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News: Projekt Indect

Abbau der Privatsphäre geht weiter

neanderix / 25 Antworten / Baumansicht Nickles

Und weiter geht es. Die EU finanziert seit Jahresbeginn ein Forschungsprogramm namens "Indect" mit insgesamt 14,68 Millionen Euro. Das Projekt ist auf 5 Jahre angelegt, auf deutscher Seite arbeitet unter anderem die Bergische Universität Wuppertal daran mit.

Was verbirgt sich dahinter?

Vereinfacht ausgedrückt geht es darum Informationen bzw. Informations- und Verhaltensmuster aus verschiedenen Quellen wie Video- und TK-Überwachung, CCTV und Internetrecherche zentralisiert zusammenzuführen und auszuwerten.
Das Ziel dabei ist, auf diese Weise Personen und Gegenstände identifizieren und verfolgen zu können

Aber lest selbst:

INDECT - der Traum der EU vom Polizeistaat

Volker

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PQ. neanderix

„Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Ich hasse die Vorstellung der totalen Überwachung, wer regelmäßig im www ist oder auch noch ein Projekt betreibt der gibt eh schon genug Preis. Man sollte nicht den Terror als Vorwand für sämtliche Spionagesoftware nutzen.

gelöscht_238890 neanderix

„Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Das Ganze ist doch wirklich schon ein alter Hut.
Georg Orwell hat schon in seinem Buch "1984" die ganze Bandbreite der Überwachung durch den "Großen Bruder" aufgezeigt.

Politiker aller Coleur sind sich fast darin einig, getan wird nicht was man darf, sondern das was machbar ist.

Und ist die totale Überwachung möglich, wird sie, wenn auch durch Hintertüren, poe a poe eingeführt.

Aber, wir hatten die Wahl...

Gruß
hatterchen45

Olaf19 neanderix

„Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Das ist der Machbarkeitswahn: Alles, was technisch möglich ist, wird auch umgesetzt. Ohne Rücksicht auf Verluste, und - mitunter mein Eindruck - auch ohne Rücksicht auf Gesetze. Denn wo kein Kläger, da kein Richter, und auch Richter fällen manchmal - gelinde gesagt - komische Urteile, wenn es um den Themenkreis IT-Sicherheit und Internet geht.

Hatterchen: "Wir hatten die Wahl" - stimmt! Und ich habe mich für eine von den Parteien entschieden, die beim Thema Überwachungsstaat und Abbau von Bürgerrechten klar dagegen halten.

CU
Olaf

neanderix

Nachtrag zu: „Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Hatterchen: "Wir hatten die Wahl" - stimmt! Und ich habe mich für eine von den Parteien entschieden, die beim Thema Überwachungsstaat und Abbau von Bürgerrechten klar dagegen halten.

Dito

Volker
wheelie neanderix

„ Dito Volker“

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Hi,
Dto.
Die nächste Chance kommt bestimmt.
Grüße,
Wheelie

gelöscht_238890 wheelie

„Hi, Dto. Die nächste Chance kommt bestimmt. Grüße, Wheelie“

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Hi,

"Hatterchen: "Wir hatten die Wahl" - stimmt! Und ich habe mich für eine von den Parteien entschieden, die beim Thema Überwachungsstaat und Abbau von Bürgerrechten klar dagegen halten."

und was hat es euch genutzt?

Bei unserem heutigen Wahlsystem, das natürlich total demokratisch ist, sind die Thesen der kleinen Parteien etwas für die hohle Nuss.

Wir werden ja sehen, was von den Forderungen der FDP, in der Koalition, übrig bleibt -gilt natürlich für andere Koalitionen in gleichem Maße.

Und so lange der "deutsche Michel" diese Kaspereien mit stoischer Gelassenheit hinnimmt, wird sich nichts ändern.
Ich hatte einmal die Hoffnung, als es kurzzeitig hieß: "Wir sind das Volk".

Warum hat das nur damals im Osten Deutschlands funktioniert???
Die Franzosen gehen für solche Angelegenheiten schon einmal schneller auf die Straße.

Na gut, ich lege mich auch wieder hin, aber in 4 Jahren... (Da wählen wir wieder die gleichen)

Gruß
hatterchen45



Olaf19 gelöscht_238890

„Hi, Hatterchen: Wir hatten die Wahl - stimmt! Und ich habe mich für eine von...“

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Die Franzosen gehen für solche Angelegenheiten schon einmal schneller auf die Straße.

