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News: Hacker-Attacke

Porno im indonesischen Parlamentsfernsehen

Michael Nickles / 3 Antworten / Flachansicht Nickles

Seit geraumer Zeit kämpft die indonesische Regierung verbissen gegen die Verbreitung von Pornographie, tüftelt immer strengere Gesetze aus. Anstößig ist dabei nicht nur "Hardcore" sondern auch fast alles was zur "Softerotik"-Ecke zählt, bis hin zu traditionellen Gepflogenheiten.

Laut Bild wurde im Januar 2009 gar überlegt, das "Penisrohr" - ein "Bekleidungsstück" der Ureinwohner Papuas - als Pornografie einzustufen.

Vor wenigen Tagen teilte der indonesische Kommunikationsminister laut jesus.ch mit, dass sämtliche Pornoseiten im Internet bereits am 11. August blockiert werden sollen. Wie die Internet-Provider diese Sperre in diesem kurzen Zeitraum bewerkstelligen sollen, ist bislang noch fraglich.

Jetzt hat die indonesische Regierung ihren eigenen Pornoskandal an der Backe. Im internen Parlaments-TV wurde gestern ein Hardcore-Porno ausgestrahlt. So weit bekannt, wurde der Streifen von Hackern direkt aus dem Internet ins TV-System eingespeist.

Das Regierungspersonal soll gut 15 Minuten benötigt haben, die Hardcore-Ausstrahlung zu stoppen, beziehungsweise die Bildschirme abzuschalten. Spekuliert wird natürlich, dass die Hacker gegen die bevorstehende Internet-Pornoblockade protestieren wollten.

Ihnen bleibt jetzt zu hoffen, dass sie nicht geschnappt werden. Für die Verbreitung von Pornografie drohen in Indonesien soweit bekannt bis zu 12 Jahre Haftstrafe.

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