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Optimieren einer Mandriva 2009 Spring-Fassung

ReiseRitter1973 / 14 Antworten / Flachansicht Nickles

ich habe folgendes Problem:
ich habe mir auf einem Athlon-System mit 1.3 Ghz und 1 Gb Arbeitsspeicher,sowie zwei Hd's mit jeweils 30 Gb Kapazität über den IDE-Port Mandriva installiert und nun braucht das System zum Hochfahren eewig...
1. wo kann ich bei diesem system ansetzen um es zu beschleunigen?
2. Sinnvoll das Board auf die Maximale Speicherbestückungsgrenze auszureizen (bei AsRock K7NFRAID--meins -- sinds 4 GB)?
3. Distri wechseln?
4. Board+ Prozessor tauschen und auf 64 bit wechseln?
Tja, das war ja noch nicht alles...
Wie kreige ich die Lüftersteuerung unter Linux optimal hin? (1. System-FAN+ Prozzesor-FAN)

Mfg
Andre

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KarstenW ReiseRitter1973 „Optimieren einer Mandriva 2009 Spring-Fassung“
Optionen

"1. wo kann ich bei diesem system ansetzen um es zu beschleunigen?"

Bei allen Linuxdistributionen kann man einen eigenen Linuxkernel übersetzen. Der Standdardkernel ist meist mit nutzlosen Treibern überfüllt und der gcc kann den Binärcode für die eingebaute CPU optimieren. Das ist aber ein Thema für fortgeschrittene Anwender.

Hier werden sehr viele Fragen bezüglich des Linuxkernels beantwortet:

http://kernelnewbies.org/

Man muß kein Programmierer sein um einen eigenen Linxkernel zu übersetzen. Man sollte aber etwas English lesen können.

Dann kann man noch den UDMA Modus aktivieren. Ich habe weiter oben gelesen das dieses Board einen NForce Chipsatz nutzt. Meiner Erfahrung nach läuft UDMA sehr gut mit NForce.

Prüfe mit dem Befehl "hdparm -d /dev/hda" (oder /dev/hdb...)
ob UDMA schon eingeschaltet ist.

Wenn UDMA eingeschaltet ist , dann erscheint so eine ähnliche Ausgabe.

hdparm -d /dev/hda

/dev/hda:
using_dma = 1 (on)

Die neuen Linuxkernel (ab 2..6.24 oder auch 2.6.26) schalten den UDMA Modus automatisch ein, wenn der entsprechende UDMA Treiber im Linuxkernel aktiviert ist.
Du mußt nicht, oder ich glaube man kann mit hdparm den UDMA Modus gar nicht mehr im aktuellen Linuxkernel einschalten. Das ist nur bei den älteren Linuxkernel wie dem 2.6.18er noch moglich.

Du kanst UDMA auch für eingebaute CD/DVD Laufwerke aktivieren (oder er wird automatisch vom Linuxkernel aktiviert) . Das wird auch für Brennprogramme wie K3B oder nero eompfohlen.
Die genaue Gerätedatei für dein Laufwerk kannst du mit dem Befehl "dmesg | less" herausfinden. Mit den Cursortasten kannst du die Ausgabe hoch - und runterscrollen.

"2. Sinnvoll das Board auf die Maximale Speicherbestückungsgrenze auszureizen (bei AsRock K7NFRAID--meins -- sinds 4 GB)"

Kommt auf die Programme an. Prüfe mit dem Befehl "free -m" ob die SWAP Partition häufig genutzt wird. Wenn ja, dann kannst du etwas mehr Speicher einbauen. Der Linuxkernel kann bis maximal 64 GByte RAM verwalten. Linux ist kein Windows , wenn du weißt was ich meine ;-).

3. Distri wechseln?

Nein , warum wenn dir Mandriva gefällt.
Diese Konfigurationsmöglichkeiten hast du bei jeder Distribution, wobei meiner Erfahrung nach die Distribution Debian (und auch gentoo) besonders flexibel (wie kommerzielles Unix) konfigurierbar ist.


Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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