Viren, Spyware, Datenschutz 11.211 Themen, 94.124 Beiträge

News: Grusliges Selbstexperiment

Erster Mensch von Computervirus verseucht

Michael Nickles / 22 Antworten / Flachansicht Nickles

In Lebewesen implantierte Mikrochips bringen gewiss Vorteile. Bei Hunden und Katzen ist es längst üblich sie "Chippen" zu lassen, einen Mini-Chip zur Identifikation zu implantieren - das ist stressloser als tätowieren mit einer Kennung.

Auch bei Menschen können implantierte Chips medizinisch enorme Vorteile bringen. Wenn sie zuverlässig funktionieren! Der britische Wissenschaftler Dr Mark Gasson hat jetzt ein gruseliges Selbstexperiment durchgeführt (beziehungsweise ist gerade dabei), das schwer zu bedenken gibt.

Er hat sich in seine Hand einen Chip implantieren lassen, der bewusst mit einem Computervirus versucht wurde um die Sicherheitsrisiken solcher Chips zu untersuchen. In seinem Bericht teilte er jetzt mit, dass sich aufgrund der Weiterentwicklung der Technologie zunehmende Sicherheitsbedenken ergeben.

Inzwischen sind die Chips so weit entwickelt, dass sie leistungsstark genug sind um Viren zu verbreiten und natürlich auch von welchen verseucht zu werden. Sie sind inzwischen halt "Minicomputer" und entsprechend anfällig für schädlichen Code, der sich auch über sie weiterverbreiten kann.

Im Hinblick auf medizinischen Einsatz (beispielsweise Steuerung und Auswertung von Herzschrittmachern) ist das selbsterklärend extrem kritisch. Aktuell ist es Gasson bereits gelungen, den Virus in seinem Chip per RFID-Technik auf andere RFID-Geräte übertragen zu können.

Die Details seiner Experimente will der "verseuchte Wissenschaftler" im kommenden Monat auf dem Technology and Society Symposium in Australien mitteilen.

Michael Nickles meint: Gewiss werden jetzt viele brüllen, dass sie sich niemals so einen Chip implantieren lassen würden. Ich sehe das anders, weil sich dadurch wirklich "lebensrettende" medizinische Methoden entwicklen lassen.

Ein Chip kann beispielsweise die "Körperwerte" von Risiko-Patienten permanent überwachen und Alarm schlagen, wenn sich was Böses zusammenbraut. Gut ist auf jeden Fall, dass Mark Gasson die Öffentlichkeit auf die Sicherheitsrisiken aufmerksam macht, sie mit seinem Experiment untersucht.

bei Antwort benachrichtigen
Segen und Fluch Olaf19
Drizzt1233 Michael Nickles „Erster Mensch von Computervirus verseucht“
Optionen

Was den Datenschutz angeht denk ich immer an die entwwicklung von Panzern: Immer wenn die Panzer im Laufe der Zeit besser geschützt wurden hat einfach jemand ein größeres Kaliber oder eine heißer brennende Rakete entwickelt. Der Schutz wird gegen den Angriff immer verlieren. Siehe Kopierschutz u.v.m....
Wirkliche Datensicherheit gibt es meiner Meinung nach nicht mehr. Die Frage ist ob diese Chips Daten enthalten werden die jemanden interessieren. Die meisten Datenschutzverstöße gehen von einem finanziell motivierten Hintergraund aus ( zumindest die im großen Maßstab, ich mein jetzt nicht den Programmierer der mal ausprobieren möchte ob er diesen oder jenen Schutz umgehen kann sondern diejenigen die dann diese Idee nehmen oder jemanden dafür bezahlen und sich damit bereichern.
Was interessieren so jemanden beispielsweise meine momentanen Blutzuckerwerte?
Und das jemand absichtlich Herzschrittmacher durcheinanderbringt....naja es mag solche Leute geben aber denen kann man auch begegnen während sie mit ner automatischen Waffe durch ein Einkaufszentrum laufen.
Wenn man natürlich Bankdaten, Passwörter o.ä. auf nem implantierten Chip mit sich raumträgt sieht das schon anders aus :-)

bei Antwort benachrichtigen