist das "privat genutzte" Auto vielleicht vom Arbeitgeber gestellt und der ist der SWR ??


Entweder bin ich zu schlau oder zu blöd.

Olaf19 PaoloP

„[Borlander]Re: GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Ihr beide seid etwas auf dem falschen Dampfer ;-)

Es geht nicht um die Frage, ob der Aufkleber gesetzwidrig ist, die GEZ Autos produziert oder der SWR der Arbeitgeber ist.

Sondern: Durch das Anbringen eines Firmenaufklebers auf dem Auto gilt dieses als "gewerblich genutzt" - und für gewerblich genutzte PKW muss die Radiogebühr separat bezahlt werden.

Nur wenn man sein Auto rein privat nutzt, ist das Autoradio mit der GEZ-Gebühr für die häuslichen Rundfunkgeräte abgegolten.

Trotzdem: Auch ich finde diesen Ansatz reichlich spitzfindig und wundere mich, dass so etwas vor Gericht Bestand hat.

CU
Olaf

Data Junkey Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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In Zukunft werden die Abzocker jedes Auto mit einem Maut-Aufkleber als Geschäftsauto deklarieren. Schließlich könnte man so einen Aufkleber auch als Werbung für die Maut-Kassierer bezeichnen.

Man muss sich diesen Humbug mal auf der Zunge zergehen lassen.
Wenn das Auto ein Geschäftsauto ist, und nicht als Geschäftsauto angemeldet ist, dann wäre das Steuerhinterziehung und Versicherungsbetrug. Mit diesem Urteil unterstellen die Richter dem Halter ein richtig schwerer Krimineller zu sein, und dem Finanzamt und der Versicherung die totale Unfähigkeit.

Denn wenn das Auto zu recht als Privatauto angemeldet ist, wie kann es dann sein, dass die GEZ für ein Geschäftsauto Abkassiert? Irgend was stimmt doch da nicht.

So lange die Poitiker und ehrenwerte Richter in unserem Land gemeinschaftlich unter einer Decke mit den Groß-Lobbyisten stecken, und für ihres Gleichen jedes Gesetz und jegliche Gerechtigkeit zu ihren Gunsten und für ihre persönliche Bereicherung missbrauchen, können wir uns die Reform der Rundfunkstaatsverträge abschminken.

Früher nannte man sowas Vetterleswirtschaft. Heute sagt man Demokratie und Rechtsstaat dazu. *LOL*

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo auf Italien kritisch herabgeblickt wurde, weil dort Korruption auf Staatlicher und Juristischer Ebene an der Tagesordnung war.

Was haben wir Heute in deutschland?

Mahlzeit, Thomas

Borlander Data Junkey

„In Zukunft werden die Abzocker jedes Auto mit einem Maut-Aufkleber als...“

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Denn wenn das Auto zu recht als Privatauto angemeldet ist, wie kann es dann sein, dass die GEZ für ein Geschäftsauto Abkassiert?
Der GEZ reicht es für die Gebührenpflicht schon aus wenn ein privates Auto nur ein einziges mal im Jahr geschäftlich eingesetzt wurde...

Gruß
Borlander
Data Junkey Borlander

„ Der GEZ reicht es für die Gebührenpflicht schon aus wenn ein privates Auto...“

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Der GEZ reicht es für die Gebührenpflicht schon aus wenn ein privates Auto nur ein einziges mal im Jahr geschäftlich eingesetzt wurde...
Jo, das mag sein Bor. Aber genau dieser Humbug ist ja das Thema hier. Soll heißen, nur weil die GEZ das so sieht, muss es noch lange nicht richtig sein.

Leider ist es bei uns mittlerweilen so, wenn eine mächtige Institution/Firma sagt, ich sehe dies so, und verlange deshalb dies, dann ist das Fakt. Punkt.

Genauso könnte ich auf die Idee kommen, und von jedem PC-Besitzer mit Internet-Anschluss eine Gebühr von 10€/Monat zu verlangen, weil ich bei Nickles anderen Usern helfe, versuche, und meine Hilfe jeder Lesen Kann. Und meine Hilfe kostet halt mal 10€ im Monat. Punkt.

