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Es geht auch ohne Internet

Olaf19 / 42 Antworten / Baumansicht Nickles

Etwa 20% aller Deutschen gehen gar nicht ins Internet. Dabei gibt es signifikante Unterschiede in punkto Alter und Geschlecht, Bildungsstand und – nun ja, auch der geografischen Region.

Der Artikel in der Computerwoche bedient so ziemlich alle Klischees über Internet-Abstinenzler, jedoch – wenn die Ergebnisse nun einmal so sind, was will man machen.

Immerhin 2 von 7 "Internet-Power-Usern" gönnen sich von Zeit zu Zeit ganz bewusst eine Auszeit vom Internet. Das ist besonders bemerkenswert insofern, als es mit Hilfe mobiler Geräte jederzeit und an jedem Ort der Welt möglich wäre, online zu gehen, wenn man es nur wollte.

Quelle: www.computerwoche.de

Olaf19 meint: Klar geht es auch ohne. Es geht auch ohne Fernsehen, ohne Telefon, ohne fließend Wasser... aber vieles geht "mit" einfach besser, oder macht wenigstens mehr Spaß.

Die Krux bei all dem: solange man etwas noch nicht kennt, kann man darauf verzichten – kennt man es einmal, möchte man es nicht mehr missen.

Noch bis Frühjahr 2002 habe ich mich geweigert, ein Handy zu benutzen. Nach einem Umzug zeichnete sich ab, dass ich bis auf weiteres keinen Festnetzanschluss bekommen würde – da habe ich mir dann doch ein Handy zugelegt.

Ja, und heute kann ich mir ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen – halt!: vorstellen ja. Hat bis 2012 auch wunderbar funktioniert. Aber "mit" macht es einfach mehr Spaß...

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Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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hgberlin Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Niemand kann den Fortschritt aufhalten, aber ob der uns immer so gut tut ist zu bezweifeln.

Wenn ich früher was kaufen wollte, bin ich in die Stadt gefahren, habe viel Interessantes gesehen und habe den Spaß des Suchens, Aussuchens und Kaufens in 3 D und mit Geruch erlebt.

Auf dem Nachhauseweg habe ich mich über das Gekaufte gefreut und war daheim angenehm erschöpft und glücklich. Heute ist es ein Klick und am nächsten Tag steht der Briefträger vor der Tür!

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Olaf19 hgberlin

„Niemand kann den Fortschritt aufhalten, aber ob der uns immer so ...“

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Hi hgberlin,

Das hast du sehr treffend und wunderschön poetisch beschrieben. Pluszeichen für deinen Beitrag auch von mir. Und mir macht diese Art des Einkaufens heute noch Spaß!

Dass man bei Versandhandelskäufen von Ladenöffnungszeiten unabhängig ist, halte ich auch nur für eine "Mär". Die Paketdienste haben genau dann ihre Arbeitszeit, wenn ich als Berufstätiger gleichfalls im Büro sitze. "Leider haben wir Sie heute nicht angetroffen, aber wir versuchen es gern morgen wieder um die gleiche Zeit und übermorgen nochmal" ist also wenig hilfreich. Ja, und wenn man das Paket dann eh beim Postamt abholen muss, ist man doch wieder von Öffnungszeiten abhängig.

Was man dabei nicht aus dem Auge verlieren darf, ist, dass immer noch ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung auf dem Land lebt und nicht "mal eben so" zum Shoppen in die Stadt fahren kann wie wir Berliner, Hamburger, Münchener etc.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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wolves Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Handy? -> Ja, zeitweise

Smartphone? -> Nein - nicht für Internet - Privatheit ist mir wichtiger.

^L^
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Olaf19 wolves

„Handy? - Ja, zeitweise Smartphone? - Nein - nicht für Internet - ...“

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Smartphone? -> Nein - nicht für Internet - Privatheit ist mir wichtiger.

Wäre ich doch bloß so vernünftig wie du... vor allem, wie lange habe ich die Anschaffung eines Smartphones vor mir hergeschoben, hab immer gesagt "ich brauch das nicht" (genau wie beim Handy, das ist auch jahrelang noch nicht brauchte, als außer mir schon alle eins hatten).

Tja, und irgendwann erwischt es einen dann doch... altes Handy war kaputt, neues musste her, Freund von mir bekam gerade ein neues Smartphone aus seinem Telekom-Vertrag, das Altgerät war "über" – und irgendwie war ich dann doch angefixt davon und die Sache nahm ihren Lauf.

CU, Olaf

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wolves Olaf19

„Wäre ich doch bloß so vernünftig wie du... vor allem, wie ...“

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Ich verwende das Smartphone ja auch, aber eben NUR zum Telefonieren ;o]

- aber nur mit Telefonwertkarte - also ohne Datendienste, WLAN, Blutooth usw.

salü

^L^
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Olaf19 wolves

„Ich verwende das Smartphone ja auch, aber eben NUR zum ...“

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Smartphone ja auch, aber eben NUR zum Telefonieren

Hmmm... dann könntest du aber mit einem einfachen Handy wesentlich günstiger fahren, wenn du die computer-artigen, internet-gebundenen "Smart"-Funktionen gar nicht nutzt.

CU, Olaf

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wolves Olaf19

„Hmmm... dann könntest du aber mit einem einfachen Handy ...“

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Internet ist Nebensache, es sind ja genügend andere Funktionen drauf, die mein uraltes (teureres) Handy noch nicht hat(te).

Als Notizblock, Fotoapparat, Videorecorder, Radio und Mediaplayer ist es durchaus nützlich. Und mit einem 20,- EURO Telefon-Ladebon komme ich locker 3-4 Monate aus.

salü

^L^
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Olaf19 wolves

„Internet ist Nebensache, es sind ja genügend andere Funktionen ...“

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Und mit einem 20,- EURO Telefon-Ladebon komme ich locker 3-4 Monate aus.

Sehr gut! Das war bei mir "früher" (TM) auch so, als ich noch ein "lupenreines" Handy besaß. Da gab es Internet nur als Sonderfunktion, d.h. man konnte irgendwelche etwas überteuerten Spezialdienste aufrufen, die dann einfache Texttafeln mit Nachrichten anzeigten. Mit "Surfen" hatte das also noch nicht zu tun.

Notizblock, Fotoapparat, Videorecorder, Radio und Mediaplayer

Stimmt, das ging mit alten Handys so nicht. Hat das Teil denn auch einen eigenen Tuner, oder muss für Radio dann doch wieder das Internet bemüht werden?

