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News: 85 Prozent haben Breitband

Zunehmende Internet-Raserei in deutschen Haushalten

Michael Nickles / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Schnelles Internet wird bereits in 85 Prozent der deutschen Haushalte genutzt und beim Breitenausbau ist Deutschland in der Spitzengruppe, meldet der Bitkom.

Kaum zu glauben: 2003 verfügten erst 9 Prozent der deutschen Haushalte über einen Breitbandanschluss. (Foto: Bitkom).

Ermöglicht wurde das rasante Aufholen durch Investitionen der Netzbetreiber. Seit der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes 1998 haben die Netzbetreiber laut Bitkom mehr als 100 Milliarden Euro in die Netze investiert.

Vor 5 Jahren hatten vergleichsweise nur 55 Prozent der Haushalte einen Breitbandanschluss. Beim EU-Vergleich schafft es Deutschland somit in den oberen Bereich auf Platz 5.

Spitzenreiter ist weiter Finnland mit 88 Prozent. Im Durchschnitt haben in EU-Ländern drei von vier Haushalten einen Breibandzugang. Die fetten Leitungen werden selbsterklärend auch zunehmend abseits von Internet-PCs genutzt: für Telefonate, TV-/Radio-Empfang oder gar für die Steuerung von Hausautomatisierung.

Generell haben in Deutschland bereits 99 Prozent der Haushalte mindestens 1 MBit/s Übertragungsgeschwindigkeit, mehr als 90 Prozent sind bereits mit mehr als 6 MBit/s angebunden.

Der Bitkom verweist in seinem Bericht darauf, dass mit der Bezeichnung "Breitband" nur die Internetverbindungsart gemeint ist, nicht die Geschwindigkeit.

Zu bekannten Breitbandanbindungen wie DSL, ADSL, VDSL und Kabel zählt also auch Satelliten-Internet, UMTS oder LTE.

Es wurden also auch Haushalte mitgerechnet, bei denen ein Haushaltsmitglied einen "Breitband"-fähigen Mobilfunkvertrag hat, der auch vor Ort verfügbar ist.

Michael Nickles meint:

Bitkom Präsident Professor Dieter Kempf hat zur Sache noch erklärt, dass durch die enormen Investitionen der Netzbetreiber, die Kunden mit schnelleren Verbindungen bei gleichzeitig gesunkenen Preisen profitieren. Das ist schön.

Noch schöner wäre es, wenn die Netzbetreiber es nicht nötig hätten, ihre Kunden mit immer blöderen Maschen zu verarschen, beispielsweise mobile Flatrates zu verkaufen, die gar keine sind, wie jüngst bei Vodafone von der Verbraucherzentrale angeprangert.

Lustig finde ich, dass auch mobile Breitbandverbindungen eingerechnet wurden. Man stellt in einem Kaff mit lahmer Internetverbindung also einfach einen "Funkmast mit LTE" hin. Dann drückt man allen Einwohnern dort Smartphones in die Hand, verarscht sie mit einer angeblichen "Highspeed-Flatrate", die nach einem halben Film auf 64 KBit/s gedrosselt wird und fertig ist das große Breitbandwachstum.

Vielleicht habe ich diesbezüglich auch was falsch verstanden.

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