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News: Come4.org braucht Geld

Porno mit Herz soll gute Zwecke finanzieren

Michael Nickles / 5 Antworten / Flachansicht Nickles

Man sollte eigentlich meinen, dass das Thema "Porno im Internet" schon restlos abgegrast ist, die Zahl der schlüpfrigen Webseiten ist gigantisch. Und im Hinblick auf die Masse der kostenlosen "Porno-Streaming-Angebote" ist es fraglich, ob in diesem Geschäftsumfeld noch halbwegs Kohle zu verdienen ist, neue Ideen möglich sind.

Die beiden Italiener Annoni Marco und Riccardo Zille haben es jetzt dennoch mit der Ankündigung eines neuen Porno-Webangebots geschafft, in die Schlagzeilen zu kommen. come4.org will Pornofans in einer Community zusammenbringen und dabei Gutes schaffen.


Die Macher verstehen come4.org als ein provokatives kulturelles "Wohltätigkeitsunternehmen". (Foto: come.org)

Leute sollen dazu animiert werden, auf come4.org selbstgedrehte Pornofilme hochzuladen. Die interaktive Community soll die Werke dann bewerten können. Die Einnahmen, die durch Werbung erzielt werden, sollen größtenteils für wohltätige Zwecke gespendet werden.

Aktive Mitmacher (Pornofilmer) sollen selbst bestimmen können, wohin der Erlös wandert.

Worum es bei come4.org geht, erklären die beiden Macher in diesem dreiminütigen Videoclip:

Generell wird also kein Hehl daraus gemacht, dass come4.org eine Porno-Upload/Streaming-Seite wie jede andere auch ist. Der große Unterschied ist halt der, dass die Porno-Uploader (Darsteller?) bestimmen können, welchen Wohltätigkeits-Unternehmen die erzielten Einnahmen zukommen.

Der Start von come4.org muss natürlich erstmal finanziert werden und die beiden Online-Sex-Revolutionäre haben auch schon klar aufgestellt, was sie sich erhoffen. 30.000 Dollar sollen ausreichen um eine "wundervolle" Beta-Version der Seite zu starten.

Bis 80.000 Dollar wäre dann eine "unglaubliche" virale Marketing-Kampagne denkbar. Ab 150.000 Dollar soll sich niemand mehr vorstellen können, was mit diesem Geld alles möglich wird. Und ab 200.000 Dollar soll sich "Porno" für immer verändern.

Die erste Finanzierungsrunde per Crowd-Funding läuft bereits, die Macher versuchen erstmal 10.000 Euro einzusammeln. 4.144 Euro (41 Prozent) haben sie bereits eingecheckt.

Michael Nickles meint:

Was mich an diesem Crowd-Funding schon immer fasziniert, ist die Tatsache, dass dabei niemand garantieren muss, dass dabei etwas rauskommt. Es kann also einfach Geld gesammelt werden. Mal gucken, was aus come4.org wird.

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