Was interessiert es mich, ob Andere meine Hilfe wollen oder nicht. Sie können sie lesen, und haben dafür zu Zahlen. Punkt

Mich erinnert das eher an eine Monarchie, Aristokratie oder Dikatatur. Unter Demokratie und Rechtsstaat stelle ich mir was Anderes vor.

Gruß, Thomas
The Wasp Data Junkey

„ Jo, das mag sein Bor. Aber genau dieser Humbug ist ja das Thema hier. Soll...“

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"nur weil die GEZ das so sieht, muss es noch lange nicht richtig sein."
In dem Fall sah das nicht nur die GEZ so, sondern auch das Mainzer Verwaltungsgericht. Sprich, es ist rechtskräftig bestätigt, sofern es keine Berufung gibt.

"Unter Demokratie und Rechtsstaat stelle ich mir was Anderes vor."
Der genannte Fall ist eine nicht zu beanstandende rechtsstaatliche Entscheidung.

"Mich erinnert das eher an eine Monarchie, Aristokratie oder Dikatatur."
Vielleicht solltest du mal die Geschichtsbücher wälzen, damit du weißt, was diese drei Staatsformen von der unseren unterscheidet.

Ach und übrigens, wir reden hier über derzeit 5,52€ monatlich. Menschen mit geringem Einkommen können sind zudem von der Gebührenpflicht befreien lassen. Und die Dame kann die Aufkleber von ihrem Auto entfernen und sie ist raus aus der Gebührenmühle.

Crazy Eye The Wasp

„ nur weil die GEZ das so sieht, muss es noch lange nicht richtig sein. In dem...“

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Ach und übrigens, wir reden hier über derzeit 5,52€ monatlich. Menschen mit geringem Einkommen können sind zudem von der Gebührenpflicht befreien lassen. Und die Dame kann die Aufkleber von ihrem Auto entfernen und sie ist raus aus der Gebührenmühle.

Wenn sie aber sagte das sie den aufkleber schon 2-3Jährchen dran hat, ist diese Gebührenfalle schon zugeschlagen ...
Data Junkey The Wasp

„ nur weil die GEZ das so sieht, muss es noch lange nicht richtig sein. In dem...“

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In dem Fall sah das nicht nur die GEZ so, sondern auch das Mainzer Verwaltungsgericht. ...
Genau das ist es, was ich mit Vetterleswirtschaft meine.

Der genannte Fall ist eine nicht zu beanstandende rechtsstaatliche Entscheidung.
..was meinen Satz "Leider ist es bei uns mittlerweilen so, wenn eine mächtige Institution/Firma sagt, ich sehe dies so, und verlange deshalb dies, dann ist das Fakt. Punkt." bestätigt.

Vielleicht solltest du mal die Geschichtsbücher wälzen, damit du weißt, was diese drei Staatsformen von der unseren unterscheidet.
Genau das habe ich getan, und tue es immernoch. Genau deswegen sehe ich immer mehr Parallelen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Wenn auch die Gegenwart etwas moderner geworden ist. Das Fazti jedoch bleibt das gleiche, nur unter einem moderneren Deckmantel. Was Imho die Sache nicht besser macht.

Ach und übrigens, wir reden hier über derzeit 5,52€ monatlich.
... über derzeit 5,52€
Genau. derzeit , was sich schnell ändern kann, und wird, wwenn erst mal Alle am Haken hängen. Und dann, kommen die Nächsten, die auch erst mal mit mit derzeit 5,52€ anfangen, und dann, + + + + + + + + + +

Menschen mit geringem Einkommen können sind zudem von der Gebührenpflicht befreien lassen.
Ok, das ist richtig. Und wer Zahlt für diese Menschen? Die Allgemeinheit. Und wer profitiert davon? Die bedürftigen Menschen, oder die Abzocker?

