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News: Virtuelle Open Source Währung

Hacker haben 250.000 Dollar von Server geklaut

Michael Nickles / 5 Antworten / Flachansicht Nickles

Seit einigen Jahren gibt es die anonyme digitale Währung Bitcoin, die ein Open Source Projekt ist. Bitcoin funktioniert ähnlich wie normales Geld, "Münzen und Scheine" liegen aber nur als "Dateien" vor.

Der Mechanismus ist so gestaltet, dass der Weg des digitalen Geldes nicht rückverfolgbar ist. Entsprechend hassen unter anderem Finanzbehörden diese Währung. Auch Bankinstitute und Bezahlsysteme wie Paypal sind digitalen Währungen selbsterklärend feindlich gesonnen - weil daran nicht fett verdienen können.

Eine kurze recht gute Erklärung zu Bitcoin gibt es auf t3n. Dort werden auch deutlich die Nachteile dieser Währung aufgeführt. Zahlungen lassen sich nicht rückgängig machen und wenn etwas Gekauftes nicht geliefert wird, dann hat man halt Pech. Auch werden die "Bitcoin-Dateien" auf dem eigenen Rechner gespeichert. Verreckt die Festplatte oder wird der Rechner gestohlen, dann ist das digitale Geld weg.

Gezahlt werden kann mit Bitcoins natürlich nur bei Händlern, die diese Währung akzeptieren. Einen davon hat es jetzt unangenehm erwischt: bitfloor.com:


Die auf Bitcoin ausgerichtete Handelsplattform Bitfloor.com hat ihren Betrieb momentan eingestellt.

Gestern haben es Hacker geschafft vom Bitfloor-Server Bitcoins im Wert von 250.000 Dollar zu rauben, wie unter anderem Arstechnica meldet und sich dabei auf die Mitteilung des Bitcoin-Betreibers in dessen Forum bezieht.

Der Raub ist nicht der erste dieser Art. Bereits im vergangenen Jahr wurden von der führenden Bitcoin-Handelsplattform Mt.Gox Bitcoins geklaut und im März dieses Jahres wurden von einem Anbieter Bitcoins im Wert von 228.000 Dollar entwendet.

Und da Bitcoin-Transaktionen nicht rückverfolgbar sind, wird es die Räuber auch wohl kaum erwischen.

Es gilt zu wissen, dass diese Bitcoin-Sache nicht wirklich kostenlos ist. Die Handelsplattformen Bitcoin verlangt beispielsweise 0,3 Prozent Abwicklungsgebühr bei Transaktionen. Man halt also im Vergleich zu Paypal quasi eine "billigeres" und auch anonymes Zahlungssystem - und dabei halt auch die aufgeführten Risiken und Nachteile.

Der Bitcoin-Entwickler bastelt angeblich bereits an einer Nachfolgeversion die sicherer sein soll.

Michael Nickles meint:

Dass Geld die Welt regiert und wir damit versklavt werden, ist kein Geheimnis. Eine "Open Source"-Währung ist da natürlich eine Idee. Die Funktionsweise von Bitcoin wird in einem Wikipedia-Artikel sehr detailliert erklärt.

Ich frage mich auf jeden Fall, ob so eine "unkontrollierte" Open Source Währung wirklich vertrauenswürdig ist. Der reale Wert eines Bitcoins soll ja absurden Schwankungen unterliegen, wie den Berichten so zu entnehmen ist.
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mi~we Michael Nickles

„Hacker haben 250.000 Dollar von Server geklaut“

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"Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum." (Marc Aurel)
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