CU, Olaf

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wolves Olaf19

„Sehr gut! Das war bei mir früher TM auch so, als ich noch ein ...“

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Stimmt, das ging mit alten Handys so nicht. Hat das Teil denn auch einen eigenen Tuner, oder muss für Radio dann doch wieder das Internet bemüht werden?

Mein altes Huawei (Telefon-Only-SIM) braucht zumindest eine Telefonnetzverbindung (= Flugmodus aus).

salü

^L^
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mawe2 Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Klar geht es auch ohne. ... aber vieles geht "mit" einfach besser, oder macht wenigstens mehr Spaß.

Das heutige Leben in unserer Informationsgesellschaft ist ohne Internet nicht mehr möglich.

Dabei ist es egal, ob der einzelne Mensch persönlich einen Zugang zum Internet hat oder nicht. Indirekt ist jeder vom Internet (oder allg. von Informationsnetzwerken) abhängig. Zu 100%!

Viele Dinge, die wir im Alltag selbstverständlich nutzen, sind vom Funktionieren der Netze abhängig. Fällt "das Netz" (oder fallen "die Netze") aus, bricht das alltägliche Leben zusammen.

Wieviel Prozent der Bevölkerung bei einem ein-/ zwei-/ drei-tägigen Komplettausfall des Netzes noch überleben würden, ist natürlich reine Spekulation. Ich gehe mal davon aus, dass insbesondere im Winter nur ein paar Prozent mehr als eine Woche überstehen würden.

Da sind dann die Naturvölker, die sich niemals von solchen Technologien abhägig gemacht haben, eindeutig im Vorteil!

Gruß, mawe2

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Olaf19 mawe2

„Das heutige Leben in unserer Informationsgesellschaft ist ohne ...“

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Dabei ist es egal, ob der einzelne Mensch persönlich einen Zugang zum Internet hat oder nicht. Indirekt ist jeder vom Internet (oder allg. von Informationsnetzwerken) abhängig. Zu 100%!

Absolut. Ob man selbst nun ständig, selten oder niemals surft, spielt dabei gar keine Rolle – andere tun es aber, und so hat das Internet einen erheblichen Einfluss auf die komplette logistische Organisation unserer Gesellschaft.

Wieviel Prozent der Bevölkerung bei einem ein-/ zwei-/ drei-tägigen Komplettausfall des Netzes noch überleben würden, ist natürlich reine Spekulation. Ich gehe mal davon aus, dass insbesondere im Winter nur ein paar Prozent mehr als eine Woche überstehen würden.

Ganz so dramatisch ich sehe ich das trotzdem nicht. Die Frage ist dabei auch immer, wie robust die Systeme mit solchen Ausfällen umgehen können, ob da "Fallback-Systeme" implementiert sind, die im Notfall die "gute alte Zeit" vor dem Internet quasi simulieren können.

Deswegen könnte ich mich immer über die Vorstellung aufregen, dass eines Tages keine SSDs und Festplatten mehr produziert werden, weil ja eh jeder alles in Clouds aufbewahrt. Ganz abgesehen von den viel diskutierten Datenschutzaspekten hätte man dann ein zusätzliches Ausfallrisiko, wenn z.B. irgendwelche Server "down" sind oder auch die eigene Internetanbindung gerade mal die Grätsche macht.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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mawe2 Olaf19

„Absolut. Ob man selbst nun ständig, selten oder niemals surft, ...“

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Ganz abgesehen von den viel diskutierten Datenschutzaspekten hätte man dann ein zusätzliches Ausfallrisiko, wenn z.B. irgendwelche Server "down" sind oder auch die eigene Internetanbindung gerade mal die Grätsche macht.

Wobei das nur für die Leute gilt, die selbst wissen, wie sie ihre Daten sichern und wie sie den Verlust wichtiger Daten vermeiden.

Ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass das nur eine verschwindende Minderheit unter den heutigen Nutzern wirklich beherrscht.

Für allen anderen, die noch nie ein Backup gemacht haben, obwohl sie persönlich sehr wichtige Daten besitzen, ist die Cloud-Lösung im Sinne der Minimierung des Ausfallsrisikos wahrscheinlich die bessere Lösung.

Das Datenschutzproblem besteht sich dann aber trotzdem auch weiterhin.

Gruß, mawe2

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Maybe Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Moin,

da stellt sich für mich die Frage, was man unter "ins Internet gehen" versteht. Ist damit die bewusste Handlung, das gezielte Surfen gemeint?

Was ist mit der unbewussten, dauerhaften Verbindung zur Nutzung von z.B. WhatsApp oder diversen anderen Hintergrunddiensten?

Oder gar der SMART-TV, der ebenfalls mit dem Internet verbunden ist.

Auch moderne Autos sind beinahe dauerhaft verbunden.

Was also ist noch "ins Internet gehen", wenn man dauerhaft online ist?

Komplett offline wäre dann nur: Router und Smartphone aus!

Gruß

Maybe

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mawe2 Maybe

„Moin, da stellt sich für mich die Frage, was man unter ins ...“

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Frage, was man unter "ins Internet gehen" versteht

Gute Frage!

Früher brauchte man i.d.R. spezielle Kenntnisse, um überhaupt "ins Netz" zu kommen. Leute, die sich diese Kenntnisse nicht aneignen wollten / konnten, blieben automatisch außen vor.

Heute ist das fast schon umgekehrt: Oft braucht man spezielle Kenntnisse, um nicht automatisch "ins Netz" geschickt zu werden. Wer sich nicht kümmert, ist automatisch "drin".

Während also früher eine "Opt-In-Kultur" herrschte, ist es heute zumeist eine "Opt-Out-Kultur". Und der Trend scheint sich so fortzusetzen.

In Zukunft wird es ein Zeichen spezieller Internet-Affinität (oder spezieller IT-Affinität) sein, wenn es jemand schafft, zuverlässig offline zu bleiben!

Gruß, mawe2

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Olaf19 Maybe

„Moin, da stellt sich für mich die Frage, was man unter ins ...“

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was man unter "ins Internet gehen" versteht. Ist damit die bewusste Handlung, das gezielte Surfen gemeint?

Im Sinne dieses Artikels: klares Ja.

Darüber hinaus ist es natürlich klar, dass das Internet in der heutigen Zeit noch weit weit mehr Aufgaben zu erledigen hat als "Surfern" Webseiten mit bunten Bildern, Musik, Texten und Videos zur Verfügung zu stellen. Das war hier nur nicht gemeint.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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rayvWven Olaf19

„Im Sinne dieses Artikels: klares Ja. Darüber hinaus ist es ...“

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Hallo...