Und die Dame kann die Aufkleber von ihrem Auto entfernen und sie ist raus aus der Gebührenmühle.
Jo, das kann sie. Und Andere können den Lack von ihrem Auto abschruppen, weil irgend ein Hanswurst diese Farbneonce "rechtlich schützen" lässt, und für deren Gebrauch plötzlich Gebühren verlangt. ..
Ich bin sicher, wenn man einen adäquaten Gewinnplan vorlegt, wird man genug Verwaltungsrichter finden, die sich gerne mit beteiligen; damit das Ganze rechtskräftig bestätigt wird.

Gruß, Thomas
ausgekotzt Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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dann kleb ich mir nen GEZ aufkleber aufs auto, nicht nur das ich das dann geschäftlich nutze, sondern ich bekomm so auch nen job bei der GEZ...geht doch nach der selben rechnung, oder?

watnu2 ausgekotzt

„dann kleb ich mir nen GEZ aufkleber aufs auto, nicht nur das ich das dann...“

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Und was passiert, wenn ich Werbung für die GEZ aufs Auto klebe??????:-)

Pumbo Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Bei meinem Auto steht vorne und hinten "VOLVO" drauf.
O jeh! Das ist nämlich ein Markenname eines Autoherstellers. Da fahre ich doch bestimmt auch damit nun Reklame für.
Muß ich jetzt auch GEZ extra dafür zahlen?
Was machen die Mercedesfahrer (die haben da vorne sogar noch ein Firmenemblem als Kühlerfigur-wenn das mal keine Werbung ist!!)?

Aber mal was anderse:

IF GEZ hält die Hand auf, weil Auto durch Aufkleber = geschäftlich genutzt

AND IF Gerichtliche Maulhuren der GEZ bestätigen dies quasi rechtsbeugerisch.

THEN Nun sollte man aber die Karre auch massiv steuerlich absetzen können. Eine doch wohl maßgebliche, geschäftliche Nutzung ist ja nun höchstgerichtlich festegestellt-Und dann würde ich die € 5,50/Monat auch gerne dafür bezahlen.

ELSE Gerichtlich die steuerliche Geltendmachung des Wagens durchsetzen.

winnigorny1 Pumbo

„Bei meinem Auto steht vorne und hinten VOLVO drauf. O jeh! Das ist nämlich ein...“

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Ey, Pumbo!

Das ist ja interessant, was du da formulierst! - Klingt logisch! - Mit dieser Begründung sollte jeder, der so nen Aufkleber auf dem Auto hat, das Finanzamt belämmern!!

Dann wird wohl ein Gericht entscheiden, dass dem nicht so ist und die GEZ hat dann wieder das Nachsehen!!

Also, GEZ-Geschädigte: Sofort mit dieser Begründung das Auto als geschäftlich genutzt anmelden und von der Steuer absetzen.

Hihihi, den Staat mit seinen eigenen Mitteln schlagen, finde ich schon geil - das ist so etwas wie ne kleine, feine, lustige Anarchie. - Das gefällt mir!!!

Data Junkey Pumbo

„Bei meinem Auto steht vorne und hinten VOLVO drauf. O jeh! Das ist nämlich ein...“

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Bei meinem Auto steht vorne und hinten "VOLVO" drauf.
Oh Ja. Das war gut. :-) ..ist ja kaum einer von Betroffen... :-)

Da sieht man es mal wieder. Die Großen sind davon nicht betroffen. Aber die Kleinen werden Abgezockt. Soll heißen: -->

Habe ich auf einem Privatauto Werbung für einen großen Konzern, ist dieses Auto nicht gebührenpflichtig. Habe ich Werbung für den kleinen Lebensmittelhändler um die Ecke, wird Abgezockt. ..

Genau das ist der Entscheidende Punkt.

Leider gibt es viel zuviel Leute, die diese Ungerechtigkeit als richtig empfinden, nicht nur in diesen Forum.

Gruß, Thomas
Olaf19 Pumbo

„Bei meinem Auto steht vorne und hinten VOLVO drauf. O jeh! Das ist nämlich ein...“

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Salve, Gaius Pumbonus!

