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News: 518 Experten wollen es wissen

Sind mobile Apps die Zukunft des Internet?

Michael Nickles / 18 Antworten / Flachansicht Nickles

Längst ist der Begriff "App" ein Alltagswort geworden, die "Mini-Anwendungen" für mobile Geräte gibt es für jeden erdenklichen sinnvollen und sinnlosen Zweck. Wer auf einem Smartphone oder TabletPC was braucht, der holt sich halt für ein "paar Euro" die passende App - oder installiert eine kostenlose, falls es sie gibt.

Dabei tun viele Apps eigentlich nichts, was sich nicht ganz einfach auf einer Webseite machen lassen würde. Und viele Webangebote werden inzwischen nicht mehr nur im Browser oder gar exklusiv als "App" angeboten. Der Bitkom wollte wissen, wohin sich der Trend entwickelt und hat 518 Experten aus der ITK-Branche befragt um die Potentiale beider Technologien zu analysieren.

Erste Erkenntnisse: bei den zukünftigen Einsatzmöglichkeiten soll es eine Kluft geben. Apps sollen sich mehr für Einsatz im privaten Umfeld eignen, mobile Browser-Anwendungen für geschäftliche Zwecke. Nahezu 75 Prozent der befragten Experten gehen davon aus, dass sich Apps bei Verbrauchern in den kommenden fünf Jahren breit durchsetzen werden.

Dabei sind mit Apps keineswegs nur Spiele oder Spaßprogramme gemeint, sondern beispielsweise auch typische Webanwendungen wie Informationsdienste und soziale Netzwerke. Also Dinge, die sich eigentlich auch einfach über eine mobile Webseiten erledigen lassen, also Webseiten, die auch spezielle für die Bedienung mit mobilen Geräten konzipiert sind.

Einen Vorsprung für mobile Webseiten und browserbasierte Anwendungen sehen nur 22 Prozent der befragten Experten. In einem Punkt herrscht mit 79 Prozent wohl hohe Einigkeit. Datenschutz und das Vertrauen der Nutzer werden für die Weiterentwicklung des mobilen Internet die größte Herausforderung sein.

Und auch ein zentrales Problem bestätigen 76 Prozent. Apps müssen wegen unterschiedlicher Betriebssysteme und Hardware jeweils extra angepasst werden, mobile Internetseiten lassen sich deutlich flexibler aufbereiten. Auch sind mobile Webseiten weniger von der Geräteleistung abhängig, weil sie von "beliebiger" Rechengewalt eines Anbieters profitieren.

Und auch beim Faktor Datensicherheit haben mobile Webseiten und Browser-Anwendungen einen enormen Vorteil. Um Sicherheitsupdates kümmern sich die Betreiber selbst, bei Apps müssen sich deren Nutzer selbst drum kümmern.

Michael Nickles meint: Eine ganz spannende Frage ist gewiss die, wo man 518 Experten herkriegt, die zu dieser Thematik wirklich eine sinnvolle Aussage machen können. Leider gehe ich davon aus, dass der analysierte Trend der Masse zu "Apps" gleichermaßen richtig wie geisteskrank ist.

Apps sind so ziemlich die größte Scheißerfindung die es gibt. Ja gewiss, das waren und sind die "Handyklingel-Töne" auch schon und "Spiele-/Spasskrempel" als App zu verkaufen ist okay. Es wird immer Leute geben, die für den "tanzenden und furzenden rosafarbenen Frosch" 3,99 Euro im Sparabo blechen.

Aber mal weg von dem Spaß, hin zu seriöseren Dingen. Längst lassen sich sehr mächtige Browser-basierte Apps entwickeln, die auf quasi JEDEM Browser und mit JEDER Hardware funktionieren. Warum zum Henker soll ich mich beim Kauf einer Software an ein bestimmtes Gerät/Betriebssystem binden müssen? Was passiert mit den "25 geblechten Ipad-Apps", wenn man in einem Jahr ein Android-Tablet haben will?

Im Fall einer Browser-basierten App ist mir ein Gerätewechsel schnuppe. Und ich kann eine "abonnierte Internet-Dienstleistung" auch auf JEDEM Rechner nutzen - egal ob Smartphone, Tablet oder Desktop - ich brauch einen Browser auf den Geräten und fertig.

Komplett geisteskrank halte ich die zunehmende Praxis, Webseiten in eine "App" zu packen. Nickles.de als Ipad- oder Android-App? Wozu? Eine spezielle Nickles.de Version die für mobile Geräte optimiert ist? NEIN. Das hätte vor 10 Jahren "Sinn" gemacht, als mobile Geräte noch extrem kleine Displays hatten und sehr leistungsschwach waren.

Wir haben es aber damals nicht gemacht, weil es nicht wirklich Sinn gemacht hat. Und zwar, weil mobile Geräte vor 10 Jahren noch drecksteuer und kaum verbreitet waren - und halbwegs brauchbare und bezahlbare mobile Internetanbindungen nicht bezahlbar waren.

Oder hat jemand vielleicht eine WAP-Version von Nickles.de vermisst? Und heute eine mobile Version von Nickles.de basteln? Auf keinen Fall. Schnelle Smartphones mit großen Displays gibt es inzwischen nachgeschmissen und auf denen läuft Nickles.de bereits jetzt sauber - als ganz normales Internetangebot.

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Wozu Apps, viele Seiteninhaber programmieren eine abgespeckte Version für kleine Bildschirme, URL oft gemäß der Konvention mobile.Domäne.de oder mobil.Domäne.de, wo nur die wichtigsten Inhalte dargestellt sind.

Beispiel: http://mobil.tagesschau.de/

Eine App. macht m. E. dann Sinn, wenn die spezifischen Hardwarekomponenten eines Handy, z. B. die Sensoren oder GPS, eingebunden werden, z. B. bei Navis.

Aber bis jetzt habe ich auch zu oft keine ausreichend schnelle Verbindung, um überhaupt zuverlässig im Internet arbeiten zu können. Also nur E-Mail-Verkehr als Nutzung.

Viele Grüße von Jörg
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