Moin, da stellt sich für mich die Frage, was man unter "ins Internet gehen" versteht. Ist damit die bewusste Handlung, das gezielte Surfen gemeint? Was ist mit der unbewussten, dauerhaften Verbindung zur Nutzung von z.B. WhatsApp oder diversen anderen Hintergrunddiensten? Oder gar der SMART-TV, der ebenfalls mit dem Internet verbunden ist. Auch moderne Autos sind beinahe dauerhaft verbunden. Was also ist noch "ins Internet gehen", wenn man dauerhaft online ist? Komplett offline wäre dann nur: Router und Smartphone aus! Gruß Maybe

Also ich möchte nicht gerne permanent in einer Datenleitung mit allem nur erdenklich möglichem hängen. Immer mehr Hardware- u. Softwarehersteller zielen aber genau darauf ab. Über den Sinn und Unsinn könnte man vermutlich lange diskutieren.

Selbstbestimmung heißt daher das Zauberwort und jeder sollte für sich überlegen, wieviel er davon bereit ist an irgend jemanden Abzutreten - und an Wieviele, wobei wir jetzt bei der Nachvollziehbarkeit wären und genau dort wird es nun schwierig.

Ich würde hier deshalb nicht gerade von einem generell ausschließlich positiven Netzwerk reden. Das Internet entpuppt sich immer mehr zum Input- Net! Tatsache ist, das wir immer öfter, immer weniger über die ehrlichen Motive derer wissen, welche da im Hintergrund auf unseren Rechnern irgendwelche produktspezifische Standleitungen einrichten und diese, mit 1000 logisch klingenden Gründen versuchen, dem Kunden gegenüber zu rechtfertigen.

Das jene dazu dann aber hierfür 15 Seiten AGB benötigen um es einigermaßen, wenn überhaupt, verständlich klingen zu lassen scheint den wenigsten aufzufallen. Es gab einmal eine Zeit im Netz, wo man selbst entscheiden konnte, was man nutzen wollte oder auch nicht. Zusatzdienste wurden lediglich angeboten und nicht automatisch Diktiert, so wie Heute.

Diese Gegebenheiten zielen für mich darauf ab, nach vollendeter Perfektion auf rechtlicher Basis, dem Kunden legal die Rechte für Nutzung eines Produktes auch wieder zu entziehen. Zugegeben, das mag jetzt vielleicht in manchen Augen eine waaghalsige Hypothese sein, doch wenn man einmal genauer nachschaut, findet man bereits schon heute solche - grau unterlegten - Vorgehensweisen der Hersteller von Hardware - Stichwort: "Drucker" -

Anderes könnte durchaus Nachfolgen, die Liste ist unendlich lang und Reichhaltig. Ziel: Man deffiniert Besitzverhältnisse für Hardware einfach Neu (existiert schon auf Software-Ebene ) - zu gunsten der Produkthersteller. Der Kunde hat dann nur noch lediglich ein Nutzungsrecht!  Das könnte sogar soweit gehen, das wir ein Vorläufermodell, z.B., von einer Grafikkarte, - obwohl kompatibel - einfach nichtmehr in einem anderen PC verwenden können...

Gruss, Ralf

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Olaf19 rayvWven

„Hallo... Also ich möchte nicht gerne permanent in einer ...“

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Also ich möchte nicht gerne permanent in einer Datenleitung mit allem nur erdenklich möglichem hängen. Immer mehr Hardware- u. Softwarehersteller zielen aber genau darauf ab. Über den Sinn und Unsinn könnte man vermutlich lange diskutieren.

Im Gegenteil – eigentlich kann man die Diskussion ganz kurz machen. Warum soll man mit dem Internet verbunden sein, wenn man Funktionen aufrufen will, die mit dem Internet gar nichts zu tun haben?

In den 80er Jahren hatte kein Mensch Internet, trotzdem konnte man am Computer mit einer Textverarbeitung Romane schreiben. Und nur weil heute jeder und alle Internet haben, soll eine Textverarbeitung jetzt plötzlich nicht mehr funktionieren, ohne dass man ständig mit dem Internet verbunden ist? Das ist doch ein technischer Rückschritt.

Die Verbindung kann jederzeit unterbrochen sein, sei es weil irgendwo ein Kabel lose sitzt, mein Router im Eimer ist, ein Bauarbeiter mit beherztem Spatenstich gerade ein unterirdisch verlegtes Kabel durchstoßen hat, irgendein Server nicht antwortet oder weil gerade zu viele Leute gleichzeitig im Internet herumsurfen und dadurch die Bandbreite in die Knie geht.

Wozu muss mein Küchenmixer mit dem Internet verbunden sein, wenn er nur ein bisschen Kuchenteig kneten soll? Fehlt nur noch, dass ich in meiner Wohnung jämmerlich verbrennen muss, weil das Feuer die Internetverbindung gekappt hat und die Außentür sich deswegen logischerweise(!) nicht mehr öffnen lässt...

Die Feuerwehr kommt natürlich auch nicht. Dank akuter Überlastung der Netze surfen die Feuerwehrwagen nur noch mit stark gedrosselter Bandbreite und können deswegen max. 15 km/h fahren...

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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rayvWven Olaf19

„Im Gegenteil eigentlich kann man die Diskussion ganz kurz machen. ...“

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eigentlich kann man die Diskussion ganz kurz machen

Stimmt, bleiben aber immer noch die wenigen Vielen, die dadurch einen evolutionären Sprung in ihrer Bequemlichkeit sehen und Lobpreisend dazu nicken... :)

... selbst wenn ihnen dadurch irgendwann die heilige Leitung zusammenbricht... ;)

... dann gibt es eben wieder eine Diskussion über Provider und deren überlasteten Netze...

Gruss, Ralf

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Olaf19 rayvWven

„Stimmt, bleiben aber immer noch die wenigen Vielen, die dadurch ...“

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bleiben aber immer noch die wenigen Vielen, die dadurch einen evolutionären Sprung in ihrer Bequemlichkeit sehen und Lobpreisend dazu nicken... :)

Du denkst dabei wahrscheinlich an die vielen mehr oder weniger begeisterten Cloud-Nutzer?

