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News: Raffinierte Masche

Deutsche "Straßenbilder" bei Google online

Michael Nickles / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Trotz der Debatten um Streetview und dem aktuellen Stopp der Kamera-Karren, hat Google jetzt schon mal Bildmaterial von deutschen Straßen und Örtlichkeiten in Google Maps eingebunden. Google ist dabei sehr raffiniert vorgegangen.

Denn: es wurden nicht die Google-eigenen Aufnahmen von den Kamerawägen verwendet, sondern einfach Bilder, die Google-Nutzer freiwillig ins Netz gestellt haben. Die Bilder stammen von Googles Dienst Panoramio, bei dem jeder seine Bilder einstellen kann.

Das Panoramio-Bildmaterial wurde jetzt halt einfach auch in Google Maps reingemacht:


In Google Maps gibt es jetzt ein kleines "gelbes" Männchen, das auf eine Straße "gezogen" werden kann. Gibt es Fotos von dieser Straße, dann werden sie angezeigt.

Natürlich gibt es kein flächendeckendes Bildmaterial und in den meisten Fällen sind die von "Hobbyfotografen" eingestellten Bilder einfach nur Aufnahmen von Gebäuden. Allerdings finden sich durchaus auch Bilder auf denen Personen und/oder persönliche Dinge wie Autokennzeichen deutlich erkennbar sind.

Und: im Fall der von Benutzern freiwillig hochgeladenen Bilder, findet keine Zensur statt, Gesichter und dergleichen werden im Gegensatz zu Googles eigenen Streetview-Aufnahmen nicht unkenntlich gemacht.

Michael Nickles meint: Damit kriegt der "Datenschutz-Skandal" einen ganz neuen Faktor verpasst. Theoretisch kann das natürlich so geregelt werden, dass Betroffene, die auf Bildern erkennbar sind, eine Entfernung oder Retuschierung der Bilder verlangen können.

Die müssen dann natürlich auch irgendwie nachweisen, dass sie auch wirklich die Betroffenen sind. Praktisch wird das also relativ schwer umsetzbar sein. Was mich immer wieder erstaunt: wie viel Mühe sich Leute machen, um kostenlos irgendwelches Zeugs bei Web 2.0 Diensten zu veröffentlichen.

Ich möchte nicht wissen, wie viele bei Googles "Bilddiensten" ihr "Haus" und sich selbst freiwillig reinstellen.

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