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News: Studie zu mobiler Internet-Nutzung

Frauen mit Handys, Männer mit Notebooks

Michael Nickles / 2 Antworten / Flachansicht Nickles

Eine neue von der Bitkom in Auftrag gegebene Studie, bescheinigt der mobilen Internet-Nutzung ein enormes Wachstumspotential. Alleine in Deutschland sollen laut Bitkom-Hochrechnung 2010 mehr als 20 Millionen mobile "Internet-Endgeräte" verkauft werden.

Konkret wird diese Zahl in 9,7 Millionen mobile Computer, 8,2 Millionen Smartphones und voraussichtlich mehr als 2 Millionen Ebook-Reader aufgeschlüsselt. Genau klassifizieren lässt sich das kaum noch, denn es wird immer schwerer, Geräte wie Notebooks, Smartphones und Tablet PC voneinander abzugrenzen.

Freuen dürfen sich auf jeden Fall die Anbieter mobiler Datendienste, deren Umsatz voraussichtlich um acht Prozent auf 5,6 Milliarden Euro klettert.

Schon jetzt wird mit derlei Diensten laut Bitkom mehr Kohle gemacht als mit SMS und MMS zusammen. Zukunftsprognosen. Gemäß Studie besteht allerdings bereits jetzt eine hohe Zahl mobiler Internetnutzer. Jeder fünfte Nutzer geht angeblich bereits mit mobilen Rechnern wie Laptops oder Netbooks online, jeder zehnte surft mit dem Handy.

Bei den Altergruppen und Geschlechtern wurden markante Unterschiede festgestellt. Männer surfen lieber per Notebook, Frauen mit Internet-tauglichen Handys. Bei den unter 30jährigen ist bereits jeder Sechste mit dem Handy im Internet.

Die über 65-Jährigen indessen nutzen ihre Handys lieber für das, was sie eigentlich gedacht sind: zum Telefonieren.

Michael Nickles meint: "20 Millionen mobile Internet-Dinger 2010" - eine ganz schön gewaltige Zahl. Allerdings ist die Bitkom-Studie recht schwammig. Klar hat inzwischen fast jedes mobile Dingsbums "Internet" drinnen, ob es auch für mobiles Internet genutzt wird, ist allerdings gewiss eine ganz andere Frage.

Dass bei Ebook-Readern ein Boom ansteht, ist gewiss keine Frage. Und selbsterklärend haben die auch eine Internet-Schnittstelle drinnen, damit schnell übers Internet Bücher gekauft werden können. Als eine "mobile Internet-Nutzung" sehe ich das allerdings nicht unbedingt. Auch das mit den 9,7 Millionen mobilen Computern ist eine fragwürdige Sache.

Tatsache ist, dass Notebooks inzwischen fast billiger als Desktop-PCs geworden sind (wenn man das Display dazurechnet) und dass sie weniger Platz brauchen. Viele "Normal-Anwender" stellen sich halt heute lieber ein kompaktes Notebook in die Wohnung als eine "Riesenkiste".

Dass sie das Ding dann auch für mobiles Internet mit sich rumschleppen, bezweifle ich eher.

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