Und jetzt ist es an mir zu fragen: "Was hat es ihnen genutzt?"

Eine Demo ist doch hauptsächlich für das eigene Ego, damit man hinterher sagen kann, man habe wenigstens nicht die Klappe gehalten.

Ich will das wirklich nicht schlechtreden, halte das Demonstrationsrecht für ein durchaus wichtiges Bürgerrecht - aber mindestens ebenso viel bringt es, die parlamentarische Opposition zu stärken, in der Hoffnung darauf, dass sie irgendwann die Chance bekommt, einige ihrer Positionen durchzusetzen.

CU
Olaf
gelöscht_238890 Olaf19

„ Und jetzt ist es an mir zu fragen: Was hat es ihnen genutzt? Eine Demo ist doch...“

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Dafür gibt es ein passendes Sprichwort:

"Hoffen und harren, hält viele zum Narren".

Glaubt ruhig alle, ihr könntet auch nur einen Jota verändern, in dem ihr klein Parteien wählt, die nie eine Chance haben werden das umzusetzen von dem sie träumen.
Und noch etwas, politisches Engagement in der "Fußtruppe" ist etwas für Träumer, ich war auch einmal jung und habe geträumt.

Was hat es den Franzosen genutzt?
Die haben damit schon einige Entscheidungen ihrer Regierungen umgebogen.
Und die Schweitzer haben ihren Volksentscheid, das nenne ich Demokratie.
Aber das werden unsere machtgeilen Politiker mit allen Mitteln zu verhindern wissen.

Gruß
hatterchen45

Olaf19 gelöscht_238890

„Dafür gibt es ein passendes Sprichwort: Hoffen und harren, hält viele zum...“

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N'Abend Hatterchen...

in dem ihr klein Parteien wählt, die nie eine Chance haben werden das umzusetzen von dem sie träumen.

Ich würde dir sofort zustimmen, wenn es dabei um Parteien der Größenordnung "Die Violetten", "Mensch Umwelt Tierschutz", "Bibeltreue Christen", "ödp" etc. ginge. Aber die, die ich gewählt habe, schaffen locker die 5%-Hürde und werden das auch in Zukunft tun.

Französische Regierungen haben Entscheidungen aufgrund von Demonstrationen umgebogen? Tut mir leid, aber das fällt mir mehr als schwer zu glauben. Nebenbei, was eigentlich sind Demonstranten anderes eine "Fußtruppe"?

CU
Olaf

Crazy Eye Olaf19

„ Und jetzt ist es an mir zu fragen: Was hat es ihnen genutzt? Eine Demo ist doch...“

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eine demo schaft aufmerksamkeit, und das ist in der regel nicht schädlich.

Zudem zeigt es auch intresse an, und machtbessene Politiker wollen Wählerstimmen ;)

softoldie Olaf19

„ Und jetzt ist es an mir zu fragen: Was hat es ihnen genutzt? Eine Demo ist doch...“

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Olaf19 schreibt:
...aber mindestens ebenso viel bringt es, die parlamentarische Opposition zu stärken, in der Hoffnung darauf, dass sie irgendwann die Chance bekommt, einige ihrer Positionen durchzusetzen.


Aber Olaf19,
die Sache der Überwachung ist doch keine nationale Sache, wenn auch deutsche Politiker und dahinter stehende Mächte da besonders hervorstechen. Nein, die Überwachung findet längst unkontrollierbar sozusagen 'überparteilich' statt. Die Technik dafür ist überall vorhanden und ich glaube, man müßte da überall Behörden auf Bundes- und Landesebene einrichten und die müßten sich mit anderen Ländern vernetzen. die Kosten wären enorm und die Behörden würden überall hinterherhinken. Daß aber die Überwachung nun europaweit und legal passieren soll, in einem 'demokratischen Europa' finde ich ein starkes Stück. Zentralisierung ist Diktatur. Darum hat man in Deutschland die Gewaltenteilung im GG festgeschrieben. Und nun gibt man der EU so eine Macht.
Ich habe da wirklich Angst.
Olaf19 softoldie

„ Aber Olaf19, die Sache der Überwachung ist doch keine nationale Sache, wenn...“

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die Sache der Überwachung ist doch keine nationale Sache

Warum denn nicht? Die Überwachsungsmechanismen, die der deutsche Staat eingeführt hat, kann er auch selbst wieder abbauen.

