vielen Dank für alle nützlichen Tips zu meinen Problemen mit Festplattenkopien. Funktioniert jetzt prima. Hier als Dank ein paar Praxis-Tips, um nach Platten-Crash, aber auch wenn man verschiedene Computer hat und benutzt, ohne zu aufwendiges Datensichern und Rumkonfigurieren, oder sogar Datenverlust dazustehen (gilt alles für Win2000 und Win98SE):
Installationsort der Programme
Alle Anwendungen installiere ich auf C: (die meisten Programme lassen auch die Installation auf andere Partitionen zu). Dann sind alle Verknüpfungen der Programme innerhalb Windows auf der C-Platte, was eine Reparatur oder Wiederherstellung erleichtert. Das heißt die C-Partition muss groß genug sein. Es ist kein Problem, die Partitionsgröße evtl. nachträglich mit Partition Magic 6 zu vergrößern (Version 6 erlaubt, die gesamten hierfür nötigen Partitionsänderungen auf der Platte „in einem Rutsch“ zu machen). Hat bisher immer funktioniert, kann eine halbe Nacht dauern.
Installationsart
Ich installiere zumindest Windows und MS Office von einer auf die Festplatte kopierten CD (nicht auf die C: Partition kopieren, dann ist die Installationsdatei mit weg wenn C: neu
formatiert werden muss). Nach einem Windows Crash kann man den Computer von einer W98 Startdiskette aus starten und dann auf die anderen Partitionen zugreifen zur Installation.
Vorteil: schnellere Installation, aber besonders: Windows merkt sich den Quellordner der Installation und man vermeidet z.B. beim update von Win oder Office die lästigen Fragen nach der Installations-CD.
Backup Festplatte produzieren (kostet eine zusätzliche Festplatte)
Eine Backup-Festplatte ist die eleganteste Methode ein wirklich komplettes Backup zu erstellen, kostet aber eine zusätzliche Festplatte (ca. 130 Euro für 80GB). Wechselrahmen für zwei Festplatten (ca. 35 Euro pro Stück) sind anzuraten, um den Plattentausch zu erleichtern. Es ist auch die sicherste Methode, falls die primäre Platte crasht, also kein Zugriff mehr möglich ist (ist mir schon einmal passiert, damals hatte ich natürlich noch keine Backup-Platte). Ich habe noch eine ältere 3. Festplatte, die ich als zusätzliches Daten-Backup benutze.
Achtung: Plattentausch immer im ausgeschalteten Zustand, und installierte Platten immer mechanisch verriegeln, sonst kann Furchtbares passieren – Disziplin ist gefragt.
Am einfachsten ist es, wenn die Backup-Platte identisch zur primären ist, einschließlich aller Partitionen. Die Option „Platten-Kopie“ mit Norton Ghost oder Drivecopy macht das perfekt. Die Backup-Platte muss dann (mindestens) so groß sein wie die primäre. Das ist nach meiner Erfahrung die beste Methode, wirklich eine identische und vom BIOS erkannte Kopie zu machen. Wichtig ist hierbei, fest zugeordnete Laufwerksbuchstaben zu verwenden (siehe nächster Punkt).
Partitionsbezeichnungen und –Laufwerksbuchstaben
- Ich habe mehrere Computer. Ich bezeichne gleichartige Partitionen (in meinem Fall "Daten", "Musik", "Programme-Backup") immer mit denselben Laufwerksbuchstaben. Windows erlaubt die feste Zuordnung von Laufwerksbuchstaben. Das gewährleistet, daß bei einem Plattentausch im Crash-Fall Windows die auf der primären Platte erstellten Links wiederfindet (Zugriff auf Dokumente, Bilder, Formate, Vorlagen etc.)
- nach einem Plattentausch muss evtl. die Laufwerkszuordnung wieder wie gewünscht hergestellt werden (mir ist nicht klar, wer was wann macht beim Hochfahren, BIOS, Windows, evtl. ein Boot-Manager, nicht einmal die Einstellung der primären Boot-Platte im BIOS wird von Windows immer respektiert).
- CD Rom Laufwerken am besten höherliegende Laufwerksbuchstaben zuordnen (und bei allen Computern die gleichen). Windows behält diese Zuordung beim Plattentausch oder Hinzufügung von Laufwerken bei und gerät weniger leicht ins Schleudern bei der Zuordnung neuer Laufwerke.
- Dieses Vorgehen (gleiche Laufwerksbuchstaben auf verschiedenen Platten/Computern) erlaubt z.B. auch Programme auf Daten von CD Rom's zugreifen zu lassen (z.B. auf Bildersammlungen zum Aufbau von Diashows), und diese CD Rom auch auf den anderen Computern zu verwenden.
Daten gemeinsam an einem identischer Ort speichern
- Niemals Daten auf der C-Platte speichern sondern auf einer anderen Partition. Das verbessert die Wahrscheinlichkeit, keine Daten zu verlieren, falls nur Windows crasht. Viele Anwendungen schlagen Datenspeicherung in ihrem eigenen Ordner auf der C-Platte oder im Windows Standard-Ordner vor, ich habe bisher jedoch nur eine Anwendung gefunden, die das Speichern woanders NICHT zulässt (T-Online Online Banking, man kann aber eine Rücksicherungs-Kopie ablegen wo man will und dann ggfls. später in den T-Online-Sicherungs-Ordner der neuen Platte kopieren).
- Sogar die Favoriten vom Internet Explorer und Outlook-Daten (siehe mail von Hoinerle) kann man woanders hin verlagern.
Datenablage und -Sicherung
- Ich benutze zum Ablegen aller von mir produzierter Daten eine Partition, die ich „Daten“ nenne. Diese Partition habe ich in verschiedene Ordner unterteilt wie „Bilder“, „Dokumente“ etc., Die „Dokumente“ Datei enthält z.B. auch die IE „Favoriten“ und Outlook Daten wie Adressen und email, Kontoauszüge vom Internet Banking etc. und ist nie größer als ca. 600 MB. Das erlaubt mir, schnell und regelmäßig Sicherungskopien auf eine CD Rom zu brennen.
- Die Bilder von der Digitalkamera unterteile ich gleich in ca. 600 MB „Häppchen“, um sie dann auf CD Rom zu speichern. Ein praktischer Tip: Fotos nach Gegenstand in verschiedene Dateien einordnen und die Dateien nach Datum und Gegenstand benennen. Dann ist die Anordnung im Explorer chronologisch, was sein späteres Wiederfinden auf den CD Roms erleichtert.
- Für Musik und Video habe ich eine gesonderte Partition. Da es sich hier um größere Dateien handelt, muss jeder selbst entscheiden, ob und wie er sichern will. Musik speichere ich grundsätzlich in MP3 Format mit 192 KB, da ist man jenseits von Gut und Böse mit der Qualität und kriegt immer noch fast alle Beethoven-Symphonien auf eine CD.