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News: Digitale Träume

Verbraucherzentrale bettelt bei Facebook um Datenschutz

Michael Nickles / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Bei Nutzer-Support und Datenschutz weist Facebook aus Sicht des Verbraucherzentrale Bundesverbands große Defizite auf. Anlässlich des Börsengangs soll das "soziale Netzwerk" seine Unternehmenspolitik überdenken und den Verbraucherschutz ernsthaft verbessern.

Um auf diese Hoffnung aufmerksam zu machen hat der Verbraucherzentrale Bundesverband einen offenen Brief an Facebook veröffentlicht.

Der deutschsprachige Brief ist direkt an Facebook-Chef Mark Zuckerberg adressiert. Darin bejammert die Verbraucherzentrale, dass Facebook durch den Börsengang bis zu 16 Milliarden Dollar Erlös erwirtschaften wird und von diesem Geld neue Investitionen finanziert werden sollen, bei denen es allerdings keine Pläne zur Verbesserung von Verbraucher- und Datenschutz gibt.

Es wird kritisiert, dass Facebook in den vergangenen Jahren keine Infrastruktur für persönlichen Nutzersupport aufgebaut habe und Nutzer bestenfalls auf Foren oder Formulare zugreifen können. Verzweifelte Nutzer beschweren sich entsprechend regelmäßig bei Verbraucherverbänden, weil es ihnen nicht gelingt direkt mit Facebook Kontakt aufzunehmen, dort einen Verantwortlichen zu finden.

Gar nicht nett findet die Verbraucherzentrale auch, dass Facebook sich wohl einen Dreck um Datenschutzbelange der Nutzer schert. Daten werden auch ohne Einwilligung genutzt (missbraucht) und "Vorratsdaten" werden auch von Menschen gespeichert, die gar keine Mitglieder von Facebook sind.

Schließlich glauben die Verbraucherschützer, dass Facebook seine Nutzer langfristig verärgert und vergrault, wenn der Daten- und Verbraucherschutz nicht verbessert wird.

Michael Nickles meint: Das Gebettel der Verbraucherzentrale ist für den Arsch. Unternehmen wie Facebook verstehen nur eine Sprache: knallhartes gesetzliches Durchgreifen.

Um Missverständnisse zu vermeiden: wer so geisteskrank ist, sein Leben auf Facebook zu "verkaufen", der soll das tun. Ich sehe nicht ein, dass "Steuergelder" dafür eingesetzt werden um Menschen zu erklären, dass es nicht klug ist auf "Autobahnen zu Joggen". Wer dumm sein will, dem soll das erlaubt sein.

Der Spaß hört aber dort auf, wo Nicht-Mitglieder belästigt und ausspioniert werden. Und genau das hat die "asoziale Datenkrake" knallhart getan beziehungsweise tut es noch. An diesem Punkt gehört der Hammer drauf - mit voller Wucht. Und nicht mit einem "Bettelbrief".

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