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News: Prototyp vorgestellt

Google bastelt Holodeck

Michael Nickles / 3 Antworten / Flachansicht Nickles

Bereits seit Mitte 2008 tüfteln Google-Entwickler an einem "Holodeck"-Projekt. Ziel ist es lauf Google-Blog die Daten aus Googles Geo-Produkten eindrucksvoller nutzbar zu machen.

Das Projekt entstand im Rahmen von Googles "20 percent time" Deal. Einen Tag pro Woche dürfen Entwickler an eigenen Ideen basteln, auch wenn die nicht in den Arbeitsvereinbarungen festgehalten sind. Das Holodeck besteht aus einem runden Gebilde, in dem acht große Displays vertikal montiert sind, die von einigen Linux-Workstations angetrieben werden.

Ein Videoplayer wurde so modifiziert, dass er Bildsequenzen von Google Street View Aufnahmen als "Rundum-Panorama" auf die acht Displays schaufelt. Dann machte sich ein Entwickler aus dem Google Earth Team dran, den Google Earth Client so zu modifizieren, dass er ebenfalls die acht Displays versorgen kann.

Die Holodeck-Bastler berichten im Blog von einem überwältigenden Effekt. Rundflüge in Google Earth erlebt man im Holodeck quasi, also ob man selbst fliegen würde. Getauft wurde der "Holodeck"-Prototyp schließlich "Liquid Galaxy".

Im Google-Blog gibt es mehrere sehenswerte Fotos des "Holodecks": Sometimes eight screens are better than one.

Michael Nickles meint: "Liquid Galaxy" wurde zwar erst jetzt offiziell in einem Google-Entwickler-Blog vorgestellt, es gibt allerdings schon seit ein paar Wochen Demos in Youtube davon. Hier eins davon:


Vermutlich noch eine "Vorabversion" des aktuellen Holodecks, aber schon recht eindrucksvoll.

Beim Stöbern auf Youtube habe ich noch diesen "Holodeck-Clip" gefunden:


So könnte eine Lösung aussehen, mit der man sich in einem "Holodeck" auch frei bewegen kann.

Das Spannende an der Holodeck-Sache ist, dass sie im Prinzip auch für den Heimbereich zunehmend in greifbare Nähe rückt. Enorm große "LCD-Fernseher" kosten immer weniger und auch Grafikkarten die ausreichend viele Displays ansteuern können, sind inzwischen bezahlbar geworden (siehe 24 Bildschirme an einem PC.

Auch die nötige Rechenleistung dürfte inzwischen kein dramatisches Thema mehr sein. Ich bin mal gespannt, wann private Tüftler erste selbstgebaute "Holodecks" zum "Dumpingpreis" im Internet vorstellen.

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