Servus Leutz.ich wollte mir ne Lüftersteuerung zusammenbasteln, weiss aber nicht was für ein Poti ich nehmen soll.Das Poti sollte zusammen ca 5-6 Watt verkraften und zwar 18 Std. am Tag.So weit ich weiss gehen die doch nur bis 1/4 Watt.Wo soll ich so ein hernehmen.Würde gute Kühlung gegen den Hitzetod bei so ner Belastung helfen?
Danke mal
Mfg Achmed
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Ich lese das jetzt erst und Achmed hat wohl schon fertiggelötet. Auch die verlinkten Schaltungvorschläge habe ich nur überflogen. Ich schreibe einfach mal ein paar grundsätzliche Dinge; wer so was kennt braucht es na nicht lesen.
Einer Sache kann ich nur beipflichten, anständige Potis sind inzwischen unverschämt teuer.
Lösung mit festen Widerständen
Die billigste Lösung sind natürlich Vorwiderstände. Die wählt man groß genug und schaltet etliche parallel. Oder: Es gibt auch Hochlastwiderstände mit mehreren Anschlüssen in die sozusagen mehrere Werte eingebaut sind.
Im Conrad-Katalog sehe ich auf S.1076 oben links ein 10 Watt-Exemplar mit den Werten 80 40 20 10 Ohm für 3,45 Euro. Man könnte mit einem Umschalter arbeiten, aber der kostet auch noch mal Geld.
Exkurs, ein Rechenexempel für Leute, die von Berechnung Null Peilung haben:
Ihr müsst den Widerstand des Lüfters ausrechnen, unbedingt! Dazu berechnet man zuerst wie viel Strom der Lüfter zieht, wenn er direkt angeschlossen ist. Der Lüfter ist für 12 Volt ausgelegt und hat meinetwegen 3 Watt. Dann ist 3 durch 12 zu teilen = 0,25 Ampere. Der Widerstand nach dem Ohm'schen Gesetz ist 12 Volt geteilt durch 0,25 Ampere, also 48 Ohm. Dieser Widerstand ist die zentrale wichtige Zahl.
Würde man den Lüfter mit 48 Ohm in Serie mit einem Vorwiderstand mit 48 Ohm (47 ist ein gebräuchlicher Wert) schalten, so würde sich die Spannung am Lüfter halbieren und nach dem Ohm'schen Gesetz auch die Stromstärke. Die Formel für die elektrische Leistung (und damit die Lüfterleistung): Leistung ist Spannung mal Stromstärke. Wenn von beidem nur noch die Hälfte da ist und es wird multipliziert, so kommt in dem Fall am Lüfter nur noch ein Viertel Leistung an (0,5 x 0,5 = 0,25). Wenn der Vorwiderstand so groß ist, wie der Lüfterwiderstand, gibt sich der Lüfter nahezu „scheintot“.
Den Mehrfachwiderstand den ich oben erwähnt habe würde ich folgendermaßen beschalten: Als Basiswiderstand würde ich den 20 Ohm-Wert nehmen. Der kann allein dastehen oder wahlweise würde ich einen der drei anderen Werte parallel schalten.
Ich denke der vorangegangene Absatz zeigt, wie man – wenn der Widerstand des Lüfters errechnet ist – den Wert für den Vorwiderstand abschätzen kann.
Zu den Reglungen mit Spannungsreglerchips:
Die meisten Schaltungen sind ziemlich kompliziert und leisten noch nicht einmal Pulsweitenmodulation („leistungslose“ Regelung), der Chip bräuchte also einen Kühlkörper.
Ich habe eine extrem einfache Schaltung in Don Lancaster´s CMOS-Kochbuch gefunden, viel einfacher als Schaltungen mit dem 555-Timer-IC. Das blöde ist, ich habe keinen Scanner und kein Zeichengerät für den PC. Außerdem wäre das Copyright zu beachten. Aber ich mache mal ein paar Angaben dazu.
Die Schaltung befindet sich auf den Seiten 4-22, 4-23. Es geht um die Regelung einer Helm-Lampe (für Bergleute usw.), aber die Daten passen gut auf einen PC-Lüfter.
Dimensioniert für 12 Volt, 1 Ampere Transistor MJE 700 o.ä. IC 4025 A (3 NOR-Gatter), zwei Universaldioden, 1x 47nF, Poti.