Um das alles aufzubauen, mussten auch keine zusätzlichen "international vernetzten" Behörden eingerichtet werden.

CU
Olaf
softoldie Olaf19

„ Warum denn nicht? Die Überwachsungsmechanismen, die der deutsche Staat...“

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Warum denn nicht? Die Überwachsungsmechanismen, die der deutsche Staat eingeführt hat, kann er auch selbst wieder abbauen.

Wer ist aber in dieser Sache der Staat? Welche enormen Intressen stecken dahinter, wenn Schäuble so genervt die Sache durchziehen will? Wir sehen nur den Schäuble, nicht die Strippenzieher. Wenn da nun andere Länder auch... und da soll Schäuble nun die Überwachungsvorhaben aufgeben?
Und nun soll die Überwachung von europäischer Ebene aus, also 'überstandortlich' stattfinden...

Also, ich weiß nicht...
Olaf19 softoldie

„ Wer ist aber in dieser Sache der Staat? Welche enormen Intressen stecken...“

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Verstehe ich nach wie vor nicht. Was andere Staaten treiben, kann uns doch egal sein? Ich sehe darin jedenfalls keine Rechtfertigung für die Bundesrepublik Deutschland, den Überwachungsapparat weiter auszubauen, etwa nach britischem Vorbild... bei den Engländern ist ja kaum noch ein Quadratmeter unüberwacht.

Und nun soll die Überwachung von europäischer Ebene aus, also 'überstandortlich' stattfinden...

Das soll wie genau funktionieren?

CU
Olaf

unhold06 neanderix

„Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Parteien, Politiker, Demo's. Leute träumt weiter von einer besseren Welt, es wird keine geben. Nicht solange, wie wir von ein paar machtgeilen Politikern und geldgierigen Managern beherrscht werden.

Die Zeiten in denen die Leute auf die Straße gegangen sind, um für ihr Recht zu streiten und dies unter umständen auch mit dem Leben bezahlt haben sind schon sehr lange her.
Schade.

Olaf19 unhold06

„Parteien, Politiker, Demo s. Leute träumt weiter von einer besseren Welt, es...“

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Die Zeiten in denen die Leute auf die Straße gegangen sind, um für
ihr Recht zu streiten, [...] sind schon sehr lange her. Schade.

Einerseits ja - das allgemein um sich greifende Desinteresse an Politik ist ja schon lange nicht mehr zu übersehen. Und das schlägt sich nicht nur "auf der Straße" nieder, sondern auch in immer niedrigeren Wahlbeteiligungen. Jetzt werden schon Gewinnspiele veranstaltet, um Leute an die Urne zu locken... furchtbar.

Andere geben an, sie hätten durchaus gewählt, wenn die Wahl online möglich gewesen wäre - als ob für dieses Bürgerrecht jeder Schritt an der frischen Luft einer zu viel wäre.

Andererseits... korrigiere mich, wenn ich falsch liege, aber wie weiter oben schon angedeutet: Ich glaube nicht, dass Demonstrationen irgendetwas bringen, außer dass die Teilnehmer hinterher von sich sagen können, ich habe das nicht wortlos hingenommen, ich habe mich erhoben. Aber hat das wirklich einen Einfluss auf die Politik?

Im Gegenteil, wie oft war schon der Satz von Politikern zu lesen "wäre ja noch schöner, wenn wir uns dem Druck der Straße beugen würden" - diese bürgerrechtsverachtende Denke ist besonders in konservativen Kreisen ziemlich beliebt.

CU
Olaf
weka1 Olaf19

„ Einerseits ja - das allgemein um sich greifende Desinteresse an Politik ist ja...“

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Zu Zeiten von Rot-Grün gab es Montagsdemos gegen Hartz 4. Hat das eine Wirkung bei den sog. "Sozialdemokraten" ausgelöst? Demonstranten sind aus Sicht der Machthabenden nur Wirrköpfe, die die Probleme der Zeit nicht begreifen können/wollen. Da besteht kein Handlungszwang.
Wird es bedrohlich, schlägt die Staatsmacht zurück - auch in der Demokratie.