Cloud ist toll, solange die Daten nicht zu privat sind, sondern mit anderen geteilt werden sollen, so dass ein größerer Personenkreis sich z.B. einen von einem einzelnen Teilnehmer hochgeladenen Konzertmitschnitt dort abholen kann.

Fatal wird es in dem Moment, wo die ganze Speichermedienbranche daran eingeht, dass kein Mensch mehr eine Festplatte kauft, weil es ja schließlich Cloud-Speicher gibt...

Cloudspeicher ist nicht nur günstiger, es ist auch wahnsinnig praktisch, dass man in Tokio oder Buenos Aires auf die "heimische Festplatte" zugreifen kann.

Das könnte langfristig den Tod der Festplatte resp. SSD bedeuten, und das fände ich schlimm. Cloud-Zwang für alle – "nein danke!"

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Maybe Olaf19

„Im Gegenteil eigentlich kann man die Diskussion ganz kurz machen. ...“

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In den 80er Jahren hatte kein Mensch Internet, trotzdem konnte man am Computer mit einer Textverarbeitung Romane schreiben. Und nur weil heute jeder und alle Internet haben, soll eine Textverarbeitung jetzt plötzlich nicht mehr funktionieren, ohne dass man ständig mit dem Internet verbunden ist? Das ist doch ein technischer Rückschritt.

Sicherlich... aber hier sind wir wieder beim Punkt, den ich zu oft erwähne. Die Entscheidungen werden nicht von den Menschen getroffen, die Ahnung von der Materie haben, sondern nach rein wirtschaftlichen und kurzfristig finanziellen Aspekten von BWLern im Management.

Kaum ein IT-Administrator dürfte glücklich darüber sein, wenn mehr und mehr wichtige Prozesse ausgelagert werden. Die Kontrolle über Cloud-Services z.B. sind vergleichsweise sehr eingeschränkt.

Wenn man es sich als ITer leisten könnte, müsste man eine Firma sofort verlassen, sobald der "ach so klevere" Chef die Integration von iPhones und Android ins Firmennetzwerk anordnet.

Der Preis für vermeidliche Kostenersparnis durch Outsourcing und Cloud-Diensten ist der Verlust an Kontrolle, sei es Verfügbarkeit oder Datenschutz.

Aber erklär das mal den hochstudierten Zahlenschiebern, die kaum noch über den Horizont ihres 5 Zoll-Smartphones schauen können!

Und wenn das Firmen nicht checken, dass schon garnicht der normale Consumer.

In meinem privaten Umfeld kämpfe ich da auch ständig gegen Windmühlen. Den Support für Win10 habe ich eingestellt, weil ich darauf einfach keinen Bock habe. Facebook, Whatsapp und Google zu kritisieren, grenzt schon an Blasphemie. Man hat doch nichts zu verbergen und kann sich eh nicht dagegen wehren.

Und weil die Fische immer schön in eine Richtung schwimmen, ist es denkbar einfach die Netze aufzustellen und alles abzugreifen, was sich zu Geld machen lässt.

Gruß

Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
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Olaf19 Maybe

„Sicherlich... aber hier sind wir wieder beim Punkt, den ich zu ...“

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Wenn man es sich als ITer leisten könnte, müsste man eine Firma sofort verlassen, sobald der "ach so klevere" Chef die Integration von iPhones und Android ins Firmennetzwerk anordnet.

Du meinst, weil auch Geräte mit völlig inkompatiblen Betriebssystemen – etwaige iOS- oder Android-Schadprogramme können Windows nichts anhaben und umgekehrt – in der Lage wären, Windowsviren zu transportieren, auch wenn diese auf den Smartphones und Tablets selbst keinen Schaden anrichten können?

Den Support für Win10 habe ich eingestellt, weil ich darauf einfach keinen Bock habe.

So anstrengend...?

Facebook, Whatsapp und Google zu kritisieren, grenzt schon an Blasphemie. Man hat doch nichts zu verbergen und kann sich eh nicht dagegen wehren.

Es grenzt an moralische Verpflichtung, besonders im Fall von Facebook und Whatsapp! Google als Suchmaschine finde ich nach wie vor gut, solange man kein Konto einrichtet und damit weitere Dienste nutzt. Die fatalistische Einstellung der Leute ("ist halt so und ist ja auch egal") finde ich fast erschreckend.

Und weil die Fische immer schön in eine Richtung schwimmen, ist es denkbar einfach die Netze aufzustellen und alles abzugreifen, was sich zu Geld machen lässt.

Wenn das nicht so ein ernstes und fast trauriges Thema wäre, würde ich fast schon sagen: schönes Bild...

CU, Olaf

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Maybe Olaf19

„Du meinst, weil auch Geräte mit völlig inkompatiblen ...“

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Du meinst, weil auch Geräte mit völlig inkompatiblen Betriebssystemen – etwaige iOS- oder Android-Schadprogramme können Windows nichts anhaben und umgekehrt – in der Lage wären, Windowsviren zu transportieren, auch wenn diese auf den Smartphones und Tablets selbst keinen Schaden anrichten können?

Sicherlich auch ein Punkt. Ich meinte aber eher die datenschutzrechtliche Seite, interne Firmenkommunikation über Geräte zu betreiben, für die Datenschutz ein Fremdwort ist und die ihr Kapital mit der Vermarktung von Daten machen. Smartphones sind alles andere als sicher und die Eingriffsmöglichkeiten der firmeneigenen IT ist sehr eingeschränkt. Da wird auch kaum eine Firma vorher rooten oder ein Jailbreak durchführen, um die Geräte anzupassen. Da eröffnen sich noch deutlich mehr Möglichkeiten als im privaten Umfeld. Ich kenne Fälle, da werden komplette Auftragsdaten über Gmail an den Außendienstler und seinen Androiden geschickt. Lächerlich ist da beinahe das Abkleben der Kameras in vielen Firmen. Bewusste Handlungen werden möglichst unterbunden, aber die ganzen firmenspezifischen Daten (Kontakte, Aufträge, Rechnungen etc.) liegen unbeachtet auf amerikanischen Servern.

Grade Firmen sollten soweit die Kontrolle über ihre sensiblen Daten behalten, wie es technisch überhaupt möglich ist. Outsourcing von sensiblen Daten ist immer Kontrollverlust.

So anstrengend...?

Wenn ich in Win10 alles deaktiviere, was ich selber nicht haben will habe ich ein anderes System vorliegen als die evtl. Problemkandidaten und kann damit auch nicht wirklich hilfreich sein.

