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IBM: Festplatten mit Laufzeitbegrenzung

Kirschwasser / 14 Antworten / Flachansicht Nickles

Wer mehr als 8 Stunden pro Tag eine IBM-Festplatte nutzt, dem könnte die Festplatte ausfallen, dies jedenfalls meint nun auch IBM.
Spezifikationen und Service
Grund für diese Annahme ist eine neue Spezifikation von IBM, in der eine maximale monatliche Laufzeit angegeben wird. Laut dieser Angaben darf die Top-Festplatte 120GXP beispielsweise nicht mehr als 333 Stunden pro Monat laufen, wenn man nicht riskieren möchte, dass die Festplatte ausfällt.

Noch drastischer sieht dies ein Service-Mitarbeiter, der am Telefon von einem Kunden zu der empfohlenen Laufzeit der 120GXP befragt wurde:

F: Würden Sie dieses Laufwerk in einem Server einsetzen?
A: Nein, dieses Laufwerk ist dafür gedacht, nicht länger als 8 Stunden pro Tag zu laufen. Wenn man es nur während dieses Zeitraums nutzt und danach abschaltet, dann läuft es problemlos, es ist jedoch definitiv nicht für eine 24 Stunden / 7 Tage die Woche Betrieb gedacht.

F: Diese Spezifikation ist bei der 120GXP-Serie erstmals eingeführt worden und kein anderer Hersteller hat solch eine Angabe. Ist das eine Marketing Strategie oder eine technische Sache?
A: Definitiv eine technische Sache.

Derzeit zuverlässig

Der IBM-Techniker jedoch gab weiterhin zu bedenken, dass die von IBM für eine hohe Speicherdichte genutzte Pixie Dust - Technologie stetig verbessert wurde und damit die Zuverlässigkeit auch anstieg. Zudem hat er bislang von keinem Problem im Zusammenhang mit der 120GXP gehört.

Jedoch durfte er keine Angabe darüber machen, ob die Maßnahme von IBM dazu dient, ein Desaster wie bei der 75GXP zu verhindern. Immerhin gab er zu, dass IBM diese Maßnahme zur Erhöhung des Vertrauens in die Zuverlässigkeit von IBM-Laufwerken eingeführt hat.

Die IBM-Laufwerke scheinen sich daher stetig auch im Bereich der Zuverlässigkeit zu verbessern. Trotzdem zeigt die Einführung einer solchen Spezifikation deutlich, dass IBM intern inzwischen von einem Problem durch die Langzeitnutzung der 75GXP ausgeht.

Diese Festplatte wurde bekannt für ihre häufigen Ausfälle. Kunden hatten teilweise ihre Festplatte mehrfach umgetauscht, nachdem sie nach relativ kurzer Zeit immer wieder ausgefallen war. Von anderen Herstellern wurden derartige Probleme bislang nicht bekannt. Wer also einen Server bauen möchte oder seinen PC dank DSL-Flat 24h am Tag eingeschaltet lässt, der sollte sich überlegen, ob eine IBM-Festplatte die richtige Wahl für solch ein System darstellt.

Meinung:
Ich glaube das erklärt einiges was in den letzten Monaten und Jahren hier über IBL Festplatten berichtet wurde.

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ChrE Dr. Hook „Hi, es ist eine mittlerweile bekannte Tatsache, daß die empfohlene tägliche...“
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Hallo!

Denkst Du wirklich, SCSI ist besser wie IDE?
Bei den meisten Platten ist doch garantiert die
Mechanik (Köpfe, Magnetplatten) identisch, nur die
Elektronik ist halt für das entsprechende Bussystem
ausgelegt. Und von der Elektronik kommen die Fehler
bestimmt nicht.

Bei mir laufen die Platten auch so 16 h/Tag (2x IBM).
Falls der PC aber nicht benutzt wird, werden nach einer
Stunde die Plattenmotoren abgeschaltet.

Es ist eigentlich eine große Schweinerei, daß die Käufer
nicht darüber informiert werden, daß die Platten nicht
24 h /Tag benutzt werden sollten (falls das stimmt).
Es müßte auf jeder Platte die empfohlene Nutzungsdauer/Tag
draufstehen.

Die größte Gefahrenquelle für die Plattendaten sehe ich in
zu hohen Temperaturen oder zu großen Temperaturdifferenzen.


Gruß

ChrE

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