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News: Krieg der Datenkraken

Facebook darf Google Gmail-Kontakte nicht mehr verwursten

Michael Nickles / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Das rasante Wachstum von Facebook basiert auf einem primitiven Kettenreaktions-Mechanismus. Sobald sich jemand bei Facebook anmeldet, wird er gequengelt, Facebook seine Email-Adressbücher durchforsten zu lassen, um "Freunde" zu finden.

Damit rutschen automatisch auch Nichtmitglieder, Menschen die mit Facebook nichts zu tun haben wollen in Facebooks Datenbank und werden gnadenlos "verwurstet". Die werden dann früher oder später mit Facebook-Email-"Spam" überschüttet.

Als echten illegalen "Spam" lässt sich das aber nicht einstufen, weil Facebook die Emails im "Auftrag" seiner Teilnehmer nutzt um "Freundschaftseinladungen" zu versenden. Den "Freundessuchenden" ist dabei meist gar nicht klar, was sie anrichten, wenn sie Facebook in ihr Adressbuch gucken lassen.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Facebook auch die "erschlichenen" Daten von Nichtnutzern nach Lust und Laune ausschlachtet beziehungsweise Datenschutzlücken das ermöglichen (siehe Facebook verwurstet auch Nicht-Mitglieder).

Jetzt hat Google Facebooks Datensammelwut einen Riegel vorgeschoben. Es wurde eine Sperre errichtet, durch die Facebook Gmail-Adressen/Kontaktdaten nicht mehr importieren kann. Generell hat Google eine "Schnittstelle" für Entwickler, mit der sich Gmail-Kontaktdaten importieren lassen und die für alle zugänglich ist.

Die Nutzungsbedingungen (siehe API Terms of Service) wurden jetzt dahingehend modifiziert, dass der Import von Gmail-Kontakten nur dann zulässig ist, wenn der Importierende seine Kundendaten ebenfalls anzapfen lässt.

Und genau das tut Facebook nicht.

Michael Nickles meint: Selbstverständlich ist es ein Irrtum zu glauben, dass Google das aus Datenschutzgründen tut. Google stinkt es halt einfach, dass Facebook nur abgrast und im Gegenzug selbst nichts rausrückt.

Facebook hat jetzt auf jeden Fall mal einen Kontaktlieferanten für seine "Spam-Maschine" weniger, der Krieg der Datenkraken hat begonnen.

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