Die fatalistische Einstellung der Leute ("ist halt so und ist ja auch egal") finde ich fast erschreckend.

Ich auch. Als Beispiel fordere ich dann manchmal provokativ, doch bitte die Brieftasche in der Öffentlichkeit liegen zu lassen und freundlicherweise die PINs zu notieren. Wenn sie es digital machen, warum dann nicht auch im realen Leben? Sie haben doch nichts zu verbergen. Bei "einfach strukturierten" Menschen kann in Resignation noch teilweise nachvollziehen, bei intelligenten Menschen ist es aber schlichtweg Faulheit, sich überhaupt mit der Materie zu beschäftigen.

Gruß

Maybe

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Olaf19 Maybe

„Sicherlich auch ein Punkt. Ich meinte aber eher die ...“

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Ich meinte aber eher die datenschutzrechtliche Seite, interne Firmenkommunikation über Geräte zu betreiben, für die Datenschutz ein Fremdwort ist und die ihr Kapital mit der Vermarktung von Daten machen. Smartphones sind alles andere als sicher und die Eingriffsmöglichkeiten der firmeneigenen IT ist sehr eingeschränkt. Da wird auch kaum eine Firma vorher rooten oder ein Jailbreak durchführen, um die Geräte anzupassen.

Nein, Rooting oder Jailbreak halte ich für ein Tabu, denn damit ermöglicht man ja zumindest potenziell den Download von nicht geprüfter und für gut befundener Software außerhalb des App- bzw. PlayStores. Ich kann jetzt nur für das iPhone sprechen, aber dort hat man die Möglichkeit, pauschal sämtlichen Apps das Senden von Daten zu verbieten bzw. nach Bedarf einzelne davon wieder freizugeben (Whitelist-Prinzip). Bei Android wird das sicherlich auch irgendwie gehen. Die Firmen-Smartphones dürften entsprechend restriktiv eingestellt sein.

Ich kenne Fälle, da werden komplette Auftragsdaten über Gmail an den Außendienstler und seinen Androiden geschickt.

Das ist nicht nur nicht schön, das ist auch völlig unnötig. Ein Smartphone ist für mich nichts weiter als ein Handy mit ein paar erweiterten Möglichkeiten (Surfen, Landkarten/Stadtpläne, Fotografieren...) und sollte auch nur dafür genutzt werden. Natürlich stellt sich die Frage, wer will das im Einzelfall kontrollieren.

Wenn ich in Win10 alles deaktiviere, was ich selber nicht haben will habe ich ein anderes System vorliegen als die evtl. Problemkandidaten und kann damit auch nicht wirklich hilfreich sein.

Kann ich verstehen. Allerdings war das schon bei Windows XP genau so ;-)

Bei "einfach strukturierten" Menschen kann in Resignation noch teilweise nachvollziehen, bei intelligenten Menschen ist es aber schlichtweg Faulheit, sich überhaupt mit der Materie zu beschäftigen.

So einfach gestrickt sind die Leute dann auch wieder nicht. Wenn jemand so intelligent ist, dass sich die Anschaffung eines Smartphones überhaupt lohnt, d.h. dass er die gegenüber älteren Handys stark erweiterten Funktionen erlernen kann, dann sollte er auch nicht mit dem Datenschutzthema restlos überfordert sein.

CU, Olaf

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Maybe Olaf19

„Nein, Rooting oder Jailbreak halte ich für ein Tabu, denn damit ...“

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Ich kann jetzt nur für das iPhone sprechen, aber dort hat man die Möglichkeit, pauschal sämtlichen Apps das Senden von Daten zu verbieten bzw. nach Bedarf einzelne davon wieder freizugeben (Whitelist-Prinzip).

Beim iPhone muss ich passen. Ich könnte mir aber denken, dass die Restriktionen sich jeweils auf die externen Apps beziehen, nicht aber auf das Betriebssystem iOS selbst.

Bei Android hat man ohne Root keine wirklichen Administrator-Rechte und ist somit sehr eingeschränkt in den Möglichkeiten. Es gibt externe Apps wie z.B. AppGuard, die versprechen die Zugriffrechte zu blockieren. Ohne Root ist aber die Kontrolle bestenfalls mangelhaft und bezieht sich natürlich auch nicht auf Android selbst.

In Firmennetzwerken kann man nicht nur die Zugriffsrechte der einzelnen Nutzer sehr stark begrenzen, sondern auch z.B. die Verwaltung von Updates, die Verteilung von Software, Schutzsoftware, Firewalls, Proxy-Server etc. etc.

So eine globalisierte Lösung ist mir unter iOS und Android noch nicht untergekommen, was nicht heißt, dass es sie nicht gibt.

Afaik wird lediglich oft die Möglichkeit umgesetzt, per VPN Verbindung zum Firmennetzwerk umzusetzen.

http://workshop.tecchannel.de/a/vpn-unter-android-einrichten,3277607

http://www.zdnet.de/41557673/mit-android-ins-firmennetz-vpn-apps-zum-download/?PageSpeed=noscript

Imho sind Smartphones datenschutztechnisch eine absolute Katastophe, da deren Herrsteller sich nicht die Kontrolle komplett entziehen lassen. Daher haben sie nicht in Bereichen zu suchen, in denen sensible Daten vorhanden sind.

Ich kenne auch Beispiele, in denen der Google-Kalender für externe Termine genutzt werden. Da liegen also Termine, Kontakte und was weiß ich auf externen Google-Servern.

Kann ich verstehen. Allerdings war das schon bei Windows XP genau so ;-)

Naja, das war schon noch eine etwas andere Baustelle. Unter Win10 sind ungleich mehr bedenkliche Funktionen integriert. Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob Windows je vertrauenswürdig gewesen ist. Tatsache ist aber, dass es mit jeder Version schlimmer geworden ist und jetzt für mich das Fass übergelaufen ist.

Gruß

Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
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Olaf19 Maybe

„Beim iPhone muss ich passen. Ich könnte mir aber denken, dass ...“

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Imho sind Smartphones datenschutztechnisch eine Katastophe, da deren Herrsteller sich nicht die Kontrolle komplett entziehen lassen. Daher haben sie nicht in Bereichen zu suchen, in denen sensible Daten vorhanden sind.