Das ist doch mal ein scharfsinniger Ansatz: "Nun sollte man aber die Karre auch massiv steuerlich absetzen können" - ganz ernsthaft, da ist wirklich was dran. Verblüffend, wie lange dieser Thread schon läuft, und du bist der erste, der mit dieser Überlegung kommt.

Zumindest die GEZ-Gebühr sollte man auf diesem Wege wieder rausholen können :-D

Noch etwas, das scheinen einige in diesem Thread etwas falsch verstanden zu haben: Es geht ja nicht darum, dass man sich irgendeinen Werbeaufkleber von irgendeinem Unternehmen aufs Auto klebt. Sondern darum, dass man selbst eine Firma hat und mit seinem Auto dafür Reklame fährt.

Wie ich oben schon sagte, ich empfinde diese Rechtsauslegung als äußerst spitzfindig - deine Idee, dieses in Form steuerlicher Absetzung mit gleicher Münze zurückzuzahlen finde ich geradezu genial. Sehr pfiffig!

THX
Olaf

floidfat Olaf19

„GEZ-Auto steuerlich absetzen“

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Die Punkte die hier aufgestellt wurden, finde ich einfach Klasse.
Das Privatauto als Geschäftswagen anzumelden weil Aufkleber für eine Firma drauf sind.
Dann ist ja fast jedes Auto ein Geschäftswagen, weil ja die meisten Autohäuser bei den Nummernschildernhaltern, auch ihre Werbung drauf haben.
Könnt ihr euch das vorstellen, wenn auf das Finanzamt eine Lawine von Prozessen zu rollt, weil laut dem Richter aus Mainz unter dem Aktenzeichen 4 K 461/08.MZ, der Privatwagen nicht als Firmenfahzeug genutzt wird.
Und wenn wir das dann einmal richtig sehen, müste nicht dan auch jeder Haushalt eine Firma sein, welches ein Auto mit Werbung hat.
Sollten wir in diesem Fall nicht bei der GEZ einen Antarag stellen, für die Gebühren ein Geschäftsauto.
So zu sagen, der GEZ Mehreinnahmen von, sagen wir einfach einmal 100.000€ und den Finazamt Mindereinahmen von 1.000.000€.

Olaf19 floidfat

„Die Punkte die hier aufgestellt wurden, finde ich einfach Klasse. Das Privatauto...“

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> Dann ist ja fast jedes Auto ein Geschäftswagen, weil ja die meisten Autohäuser
> bei den Nummernschildernhaltern, auch ihre Werbung drauf haben.


Genau das war es, was ich versucht hatte richtig zu stellen - so ist das nicht gemeint.

Ob du für dein Autohaus Reklame fährst oder für AMD-Prozessoren oder für Danone-Joghurt oder was auch immer - damit wird dein Wagen natürlich nicht zum Geschäftsfahrzeug.

Es geht hier um Leute, die ein eigenes Unternehmen besitzen und für dieses mit einem Aufkleber auf dem Privatwagen Werbung machen. Da sagt die Rechtsprechung, somit wird aus dem Privatwagen ein Firmenwagen - ansatzweise nachvollziehbar, aber doch spitzfindig.

CU
Olaf
Data Junkey Olaf19

„GEZ-Auto steuerlich absetzen“

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Hi Olaf,

ich hoffe dass du weist, dass ich dich als Person und deine allgemeine Einstellung zu den Dingen immer sehr geschätzt habe.

Aber:
ganz ernsthaft, da ist wirklich was dran. Verblüffend, wie lange dieser Thread schon läuft, und du bist der erste, der mit dieser Überlegung kommt.
Das sehe ich leider nicht so. Klar, die Idee ist gut, keine Frage. Aber das Prob. ist dass das Finanzamt keines Weges gezwungen werden kann, der Auffassung der GEZ zu folgen. Das Urteil vom Verwaltungsgericht ist nur für die GEZ gültig. Das ist ja die Ungerechtigkeit, die hier diskutiert wird. ..

