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News: Teure Kombilösungen

CES: Tablet-PC Experimente von Asus und Lenovo

Michael Nickles / 2 Antworten / Flachansicht Nickles

Erwartungsgemäß wird es auf der diesjährigen CES, die vom 6. bis 9. Januar in Las Vegas stattfindet, Tablet-PCs hageln. Zig Hersteller bringen endlich die Geräte, von denen schon lange geredet wird. Beziehungsweise kündigen die erneut mit Liefertermin "demnächst" an.

Spannend ist vor allem, mit welchen Konzepten die Hersteller gegen den Platzhirsch Ipad antreten wollen. Natürlich packen alle das rein, was beim aktuellen Ipad fehlt: Webcam und "Flash-Unterstützung". Darüber hinaus braucht es dann aber schon eine Ecke mehr, um sich von der baldigen Masse der Tablet-PCs abzuheben.

Lenovo wird es mit seinem neuen "IdeaPad U1" probieren. das eher eine "Luxus-Lösung" ist. Hier kann das Tablet mit einem Unterbau zusammengeklickt werden, der es zu einem "Notebook" mit Tastatur macht. Eigentlich wurde das IdeaPad U1 bereits auf der CES 2010 gezeigt, kam in der damaligen Fassung aber nie auf den Markt.

Lenovo hat die Hardware-Innereien überarbeitet. Einen recht detaillierten Bericht mit Bilder und Videos zu dem Ding gibt es auf Engadget.com. Die Preisangaben schwanken bei den aktuellen Meldungen zum Gerät arg.

Der Tablet-PC selbst soll wohl "nur" um 400 Dollar kosten, der Docking-Unterbau allerdings 1.000 Dollar. Der hohe Preis für den Unterbau begründet sich darin, dass ihn ihm quasi komplett eigene Hardware steckt, das Tablet-PC-Teil eigentlich nur als Display fungiert. Der Grund ist wohl, dass das Tablet-PC aufgrund seines ARM-Prozessors mit Android läuft, im Unterbau werkelt allerdings eine Intel-CPU, die auch Windows 7 zulässt.

Auch Asus wird "demnächst" mehrere Tablet-PCs bringen und hat ebenfalls "Kombi-Lösungen" angekündigt. Am "Eee Pad Transformer" lässt sich optional eine Tastatur dranstecken, wodurch das Teil ebenfalls ein "Notebook" wird.

Beim "Eee Pad Slider" ist die Tastatur gleich drinnen, lässt sich bei Bedarf "rausziehen". Bei den Preisen gibt es noch keine wirklichen Details. Das Transformer-Modell soll zwischen 400 und 700 Dollar kosten, das Slider-Modell zwischen 500 bis 800 Dollar.

Michael Nickles meint: Es wird also an der "Eierlegenden Wollmilch Sau" getüftelt. Also am Tablet-PC, der jeden erdenklichen Anwendungsfall abdeckt, von "Netbook" bis "fast Desktop PC". Was sollen diese Dinger denn dann sein? Bessere "Netbooks", eine Alternative zu Notebooks?

Die Idee eines Tablet-PCs besteht ja eigentlich genau darin, ein kompaktes leichtes Ding in der Hand zu halten. Ein Lenovo Ideapad U1 soll fast 2 Kilo auf die Waage bringen - also gut doppelt so viel wie ein durchschnittliches (und viel billigeres) Netbook.

Sollte ein Tablet-PC für "400 Euro" kommen und es eine "dranmachbare Tastatur" für 50 Euro dafür geben - her damit. Fast oder mehr als 1.000 Dollar dafür hinblättern: nein.

Natürlich wird die CES auch zig "normale" Tablet-PCs ohne Docking-Krempel und Tastatur bringen. Wann die Hersteller liefern können, wird wohl davon abhängen, wann Google sein Android-Betriebsystem 3.0 fertig hat. 3.0 (Honeycomb) ist die erste Android-Version, die wirklich offiziell auch für Tablet-PCs konzipiert ist.

Es ist also sehr fraglich, ob man jetzt noch ein Tablet-PC mit Android 2.n haben will. Noch schlimmer: es verdichten sich die Gerüchte, dass Google für Android 3.0 mindestens eine Dual-Core-CPU fordern wird und sich diverse Tablet-PCs dann wohl nicht auf Android 3.0 updaten lassen werden.

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