Bei uns in der Firma gibt es Dienst-iPhones, so ab Teamleiter-Ebene aufwärts, teilweise schon bei Kollegen ohne leitende Position, sofern diese viel reisen müssen. Ein Datenaustausch mit dem Firmennetzwerk findet nicht statt, zumindest nicht offiziell. Explizit verboten wäre der afaik aber auch nicht, bzw. wenn, ließe es sich ebenso wenig kontrollieren wie der hemmungslose Einsatz von USB-Sticks. Sonst müsste man schon sämtliche USB-Eingänge mit der Heißklebepistole bearbeiten...

Unter Win10 sind ungleich mehr bedenkliche Funktionen integriert. Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob Windows je vertrauenswürdig gewesen ist. Tatsache ist aber, dass es mit jeder Version schlimmer geworden ist und jetzt für mich das Fass übergelaufen ist.

Die Datenschutzbestimmungen von Microsoft gelten pauschal für "Windows" (und zahlreiche Microsoft-Dienste), ohne Angabe der Version: https://www.microsoft.com/de-de/privacystatement/default.aspx – demnach auch für Windows 8(.1), 7 oder sogar XP.

Hartnäckige Verfechter von Windows 10 werfen an dieser Stelle ein: das ist nicht besser und nicht schlimmer, als es je war, es fällt durch die Neufassung des Datenschutz-Statements und die darin vorgenommene Zusammenfassung aller Dienste nur viel stärker auf.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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VC1541 Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Also ich sehe in meinem Bekanntenkreis und in der Bevölkerung jetzt schon eine große Kluft, zwischen denenm die sich das Internet zunutze machen und informiert sind, bzw. günstig mit Riesenauswahl einkaufen und denen, die in die Bücherei oder das Ladengeschäft gehen, wenn sie etwas brauchen und wenn sie dort nicht fündig werden, bleiben sie halt unwissend, bzw. kommen nicht an ihre gewünschten Konsumgüter.

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Olaf19 VC1541

„Also ich sehe in meinem Bekanntenkreis und in der Bevölkerung ...“

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Hi VC1541, du schreibst, du kennst solche Fälle:

denen, die in die Bücherei oder das Ladengeschäft gehen, wenn sie etwas brauchen und wenn sie dort nicht fündig werden, bleiben sie halt unwissend, bzw. kommen nicht an ihre gewünschten Konsumgüter.

...auch aus deinem Bekanntenkreis. Könntest du sagen, worin die Motivation dieser Menschen liegt, dem Internet konsequent fernzubleiben? Ist das mehr eine irrationale Angst vor dem "unbekannten Monster" Internet, rationale Sicherheitsbedenken, Probleme mit den Augen oder schlicht und einfach keine Lust?

Bewusste Auszeit vom Internet – gute Sache, keine Frage, sollte man sich immer mal gönnen. Aber permanent ohne Internet – das könnte ich mir heute nicht mehr vorstellen. Genau genommen schon 1999 nicht...

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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VC1541 Olaf19

„Hi VC1541, du schreibst, du kennst solche Fälle: ...auch aus ...“

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Könntest du sagen, worin die Motivation dieser Menschen liegt, dem Internet konsequent fernzubleiben?

In einem Fall ist es die totale Horigkeit dem Ehemann gegenüber, der sagt: "Das ist nichts für dich", gepaart mit einer sehr naiven Weltsicht.

In anderen Fällen hat es sicher mit dem Bildungsstand zu tun. Denn unter Internet Nutzen verstehe ich die Möglichkeiten der Informationsgewinnung auszuschöpfen, selektieren zu können, was wahr und und offensichtlich gelogen ist und nicht nur mit Whatsapp Bilder zu verschicken, ohne jemals deren AGB gelesen zu haben.

In einigen Fällen ist es schlicht der im Haushalt fehlende Computer.

Und das sind alles keine Senioren.

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Olaf19 VC1541

„In einem Fall ist es die totale Horigkeit dem Ehemann gegenüber, ...“

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Denn unter Internet Nutzen verstehe ich die Möglichkeiten der Informationsgewinnung auszuschöpfen, selektieren zu können, was wahr und und offensichtlich gelogen ist und nicht nur mit Whatsapp Bilder zu verschicken, ohne jemals deren AGB gelesen zu haben.

Das halte auch ich für absolut wichtig und notwendig. Zugegeben: ich bin auch alles andere als ein fleißiger AGB-Leser. Aber wenn man wirklich etwas Interesse für die digitale Welt aufbringt, dann erfährt man auch über diverse News-Seiten, wenn ein Unternehmen unerträgliche AGBs hat. Das wird dann bei Heise & Konsorten ausgiebig abgehandelt und diskutiert, auch bei nickles.de.

Andererseits gibt es Anwender, die sich bei allem was sie tun, immer nur für die funktional-bequemen, phänomenologisch sichtbaren Aspekte interessieren, ohne dabei zu versuchen, hinter die blankpolierte Fassade zu schauen oder wenigstens anderen zuzuhören, die dies getan haben.

In einigen Fällen ist es schlicht der im Haushalt fehlende Computer.

Inzwischen sind wir so weit, dass etwas ältere Geräte schon verschenkt werden, weil dafür kaum noch jemand etwas bezahlen will. Insofern: das könnte man ändern...

Und das sind alles keine Senioren.

Bei Senioren gibt es inzwischen auch schon jede Menge Computer-Freaks. Trotzdem habe ich Verständnis für jeden älteren Menschen, der sein Leben lang schon so viele "Technik-Säue" durchs Dorf hat getrieben werden sah, dass irgendwann eine Ermüdung einsetzt, dass man sich nichts Neues mehr antun will. Die schlechter werdenden Augen tun ein übriges.

Bei den Jüngeren denke ich, dass die wirklich etwas verpassen, wenn sie überhaupt kein Internet nutzen.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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De_prodigo_Filio Olaf19

„Das halte auch ich für absolut wichtig und notwendig. Zugegeben: ...“

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Hallo

Wie sinnvoll das Internet/Smartfon sein kann, sehen wir ja jetzt gerade aktuell an der Flüchtlingskrise, wobei das Internet natürlich nicht der Auslöser dieser ist.

Ich selber bezeichne mich als "Aussteiger", Jahrelang habe ich 8 Stunden vor der Flimmerkiste gesessen, Alles gelesen, jeden Mist konsumiert, überall Informationen gesammelt, bis mir klar wurde, was machst du eigentlich den ganzen Tag im Internet?

NICHTS WICHTIGES!