Hättet ihr Recht, was ich mir wirklich wünschen würde, wäre dieses Urteil nie zustande gekommen. Dann würde nämlich die Rechnung für den Fiskus nach hinten los gehen, und dass wissen die bestimmt zu verhindern.

Sondern darum, dass man selbst eine Firma hat und mit seinem Auto dafür Reklame fährt.
Sowie ich den Bericht verstanden habe, war es das Auto des Ehemanns. Seine Frau hat das Geschäft. Wenn die beiden Gütertrennung haben, ist der Aufkleber nicht der Aufkleber seiner eigenen Firma, sondern der Aufkleber der Firma seiner Frau. Das macht einen großen Unterschied. ..

Dann kommt noch dazu, dass es für die Firma der Ehefrau aus geschäftlicher Hinsicht einiges an Bedeutung hat, ob besagtes Auto zum Geschäft gehört, oder das private vom Ehepartner ist.

Bei der Steuererklärung, muss das Betriebskapital angegeben werden. Bei kleinen Firmen macht der Wert eines Autos mehr oder weniger u.U. eine Menge aus. Spätestens wenn der Laden nicht mehr mit seinen Zahlungen zurecht kommt, wird die Tatsache, ob es sich um ein Geschäfts- oder Privatauto handelt, ernsthaft relevant.

Eure Rechnung kann im Schnitt durch aus nach hinten los gehen.

Gruß, Thomas

Pumbo Olaf19

„GEZ-Auto steuerlich absetzen“

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Salve te quoque, carisssime Flavie Olafie!
De coelo Hamburgiensis?

Borlander Olaf19

„GEZ-Auto steuerlich absetzen“

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Das Problem liegt schlicht und einfach in den unterschiedlichen Anerkennungsgrenzen von GEZ und Steuerbehören.

Für die GEZ ist jedes Fahrzeug daß zu mehr als 0% geschätzlich genutzt wird kein Privatwagen mehr. Dann sind 100% GEZ fällig.

Beim Finanzamt dürfte die Anerkennung bei weniger als 50% gewerblicher Nutzung schwierig werden. Die wollen dann am liebsten ein Fahrtenbuch und werden das Fahrzeug sicher auch nur Anteilsmäßig anerkennen wollen.


Gruß
bor

Olaf19 Borlander

„Das Problem liegt schlicht und einfach in den unterschiedlichen...“

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...für die eine Behörde ist es ein Geschäftsauto - für die andere ist es das nicht. Je nachdem, ob man selbst finanzielle Ansprüche stellt oder ob man abgezockt werden soll.

Eigentlich ist das wie mit unverheirateten Pärchen. Solange es um Steuerersparnisse geht, werden sie als das behandelt, was sie sind - unverheiratet. Aber wehe, einer ist mehr als ein Jahr arbeitslos, dann heißt es plötzlich, ihr seid doch "so quasi verheiratet", dann muss plötzlich einer für den anderen finanziell geradestehen. Einfach nur Willkür.

CU
Olaf

P.S. @Pumbo: Sogar über der Urbs Hamburgensis sind die Coeli in diesen Tagen ziemlich "blu" - deswegen schaue ich so unregelmäßig bei Nickles rein! ;-)

Data Junkey Olaf19

„Irgendwie ist das aber eine ziemliche Staats-Willkür...“

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100% ACK Olaf. ..

Danke Olaf, dass du das gesagt hast. Genau das gleiche habe ich mir auch gedacht.

Wenn schon eine prozentuale Anrechnung, dann aber bitte in gleichen Anteilen für alle Bebürden. Nicht für die Steuerersparnis nur X%, und für die GEZ 100%. Das hat Imho mit Gerechtigkeit und Fairness nichts zu tun. Auch wenn es Richter gibt, die aus Ungerechtigkeit Macht ihres Amtes Recht machen.

Genau das ist es, was ich unter staatlicher Willkür verstehe.

