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News: Jon Snow lebt. Irgendwie.

Münchener Mathematiker berechnen Sterben in 6ter Staffel von Game of Thrones

Michael Nickles / 4 Antworten / Flachansicht Nickles
Die Webpräsenz der Mathematiker ist grafisch gewaltig aufbereitet, liefert auch interaktive Karten. (Foto: Webpräsenz / TUM)

Die sechste Staffel von "Game of Thrones" startet am 24. April 2016, gerade wurde ein neuer Trailer rausgelassen. Die neue Staffel bringt eine enorme Besonderheit: der Inhalt der bisher erschienen Romane ist aufgebraucht und Autor George R. R. Martin hat noch keinen Nachschub geliefert.

Es wird also erstmals im TV zu erfahren sein, wie die gewaltige Geschichte weitergeht. Game of Thrones ist dafür bekannt, dass Hauptfiguren unerwartet und häufig sterben.

Mathematiker der Technischen Universität München (TUM) haben im Rahmen einer Abschlussarbeit jetzt ausgerechnet, wer in der sechsten Staffel vermutlich als nächstes draufgehen wird. Dazu wurden Programme entwickelt, die das Internet nach Informationen zur Serie abgrasen und diese dann so aufbereiten, dass darauf Wahrscheinlichkeiten ermittelbar sind.

Der Algorithmus, der 74 Prozent aller bisherigen Todesfälle in der Serie richtig voraussagen konnte, hat für die kommende Staffel einige Überraschungen auf Lager: Figuren, die sich bisher in Sicherheit wiegen konnten, sind danach in akuter Lebensgefahr.

Das Programm prognostiziert beispielsweise, dass der Schurke Ramsey Snow (64 Prozent voraussichtliche Todeswahrscheinlichkeit in der kommenden Staffel) eher überlebt, als sein geflüchteter Gefangener und Todfeind Theon Greyjoy (74 Prozent Todeswahrscheinlichkeit). Auch zum Schicksal von Jon Snow, der im Finale der fünften Staffel von seinen Freunden verraten wurde, hat der Algorithmus eine klare Antwort.

Maschinelles Lernen und das Twitter-Seismometer

Auf der Website https://got.show/ präsentieren die Studierenden die wichtigsten der von verschiedenen Werkzeugen des maschinellen Lernens generierten Daten. Die Website analysiert auch, was die Fans auf Twitter über Hunderte von GoT-Charaktere sagen.

Über die Prognosen hinaus programmierten die Studierenden auch eine interaktive Karte. Mit ihr können Fans die Game of Thrones-Welt erkunden und die Reisen der wichtigsten Figuren nachvollziehen.

Big Data hilft bei Lösung realer Probleme

„Dieses Projekt hat uns eine Menge Spaß bereitet“, sagt Dr. Guy Yachdav, der den Kurs geleitet und das Projekt konzipiert hat. „In unserer Forschungsgruppe konzentrieren wir uns normalerweise darauf, mit Data Mining und Algorithmen des maschinellen Lernens komplexe biologische Fragen zu beantworten. Für dieses Projekt haben wir diese Techniken ebenfalls eingesetzt, nur das diesmal der Untersuchungsgegenstand eine beliebte TV-Serie war.“

„Data Mining und maschinelles Lernen sind die Werkzeuge, die es der digitalen Medizin ermöglichen, von der modernen Biologie für Diagnose, Behandlung und Prävention von Krankheiten zu profitieren. Mit diesem Projekt haben wir ein didaktisches Juwel geschaffen, das bei den Studierenden große Begeisterung für diese Fächer entzündet hat“, resümiert Burkhardt Rost, Professor für Bioinformatik an der Technischen Universität München. „Und die im Projekt geschaffenen interaktiven Karten beinhalten einen völlig neuen Ansatz zur Datenvisualisierung - dem werden wir auch wissenschaftlich nachgehen.“

Michael Nickles meint:

Cooles Projekt! Die Webpräsenz bietet abseits der "Sterbenswahrscheinlichkeiten" viel Sehenswertes für Fans der Serie, der Weg von Charakteren lässt sich beispielsweise auf der Weltkarte verfolgen.

Etwas schade finde, ich dass ein Projekt einer deutschen Universität ausnahmslos in Englisch präsentiert wird. Wer kein Englisch kann, wird an der Webpräsenz also wenig Freude haben.

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Systemcrasher Michael Nickles „Münchener Mathematiker berechnen Sterben in 6ter Staffel von Game of Thrones“
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Wer kein Englisch kann, wird an der Webpräsenz also wenig Freude haben.

Ja, sehe ich auch so.

Ich glaube, in D stehen die einzigen Hochschulen, in denen nicht in der Landessprache publiziert wird.

Dabei denke ich bei der "Sterbewahrscheinlichkeit " schon an ganz rwale und praktische Dinge:

Theoretisch müßte man mit solchen Algorhythmen auch in der Lage sein, die Wahrscheinlichkeit und den wahrscheinlichsten Tatort bei potentiellen Anschlägen zu ermitteln.

Und natürlich auch, wer am akutesten gefährdet ist oder welche Veranstaltung usw.

Und natürlich [leider] auch dem verhaßten Nachbarn auflauern......

Null Toleranz f?r Intoleranz
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