Heute ist der Router 22 Std. am Tag ausgeschaltet und ich lebe noch :-)) Wenn man vor dem Besuch des Internet überlegt, was brauche ich, was suche ich, was ist wirklich wichtig, dann merkt man schnell, so abhängig muss man sich nicht wirklich machen, vieles geht auch heute noch ohne die Medienlandschaft und das Leben geht weiter. Die wenigen wirklichen Vorzüge, die das Internet bietet, nutze ich auch heute noch, nur gezielt und habe immer noch Spass dran.

Einen informativen Tag noch

Jürgen

Du bist einsam, Fuehlst dich verlassen: Mach einen Schie?kurs, triff mal wieder alte Freunde.
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Olaf19 De_prodigo_Filio

„Hallo Wie sinnvoll das Internet/Smartfon sein kann, sehen wir ja ...“

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Wenn man vor dem Besuch des Internet überlegt, was brauche ich, was suche ich, was ist wirklich wichtig...

Das ist bei mir ganz anders. Wenn ich immer schon vorher genau wüsste, was mir wichtig ist und was nicht, würde ich das Internet gar nicht brauchen. Ganz häufig ist es eher so, dass ich im Internet etwas entdecke, was bei mir weitere Fragen aufwirft, so dass es neuerliche Recherchen nach sich zieht. Ich bin also schon ein ziemlicher Surfer.

Um so wichtiger ist es, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wann es zu viel wird und wann man sich ganz bewusst eine Auszeit genehmigen sollte. Einfach mal vor die Tür und frische Luft schnappen und dann natürlich nicht beim Spazierengehen weitersurfen und vor ein Auto laufen...

Die wenigen wirklichen Vorzüge, die das Internet bietet, nutze ich auch heute noch, nur gezielt und habe immer noch Spass dran.

Rein gefühlsmäßig sind es bei mir eher viele Vorzüge, aber davon abgesehen kann ich dir im Ganzen zustimmen.

CU, Olaf

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Alekom Olaf19

„Hi VC1541, du schreibst, du kennst solche Fälle: ...auch aus ...“

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ich bin regelmäßig in einem chat.

und neulich bekam ich eine meldung von der chatterin, das sie sich eine auszeit vom chat gönnt.

sprich, löschung des nicknamen.

ich habe so phasen wo ich mehrere tage den fernseher gar nicht einschalte. man versäumt ja nichts. (es gibt ja eh online-zeitungen)

und ganz vergällt mir es das fernsehen wenn gefühlte 20 werbeblöcke den film unterbrechen oder ist es schon umgekehrt? der film unterbricht die werbung?

fakt ist heute, wer heute nicht in sachen internet firm ist, der hats schwer!

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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Hans_Moser Alekom

„ich bin regelmäßig in einem chat. und neulich bekam ich eine ...“

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oder ist es schon umgekehrt? der film unterbricht die werbung?

Genau so ist das. Und das ist doch das Prinzip bzw. das Modell, wie Sender wie RTL und Co. funktionieren. Eigentlich verkaufen die nur Werbung, das Bisschen "Programm", welches die bieten, ist nur geschaltet, um die Werbezuschauer anzulocken und bei der Stange zu halten.

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Anonym60 Olaf19

„Es geht auch ohne Internet“

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Na ja ich hättedamals so um 2000 gern Internet gehabt so wie ich es seit knapp sieben Jahre habe nämlich auf Basis von Prepaid. 

Fast jedes mal wurde ich bei den Vorstellungsgesprächen gefragt, ob ich Internet hätte. Das fand ich völlig bescheuert. Ich fand es schon bescheuert, dass ich mir für Bewerbungen unbedingt einen Computer und Drucker anschaffen musste. Schreibmaschine ginge ja nicht mehr. Damals war die Hardware richtig teuer.

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Olaf19 Anonym60

„Na ja ich hättedamals so um 2000 gern Internet gehabt so wie ich ...“

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Fast jedes mal wurde ich bei den Vorstellungsgesprächen gefragt, ob ich Internet hätte. Das fand ich völlig bescheuert.

Ich auch :-/ Zumindest frage ich mich, was die mit der Frage bezweckt haben. Kein Internet = altmodischer Spießer, undynamisch, langweilig, träge und rückwärtsgewandt = können wir nicht gebrauchen? Ich finde, es gibt Dinge, die einen Arbeitgeber einfach nichts angehen.

dass ich mir für Bewerbungen unbedingt einen Computer und Drucker anschaffen musste. Schreibmaschine ginge ja nicht mehr.

Im Jahr 2000 vielleicht noch, da bin ich mir heute nicht mehr ganz sicher. Ein Kompromiss wäre sonst eine ekeltronische Schreibmaschine gewesen, die waren in den Neunzigern recht beliebt. Damit konnte man schon einige Effekte erzielen wie: verschiedene Schriftarten/-größen/-attribute (fett, kursiv, unterstrichen), die eine einfache Schreibmaschine nicht geschafft hätte.

Bekam man nicht auch schon im Jahr 2000 gebrauchte Drucker und Computer quasi nachgeschmissen?

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Anonym60 Olaf19

„Ich auch :-/ Zumindest frage ich mich, was die mit der Frage ...“

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Also mir war damals kein Händler bekannt der gebrauchte Computer verkaufte. Ein neuer Rechner bei Aldi kostete damals fast 2600 DM.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Der-Aldi-PC-Das-ist-drin-29545.html

"Für 2598 Mark erhält man ein System im schicken Midi-Tower-Gehäuse mit 200-Watt-ATX-Netzteil, ....."

Heute kosten die Computer nur einen Bruchteil davon.

Bei mir gab es damals einen Händler der eine elektronische Schreibmaschine mit einem kleinen Display gebraucht zu verkaufen hatte. Ich glaube er wollte zwischen 140 und 170 DM haben. Bei Brinkmann gab es damals einfach elektrische Schreibmaschinen. Mir wurde damals gesagt, dass man mit einer Schreibmaschine ja keine Bewerbungen mehr schreiben könnte.

Und als ich dann bei den Vorstellungsgesprächen noch gefragt wurde, ob ich Internet hätte da dachte ich mir was wollt ihr den noch? Führerschein wollten ja einige, dass man den auch hat.

Bei Karstadt konnte man damals im Internetsurfen für 5 Euro die Stunde. Die Rechner standen da aber nicht sehr lange. Die haben das nach kurzer Zeit wieder abgebaut. Einige Klassenkameraden hatten Internet nur für´s Filesharing. Von aktuellen Kinofilmen, Spielen, Musik bis zu Pornos. Bei einem lief sogar der Rechner 24 Stunden nur dafür.

