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News: Digitales Rechtemanagement

Kaltura will Videoinhalte vor illegalen Downloads schützen

Michael Nickles / 4 Antworten / Flachansicht Nickles
(Foto: Kaltura / C. Klinkenberg, pixelio.de)

Kaltura, nach eigener Angabe führender Video-Technologieplattform, hat eine neue plattformübergreifende Lösung für digitales Rechtemanagement (DRM) präsentiert

Die im  Kaltura Videoplayer integrierte DRM-Lösung kontrolliert Downloads und verhindert das Kopieren und Weiterleiten geschützter Dateien.

Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Gerät und über welchen Browser Video-Inhalte gestreamt werden. Die Lösung unterstützt  sowohl neuere Streaming-Technologien wie DASH (Dynamic Adaptive Streaming over HTTP) und CENC (Common Encryption), sowie Standards wie das Silverlight Plugin oder Smooth Streaming.

Hintergrund: Kaltura hat die weltweit erste Open Source Online-Videoplattform entwickelt und liefert als Vorreiter in den Märkten für OTT TV (Over the Top TV), OVP (Online Video Platform) und EVP (Enterprise Video Platform) international führende Videotechnologien. Über 150.000 Anwender in Unternehmen, Medienkonzernen und Bildungseinrichtungen verwenden die Plattform bereits, um hoch entwickelte Video-, Audio- und Foto-Dateien zu betreiben.

Im Software as a Service (SaaS)-Modell übernimmt Kaltura den vollständigen Service inkl. Video-Hosting, Streaming, plattformübergreifende Übertragung, Transcoding, Analyse sowie Support- und Wartungsdienste. Darüber hinaus kann die Plattform im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.

Michael Nickles meint:

In wie weit die Kaltura-Technik auch bei uns in der Internet-Unterhaltungsindustrie verbreitet ist, weiß ich spontan nicht. Aber es ist ein Anlass mal wieder über das elende Thema DRM zu reden. Mir ist bislang kein Fall bekannt, in dem DRM für Verbraucher etwas anderes als Einschränkungen und Ärger beschert hat.

Viele errinnern sich gewiss noch an den Unsinn der geschützten Musik-Downloads. Der Wahnsinn ging so weit, dass gekaufte Musik nur auf dem zugehörigen Player abspielbar war. Die finalen DRM-Verarschungen ereigneten sich 2008, 2009 hat die Musikindustrie DRM endgültig für tot erklärt. Und sie lebt heute bekanntlich immer noch sehr erträglich vom Online-Musik-Download-Geschäft.

Muss der DRM-Schwachsinn jetzt bei Videoinhalten erneut durchexperimentiert werden?

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