Gruss weka

Olaf19 weka1

„Zu Zeiten von Rot-Grün gab es Montagsdemos gegen Hartz 4. Hat das eine Wirkung...“

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Die Anti-Hartz-IV-Demos sind ein sehr gutes Beispiel - und beschämend für die damalige Regierung. Denn Rot-Grün, das sind doch nun genau die Parteien, deren alte Recken in den 70ern ständig gegen alles und für nichts demonstriert haben.

Tja, nun haben die den vielbeschworenen "Marsch durch die Institutionen" hinter sich und machen das Gleiche wie die Kohl- und Lambsdorff-Jünger auch. Beschämend.

Ich war einst Stammwähler der Grünen - das ist seit 2005 vorbei.

CU
Olaf

Gerakl neanderix

„Abbau der Privatsphäre geht weiter“

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Was macht ein Mann wenn er einer Frau den Hof macht? Er zeigt sich von seiner guten Seite und macht wenn möglich alle anderen Pretendanten schlecht. Und was machen die meisten nachdem es mit der Frau alles klar ist?

Olaf hat Recht, die Demos bringen überhaupt nichts. Das Volk sollte eigentlich das Gegenteil machen.
Sich ruhig verhalten, Beobachten und bloß keine Kritik eußern. Sonst weis die Regierung wass Menschen wollen und kann vor den Wahlen den Wählern zu verstehen geben sie würde zukünftig in die richtige Richtung steuern. Was aber, wie wir alle wissen, eine Lüge ist.

Sollen Sie diese Verhaltensmuster sammeln. Ist sowieso für die Katz. Schafft aber Arbeitsplätze.
Wenn sie dann glauben sie haben die richtige Lösung gefunden, werden Sie Augen machen. Denn alles ändert sich. Zwar nicht gravierend aber dennoch. Und keine Software kann eigenständig diese Änderungen ausgleichen. Außerdem setzt eine intelligente Software einen intelligenten Programmierer voraus. In der Hinsicht würde ich mir keine Sorgen machen :)

unhold06 Gerakl

„Was macht ein Mann wenn er einer Frau den Hof macht? Er zeigt sich von seiner...“

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Demo's bringen doch nix!? Genau, immer schön den Kopf in den Sand stecken, die anderen machen das schon.

Es gibt doch genug Beispiele, welche uns die Geschichte lehrt, wo auch die Leute auf die Straße gegangen sind und für ihre Rechte gekämpft haben. Das jüngste Beispiel ist erst mal gerade 20 Jahre her. "Wir sind das Volk" haben sie damals in Leipzig gerufen. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, die haben ihren Honnecker zum Teufel gejagt. Warum sollte so etwas nicht noch einmal passieren?

An einer geringen Wahlbeteiligung jucken die sich in Berlin nicht, nur wenn ein Volk Tag für Tag seinen Unmut Luft verschafft, sollte das unsern "Regierenden" irgend wann mal zu Denken geben, so weit die nicht ganz den Überblick verloren haben was in "Ihrem Staat" so abgeht. Nähmlich eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit.
In dem der kleine Mann bis auf's Hemd ausgebeutet wird und den Managern selbst nach größten Versagen noch Millionen hinterher geworfen werden. Das schlimmste daran ist, unsere sogenanten Volksverdummer schauen dabei zu und applaudieren.

Ganz Prima, weiter so! Wir können stolz auf uns sein.

unhold06

Olaf19 unhold06

„Demo s bringen doch nix!? Genau, immer schön den Kopf in den Sand stecken, die...“

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Das jüngste Beispiel ist erst mal gerade 20 Jahre her. "Wir sind das Volk" haben sie damals in Leipzig gerufen. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben, die haben ihren Honnecker zum Teufel gejagt.

Glaubst du ernsthaft, dass DDR-Regime ist vor ein paar wackeren Montags-Demonstrierern in die Knie gegangen? Meinst du wirklich wir hätten heute noch Mauer und Stacheldraht, Stasi und ZK der SED, wenn damals nicht ein paar Hanseln "Wir sind das Volk" skandiert hätten? Das war ja alles ganz putzig, liebenswürdig und sympathisch, aber mir kann doch keiner erzählen, dass das *maßgeblich* zur Wende in der DDR geführt hat.

Solche revolutions-romantischen Märchen zu glauben, nicht zur Wahl zu gehen oder etablierte Volksbetrüger-Betonkopf-Parteien zu wählen - *das* nenne ich den Kopf in den Sand zu stecken!