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mawe2 Anonym60

„Also mir war damals kein Händler bekannt der gebrauchte Computer ...“

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Also mir war damals kein Händler bekannt der gebrauchte Computer verkaufte.

Auch ich kenne diverse Leute, die weder PCs noch das Internet nutzen wollen. Aber wer das wirklich will, konnte das schon lange.

Einen gut gehenden Handel mit gebrauchten PC gibt es mindestens seit Anfang der 90er Jahre.

Fehlende finanzielle Mittel können jedenfalls nicht die Ursache sein, nachdem schon seit 20 oder mehr Jahren gebrauchte PCs nicht nur billig sondern z.T. sogar kostenlos zu haben sind.

Und als ich dann bei den Vorstellungsgesprächen noch gefragt wurde, ob ich Internet hätte da dachte ich mir was wollt ihr den noch?

Vor 15 oder mehr Jahren fand ich die Frage gerechtfertigt. Schließlich wollte der Personalchef wissen, ob er Dich per eMail erreicht oder nicht.

Heute finde ich die Frage befremdlich. Man sollte einen funktionierenden Internet-Zugang und die Erreichbarkeit per eMail vorraussetzen dürfen. (Man fragt die Leute ja auch nicht, ob sie einen Hausbriefkasten oder elektrischen Strom nuntzen.)

Gruß, mawe2

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Anonym60 mawe2

„Auch ich kenne diverse Leute, die weder PCs noch das Internet ...“

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Fehlende finanzielle Mittel können jedenfalls nicht die Ursache sein, nachdem schon seit 20 oder mehr Jahren gebrauchte PCs nicht nur billig sondern z.T. sogar kostenlos zu haben sind.

Heute reicht ein Tablet. Will man einen Monitor anschließen, dann nimmt man eines mit hdmi Anschluß.

Vor 15 oder mehr Jahren fand ich die Frage gerechtfertigt. Schließlich wollte der Personalchef wissen, ob er Dich per eMail erreicht oder nicht.

Ich habe dann immer geantwortet, dass falls es notwendig wäre so würde ich es mir anschaffen. Ich weiß ja nicht, ob das etwas mit der Erreichbarkeit zu tun hatte. Die Bewerbungsunterlagen wollten die nur per Post haben. Ganz ganz wenige waren bereit die Bewerbungen per Email zu erhalten.

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Olaf19 Anonym60

„Heute reicht ein Tablet. Will man einen Monitor anschließen, ...“

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Ich habe dann immer geantwortet, dass falls es notwendig wäre so würde ich es mir anschaffen. Ich weiß ja nicht, ob das etwas mit der Erreichbarkeit zu tun hatte. Die Bewerbungsunterlagen wollten die nur per Post haben. Ganz ganz wenige waren bereit die Bewerbungen per Email zu erhalten.

Ja, das erinnere ich auch, dass es einen großen, jahrelangen Zeitversatz gab, zwischen der technischen Möglichkeit, Online-Bewerbungen zu versenden und der Akzeptanz durch die Personalmitarbeiter der potenziellen Arbeitgeber. Natürlich ein paar Jahre eher bei Firmen, die mit Computer, Netzwerken oder gar Webservices zu tun hatten.

In einem Punkt hat mawe recht – billige Computer gab es eigentlich immer schon. Zur Not von privat, wenn kein Händler etwas im Angebot hatte. Ist dann natürlich Vertrauenssache.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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Alekom mawe2

„Auch ich kenne diverse Leute, die weder PCs noch das Internet ...“

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lustig immer wieder das argument, wenn du eine email-adresse hast, dann bist du in der regel computer-affin.

oder die bemerkung das man den lebenslauf per email schicken soll, das zeugt von pc-kenntnissen. Verschlossen

ich stimme dem zu, das heute internet-zugang fast schon selbstverständlich ist.

selbst die leute die kein internet  zuhause haben, können bei uns in wien im arbeitsamt im internet herumsurfen.

Alles hat seinen Sinn, auch das scheinbar Sinnlose, denn es gibt nichts ohne Sinn.
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mawe2 Alekom

„lustig immer wieder das argument, wenn du eine email-adresse hast, ...“

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oder die bemerkung das man den lebenslauf per email schicken soll, das zeugt von pc-kenntnissen.

Das Problem dabei ist, dass die wenigsten Firmen, die alternativlos eine Bewerbung per eMail verlangen, die Voraussetzungen dafür anbieten.

Denn i.d.R. wird verlangt, Bewerbungsunterlagen unverschlüsselt einzureichen.

Besser kann eine Firma Computer-Inkompetenz nicht beweisen. Denn vertrauliche Bewerbungsunterlagen sind das Letzte, das man unverschlüsselt übermitteln sollte.

Aber leider hat man oft keine andere Wahl, wenn man den Job kriegen will.

Gruß, mawe2

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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Olaf19 Anonym60

„Also mir war damals kein Händler bekannt der gebrauchte Computer ...“

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Führerschein wollten ja einige, dass man den auch hat.

Oh ja, das kenne ich auch noch. Und wenn man ihn hatte, war die nächste Frage, ob man auch den LKW-Führerschein hat. Und wenn man sehr gute Englischkenntnisse geltend machte, wurde gefragt, ob man genau so gut Spanisch oder Französisch kann. Und wenn man über erstklassige Computer-allgemein- und Officepaket-Kenntnisse hatte, kam als Gegenrede, "und was ist mit SAP R/3??"

Deswegen kann ich dieses ganze Fachkräftemangel-Gequatsche nicht mehr hören, geschweige denn ernst nehmen. Wenn Unternehmen mit nichts aber auch gar nichts zufrieden sind, dann ist es kein Wunder, dass sie keine Fachkräfte finden und 2,6 Mio. Leute arbeitslos sind – immer noch! Trotz brummender Konjunktur.

Einige Klassenkameraden hatten Internet nur für´s Filesharing. Von aktuellen Kinofilmen, Spielen, Musik bis zu Pornos. Bei einem lief sogar der Rechner 24 Stunden nur dafür.

Gab es Anfang der 2000er auch hier bei Nickles. Einer hat mal nach einem leiseren Kühler für seine "Saughure" gefragt *g*: http://www.nickles.de/forum/prozessoren/2003/p2-geraeuschlos-bekommen-aba-wie-537476148.html

Übrigens, alle Poster die dort geantwortet haben, sind heute nicht mehr aktiv.

CU, Olaf

Ein Ziel ist ein Traum mit Termin. (unbekannt)
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