Gruß, Thomas

Anonym Borlander

„GEZ - Blechen für Autoaufkleber“

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Bin ich bekloppt?
Oder versteh ichs nur einfach nicht??
Was bitte schön hat denn Werbung mit GEZ-Gebühren zu tun??
Warum soll ich GEZ-Gebühren bezaheln, wenn ich Werbung ans Auto klebe?
Versteh ich überhaupt nicht!
So ein Schwachsinn!

Borlander Anonym

„Bin ich bekloppt? Oder versteh ichs nur einfach nicht?? Was bitte schön hat...“

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Was bitte schön hat denn Werbung mit GEZ-Gebühren zu tun??
Der SWR meint: Wenn Du Werbung auf Dein privates Auto klebst, dann ist das eine gewerbliche Nutzung.

Und für gewerblich genutzte Fahrzeuge sind zusätzliche Rundfunkgebführen fällig. Im Gegensatz zum kostenlosen Radio im Privatfahrzeug wenn Du schon in Deiner Wohnung ein Radio angemeldet hast.


Gruß
Borlander
Anonym Borlander

„ Der SWR meint: Wenn Du Werbung auf Dein privates Auto klebst, dann ist das eine...“

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und wenn in dem auto garkein radio ist?

floidfat Anonym

„und wenn in dem auto garkein radio ist?“

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gut das ist ein Argument. das mit dem kein Radio im Auto.
aber solange es kein Oldtimer ist wird das genau so wenig durchgehen, wie das du mit dem PC keine Radiosender hören kannst oder Filme anschauen.

das wir in einem zwei Klassen staat leben war mir ja gewusst. aber das es bei der Rechtssprechung auch 2 Klassen gibt, das war mir nicht direkt bewusst.

weshalb muss man Rundfunkgebühren für ein privates Auto zahlen und wenn man vor Gericht verliert und es kein privates Auto mehr ist, na ja lt. GEZ und Mainz, weshalb kann ich nicht das Auto als firmenfahrzeug beim Finanzamt anmelden.

OK der Eheman kann ja eine Werbefirma so zu sagen gründen.
10€ Einahmen und dafür das Auto absetzen.

ist halt nur allgemein die frage, wie sich alles aufrechnen lässt.
derjenige der sein Auto nicht steuerlich wegen der fahrt ins Büro zu buche bringen kann, könnte ja dann . . . .
und derjenige der jeden Tag 80 km einfach ansetzt, müsste das dann durchrechnen.
ist nur ein Gedanke

Borlander floidfat

„gut das ist ein Argument. das mit dem kein Radio im Auto. aber solange es kein...“

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Wenn man das Autoradio ausbaut muß man auch keine Rundfunkgebühren für das Auto zahlen. Ich kenne mehrere Personen die aus diesem Grund das Autoradio ausgebaut haben. Da hatten dann auch die GEZ-Fahnder beim Besuch nix dran zu beanstanden...

10€ Einahmen und dafür das Auto absetzen.
Wenn Deine Ausgaben regelmäßig unterhalb der Einnahmen liegen bekommst Du irgendwann Ärger mit dem Finanzamt ;-)

Olaf19 Anonym

„Bin ich bekloppt? Oder versteh ichs nur einfach nicht?? Was bitte schön hat...“

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Wie weiter oben schon gesagt - es geht nicht darum, dass man sich "irgendwas" auf das Auto klebt. In dem Moment aber, wo man das eigene(!) Firmenlogo spazierenfährt, fördert man ja seine eigene Geschäftstätigkeit, und somit gilt das Auto als gewerblich genutzt.

Die Verlogenheit an dieser ganzen Sache besteht darin, dass die eine Behörde so argumentiert und die andere so. Bei der GEZ darfst du zahlen, aber beim Finanzamt hast du keine Möglichkeit der Absetzung. Und die Gerichte nicken natürlich das ab, was dem Staat mehr Geld bringt.

CU
Olaf

Data Junkey Olaf19

„@Murdock“

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mehr Geld bringt...

ACK. Genau das ist das Problem bei uns. :(