Ich könnte mir durchaus vorstellen, auch einmal für eine gute Sache an einer Demonstration teilzunehmen, aber ich würde doch nicht im Traum daran denken, dass das irgendetwas ändert.

CU
Olaf
weka1 Olaf19

„ Glaubst du ernsthaft, dass DDR-Regime ist vor ein paar wackeren...“

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Hallo Olaf,
Man muß die Ereignisse 1989 in der DDR im Zusammenhang sehen. Vom Drang nach mehr persönlicher Freiheit bis zum Willen deswegen die DDR zu verlassen. Möglich wurde ein Aufbegehren der Bevölkerung erst durch Gorbatschow und Glasnost. Er hat durch seine Entscheidung, dass die DDR ihre Probleme selbst in die Hand nehmen solle, dafür den Weg geebnet. Doch die Genossen an der Regierung waren schlicht weg überfordert. Der 9. November mit der versehendlichen Maueröffnung war ein Überdruckventil um den Volkszorn abzulassen. Die Montagsdemos sollten Veränderungen in der DDR bewirken, was in groben Zügen auch erreicht wurde. (freie Wahlen, Entmachtung der Stasi, Reisefreiheit u.a.)
Die Gunst der Stunde nutzend hatten Kohl und Genscher Kurs auf die Einheit Deutschlands genommen.
Um eine Aussage über den Sinn der Montagsdemos zu machen, ist schon eine gewisse Kenntnis der damaligen Sachlage nötig. Ich war dabei.

Gruss weka

unhold06 weka1

„Hallo Olaf, Man muß die Ereignisse 1989 in der DDR im Zusammenhang sehen. Vom...“

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Hallo weka1
genau so isses!

Wegschauen tun viele, etwas unternehmen wenige - von klugen Sprüchen ändert sich nichts.

Die Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft ist das größte Übel, mit welchen wir zu kämpfen haben.

unhold06

gelöscht_238890 Olaf19

„ Glaubst du ernsthaft, dass DDR-Regime ist vor ein paar wackeren...“

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*aber mir kann doch keiner erzählen, dass das *maßgeblich* zur Wende in der DDR geführt hat.*

Nein Olaf, das war die *Einsicht* von Honeker, Milke und Co.

Die Einsicht darin, dass man das Volk lange genug geknechtet und verarscht hat.
Es war die Einsicht darin, dass das Volk lange genug gewartet hat und nun gerne einmal kleine *Betonkopf-Pateien* wählen möchte.

*paar wackeren Montags-Demonstrierern*

Und es waren nicht ein paar, es ware Zehntausende.
Möglicherweise hast Du das damals (noch) nicht richtig wahrgenemmen, Deine Einlassungen zu dem Thema lassen diese Schlussvolgerung zumindest zu.


Gruß
hatterchen45

Olaf19 gelöscht_238890

„ aber mir kann doch keiner erzählen, dass das maßgeblich zur Wende in der DDR...“

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"Einsicht" im Sinne von: unser System war falsch, das hat es bei diesen Betonköpfen - Mielke, Mittag & Co. - sicher weniger gegeben. Vielleicht aber so etwas wie eine Einsicht in die Notwendigkeit, in das Unabwendbare.

Das System war in sich total marode, stand kurz vor dem Zusammenbruch, Ungarn hatte die Grenzen bereits geöffnet, mancher DDR-Bürger konnte auf diesem Wege fliehen, und Gorbatschow hatte schon seit Jahren eine Politik der Öffnung gegenüber dem Westen betrieben. Die DDR-Führung stand damals unter massivem Druck.

Aber lassen wir es dabei - letztlich bin ich kein Geschichtsprofessor und kann hier keine endgültige Wertung vornehmen, wie stark der Einfluss der Montagsdemonstrationen auf den weiteren Fortgang der Ereignisse wirklich gewesen ist. Mir ging es hier nur grundsätzlich gegen die IMHO etwas schablonenhaft vorgetragene Behauptung, "auf der Straße protestieren bringt etwas".

Mein Eindruck ist eher: Die Politiker backen sich ein Ei drauf, ob wir das tun oder nicht. Eher hilft es dem einzelnen Teilnehmer, um sich seelisch Luft zu machen, als dass es das Geschehen in den Parlamenten beeinflusst.

CU
Olaf