Laptops, Tablets, Convertibles 11.798 Themen, 56.055 Beiträge

News: Gewagte Spekulation

Verschenkt Google bald Netbooks?

Michael Nickles / 46 Antworten / Flachansicht Nickles

Als Google sein eigenes Betriebssystem Chrome OS ankündigte, zeigte sich Microsoft unbeeindruckt. Jetzt ist die erste Schnupper-Testversion von Chrome OS raus und es ist klar, wo Google damit hin will: auf mobile "Kleinstrechner", also Netbooks.

Chrome OS ist komplett Web-orientiert - Anwendungen und Daten werden ausnahmslos auf Google-Servern ausgeführt beziehungsweise gespeichert. Wer sich auf Chrome OS einlässt, muss also Google vertrauen. Was viele verblüfft: nicht einmal Netbooks mit Festplatte werden unterstützt, Chrome OS fordert eine SSD, weil das System extrem schnell booten soll.

Alle Daten nur bei Google, keine "Platten-Unterstützung"? Das hatten sich viele gewiss ein wenig anders erwartet und entsprechend heftig ist aktuell die Kritik an Chrome OS. Eine ganz wilde Spekulation hat jetzt linuxjournal.com rausgelassen.

Und zwar, dass Google eventuell einen irren Coup plant, der so weit gehen kann, dass Netbooks mit Chrome OS einfach verschenkt werden. Blickt man auf die technischen Hintergründe, dann ist das gar nicht mal so abwegig. Das Konzept von Chrome OS verlangt nur einen extrem schwachen mobilen Rechner, der sich entsprechend billig produzieren lässt.

Einen teuren Datenspeicher braucht es nicht. Und auch ein "lumpiger" Prozessor reicht aus. Theoretisch ließe sich so ein Netbook vielleicht deutlich unter 50 Euro produzieren. Kohle würde Google dann wie üblich durch das Einblenden von Werbung auf dem Netbook einfahren. Wird die kirre Spekulation vielleicht Realität?

Michael Nickles meint: Egal ob Google das Ding "verschenkt" oder ob es zum Spottpreis in den Handel kommt. Natürlich hat Niemand wirklich Bock seine persönlichen Daten auf Google-Servern zu speichern und auch niemand will Werbung im Betriebssystem haben.

Wenn es aber nichts oder fast nichts kostet, dann werden sich gewiss alle um das Ding reißen. Die Zuschauer von Privat-TV-Sendern lassen sich ja auch bis zum Erbrechen mit Werbung volldröhnen.

bei Antwort benachrichtigen
Danaer-Geschenk Olaf19
mawe2 Olaf19 „ Den letzteren Punkt hast du im Nachsatz quasi selbst widerlegt mit dem...“
Optionen

Hi Olaf,

Die Nickles-Community besteht überwiegend aus gut informierten Usern - das ist keineswegs repräsentativ für den gesamten internet-nutzenden Teil der Bevölkerung.

so ähnlich habe ich mich ja auch geäußert, als es um die "Faulen XP-Updates per eMail" ging.

Aber: Wenn ich mir einige Meinungen hier zu diesem Thema ansehe, ist es doch erstaunlich, wie viele das hier zur Spekulation angebotene Konzept (kostenloses Netbook + 100%ige Kontrolle durch Google) befürworten.

Das Bewusstsein, seine eigene Privatsphäre zu schützen, seine eigene Identität zu wahren und einer übermächtigen Kontrollinstanz namens Google etwas entgegenzusetzen, ist auch nicht bei allen Nickles-Usern so weit entwickelt, wie man es im ersten Moment vermuten mag.

Das ist wohl der Lauf der Dinge... In 20 Jahren werden die Jugendlichen unsereins belächeln, weil wir immer noch persönliche Daten besitzen, die wir auf lokalen Datenträgern speichern und keinen anderen Leuten zugänglich machen.

Das wird denen so lächerlich vorkommen wie uns heutzutage vielleicht Leute, die sich der Internet-Kommunikation total verweigern, ohne genau zu wissen, warum.

In 20 Jahren werden die Menschen auch nicht mehr wissen, warum man persönliche Daten für sich behalten sollte und warum es Sinn macht, nicht alles allen zugäglich zu machen. Man wird dann verwundert zurückblicken und unsere heutige Haltung nur mit den unzulänglichen technischen Gegebenheiten der heutigen Zeit begründen.

Warum es eine inner Haltung war, eine Privatsphäre zu besitzen, werden nur noch wenige studierte Sozialogen nachvollziehen können...

Gruß, mawe2

bei Antwort benachrichtigen