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News: Chromezone mit Chromebooks und Kopfhörern

Google hat ersten Laden in London eröffnet

Michael Nickles / 7 Antworten / Flachansicht Nickles

Zwar kaufen immer mehr Menschen "Elektronikzeugs" und andere "Nicht-Lebensmittel" schon seit Jahren im Internet ein (Tendenz steigend), aber Apple hat seinen ersten "Apple-Shop" 2001 in den USA eröffnet und inzwischen gibt es weltweit über 330 Apple-Läden (siehe Historie auf Wikipedia).

Microsoft hat sich das erst mal gut acht Jahre lang angeguckt und dann anlässlich des Starts von Windows 7 2009 in Kalifornien seinen ersten Shop eröffnet. Laut Wikipedia gibt es inzwischen 11 Microsoft-Shops - alle in den USA. Jetzt legt auch Google mit echten Läden los.

Der erste Google-Shop wurde nicht in den USA, sondern in London in der Tottenham Court Road eröffnet. Laut Bericht des London Evening Standard nennt Google den Shop "Chromezone" und die Eröffnung wurde wohl ohne größerem Remmidemmi durchgezogen.

Zumindest soll es im Vergleich zu Apple Shop Eröffnungen keine um den Häuserblock reichende Menschenschlange gegeben haben. Viel anzugucken und zu kaufen gibt es in der Chromezone noch nicht. Da stehen wohl nur Chromebook-Laptops rum und es gibt ein paar Zubehörteile wie Kopfhörer.

Ob die Chromebooks die Leute in den Laden locken werden, ist eher zu bezweifeln. Das erste Chromebook wurde Ende Juli von Samsung vorgestellt (siehe Erstes Chrombook von Samsung kostet 450 Euro und der Verkaufspreis löste eher Lacher und Spott aus. Denn: so ein Ding ist viel teurer als ein Netbook und ist eigentlich nur bei verfügbarem Internet wirklich nutzbar. Das einzige Betriebssystem ist quasi der Browser.

Zum Chromezone-Shop gilt noch zu wissen, dass das in London nur ein "Shop im Shop" ist, 285 Quadratmeter, die Google in einem anderen PC-Laden angemietet hat. In Kürze sollen noch weitere Shops eröffnet werden. Aktuell sind die Shops wohl nur für drei Monate (also fürs Weihnachtsgeschäft) geplant.

Michael Nickles meint: Aus dem Bericht des London Evening Standard geht hervor, dass die meisten "Laptops" wohl direkt in Geschäften verkauft werden - die Rede ist von 80 Prozent. Googles Shop ist gewiss ein Experiment um rauszufinden, wie sehr sich Menschen für Chromebooks begeistern lassen, wenn sie so ein Ding direkt in den Händen haben.

Ich gehe davon aus, dass die aktuellen Chromebooks keine Chance haben. Die Dinger sind zu teuer und Google ist mit der Idee, Menschen alles im Internet abwickeln zu lassen, noch zu früh dran.

Obwohl das gewiss ein enormes Zukunftspotential hat. Sind alle Daten im Internet, dann braucht sich ein normaler Mensch keine Gedanken mehr um Backups machen. Und um Software-Installation und Updates braucht man sich auch nicht mehr kümmern - das hat schon was.

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äffchen2000 Till3 „Sehr gute Beispiele, da hast du meine volle Unterstützung. Das Schlimmste aber...“
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Inspiriert vom Gedankengut aus 1984 und Fahrenheit 451:

In ein paar Jahren brauchen wir dann vielleicht eine Lizenz für ein Speichermedium (Festplatte, USB-Stick, o.ä.) ?

Kurzer Rückblick in deutsche Vergangenheit:
In der DDR war jahrzehntelang der Besitz von Verfielfältigungseinrichtungen (Kopierer, Offset, pp.) nur mit behördlicher Genhmigung erlaubt, Zuwiderhandlung strafbar. (Der Besitz von Schreibmaschinen war glaub ich auch anzeigepflichtig mit Schriftmuster.).
In der BRD wurden früher Anrufbeantworter besonders durch die Deutsche Bundespost überwacht (warum?).
Und im Gefängnis werden ja auch Möglichkeiten zum Speichern von Informationen (Ausbruchsplänen, Baupläne), bzw, deren Austausch eingegrenzt.

Bei den Speichermöglichkeiten wird es mal nach 'nem energischen Sonnenwind-Husten unserer Mutter Sonne zu einer globalen Amnesie führen.

seit '83 am baschdeln
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