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Erneut gehackt: das pushTan-Verfahren bei der Sparkasse

Olaf19 / 59 Antworten / Flachansicht Nickles

Am Rande der 32C3 in Hamburg hat Vincent Haupert von der Uni Erlangen berichtet, wie es ihm innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal gelungen ist, das pushTan-Verfahren der Sparkasse zu hacken – und wie simpel dies laut seiner Schilderung gewesen sein soll.

Natürlich wird die Sparkasse ihrerseits nachlegen und ein Update bringen, um die Sicherheitslücke zu schließen, doch am Ende, so Haupert, wird die Sparkasse das Katz-und-Maus-Spiel immer verlieren: der Fehler liegt im Gesamtkonzept. Online-Banking-App und TAN-Generation auf dem gleichen Gerät, das wird immer anfällig bleiben.

Die Zeit beschäftigt sich mit diesem Thema in einem ausführlichen Artikel.

Quelle: www.zeit.de

Olaf19 meint: Sich per SMS eine TAN aufs Smartphone schicken zu lassen, mag ja noch angehen – eine TAN ist eh nur ein "Wegwerfartikel", der in Sekundenschnelle verbraucht ist und danach nie wieder genutzt werden kann.

Aber das eigentliche Online-Banking auf eben diesem Gerät ausführen? – never ever.

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"Das sind Leute, die von Tuten und Ahnung keine Blasen haben" (ein Reporter auf die Frage nach der politischen Bildung des typischen Anhangs von Donald Trump)
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shrek3 Olaf19 „Ja, so war das, als ich AFAIR 2004 mit dem Online-Banking angefangen habe. Wollte ich vorher nicht haben... wenige Jahre ...“
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Meine primitive Rechnung war: iTAN = Liste auf Papier = offline, unvernetzt = sicher.

In den Händen eines umsichtigen Users ist es ja auch sicher - nur nicht vor dem Hintergrund der gesamten Gruppe der Online-Banking-Kunden. Da gibt es einfach zu viele Ausreißer.

Deshalb schrieb ich ja auch: DAU-sicherer. ;-)

Dagegen: mTAN = Smartphone = Datenspioniergerät mit digitalem Streichelzoo [(c)2015-16 by fakiauso] = unsicher.

Ich glaube, da muss man zwischen dem reinen Online-Banking vom Smartphone aus und dem lediglichen Empfang der TAN-SMS differenzieren.

Im letzteren Fall müssten schon beide Geräte (Smartphone und Rechner) befallen sein, um eine Onlimne-Überweisung abzufangen und auf ein anderes Konto umzuleiten.

Hinzu kommt, dass eine Bank es natürlich merkt, ob von zwei verschiedenen Rechnern und von zwei verschiedenen Standorten(!) auf ein und dasselbe Konto zugegriffen wird.

Ein ausspioniertes Smartphone weiß ja erst ab dem Moment von einer SMS-TAN, sobald diese SMS eingeht. Das jedoch kann nur erfolgen, wenn bereits ein anderer Rechner bei dieser Bank eingeloggt ist...

Alles nicht so einfach für einen Kriminellen...

Gruß
Shrek3

Fatal ist mir um das Lumpenpack, das, um Herzen zu rühren, den Patriotismus trägt zur Schau, mit all seinen Geschwüren. Heinrich Heine
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